Beiträge von Matze

    Zukünftig wird da ein Aktivposten gebildet. Aktuell noch nicht.

    Sprich die 6 Mrd. sind Lease-Zahlungen die in den nächsten Jahren anfallen.

    In Zukunft würden diese 6 Mrd. als Schulden aktiviert und dagegen auf der Aktivseite ein Leasing-Aktiva gegengestellt.



    Mich würde es aber viel eher stören, dass die Gesellschaft trotz kräftig zurückgehendem Geschäft und "nicht cash-wirksamen Impairments" keinen nennenswerten Cashflow erzeugt. Die letzten vier Jahre war selbst der operative Cashflow kräfig negativ - und sie mussten zusätzlich investieren.

    Das sehe ich anders:

    rein technisch ist diese "ist mir egal" Einstellung das Beste was einem passieren kann beim Investieren.

    Wir müssen uns halt über die Details unterhalten.


    Der Trick ist, dass Aktien langfristig mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wirklich steigen. Sprich wenn jemand einfach nichts macht und ETFs hält - wird er damit sehr gut fahren. Schau mal wie oft hier im Forum "hin und her" (mit mäßigem Erfolg) praktiziert wird. Von daher ist es super, wenn Deine Kollegen das so machen -> sie müssen es halt wirklich auch aushalten. Das ist der Trick.


    Diese Gewissheit, dass es bessere langfristig aufwärts geht - gibt es beim Gold übrigens nicht. Bei Bitcoin übrigens auch nicht :-D

    Naja die haben auch ein relativ konzentriertes Portfolio.

    Typischerweise 10 Firmen oder weniger.


    Da ist eine 1-Jahres-Performance einfach nur "pures Rauschen".

    Inhaltlich sind das gute Investoren von daher würde ich da nicht zu viel Gewicht drauf legen.

    UND in den zwei Jahren ist Kurs und innerer Wert auch mörderlich gerannt.

    So jetzt gebe ich mal meinen Senf dazu.


    Ich habe vor zwei Monaten genau aus diesem Grund den Wechsel von Apple auf die Android Umgebung gewagt.

    Das Argument ist ja immer "Nutzer sind bei Apple eingeloggt" - das wollte ich mal aus ersten Hand erfahren und selber testen.


    Die durchschnittlichen Verkaufspreise von IPhones waren mir eine Weile ein Dorn im Auge, vor allem aber habe ich mich an der Größe der neuen Geräte gestört. Ich hatte in den Jahren: ein Iphone 4, ein Iphone 5 und danach seit >2 Jahren ein Iphone SE (was die Größe des 5ers hat). Ich bin also offensichtlich mit einer Nutzungsdauer >2 Jahre klargekommen. Das Iphone X ist deutlich größer als die 6,7 und 8er. Und da die Preise auch flott über 1000€ gehen und ich als Alphabet-Aktionär mal wissen wollte wie der Google Assistant nativ im Pixel verbaut ist - bin ich auf ein Pixel 3 umgestiegen.


    Ja das ist ein teures Android (~650€) aber dennoch. Was ich übrigens spannend finde ist, dass man neben Samsung & Google Schwierigkeiten haben wird für ein Andoid-Handy mehr als 250 € zu bezahlen. Das ist IRRE wie krass die Preise da purzeln.


    Nach einiger Weile intensiver Nutzung muss ich sagen, dass der "Umstieg" außerordentlich einfach ist und ich mit meinem Gerät echt "happy" bin. Und auch den "habitualen Lock-In", bzw. das "Look&Feel" ist zumindest bei meinem Pixel nicht so krass wie ich es erwartet hätte. Ich habe am langen Ende weniger als 2 Stunden für die Migration gebraucht. Und ein guter Teil der 2 Stunden lag darin begründet, dass es für den Sprach-Assistant nötig ist "google calendar" zu nutzen - und "Exchange" per Spracherkennung nicht gut funktioniert.


    Aber sonst - die meisten Apps sind nun wirklich leicht austauschbar.
    - Emails / Kontakte liegen bei Microsoft (Exchange)

    - Whatsapp

    - Photos liegen bei unserer Familie bei Amazon (kostenlos für Prime)

    - Musik = Spotify


    Damit habe ich eigentlich keine Daten die hart auf dem Iphone lagen (außer SMS).

    Ich habe weniger als 20€ für neue Apps ausgegeben die ich ja nicht mit rübernehmen konnte.

    Auch kein wirkliches Argument nicht zu wechseln.


    Ich wollte vor allem den Sprachassistenten in seiner "heimischen Umgebung" testen. Und da muss ich sagen, dass das schon teilweise KRASS ist was Google da so leistet. Siri ist Kinderkacke, Alexa ein Kind im Vorschulalter.

    Zum Beispiel diese (leider bisher nur in den USA mögliche Funktion) ab Minute 1:45


    Auch bei anderen Kleinigkeiten ist Google echt weit vor Apple. Bspw. gibt es eine Funktion, dass bei Photos eine Bilderreihe geschossen wird und per KI "das beste Bild" (also dasjenige wo alle Leute richtig gucken etc.) rausgesucht wird. Irre was da heute möglich ist.


    Gerade für Investoren die sich ernsthaft mit einer Investition in Google oder Apple rumschlagen würde ich empfehlen den Wechsel von Iphone auf Android zumindest einmal zu testen. Die paar Euro die es kostet den Wechsel zu testen (Man kann ein Handy ja auch mit etwas Verlust wieder verkaufen wenn es nicht gefällt) sind es auf jeden Fall wert.

    Es hat relativ viele Wert in dem Bereich wieder vollständig zerlegt.

    Auch diejenigen die zwischendurch stabil waren :-D


    Krassestes Beispiel ist für mich Computer Modelling Group. Direkter Wettbewerber von Schlumberger - es gibt nur 2 Firmen die ernsthafte Reservoir-Software anbieten. Die waren "immer teuer" und sind jetzt nachrichtenlos doch noch abgeschmiert.




    Schlumberger ist eigentlich ein gutes Unternehmen - wenn auch für meinen Geschmack zu viel gehebelt.
    Ist eine zyklische Industrie und da sind >2x EBITDA schon nicht unsportlich.


    Aber da gibt es jezt aber schon wieder viel Auswahl in dem Bereich

    :thumbsup:


    Langsam wird es aber langatmig wenn man schon investiert ist. 8)

    Ahlsell wurde zu 46 SEK an den Markt gebracht, also sie zahlen schon mehr als den IPO Erlös.

    Soooo "lowball" finde ich das Angebot nicht. Die Chance dass ein anderer PE kommt ist knapp über ZERO m.M. nach.

    Stimmt - sorry - ich hatte immer im 55 SEK Kopf ...Verwirrt mich gerade total.


    Pressemitteilung bei Ahlsell selber und FT steht 46 SEK. Alle Chart-Tools zeigen aber jeweils 55 SEK als IPO Preis.

    Mein Verständnis ist, dass der Preis wahrscheinlich am IPO Tag dann auf 55 gesprungen ist?!


    https://www.ahlsell.com/investors/the-share/

    Yahoo oder professionelle Datenbanken zeigen den Gleichen Kurs (56 SEK) zum IPO...




    Ich meine übrigens, dass eine Nachbesserung relativ unwahrscheinlich bzw sogar ausgeschlossen ist.

    Es mag sein, dass ein anderer Käufer kommt - das ist nicht völlig auszuschließen - aber eine Nachbesserung per Squeeze out ist extrem unwahrscheinlich. Auch da CVC den Preis per Offerdokument festgesetzt hat und eine Nachbesserung hier technisch sehr unwahrscheinlich ist.


    Ahlsell war bei 42 SEK mit rund 18 Mrd. Marketcap SEK bewertet. Nettoschulden waren grob 8 Mrd.

    Net Profit ist nicht ganz fair -> durch die Akquisitionen sollte man schon um PPAs bereinigen.

    Net Profit (ajd. um PPA) wird für 2018 irgendwas bei 4,5 SEK / Aktie sein.


    Die haben das EBITA von 2015 auf 2018 von ~1800 auf ~2600 gesteigert und die Position von Ahslell ist in der Zeit über Akquisitionen eher besser als schlechter geworden. Das Geschäft verträgt sehr kräftig Leverage (es entschuldet bei Umsatzrückgang) - und da finde ich 12 x PE bei ~2,5x YE EBITDA Leverage jetzt alles andere als teuer... selbst zum Übernahmepreis. Die meisten Akquisitionen sind ja noch nciht verdaut und die Marge ist inhaltlich noch etwas niedrig.


    CVC (und die Private Equities davor) haben das Geschäft in der Vergangenheit mit 6-7x Leverage gefahren - und das werden die wieder tun.


    Für die zu 55 SEK ein völliger No-Brainer.

    Laut Umweltbundesamt haben wir mit dem Feuerwerk in der Bundesumwelt schon 15,5% Feinstaub abgehakt. Allerdings nur 8.000 Verletzte, keine Toten. Die schafft nur der Diesel.


    https://www.umweltbundesamt.de…/dicke-luft-jahreswechsel

    Richtig lesen... Das sind 2,25% abgehakt -> die entsprechen 15,5% des Straßenverkehrs..


    Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt, diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016).


    Und ich möchte zufügen, dass man natürlich jeden Tag ~0,3% Feinstaubbelastung "abhakt" (=100% durch 365 Tage).

    Ja dann sind 2,25% an einem Tag schon viel - aber der Effekt aus dem Feuerwerk sollte dann ja netto (wenn der Rest des Tages normale 0,3% produziert) "nur" rund 2% sein.


    Das entspricht einer Woche normale Feinstaubbelastung.

    Ja das ist schon was - aber weniger als die ganze Panikmache da draußen oft suggeriert.


    Hmm,


    ich hatte gerade gesehen dass es da diese Liste von vor 10 Jahren gab. Daher dachte ich mir "prüf doch mal nach was da rausgekommen ist".

    Der DAX hat in der Zeit 60% gemacht.


    BrownForman: +298%

    Orpea: +60%

    Mayr-Melnhof +124%

    Rhön-Klinikum +8%

    Geox: -90%

    McDonalds: +348%

    Kühne+Nagel: +91%

    Lindt&Sprüngli: +154%

    Novo Nordisk: +453%

    Bei Optionsscheinen gibt es auch "seriöse" Anbieter - das macht es jedoch meist nicht zu sinnvollen Instrumenten...


    1) Bei CFDs besitzt Du immer nur einen Anspruch gegen Deine Gegenpartei. Bei Consors (BNP Paribas) kann das ja im Grunde noch ok sein - bei den meisten anderen Gesellschaften ist das aber oft eine Blackbox. Aktien und Optionen haben da einen völlig anderen Rang und einen völlig anderen Abwicklungsmechanismus als CFDs.

    Ich sehe das ähnlich wie Optionsscheine... Das ist entwickelt worden um Laien und Kleinanlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen.


    2) Nur weil Du noch keinen Call bekommen hast - heisst das nicht, dass es ihn nicht geben kann. Bspw. sind mir einige CFD-Investoren bekannt die bei dem "ent-peggen" des Schweizer Frankens vor ein paar Jahren massiv nachschießen mussten. Dadurch, dass die Währung "normalerweise" nicht stark schwankt haben sie einen großen Hebel genutzt (50x ?) und dann hat der Schweizer Franken einen Sprung von 20% gemacht und schwupps waren sie im "off". Ich denke den wenigsten war bewusst, dass sie da ein faktisches Gap-Risiko haben.


    3) Anders als bei direkten Börsengeschäften findet das Settlement nicht über die Börse statt. Sprich im Extremfall kann der CFD-Broker Dir einen Preis stellen den "er" für richtig hält. Das trug bspw. zum Schweizer Franken Debakel bei. Gerade bei illiquiden Werten ist die Kursstellung (wie bei Optionsscheinen auch) im Gutdünken der Bank/des Anbieters.


    3) Die börsengelisteten CFD-Butzen (Plus500, IG Markets, Saxobank) sind (meiner Meinung nach) vorsichtig gesagt nicht über alle Zweifel erhaben. Plus500 sitzt in Israel und es gibt einige Anzeichen dass das mal irgendwann mal richitg knallen könnte. Wer jetzt fragt "warum" - dem würde ich wärmstens die physische Hauptversammlung empfehlen - da kann man den Leuten die auf der Gegenseite sitzen mal in die Augen schauen...

    Meines Wissens nach hedgt Plus500 sein exposure bspw. nicht und der größte Teil der Kunden ist nach spätestens einem Jahr auf 0 gefahren. Solide Sache...

    Die Bucketshops aus den 30igern sind ein treffender Vergleich.

    Den gelisteten CFD-Anbietern würde ich auch allen nicht über den Weg trauen.

    Nee und es gibt eine gewisse Chance dass da ein anderer PE kommt und auf das Ding bietet.

    Ist aber schon frech... vor zwei Jahren an den Markt zu 55 SEK gebracht und dann mit einem Lowball-Offer von 55 das Ding wieder einsammeln...

    ist mir erst heute wirklich klar geworden.... das sind gar nicht die Auto-Bauer die im DAX so loosen...


    Nachdem BASF gerade Gewinnwarnung rausgehauen hat. Dass auch die eigentlich guten Firmen so richtig auf die Fresse gekriegt haben.


    Performance für 1 Jahr:

    Continental: -44%

    Fresenius: -40%

    Bayer: -38%

    BASF: -35%

    Deutsche Post: -34%

    Wenn ich Dividende bekomme habe ich noch immer 100% der Aktien, beim Verkauf, verkaufe ich Anteile.


    Bsp.: Ich habe in meinem Depot eine Aktie die ich nun schon 18 Jahre habe und ich habe in dieser Zeit 224% Netto-Dividende der Investition erhalten.

    Stell Dir mal vor wie viel wohlhabender Du wärst, wenn sie statt Dividenden als Aktienrückkäufe gemacht hätten.

    Du hättest 1) 42% mehr investiert (100 cent statt 70 cent auf den Euro) UND 2) da die Firma offensichtlich erfolgreich war, hättest Du ein massiven Wert durch die zurückgekauften Aktien gehoben. (Du hast ja wahrscheinlich nicht mit der Dividende die Aktien gekauft?!)


    Als kleine Anmerkung: es ist völlig irrelevant wie Dein Einstand ist. Es kommt nur darauf an was zukünftig sinnvoll ist.

    Madoff-Anleger mit einem tollen Einstand können sich trotzdem nichts mehr kaufen...

    Ich würde sogar argumentieren dass Aktienrückkäufe für bestehende Aktionäre IMMER superior ist.


    1) Als Aktionär muss ich 30% Abgeltungssteuer zahlen.

    2) Aktienrückkäufe stiften dann Wert, wenn innerer Wert > Aktienkurs ist

    3) Da ich als Aktionär immer rational bin halte ich nur Aktien wo ich glaube dass innerer Wert > Aktienkurs. (muahaha) :thumbsup:

    4) Also muss es so sein, dass wenn meine Firmen Aktien rückkaufen, sie es unter innerem Wert tun (oder ich das zumindest glaube) -> sonst wäre ich ja nicht Aktionär da...