Beiträge von Matze

    Dann haben wir hier aber auch noch etwas Zeit aktien zu kaufen...


    Schaut Euch mal die Treats aus der Finanzkrise, aus Griechenland aus der Ukraine oder Öl hier an. Das ist wirklich ganz cool - mal die zeitlichen Abläufe zu sehen -> da kann man gut von lernen... Dauert alles immer länger als man denkt... Auch Italien und Irland haben länger gedauert bis das wieder kam.


    Und wir sind hier in der Türkei erst am Anfang...

    woodpecker :


    Aber:

    Es ist nun einiges eingepreist. Eine Koc zB mal eben 70% günstiger als vor 1 Jahr.


    Du musst aber berücksichtigen, dass die Koc (so wie viele andere Unternehmen) auch ihre operativen Ergebnisse in der Türkei erzielt. Sprich operativ ist der innere Wert mit dem Abwerten der Wahrung auch wirklich weniger Wert geworden. Sprich die 70% Wertverlust in Euro sind zu (keine Ahnung) zum guten Teil auch gerechtfertigt...


    Spannend könnten jetzt Türkische Exporteure sein die Dinge "onshore" produzieren und "offshore" verkaufen.


    Das konnte man in UK gut beobachten als der Brexit war. Dort haben viele Firmen mit UK Kosten und internationalen Umsätzen davon profitiert.

    Das Nachtreten ist doch eigentlich nicht das wirklich böse.

    Das Festzurren der Sanktionen und der offensichtliche Vertrauensentzug (der diese Panik auslöst hat) sollte das eigentlich bösartige sein.

    Die Amis haben das doch ausgelöst. Dann noch Nachtreten passt nur ins Bild.

    Naja sorry - aber das haben sie sich auch wirklich verdient...

    Die Türkei hat einen unbeschreiblichen Boom auf fremden Geld hingelegt.

    Schade nur, dass das jetzt im Zweifel die normalen Leute auf der Straße ausbaden.

    Das Problem bei Eigengenutzten Immobilien entsteht nicht, wenn die Preise fallen, sondern wenn die Zinsen steigen.


    Ansonsten gebe ich dem Autor recht: Die Costs of Carry solle man bei Immobilien nicht unterschätzen.


    Wenn ich es mir erlauben darf.


    Das Problem bei Eigengenutzten Immobilien entsteht nicht, wenn die Preise fallen, sondern wenn die Zinsen der Anschlussfinanzierungen steigen. :-D


    Edit:

    Was den meisten nicht bewusst ist -> wenn man mit 10% Zins tilgt, dann wird über die Ersparnis des Zinseszinseffekt die Tilgung hinten raus auch immer größer - bei gefühlt 1% Zinsniveau ist der Effekt auf die Tilgung hinten raus relativ egal. Sprich, wenn man mit 2% Tilgt, dann dauert das auch grob 50 Jahre.

    Wenn man bei 10% Zinsniveau mit 2% Tilgt ist die Tilgungsrate am Ende ja weit über 2%.

    Naja es gibt schon eine Gegenthese die nicht unbedingt von der Hand zu weisen ist.


    Kapitalismus (und damit auch die "to-go-Becher-verschwendung" sorgt am langen Ende für technischen Fortschritt. Wenn man das so als gegeben nimmt, dann kann es durchaus sinnvoll sein die Lernkurve durch möglichst viel Kapitalismus möglichst schnell runterzurutschen. Dann hat man bessere technologie und höheren Lebensstandard in der Zukunft. (Ja das inkludiert mglw. als Gegenmittel die Fahrt zum Mars). Das ganze wird ja durch das Internet (Siehe Ted-Talk Matt Ridley - wenn Ideen Sex haben) noch beschleunigt. Mehr Menschen, mehr vernetzung = mehr technische Weiterentwicklung.


    Das Problem ist aber, dass manche Probleme pfadabhängig sind. Sprich wenn man einmal verkackt hat, dann kriegt man das auch nicht mehr geradegebogen.


    Ich habe da keine Antwort - bin aber tendenziell positiv gestimmt. Der Mensch ist schon ziemlich kreativ und wird sich vieler Probleme die jetzt unlösbar sind zügig annehmen. Ob das zeitlich reicht und/oder wirksam ist - und vor allem - ob es zeitlich überhaupt nötig ist kann ich nicht beurteilen.


    Matt Ridley sagte zu dem Thema mal: stellen Sie sich vor Ihre Vorfahren hätten vor 200 Jahren von Ihrem damals schwierigem Leben noch einen Teil für sie als Nachfahren heute gespart. Dann wäre das zwar schön für sie heute - aber das Verhälnis Gewinn an Lebensqualität heute (vs. Verlust an Lebensqualität für Ihre Vorfahren) wäre nicht sinnvoll gewesen...

    Also ich finde +40% Umsatz und 33% Umsatz nicht gerade geschäftlich angeschlagen...


    Klar war mehr erwartet - aber mein Argument war ausschließlich operativ - nicht Bewertungsmässig

    hmm was den meisten wahrscheinlich nicht klar ist: wenn es insider-relevante Themen gibt, dann dürfen Insider auch tatsächlich nicht handeln. Ich würde also nicht davon ausgehen, dass diejenigen die „nah dran sind“ in den letzten Wochen gehandelt haben oder handeln konnten. Das sollte also keine sinnvolle Erklärung sein :)

    Ja ich weiß - bei Smurfit Kappa hat er viel geschafft und viele Iren die ich kenne halten ihn für außergewöhnlich gut. Ich habe aber keine Meinung...


    Der Goodwill hat sich seit 2005/2006 von 200 Mio. auf in der Spitze rund 2,5 Mrd. Euro aufgebaut. Das ist aber würde ich behaupten relativ irrelevant und spiegelt ja nur die akquisitive Vergangenheit wieder. Wenn Du so 300-400 Mio. FCF auf tangible Assets von 1,5 Mrd. verdienst (also Working Capital + harte Backsteine), dann ist das schon ok. (Im Umkehrschluss heisst das ja, dass Du mit dem "Buchwert ex Goodwill" >20% Renditen erzielst -> und das würde Dir auch keiner zum Buchwert verkaufen -> daher der Goodwill - weil die zugekauften Geschäfte offensichtlich dieser Logik unterliegen).


    Bei 1,4 Mrd. Market Cap mit 1,6 Mrd. Net debt und 4x Net Debt / EBITDA Hebel ist das schon eine sehr aggressive Finanzierung.

    Wenn die das überleben sind 300-400 Mio. FCF auf 3 Mrd. EV natürlich schnuckelig... aber das hat halt auch größerer Risiken...

    Uhh yea -> ich habe auch noch haufenweise Telefonkarten von damals... die sind wohl nichts mehr wert...


    Das mit dem Sammeln ist wirklich was putziges: Es gibt manch krasse Nischenmärkte die immer noch funktionieren. Ich habe bspw. über die Großeltern so genannte Liebig-Karten geerbt. Liebig war sowas wie Maggi und die haben von 1870-1945 so eine Art Sammelkarten (Panini-Bilder) ausgegeben. Es gibt so rund 2000 Serien a 6 Bilder.

    Aber auch da sind die Preise massiv unterschiedlich: Es gibt bestimmte Serien die ultra-teuer sind und viele Serien die relativ billig sind. Ich tracke da seit >10 Jahren die Ebay-Preise und die sind erstaunlich! stabil - wenn auch mit breiter Streuung. Eigentlich habe ich immer darauf gehofft, dass die Preise wie bei Briefmarken und allen anderen "old-school-Dingen" fallen. Tun sie aber nicht...


    Und der größte Nachteil ist halt, dass das alles keinen Cashflow produziert. Zum echten Anlegen ist das nichts.


    Schenkt Euren Kindern Disney-Aktien die werden in 20 Jahren (Erwartungswert-gewichtet) mehr Wert sein als sonstiger Sammelkram.


    naja die haben in den 70igern die US Konzerne verstaatlicht. Die sind da nicht so zimperlich im Verträge zu Ihren Gunsten auslegen... Einer der Gründe warum ich nie Saudi Aramco anfassen würde...

    Sorry der Parames hat so viel mit Buffett gemein wie Lothar Matthäus mit Garry Kasparov...


    Parames macht relativ häufig sehr digitale Wetten - also 1 oder 0.
    Für mein Gefühl hat er kein gesundes Verhältnis zu Verschuldung und ich kann Dir dutzende Firmen bei ihm im Portfolio (oder in früheren Portfolien) nennen die später mit riesigen Verlusten ausgebucht wurden. (bspw. Böwe Systec, Debenhams, König&Bauer, Roularta, Pescanova, Clinton Cards, u.v.a.)


    Das hat wenig mit Value-Investing oder intelligentem investieren zu tun (meiner Meinung nach)


    Aryzta hat sich durch haufenweise teures M&A finanziell deutlich verhoben und muss jetzt durch die Roßkur. Mal schauen ob sie es schaffen sich gesundzuschrumpfen. Das Kerngeschäft war eigentlich gar nicht soo doof.