Beiträge von Matze

    sorry - jetzt wird es aber esotherisch...

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich?


    Nimm nochmal Monster Beverage Corp dazu - die haben noch nie Aktienrückkäufe gemacht und keine Dividende gezahlt.. Das muss wohl der Königsweg sein?

    Das ist doch technisch nicht korrekt.

    Aktienrückkauf und darauf folgende Verwendungen sind doch zwei völlig unterschiedliche Entscheidungen.

    Bei 1 2 und auch 3 müsste das Unternehmen diese Mittel trotzdem irgendwo hernehmen wenn es diese Maßnahmen durchführt?

    In beiden Kategorien kann man schummeln und ich nehme dann lieber Dividenden.


    Das ist eine etwas schwache Schlussfolgerung :-)

    Mach doch eine grössere Analyse. Was wäre passiert, wenn Sixt statt Dividenden auszugeben Aktien zurückgekauft hätte? (Ich kann Dir die Antwort in der Tendenz geben)

    Ich denke auch dass Rückkäufe leider fast immer prozyklisch erfolgen als "returning excess cash to shareholders", was immer dann passiert wenn "excess cash" da ist, sprich in den guten Zeiten, wo der Rückkauf tendenziell weniger Sinn macht.

    Dividende ist dagegen mehr ein "konstanter" Posten, der regelmäßiger/dauerhafter ist.

    Jedes Jahr 2% Rückkauf statt 2% Dividende wäre sicherlich die bessere Methode (wenn es durchgezogen wird), aber das macht halt leider keiner. Da zahlt man lieber die regelmäßige Dividende, und legt zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt ein ARP noch obendrauf und verpulvert das "excess cash" zu viel zu hohen Kursen. Wenn die Konjunktur dann dreht, steht man dann plötzlich schlecht da und muss Sparprogramme auflegen (und streicht womöglich die Dividende, oder muss (Höchststrafe) eine KE machen). Schon so oft passiert, und es passiert weiter und immer wieder (mit Ansage).

    Du hast absolut Recht - das Problem ist, dass dieses Verhalten einfach unlogisch ist.

    Ja natürlich habe ich dann weniger Anteile. Dadurch, dass das Unternehmen aber (wie von mir unterstellt) Aktien zurückkauft, statt Dividende zu bezahlen bleibt mein Anteil am Unternehmen gleich. Bei eineM FCF von grösser 4% auf die Marketcap steigt er sogar.


    Ich ärgere mich ehrlich gesagt nicht über die Steuern, die sind nur der offensichtlichste logische Punkt. Den schlimmsten Punkt halte ich wie MMI das negative Anchoring bei Investoren ABER auch beim Management.


    Firmen mit starker Historie beim Rückkauf wären: Autozone, NVR und Core Labs. Wobei CoreLabs ein krasser Fall ist da sie aktuell durch die Ölkrise gebeutelt sind.

    Und natürlicherweise müssen diese Firmen technisch schlechte Eigenkapital-Basen haben. Das ist ein Zeichen dafür dass sie extrem profitabel sind und viel über Buchwert zurückgekauft haben.


    Meine Kommentare gelten übrigens nicht für den Durchschnitt der Firmen. Beim Durchschnitt - oder bei einem Investor der mehr als 30 Firmen im Depot hat ist die Dividende statistisch ein positiver Faktor. Das bedeutet meist im Umkehrschluss aber auch, dass der Investor a) entweder keine Ahnung von der genauen Kapitalverwendung hat oder b) durch seine Grösse (siehe Bershire) diese mit beeinflusst.

    Naja - dann stellt sich aber die Frage wer Kontrolle hat und die Entscheidungen über die Kapitalverwendung trifft.


    Wenn ein Management was operativ gut ist, von Investitionen aber keine Ahnung hat auch Kontrolle hat - dann gibt es über kurz oder lang eh eine Katastrophe. Dann ist das Unternehmen aus meiner Sicht trotzdem uninvestierbar.


    Für mich geht fast immer beides einher. Nicht unbedingt in Personalunion - gerne auch als starkes Board oder sowas (bspw. Knorr Bremse o.ä.) - aber Du musst beide Fähigkeiten haben - sonst hast Du als langfristiger Investor ein Problem.

    Ich habe bei diesem Thema mittlerweile eine relativ fundamentalistische Ansicht.


    Und zwar, dass Dividenden sowohl bei Investoren als auch beim Management schlecht oder schlichtweg gar nicht verstanden werden und der Umgang mit diesem Thema eine hohe Prognosekraft darüber hat wie ein Unternehmen "tickt".


    Das Argument, dass Dividende den langfristigen Aktionär belohnt teile ich übrigens überhaupt nicht. Durch eine Dividende werden alle Aktionäre (zumindest in Deutschland) zwangsbesteuert und sie werden schlechter gestellt als wenn ein Aktienrückkauf gemacht würde. Wenn ein Aktionär unbedingt 3% Dividende haben will, dann soll er am Tag der Dividende 3% seiner Anteile verkaufen - das ist immer besser als eine Dividende zu bezahlen.


    Zu argumentieren dass Aktienrückkäufe systematisch zu schlechten Käufen durch das Management führen führt doch auch wohl am Thema vorbei, da man dann im Grunde zugibt, dass man ein schlecht operierendes/investierendes Management hat. (Oder dass der Wert den man hält strukturell überbewertet ist - dann sollte man ihn auch nicht behalten)


    Klar ist bei GAZPROM eine Dividende wünschenswert - weil das Cash dann nicht geklaut werden kann. Das ist aber in meinen Augen eher "zocken" als vernünftiges Investieren.


    Admiral ist eines der wenigen Unternehmen die ich kenne, bei denen eine Dividende (und Vollausschüttung) gerechtfertigt ist. 1) Will das Management die Gesellschaft im Kerngeschäft bewusst "starving/fokussiert" und "hungrig" halten. (Das macht für Versicherungen - wenn man sich damit beschäftigt hat - durchaus Sinn) 2) hat jeder einzelne Mitarbeiter ein Aktienpaket. Gerade für Mitarbeiter im Call-Center macht eine Dividende auf 10k GBP Aktienpaket ein weiteres Monatsgehalt (der sogenannte "Dividay") 3) Admiral könnte mehr Kapital gar nicht sinnvoll nutzen weil der ROE mit >50% extrem hoch ist.


    Die wenigsten Unternehmen die Dividende zahlen, haben aber das Admiral Luxus-Problem so extrem viel Cash zu produzieren. Die Dividende ist hier sehr oft ein ziemlich großer Mühlstein der sehr sehr oft rationalen Entscheidungen im Weg steht.


    @Plus 500 - told you so 😎

    Seit letzter Woche -50% weil die gegen ihre Kunden wetten.

    Glückstreffer ich hatte kein besonderes Wissen oder so

    Das Ding vom Bezos finde ich richtig heftig...


    Er hat offensichtlich einen IT-Security Mann und ich frage mich woher die Photos geleakt sind. Rein technisch dürfte die Zeitung die nicht haben. Das ist schon richtig harter Tobak.

    Ich habe mal mit einem CFO gesprochen. Die Firma hatte noch nie Dividende gezahlt und die Aktienanzahl war in 10 Jahren exakt gleich geblieben. Er sagte relativ stolz, dass sie in den letzten zehn Jahren 200 Mio. Dollar „an die Aktionäre zurückgegeben hätten“. Als ich anmerkte dass sie noch nie dividende ausgeschüttet und lediglich Verwässerung verhindert haben und fragte ob man das nicht besser „return to management“ nennen sollte, war der Call unmittelbar vorbei :thumbsup:

    sorry aber die Logik ist Bull****


    Aktienrückkäufe senken die Anzahl der ausstehenden Aktien und damit wird Dein Anteil am Unternehmen grösser.


    Bei einer Dividende kommen bei Dir nur rund 70% des ausgeschütteten Euros an - bei Aktienrückkäufe. kommen 100% an.


    Wenn Du zum Zeitpunkt des Aktienrückkaufs Aktionär der Gesellschaft bist solltest Du Aktienrückkäufe eigentlich IMMER bevorzugen weil Du Mehrwert in der Aktie siehst. Wenn Du keinen Mehrwert siehst - solltest Du sie verkaufen.


    Das ändert nicht das Problem, dass die meisten Aktienrückkäufe schlecht und zu hohen Preisen durchgeführt werden - die Dividendenhörigkeit vieler Marktteilnehmer finde ich aber ein viel grösseres Problem. Es ist irre wie selbst viele CFOs Aktienrückkäufe/Dividenden nicht verstehen.

    Und das Öl aus Venezuela ist extrem schwefelhaltig. Das kann mich Mal eben so verarbeitet werden. Insbesondere nicht in den USA wo jetzt Shale verarbeitet wird.

    Einer der Gründe warum Venezuela so abgesunken ist in der Produktion ist neben der Situation im Land auch dass es eben nicht mehr wirtschaftlich ist. Früher vor dem Shale Boom würden die Raffinerien damit beliefert. Das lohnt sich jetzt nicht mehr...

    Nein der Moat existiert nicht nur in der Eigenproduktion. Lies mal die ersten Beiträge hier im Treat. Die können besser als ProSieben und Co oder auch als Maxdome ihren Content bepreisen.


    Der grosse Lackmustest wird sein ob Disney wirklich einen Service auf die Strasse bringt, oder im Innovators Dilemma hängen bleibt.


    Habe keine Meinung - ausser dass ProSieben und Co „Toast“ sind. Das hilft Dir für Netflix aber nicht

    Jo.

    Das ist genau der Grund warum ich Netflix short bin: Sie haben letztlich keinen Moat. Und die Wechselkosten sind für die Kunden praktisch Null...fünf Klicks reichen und man ist rüber zu nem anderen Anbieter.


    sorry dann hast Du Netflix nicht verstanden. Ja es sind nur 5 clicks - aber das ist nicht das Problem...


    Es gibt auch Firmen die bei Abkühlung der Wirtschaft profitieren.

    Bspw. werden dann deutlich weniger Kilometer gefahren und die Schäden nehmen ab = höhere Profitabilität.

    Und die Preissensibilität nimmt bei Kunden natürlich zu - was dem günstigstem Angebot zu Gute kommt.


    Der Markt spielt das denke ich.

    Dafür ist die "relative Bewertung" natürlich nach oben gegangen... im Verhältnis zu den andern UK Aktien da draußen.

    Ja genau. Abschreibungen auf durch Akquisition gekaufte immaterielle Vermögenswerte.


    Wenn Du einen Software-Hersteller hat, dann investiert der ja teilweise selber in immaterielle Vermögenswerte. Die Abschreibungen darauf sind aber (in der Regel) ökonomisch sinnvoll! - weil Du davon ausgehen kannst, dass die Software weiter erhalten werden muss. Diese Abschreibungen würde ich nicht bereinigen. Bei PPA ist das anders - die sind (meist) wirklich nicht ökonomisch.


    Ich kenne Firmen die haben so hohe PPA-Abschreibungen, dass die "netto" immer bei 0 Gewinn laufen. Der Cashflow, bzw. bereinigte Gewinn ist aber viel viel höher. Da macht es 0 Sinn auf das KGV zu gucken.

    ppa?

    Sogenannte Purchase Price Allocations.

    Das entsteht bspw. bei Übernahmen und ist ein Teil des Übernahmepreises der abgeschrieben wird. Bspw. Kundenlisten die aktiviert worden sind o.ä.

    Die Abschreibungen darauf senken den ausgewiesenen Gewinn, sind aber nicht Cashwirksam (das wurde ja schon bei der Akquisition bezahlt) und müssen anders als normale Abschreibungen aber auch meist nicht wieder zukünftig investiert werden muss. Gerade bei Firmen aus PE Besitz ist das oft ein Batzen der dann im Gewinn fehlt - aber eigentlich bereinigt gehört.