Posts by Matze

    Ich übersetze mal:

    Dir fällt keine bessere Erklärung ein für sein Verhalten.

    Charlie Munger lässt sein Vermögen teilweise von Li Lu verwalten.

    Das hat er schon mehrfach in den letzten Jahren erklärt und erzählt.

    Li Lu ist auch seit Jahren bei BYD drin. -> wahrscheinlich auch Grund der Berkshire Position.


    Das ist 100% eine Li Lu Position - und Charlie hat sich regelmäßig positiv zu China geäußert.

    Das Daily Journal Meeting von diesem Jahr hatte ja auch so einen Part zu Li Lu und zu Alibaba drin.

    Und Li Lu versteht China 100% besser als andere Investoren - weil er Chinese ist :-D


    Der Talk von Li Lu hier ist gut.


    Gemeinsames Interview mit Charlie fürs Chinesische Fernsehen.

    Jau - es sei denn die Anleihe ist im Default - dann wird es umgestellt.


    Aber sieh es so - das war Lehrgeld - das vergisst Du nie wieder :thumbup:

    Die cross default Regel besagt, dass der Schuldner im Default mit allen Anleihen ist, sobald er es mit einer ist. Eine solche Regelung nicht zu haben ist unprofessionell.

    Naja das ist klar. Die Frage ist ob das bei anderen Anleihebedingungen regelmäßig drin ist oder nicht.

    Ich als Unternehmen würde diese Klausel natürlich gerne raushaben - triggert ja im Zweifel eine Fälligkeit aller Schulden.

    Die Frage ist ob man das durchbekommt.


    Keine Ahnung

    Naja da schreiben sie aber schon, dass sie das Testat in den nächsten Wochen erwarten.

    Das ist eine extrem wichtige Hürde.


    Mein Verständnis ist, dass die Anleihen selber keine Sonderkündigung haben - aber ein Cross-Default und das private Schuldverschreibungen (deren Verträge ich nicht gesehen habe) diese Sonderkündigung aber standardmäßig drin haben. Sprich, wenn jemand die Schuldverschreibungen besitzt und dass dann triggert könnte es hässlich werden. Das ist aber schon unwahrscheinlich - aber man sieht ja bunte Dinge am Markt...

    Bleibt spannend bei denen.

    Wir hatten einige Fragen von Cliq Digital.


    Das Museum sucht noch "Mitschreiber" - weil das einfach immer so schwer unter den Hut zu bringen ist.


    Das Museum ist in Besitz eines wunderschönen Cliq Digital Mund/Nasenschutzes - ein Werbegeschenk. Will da jemand einen Beitrag schreiben?

    Auch andere Memorabilia warten auf einen Beitrag - haben aber mangels Zeit noch keinen Eingang ins Museum gefunden.

    Es sind noch folgende Memorabilia zu haben:

    Trivago, Schlecker, Nakamo.to, Vardia Insurance, Poco (Steinhoff) , Swiss Air, windeln.de, WeWork, Biglari Holdings, Polaroid


    Bei Interesse an "Mitschrift" gerne an mich per PN :-D

    Wenn Du es so machst, dann solltest Du noch folgende Punkte beachten - die nicht unwesentlich sind:


    1) das Aktienportfolio sollte irgendeine Rendite machen (erwartet im Schnitt) - hier würde ich mit 5-7%p.a. rechnen.



    2) FK (und der Rest) produziert cashflow. In Deiner Annahme pro Jahr rund 850*24% abzgl Steuern = rund 150 pro Jahr.

    Sprich ich würde das Cash Ende 2023 eher bei 600 denn bei 165 sehen. (Unterstellt Deine Rechnung tritt ein)


    Allerdings musst Du die Dividende dann abziehen!


    Einer der wichtigen Punkte ist auch eigene Schätzungen zum Ertrag zu machen. Die meisten Managementschatzungen kann man in die Tonne treten - daher hier immer "Vorsicht" solche Zahlen blind zu übernehmen

    Naja ich nehme jetzt mal Takeaway solo.

    "Wenn die Überleben" (aka Ebay 2000 - die gibt es heute immer noch)...


    Takeaway macht 2020 rund 2,6 Mrd. Umsatz, sind 2020 mit +50% gewachsen.

    Die sollten und können in den nächsten Jahren noch sehr kräftig wachsen.

    Dafür sprechen haufenweise Daten wie Demographie, Order-Häufigkeit, Durchdringung (bei Restaurants und Kunden) etc.


    Holland hat eine EBITDA-marge von 50%

    Anteil IFood (Brasilianische Beteiligung) ist wahrscheinlich > ~2,5 Mrd. Euro wert. (Marketcap Takeaway ist gerade ~11,5 Mrd.)

    IFood könnte deutlich mehr wert sein -> wenn irgendjemand das strategisch haben will.

    Dann wäre die implizite Bewertung 9 Mrd. Euro.


    Für ein heutiges "adjusted EBITDA" (also unterstellt dass 50% Marge in allen europäischen Ländern kommt) rund 1 Mrd EBITDA.

    (= 2,6 Mrd. Umsatz x 50% -> abzüglich Schi schi damit es glatt rundet)

    Wenig I, wenig D&A und wenig Capex. Da bleibt schon was hängen.

    reported EBITDA 2020 war 250mn


    9x -> Das ist alles andere als teuer.

    Zumal die Kiste ohne Schwierigkeiten 3-4x so groß werden kann im Umsatz.


    Das lässt die ganze GRUBHUB-Thematik allerdings außen vor - und ist eine sehr vereinfachte Darstellung!

    Aber die haben einen spannenden Eigentümer (Gründer)

    Das macht auf jeden Fall Sinn sich mit denen zu beschäftigen -> dümmer wird man nicht.

    Link zur aktuellen Präsentation

    Matze

    Ich gebe (ungerne) zu, dass ich solche Zukunfts-Geschäftsmodelle oft genug nicht oder erst viel zu spät verstanden habe. Daher finde ich deine Anmerkungen sehr interessant. Gilt für Amazon/Ebay, aber beispielsweise auch für die ganzen Geschä#ftsmodelle mit Clouds.
    Willst du mir das Potential näher erläutern oder einen Link = Leseempfehlung geben, damit ich dieses Mal schneller schalten kann?


    Ich denke nach wie vor, dass es bei diesen Geschäftsmodellen (Taxi / Essensbringedienst...) Modellen keinen großen Vorteil globaler Marken gegenüber regionaler Marken gibt: Ob ein regionaler oder internationaler Anbieter den Berliner Metropolenraum bedient, hat nur minimale Effizienzauswirkungen. Wo irre ich mich?

    Da gibt es hunderte Artikel zum Thema aktuell - nicht "den einen".


    Lies Dir mal in Ruhe die Präsentationen/Geschäftsberichte etc. von allen genannten Unternehmen durch.

    Es gibt hier einen guten Dienst: https://www.hngry.tv/

    Auch Inpractise hat zahlreiche Interviews mit Branchenexperten die wirklich gut sind. (https://inpractise.com/)


    Es gibt da viel Umbruch und zum Beispiel sind Ghost-Kitchens eine Variable die total spannend ist.
    Der Gründer von Uber macht das ja als neues Startup.

    https://www.businessinsider.de…ctures-2019-11/?r=US&IR=T


    Es ist ziemlich unklar wie am langen Ende die Economies verteilt werden.


    Marktplatz (=Takeaway) ist ziemlich simpel: Mehr Traffic / Mehr Nutzer auf der App ist ein Netzwerkeffekt ala Ebay.

    Normalerweise "Winner takes it all"... fertig.


    Bei der Logistik wird es allerdings spannend:


    Du kannst Effizienzen bei der Logistik erhöhen. Die Fahrer droppen in der Regel nur 1-3x pro Stunde eine Essenslieferung. Hier wird jede noch so kleine Effizienz global gesehen einen Vorteil bringen. Bspw. kannst Du den Milk-Run Effekt, dass Dein Netzwerk mit jedem Knotenpunkt besser ausgelastet wird und die Kosten besser degressieren. Wenn Du ein funktionierendes Logistik-Konzept hast - dann hat das riesigen Wert - da kommt es auf 1000 kleine Details an.


    Für die Kunden ist eine stärkere Integrierung der Logistik u.U. vorteilhaft. Man kann besser sehen wo sein Essen ist, man hat DOOR/UBER bei Mängeln als Gegenpartei. Beim Marketplace zieht sich GRUB/Takeaway naturgemäß zurück und sagt "wir vermitteln nur". (Ebay mit "bad sellern" in 2000)


    Internationale Fast-Food Ketten (wichtiger Treiber für Volumen) werden nicht mit 5 Anbietern zusammenarbeiten sondern typischerweise nur 1-2 Lieferdienste nutzen.


    DoorDash will zusätzlich noch weitere Services wie Software für die Restaurants zur Verfügung stellen und die Restaurants enger an sich binden (anders als Takeaway/Grubhub) die ja wenig "add on" haben.


    Ghost-Kitchens können näher an die Verbraucher (Büros in der Innenstadt) gebaut werden und für kleinere Restaurant-Ketten eine Variabilisierung der Kostenstruktur bedeuten (Dass ein Restaurant zu Peak-Zeiten wenn der eigene Laden voll ist weiter "anbieten" kann - das Essen aber unter Lizenz aus einer "ghost kitchen" kommt.)


    Dazu kommen lokale Gegebenheiten wie Arbeitsrechtsbedingungen etc. die wieder eher für eine lokale Dominanz von Spielern sprechen.


    Und dann kommt dazu, dass aktuell alle Spieler mit Geld überschüttet werden und keiner so richtig weiß was dabei rauskommt. Takeaway spricht bei den ganzen Vouchers die UBER/DOOR anbieten von "kalorienarmen Essenslieferungen" die in einem normalen Umfeld so nicht passieren würden.

    Es gibt einen guten Blog-Beitrag dazu :-D

    https://valueandopportunity.co…lculate-enterprise-value/


    Wie ich da rangehen würde:
    1) Den Wert der einzelnen Geschäftsbereiche bestimmen und dann Cash+Aktien+stille Reserven abzgl. Schulden separat betrachten.


    Dann kommst Du grob auf einen Wert.


    Im Falle North Media:

    1) FK Distribution -> was ist so ein Geschäft wert? Wächst zukünftig wahrscheinlich nicht mehr stark? (wird wahrscheinlich sogar schrumpfen!)

    2) North Media Online -> soll noch wachsen - es gibt börsennotierte Wettbewerber

    3) Bekey -> macht noch Verlust -> keine Ahnung 1x Umsatz?

    4) Aktien zu aktuellen Marktwerten (Amazon und Co sind etwas gefallen dieses Jahr)

    5) Cash

    6) Firmenzentrale (historische Anschaffungskosten in Kopenhagen in der Bilanz ist wahrscheinlich konservativ) -> abzüglich Schulden die nur in Verbindung zur Immobilie stehen.


    Sagen wir bspw. dass

    2) = 250mn wert ist (20mn FCF @15x)

    3) = 30mn

    4) = 575mn

    5) = 150-90 = 40 (abzüglich der gerade gezahlten Dividende von 90!)

    6) = 250 - 125 = 125

    Dann kommst Du auf eine Summe von 1020 für #2 bis #6


    Marktkapitalisierung ist 1.900

    Dann ist das Geschäft 1) mit rund 900 DKK bewertet (und rund 50% der Marketcap)


    Jetzt kannst Du Dich damit beschäftigen ob es das Geschäft in 5-10 Jahren noch gibt und ob es noch profitabel ist und Cashflow erzeugt.


    Hoffe das hilft -> gerne mehr per PN

    Wenn Lieferdienste bis jetzt keinen Gewinn gemacht haben, sollte es Post-Corona noch schwerer werden.
    - Die Restaurants öffnen wieder, die Leute bestellen seltener nach Hause.

    - Die Restaurants machen wieder eigenen Umsatz, sind also weniger von den Lieferdiensten abhängig und können bei dreckigen Methoden (Fake-Homepages, Forderung höherer Umsatzanteile...) leichter nein sagen.

    - In einer steigenden Zahl von Ländern (aktuell UK) wird gegen die Scheinselbstständigkeit vorgegangen und die Fahrer werden wie Angestellte betrachtet, für die Sozialabgaben etc. gezahlt werden müssen.


    Daher würde mich ein Kursdebakel im kommenden Jahr wenig wundern. Ich würde die Branche eher shorten als kaufen (Mache ich ja indirekt auch mit meinem sehr schlecht laufenden Uber-Put).

    Naja "die Branche" gibt es da nicht.

    Das ist als wenn Du 2000 sagst das "Internet" geht weg.


    Die Frage ist ob die Spieler mit Logistik (Deliveroo, Uber, Doordash) oder die Spieler mit Marketplace (Takeaway + Grubhub - Immoscout-Geschäftsmodell) am langen Ende gewinnen. Wenn nur noch ein Spieler auf dem Markt da ist - dann ist das Geschäftsmodell abstrus profitabel. (genauso wie beim Immoscout-Geschäftsmodell). Sind 2 Spieler da gehts meist noch so la la - sind mehr als 2 Spieler ist es hässlich.


    was aber klar ist: A) Entweder sind Doordash und Uber viel zu teuer (abstrus bewertet) - oder B) Takeaway ist viel zu billig bewertet.

    Ich sehe wenig Spielraum dass A und B gleichzeitig existieren.


    Wobei man Takeaway schon ohne große Schwierigkeiten günstig bis billig rechnen kann.

    Es kann aber auch passieren, dass Uber und Doordash mit ihrer integrierten Logistik über einen längeren Zeitraum der Takeaway das Wasser abgraben.


    Ich sehe sehr große Parralellen zu Ebay und Amazon im Jahr 2000. Ebay war zügig profitabel - Amazon lange nicht.
    Ebay hat es aber verpasst das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und hat heute gegen Amazon keine Chance.

    Das wird aber bei Uber/Doordash auch noch >10 Jahre dauern bis das so prävalent wird wie Amazon heute (wenn überhaupt!)


    Dass die Restaurants sich in Summe von diesem Kanal abwenden halte ich für vollständig ausgeschlossen.

    zusätzlich gibt es noch einen Unterschied zwischen bspw. Deutschland und den USA.


    In den USA ist das Vermögen sehr viel "jünger" als in Deutschland, Stichwort Unternehmer-Millardäre.

    In Deutschland gibt es sehr viel mehr altes Geld (BMW etc.)


    Da kann man auch kräftig drüber streiten was "fairer" ist. In den USA ist die Durchlässigkeit nach "oben" auf jeden Fall besser als in Deutschland. (Auch wenn ich da nicht leben wollte).

    Wir haben gerade ein altes Sammelkartenalbum von der Ur-Oma wieder rausgeholt.

    So genannte "Liebig Bilder". Gab es auch von Erdal und Co.

    Es gibt rund 1300 Serien a 6 Bilder von 1860 oder so bis 1930.


    Der Katalogwert (wie bei Briefmarken der Michelin) geht so von 5€ pro Serie bis 1000€ pro Serie.


    Spannend hier: Ich hatte mal vor rund 15-20 Jahren die Preise aus Ebay automatisch ausgelesen und in eine Excel gestellt.

    Die echten Handelspreise lagen damals im Schnitt bei rund 30% des Katalogs. Wahrscheinlich ähnlich wie bei Briefmarken.


    In diesem Bereich "Sammelkarten" hat es jedenfalls keine Inflation gegeben.

    Ich hatte die letzten Wochen ein paar Auktionen bei Ebay verfolgt - die Karten gehen im Schnitt immer noch zu 30% über den Ladentisch.


    Das ist bei Teppichen und Briefmarken und Überraschungseier-Figuren ganz ähnlich. Da gab es eher massiv sinkende Preise als steigende Preise.

    Kennt noch jemand Telefonkarten (Telekom?) -> auch hier "massiv sinkende Preise".


    Bin gespannt welche von diesen "Alternative Assets" wie man das neudeutsch nennt (Lego, Bitcoins, Sammelkarten etc.) dann am langen Ende wirklich eine Wertaufbewahrungsfunktion haben. Wahrscheinlich diejenigen die für die heute 20-30 Jährigen einen sentimentalen Wert haben? (Long: Maxi-Single CDs, Nintendo-Konsolen-Spiele und Tamagochis?)

    Plus nochmal >-10% in Lire für die meisten Aktien.

    Macht -25% in Euro.


    Das ist das Problem bei so einem Markt wie der Türkei.

    Und das ist wahrscheinlich noch nicht mal das dicke Ende...

    Im ValueInvestorsClub gibt es einen aktuellen Writeup zu HunterDouglas.

    Man darf das nicht woanders posten - daher nur die "Quintessenz" FYI



    1) Curacao hat 90% Squeeze out, Holland 95%.


    Aktionäre und Firma haben unterschiedliche Ansichten -> Firma sagt Curacao, Aktionäre sagen Hauptlisting Holland.

    Es gibt einen offenen Brief eines Aktionärs und einige "Hintergrund-Themen".


    Szenarien:

    1) 90% Curacao - dann geht es leicht durch -> Squeeze out (Verlust aktuell dann ~3%)


    2) 95% Holland -> Squeeze out dann deutlich schwieriger
    2a) company legt nach um auf 95% zu kommen

    2b) offer wird zurückgezogen -> Value indizes sind gestiegen -> es sollte kein großer Kursverlust stattfinden


    Ganzer Artikel gerne per PN