Beiträge von Matze

    Hast Du dieses Mal wieder mit Absicherung gemacht, Matze ?

    100% Leihgebühr ist ja schon ordentlich, je nachdem wie lange es dauert, bis ATMU Shares geliefert werden.

    Ja ich mache das nur mit Absicherung und über Interaktive Brokers. Der einzige Broker wo das wirklich gut und einfach funktioniert.

    Und ja die 100% nerven - aber das ist ja eine Sache von wenigen Tagen. Der Spread ist schon groß genug dass es immer noch Sinn macht.

    Naja das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

    Du hast am 28 Dezember 2022 auch gegen Rob Vinall geschossen (Die Lage) , dass er mit Carvana völlig daneben lag und dummerweise daran festhält und seine Anleger in die Röhre gucken. (Ich denke die ganzen positiven Ergebnisse der letzten Jahre haben einzig und alleine seinem Geldbeutel eine fette Rendite ;-) gebracht. Schon lukrativ so ein Fondsmanager Job. In den guten Jahren fette Gewinne einfahren und in schlechten Jahren "langfristig denken den Anlegern propagieren" :-))

    Carvana hat dieses Jahr zwischenzeitlich verzehnfacht. (Und ich sage nicht, dass ich Carvana gut finde).

    Investieren ist halt verdammt hart.

    Zu unterstellen dass alle anderen regelmäßig böswillig, unfähig und/oder dumm sind eine ziemlich einfache Weltsicht.

    Apropos Compunder...

    Das schlimme ist, dass einige Value- Fonds Manager viele dieser erwähnten Aktien weiterhin in Ihren Fonds halten.

    Die größten Verlierer sind die Kunden.

    Der Fonds-Manager spricht immer noch von halten und nicht viel handeln, denn bei Ihm ist der Schaden vermutlich = 0 , denn die fetten Bonis sind in den geilen Jahren , als diese Aktien auf Rekordhoch waren auf diese privaten Konten geflossen.

    Daher, wenn Aktien dann lieber direkt selber das GEld "verzocken"

    Ich fühle mich da gleich mal angesprochen - vor allem mit dem Unterton den ich für die Öffentlichkeit ziemlich daneben finde. Er unterstellt nämlich zum einen, dass ich leichtfertig, unloyal und unverantwortlich mit dem Kapital meiner Partner umgehe; das möchte entschieden von mir weisen.

    Diese Vorwürfe passen aber zum allgmeinen Ton den ich hier immer wieder lese wenn ich hier nochmal aus Verbundenheit im Forum reinschaue.

    Das hat nichts mit Naked Wines zu tun - ist aber insgesamt schade und völlig unnötig. Und eine inhaltliche Diskussion zu Aktien wird damit mit Sicherheit nicht gefördert - insbesondere wenn man mit Schmutz auf Leute wirft die inhatlich zum Thema beitragen könnten.

    Danke auch, Matze.

    Ja, das Risiko, daß die Kapitalmaßnahme scheitert, sollte klein sein, denn sie gewähren schließlich den Discount als Annahmeanreiz. Sonst würden das wahrscheinlich nur wenige tun. Recht ungewöhnlich, daß sie nicht einfach einen normalen Spin-off machen mit Zwangsbeglückung.

    Mein Verständnis ist dass diese Art des Spin Offs steuerlich getrieben ist. Diese Odd-Lot Spin Off Thematik gibts ja häufiger.

    Meinem Vertständnis nach hast Du das richtig zusammengefasst.

    Ich habe es gestern gemacht und habe die Aktien für den Leerverkauf bekommen.

    Ja die Leihe ist teuer -> aber das wird normalerweise innerhalb kurzer Zeit (typischerweise 10 Tage?) abgewickelt und mit dem Spin kommen Kenvue Aktien auf den Markt -> sprich das sollte auch billiger werden - über die Zeit hinweg.

    Die Prämie ist mit ~1200 USD auch groß genug meiner Meinung nach um das Risiko einzugehen.

    Ich habe es noch nicht erlebt, dass Leihe bei sowas gecancelt wird; Aber man lernt nie aus -> ich werde berichten.

    Ich habe noch nie gesehen dass die Mindestschwelle nicht erreicht wird. Ist ja eine große ARB und das haben glaube ich sehr viele auf dem Schirm (sieht man auch am Volumen).

    Musst Du in Deiner Rechnung nicht noch eine Normalisierung des Multiples/Returns annehmen?

    In der Theorie (bzw. einer "perfekten Welt") sollten sich doch irgendwann von dir erwarteter langfristiger Return (15%) und Kapitalkosten (7%) angleichen, oder? (Als Anleihe gesprochen müsste der Kurs dann > doppelt so hoch stehen - damit der Zinsfuß auf 7% geht)

    Sprich wenn diese Angleichung innerhalb von 10 Jahren unterstellt (ich sage nicht dass das kommt), dann sollte da nochmal ein Return von 7% p.a. daraus kommen?

    Oder verstehe ich das falsch?

      • Für dieses Wachstum benötigen sie Investments von 2.5% vom Mehrumsatz in das Working Capital und 9% für PPE. Also insgesamt 11.5%.
      • Beträgt der jetzige Umsatz 19.000, dann wäre ein Wachstum von 4.5% eine Erhöhung um 855mio. 11.5% davon sind 98mio.
      • Organic Growth beträgt also 4.5% und man benötigt 98mio dafür.

    Ich würde auch hier nicht mit Umsatz rechen - weil das alles verzerrt.

    Ähh -> historisch hat DCC negatives Working Capital? Sprich die bekommen Cash wenn sie wachsen? Das ist jetzt in 2022 gerade nicht so (1- wegen der aktuellen Situation und 2-wegen den Akquisitionen -> da kommt ja Working Capital rein -> wird aber dann im Laufe der Zeit glatt gezogen). Ich würde aber davon ausgehen, dass das langfristig entweder wieder negativ wird oder zumindest sehr nahe 0. Die Kehrseite der Medallie ist, dass es in Krisenzeiten -> insbesondere wenn Umsätze fallen dann Cash benötigt. Frag mal Herrn Schlecker.

    Deine Organic Growth Berechnung verstehe ich damit ehrlich gesagt nicht 100% und ich finde das ganze Konstrukt etwas kompliziert.

    Historisch war es so, dass DCC Working Capital 0 oder negativ hatte. (nehmen wir mal 0). Der Kapitalrentabilität auf das tangible Kapital ist relativ hoch: (also Working Capital = 0 + Fixed Capital: 1.330 (ich lasse Leases aus Vereinfachung einmal weg) steht ein Ertrag von dir genannten 450 gegenüber (=34%).

    Sprich, wenn sie intern reinvestieren könnten (in PPE oder Working Capital), dann sollte man davon ausgehen, dass der Ertrag sehr hoch und über den Akquisitionen liegt (34% Rendite ist größer als die von Dir errechneten 11,6% oder vom Unternehmen gegebenen 15%).

    In der gelebten Praxis sieht es doch aber so aus, dass ein rationales Unternehmen so viel investiert wie es kann und danach den Rest für andere Projekte ausgibt. Und bei M&A ist es bspw. so dass man das nur schwerlich planen kann. Um es mit den Worten des CFOs von DCC zu sagen: Ist wie eine Straßenbahn: manchmal kommt eine halbe Stunde keine und dann auf einmal drei nacheinander.

    Ein paar Punkte:

    - Bei einem Distributor würde ich nicht mit EBIT Marge rechnen, sondern mit dem Conversion EBIT (EBIT / Gross Profit). Grund: Die Öl- Gaspreise schwanken und DCC erzielt im Grunde eine Handelsmarge von Cent / Liter etc. Die Conversion-Marge ist über sehr sehr lange Zeiträume bei denen extrem stabil bei rund 28-30%. Das funktioniert auch bei anderen Distributoren (Brenntag etc.) mit schwankenden Input-Preisen gut.

    - Du solltest zumindest das statische EBIT der in den letzten 12 Monaten akquirierten Unternehmen mit reinrechne. Die haben in den letzten Quartalen ja relativ kräftig gekauft und das EBIT kommt ja zumindest oben drauf.

    - DCC rechnet und zeigt selber mit EBITA (adjusted operating profit), weil die (akquisitionsbedingt) die Kaufpreise abschreiben müssen. Die Kaufpreisabschreibungen sind nicht ökonomisch relevant und daher unterschlägst Du mit dem EBIT Profitabilität.

    - Die Kosten die Growth related sind geben sie Dir (und so denken die auch): das sind insbesondere M&A-Kosten und Integrationskosten (weil Du ja unterstellst dass die in Zukunft kein M&A mehr machen). Dann kannst und solltest Du hinterfragen ob die Kosten sinnvoll angegeben sind oder das Management "promotional" mit den Kosten umgeht um sich selber schön zu rechnen.

    - Du solltest auch darauf achten, dass das Geschäft saisonal ist. Sprich das erste Halbjahr hat deutlich weniger Gewinn als das zweite Halbjahr (=Heizperiode!) -> Sprich Du kannst nicht einfach das Halbjahr verdoppeln. (Siehe Seite 50 im Annual Report)

    -Capex: Ein Ansatz könnte sein zu schauen wie viel Capex die im Verhältnis zu den Abschreibungen ausgeben: Über 10 Jahre hinweg hat DCC kumuliert rund 1,2 Mrd. abgeschrieben und rund 1,5 Mrd. in Capex investiert. Das ist ein relativ normales Verhältnis (Anlagen heute kosten etwas mehr als Anlagen gestern).

    Meiner Meinung nach kann man in Deiner Betrachtung (Was verdienen die "no growth" die Nettoergebnisse von DCC halbwegs vernünftig verwenden. (Deren "adjusted EPS"). Dort lagst Du bei ~420 Mio. GBP Netto oder 4,30 / Aktie. Für 2023 (GJ endend im März 2023) ist der Konsensus der Analysten irgendwas bei 470, bzw. 4,80 / Aktie. Der ist glaube ich nicht völlig falsch oder verrückt -> und geht in die Richtung die Du hattest.

    Wenn Sie weiter akquirieren (wovon ich ausgehen würde - das ist deren Geschäft), dann solltest Du allerdings M&A Kosten mit reinrechnen.

    Rein historisch ist es bei DCC so, dass das operative Geschäft wenig wächst. Sprich Du hast schon sowas wie eine Trennung von Wachstum / Nicht Wachstum -> weil das Wachstum kommt fast ausschließlich über Zukäufe - und da muss man sich dann eine Meinung bilden ob die das "können" und ob das Sinn macht. Und wenn das nicht kommt, dann wächst da auch nichts mehr.

    Sach mal lest ihr die Beiträge hier alle mit gesundem Menschenverstand?
    Und keiner grätscht da rein?

    Das wird schon immer etwas schwurbeliger alles ?!

    Das Forum hat (in meiner Wahrnehmung) schon leider einen ganz schönen Knacks in der Qualität bekommen und der Anteil Aktien ist mittlerweile untergeordnet. Ich bin ja nicht gegen konträre Meinungen (alles andere als das) - aber viele Themen hier sind echt die berühmte "Echo-Kammer" und teilweise weit über das Ziel sachlicher Diskussion hinaus.

    Denke, dass die Exekutive diese Prozesse genau im Blick hat. Totalitarismus könnte in Zukunft ein größeres Thema werden. Die Anwandlungen in diese Richtung haben ja in der Vergangenheit schon mal nicht so schlecht funktioniert.

    Ich verfolge die Kiste seit zwei Jahren aus den oben genannten Gründen. War nie Aktionär - aber interessiert.

    Das ist schon ein wirklich interessanter Fall und gut zum lernen!

    Soo einfach und sonnenklar war das meiner Meinung nach nicht.

    Das Kernproblem heute sind die Lieferprobleme und die hohe Inflation -> das war im Herbst 2020 wo die letzten Posts waren - noch nicht in dem Maße absehbar.

    Leifheit hat in den letzten Jahren wie angekündigt die Sortimentsvielfalt kräftig eingedampft. Also die Anzahl der Sonderlocken bei Produkten eingestampft. Das führt normalerweise zu einer Erhöhung der Rohertragsmarge und regelmäßig tut so eine Konzentration auf die wesentlichen Engpässe ("Einer der klassischen Moves von Rational & Blaschke" - das konnte man bei Washtec gut sehen) wirklich gut.

    Leifheit konnte dann im Jahr 2021 die Preise um 5% erhöhen. Die Kostensteigerungen waren aber höher.

    Die Rohertragsmarge ist aber durch China, Plastik und Supply-Chain von relativ stabilen 45-50% auf 37% im Q2/22 gefallen. Die sind halt mit Plastik (Energieintensiv), Stahl und hohen Lieferkosten mitten im Auge des Sturms. Alleine das sind schlanke 20 Mio. Euro die dann im Ebit fehlen - bzw. das ganze EBIT aus 2021 darstellen. Da sprechen wir noch nicht von Konsumzurückhaltung.

    Nachdem Ende 2020 und Anfang 2021 viel Marketing gemacht wurde (>20mn Euro im Quartal) ist das wieder eingestellt worden. Ein Anzeichen dafür, dass die angekündigte Strategie ("Soda-Stream" siehe oben) nicht funktioniert. Das war aber einer der zentralen Knackpunkte: Die geben drei Viertel Ihres Rohertrags für die Gesamtposition "Vertrieb" aus. Das sollte der neue CEO optimieren - das ist bisher eher mäßig gelungen.

    Das Ganze hätte aber auch andersherum funktionieren können. Ich kann Dir ohne größere Umsatzveränderungen mit etwas Ausweitung der Bruttomarge und etwas besserer Auslastung ein EBIT von 25-35 Mio. Euro aufzeigen. Das wären dann EPS von 2-3 Euro. Und dann haben kleinere Verbesserungen bei der Vertriebseffizienz riesige Auswirkungen. Kurse von >30 Euro enthielten schon die Hoffnung dass es "deutlich" besser würde. (Das ist meiner Meinung nach relativ unwahrscheinlich - aber halt auch nicht vollständig ausgeschlossen)

    Jetzt bist Du bei Kursen von 13 Euro.

    Normalisiert sich die Lieferkette/Bruttomarge, dann sehe ich schon dass Leifheit irgendwas >2 Euro / Aktie verdient. Schulden haben sie nicht wirklich und eine Insolvenz sehe ich ehrlich gesagt nicht.

    Bedenke außerdem, dass die in den letzten 2 Jahren Krisenbedingt viel Working Capital aufgebaut haben. Das war mal 50 Mio. Euro und ist jetzt eher bei 70 Mio. Euro. Normalisiert sich das, kommen da nochmal Cash rein, was bei einer Marketcap von 130 Mio. auch in die Bewertung reinschlägt. (Man munkelt auch, dass das Private-Label Volumengeschäft verkauft werden könnte -> alles >0 würde da natürlich auch reinfließen.)

    Bin ich da investiert - neeee!

    Aber super zum lernen ist es trotzdem.