Beiträge von secondtry

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    Das lässt sich nicht wiederholen.


    Bzw. lässt sich schon wiederholen:

    Durch ca. 400-500.000 Zuwanderer pro Jahr.

    Darauf wird es auch rauslaufen, daher habe ich nicht sooo viel Angst vor einem Kollaps der Sozialsysteme.

    [...]

    Oder durch Erhöhung des Renteneintrittsalters, mit dem zusätzlichen Effekt, dass auch die Zahl der Empfänger singt. Deshalb bin ich sicher, dass das kommen wird.

    Inzwischen scheinen sich die Hinweise auf ein Insektensterben allerdings zu erhärten, siehe z.B. den folgenden Artikel mit vielen Links auf zahlreiche Studien:

    https://www.spektrum.de/kolumn…ktenzusammenbruch/1611020


    Der Artikel ist allerdings offenbar nicht ohne Bias geschrieben, was man allein schon an den vielen toten Insektbildern erkennt, mit denen er geschmückt ist. Eigentlich unwürdig für eine Zeitschrift, die sich seriöser Wissenschaft verpflichtet fühlt.

    Ich habe neulich einmal gelesen, dass die meisten Fahrer die Recuperation ausschalten, weil zu unbequem und zu umständlich in der Nutzung und zudem zu wenig Nutzen iSv Reichweite bringt.

    Ich halte das für einen Legende. Ich fahre ja tatsächlich einen Hybrid. Ich wüsste gar nicht, wo oder ob man das Abschalten kann und welchen Vorteil das überhaupt bringen soll. Das funktioniert ja automatisch. Wenn die Batterie wieder ein bisschen aufgeldagen ist, fährt man halt ein Stück elektrisch weiter. Der Übergang ist so smooth, dass man es nur daran merkt, dass der Verbrenner keine Geräusche macht.


    Es bringt keinen Nutzen in der Reichweite, aber der Verbrauch verringert sich deutlich, insbesondere im Stadtverkehr. Man sieht auch immer mehr Hybrid-Taxis, die allein die Recuperation nutzen. Das machen die sicher nicht, weil es umständlich oder unbequem ist, sondern weil man damit echtes Geld spart.


    Die Teslas haben ja die Besonderheit, dass sie schon relativ stark vorbremsen (recuperieren) sobald man den Fuß vom Gaspedal nimmt. Mag sein, dass das manch einen nervt und man das abschalten kann. Ganz sicher wir aber auch dann Recuperation genutzt, wenn man mal tatsächlich bremst oder bergab rollt.

    https://www.heise.de/newsticke…-Provokation-4156359.html


    Technology Review Kommentar: Der Mercedes EQC ist eine rollende Provokation

    Den Artikel kannte ich schon. Der Autor hält sich aber leider nicht an sein eigenes Motto ("Er glaubt, dass viele komplexe Probleme einfache, leichtverständliche, aber falsche Lösungen haben."), sondern Argument auch einfach nur mit PS und Größe, statt relevante Größen wir tatsächlicher Energieverbrauch.


    Das immer größere Autos gekauft werden, hat meiner Anschicht nach nichts mit dem der Elektrowelle zu tun. Das viele E-Autos am Markt eher groß dimensioniert sind, hat ganz andere Gründe, z.B. das viele der Käufer mit dem nötigen Extra-Kleingeld für ein E-Modell sich sowieso niemals einen Kleinwagen kaufen würden. Die Alternative "Großer E-SUV" oder doch lieber "Verbrenner-Kleinwagen" stellt sich so ja gar nicht.


    Tatsächlich wirkt sich die Größe eines Wagens bei einem E-Modell auch weniger stark auf den Verbrauch aus, als bei einem vergleichbaren Verbrenner (z.B. wg. der Recuperation). Aber von dem realen Verbrauch redet der Autor nur in suggestivem Konjunktiv. Interessant wäre schon mal den echten Energieverbrauch im Vergleich mit einem Verbrenner-SUV ähnlicher Größe (und von mir aus auch mit einenm Kleinwagen) zu sehen.


    Der große Wurf wird der EQC damit auch nicht, aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sich langfristig die E-Autos durchsetzen werden, auch für die Kleinwagen.

    Wenn sich Elektrofahrzeuge durchsetzen sollten und die plötzliche Initiative der deutschen Autobauer deutet schon in diese Richtung, dann kommen auf einige Zulieferer in der Tat schwere Zeit zu.


    Allerdings glaube ich auch nicht, dass ein solcher Brandbrief für irgendetwas anderes gut ist als den eigenen Untergang zu beschleunigen.

    Sich hier an einer Kennzahl aufzuhängen ist doch Quatsch. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 180 km/h, spricht also sicher nicht die Leute an, die vor allem auf die PS schauen. Ist auch kein extra-großes SUV. Bei einem Elektroauto sind die PS doch eher nebensächlich, und letztlich zeugt nur das Schielen darauf auf Denken in alten Bahnen. Interessant ist doch eher, dass die Reichweite in der gleichen Größenordnung wie bei den Teslas liegt und vor allem auch gleichzeitig Geld in die Hand genommen wird, um eine Schnelllade-Infrastruktur zu schaffen.


    Insofern schon ein Paradigmenwechsel, wenn auch keine Revolution. Aber die Revolutionäre der ersten Stunden sind auch selten die größten Profiteure der Revolution, die sie angezettelt haben.

    Ceconomy will offenbar auch seine Metro-Anteile an denselben Tschechen verkaufen:

    http://www.manager-magazin.de/…uf-an-epgc-a-1225065.html


    Plant hier jemand möglicherweise die vollständige Übernahme? Zumindest scheint das der Markt zu glauben, anders kann ich mir nicht erklären, wieso der Kurs heute nach oben geschossen ist (zwischenzeitlich über 14 EUR).


    Ich habe jedenfalls die Chance genutzt um mit moderatem Verlust ( ca. -3,2%) auszusteigen.

    Ich hab auch langsam den Eindruck es läuft auf einen Bruch raus. Offensichtlich wird den Amis die Nato aus irgendeinem Grund lästig.

    Ich frage mich noch was der Hintergrund dafür ist. Gibt es ein größeres Bild das man noch nicht sieht vor lauter Nebel?

    Ich glaube nicht, dass Trump aus der Nato ernsthaft aussteigen will, und insbesondere US Militärstrategen wollen das auf gar keinen Fall. Die Nato ist doch letztlich das Vehikel, mit der die USA den Weltpolizist spielen. Die USA haben auch ein starkes Interesse daran, ihre ganzen Militärbasen in Europa zu behalten, nicht zuletzt als Zwischenstation und Sprungbrett in den Osten und den (ferneren) "Nahen Osten", und natürlich auch um in Europa den Funkverkehr abzuhören.


    Trump poltert nur, um seine Gefolgsleute bei der Stange zu halten und um möglichst viel Druck auszuüben. Er baut doch immer einer sehr extreme Position auf, um sich dann in der Mitte zu treffen, wo er eigentlich hin wollte. Die USA selbst geben ja auch keine 4% für's Militär aus.


    Und tatsächliche hat er heute ja schon verkündet, dass er gar nicht austreten braucht, die Europäer hätten ja Zusagen gemacht (auch wenn es nur heiße Luft ist): https://www.tagesschau.de/ausland/nato-trump-113.html

    Danke für die Links, aber die helfen auch nicht wirklich weiter, weil ganz grundsätzliche Dinge im unklaren bleiben.

    Wie hoche sollte z.B. der Gini-Koeffizient für eine "gesunde" Gesellschaftsstruktur sein? Sicher nicht 1, aber 0 hatte ich für genauso schlecht. Nur welchen Wert sollte man anstreben? Wie verändert sich der Gini-Koeffizient in einer Gesesllschaft, in der man auch von einem halben Gehalt noch so gut leben kann, dass viele Leute aus privaten Life-Balance-Gründen einen 50%-Job freiwillig wählen, während andere sich mit Begeisterung ein eine 50-60h-Stunden-Woche stürzen? Auch die Definition der Armut, wie sie die OECD verwendet, ist unter diesem Gesichtspunkt höchst problematisch. Überhaupt müsste man sich für jede Messgröße genau ansehen, wie sie ermittelt wurde (welche Einkunftsarten wurden berücksichtigt, wie sieht es mit Rentenansprüchen aus, welche Teile der Bevölkerung gingen ein (i.e. welcher Aufenthaltsstatus), usw.


    Die OECD-Paper scheinen mir immer von einer Agenda geprägt zu sein, für die Begründungen gesucht wird, als durch ein echtes Interesse an Aufklärung.



    woodpecker : Hast Du die OECD-Studie vorliegen? Auf der OECD-Seite habe ich nur eine Powerpoint-Präsentation gefunden, die eigentliche Studie scheint aber nicht so ohne weiteres verfügbar zu sein. Wenn man sich die Powerpoint ansieht, sieht das auch erstmal nicht wirklich dramatisch aus.


    Die nakten Statistiken geben wenig her, wenn man nicht weiß, wie sie entstanden sind. Leider hat sich die OECD in der Vergangenheit mit ihren oft tendenziösen Schlussfolgerungen und Ratschlägen, die durch die Fakten nicht wirklich gedeckt waren, keinen guten Dienst erwiesen. Ich würde jedenfalls keiner OECD-Meldung trauen, ohne sie genau geprüft zu haben.

    Bisher gibt es ja nur sehr vage Absichtsversprechen, von einem "Deal" zu reden ist schon reichlich übertrieben. Auch die meisten in- und ausländischen Medien scheinen das so zu sehen (jedenfalls die, die ich kenne).


    Mag natürlich trotzdem genug sein, damit sich Trumps Anhänger bestätigt fühlen.

    nixda : Trump wurde damals von Obama gedehmütigt. Jetzt hat er sich zur Aufgabe gemacht, alles was Obama gemacht hat zu zerstören, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Auf welche "Dehmütigung" spielst Du da an? Und wieso sollte das geeignet sein, in irgendeiner Form zu rechtfertigen, aus bilateralen Staatsverträgen auszusteigen? Waren sie deswegen etweder weniger gültig?

    Meine Vermutung ist ja eh, dass Nordkorea die ganzen Raketen und Nuklearsprengköpfe eingekauft haben.


    Jetzt sind alle verschossen, das Geld wird knapp, und Nordkorea ist eh schon frei von Nuklearwaffen. Verlieren kann er nicht mehr, da kann man auch schön den Deal eingehen und die USA als Schutzmacht akquierieren...

    Hallo tomcat,


    danke für den Erfahrungsbericht. Klingt in etwa so, wie ich befürchtet habe: Vor allem ist es eine Mittel, mit dem Anwälte sich selbst Arbeit beschaffen können. Das klingt nicht gut.

    Kürzlich habe ich Post bekommen bzgl. einer Class Action gegen BHP Billiton (es geht noch um den Dammbruch in Brasilien, der eine oder andere erinnert sich vielleicht):

    Hier noch ein Artikel dazu: https://www.telegraph.co.uk/bu…-samarco-disaster-brazil/

    Der Vorwurf lautet wie folgt:

    Zitat

    Lawyers at Melbourne-based Phi Finney McDonald said it was preparing to file an action alleging that BHP engaged in “misleading or deceptive conduct” and breached its obligations to make “continuous disclosures” to its shareholders.

    Brett Spiegel, principal lawyer, said that from 2013 BHP was aware that its Samarco joint venture in Brazil was “behaving in ways that they were not paying attention to” and that it “failed to ensure that appropriate safety measures were in place”.


    Tatsächlich halte ich es ja generell für fragwürdig, dass Aktionäre die Firma, von der sie ja Mitbesitzer sind, überhaupt verklagen können. Das ist ja ein bisschen wie ein Klage gegen sich selbst (ganz anders sieht es natürlich aus bei einer Klage gegen Vorstände, Manager usw. aus).


    In antizyklischer Manier habe damals auch nachgekauft statt zu verkaufen und stehe insgesamt mit einem fetten Plus da.


    Was ich mich nur Frage: Wie sollte man sich da am Besten verhalten? Wenn die Kläger erfolg haben wird ja diejenigen, die immer noch Aktionär sind (mich eingeschlossen) geschädigt. Wer wäre dann der Nutznießer? Alle Aktionäre, die damals Aktien von BHP gehalten haben oder nur die klagenden Aktionäre? Sollte man sich jetzt rein opportunistisch an dieser Klage beteiligen, um ggfs ebenfalls Entschädigung (abzgl. Anwaltskosten versteht sich, die Anwälte sind ja letztlich die eigentlichen Nutznießer) zu bekommen, auch wenn man das ganze gar nicht gut heißt?


    Hat irgendjemand von Euch Erfahrung mit so eine "Class-Action"?

    Ich bin ja auch einer der Deppen, tatsächlich ist Metra aktuell meine größte Verlustposition. Am Mittwoch hatte ich noch überlegt nachzukaufen, heute darf ich mich fast nochmal als Depp fühlen, weil ich es nicht gemacht habe... So geht's halt.


    Wengistens habe ich auch dieses Jahr wieder die "Sell-in-May"-Regel ignoriert...

    Aber wenn der Iran eine Lehre aus dem Konflikt mit Nordkorea zieht, dann doch wohl die: Besser so schnell wie möglich in die Liga der Atommächte aufsteigen, dann ist man erstmal relativ sicher, auch wenn Trump poltert.


    Unser (europäisches) Problem ist, dass wir nicht wirklich von der Dummheit Trumps profitieren können (anders als z.B. Russland oder auch China), weil wir mit den USA mehr oder weniger in einem Boot sitzen. Wie soll man sich verhalten, wenn der Kapitän das Steuerhaus verlässt und versucht ein Loch in den Boden zu schlagen?