Posts by secondtry

    Vielleicht nochmal zur Volatilität: Diese hängt mit der Standardabweichung zusammen, also eine Kenngröße für die zu erwartenden Kursausschläge. Das kann man auch dafür hernehmen, um abzuschätzen, ob eine Option, die man bis zu Fälligkeit halten möchte, günstig oder eher teuer ist.


    Die Standarbweichung kann man (vereinfacht) als Volatilität * Aktienkurs * Wurzel(Restlaufzeit der Option) berechnen. Wenn man hier die implizite Erwartung einsetzt und die Standarbweichung die dann herauskommt deutlich kleiner ist, als die realen Kurzschwankungen, die man erwartet, dann ist die Option billig.


    Um beim Tesla-Beispiel zu bleiben: bei eine Vola von 52% und ein Jahr Laufzeit (d.h. Wurzel aus der Laufzeit in Jahren ist praktischerweise gleich 1), dann sollte man schon davon ausgehen, dass der Kurs um mehr deutlich mehr als diese 52% fällt damit man sagen kann, die Option ist gerade billig.


    Natürlich kann man auch mit Gewinn da herauskommen, wenn die implizite Vola deutlich gößer ist als die Erwartung in der realen Welt, aber er fällt kleiner aus, weil man zu viel für die Option bezahlt hat. Gerade Puts auf Tesla könnten aktuell stark nachgefragt werde, was sie dann teuer macht.

    Bei mir kam das hier raus:


    Capture.PNG


    Passt sogar irgendwie, obwohl mir ein paar ganz wesentliche Fragen gefehlt haben bzw. zu unkonkret formuliert waren.


    Vor 10 Jahren oder so gab es ja mal eine große Studie, die unter anderem den Wählern der Grünen bescheinigte, das geringste Interesse an Politik.


    Ein bisschen scheint mir das auch heute noch für die Wähler der Grünen zu gelten: Man wählt grün, weil man sich dann irgendwie auf der richten Seite fühlt, der für Menschlichkeit, Offenheit, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und gegen alles Gefährliche und Böse (oder nur unbekannte Neue), ohne sich aber um die Probleme im Detail die geringsten Gedanken zu machen. Nicht umsonst haben die Grünen auch viele Anhänge unter Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst, die sich wenig Gedanken darüber machen, wie der Wohlstand, in dem sie leben, eigentlich erarbeitet werden muss.


    Letzlich sind wird dabei, aus Angst vor dem Tod Selbstmord zu begehen.

    genau. Das gilt aber nicht für Städte wie Berlin.

    Und genau deshalb sind hier Maßnahmen angedacht, eine Angemessenheit wiederherzustellen.
    Wo Deine Grafik eine Steigerung der Nettomiete von rund 10% zwischen Anfang Jahr 2010 und Ende 2018 darstellt ging es in Berlin mit den Angebotsmieten im selben Zeitraum um 82% hoch.

    https://de.statista.com/statis…-wohnungsmarkt-in-berlin/


    Berlin ist doch sowieso ein absoluter Sonderfall, die Anomalie ist hier nicht das aktuelle Niveau der Mieten, sondern der für Städte dieser Größe extrem niedrige Mietspiegel in den Jahrzehnten vor der Wende. Tatsächlich nähert er sich nun langsam an ein "normales" Niveau an.


    Für die Haushalte, die sich an die außergewöhnliche niedrigen Mieten gewöhnt haben, könenn diese Anhebung auf ein normales Niveau natuürlich dennoch als eine extrem ungerecht Härte empfunden werden.

    Das Argument, dass sich die meisten Mieter den Kauf einer Wohnung nicht leisten könnten, gilt bei näherer Betrachtung auch nur eingeschränkt. Wenn man eine eigengenutzte Immobilie kreditfinanziert kauft hat man zwar hohe Schulden, dem steht aber der Gegenwert des Hauses gegenüber, so dass man nicht schlechter dasteht als vorher.


    Solange die Zins + Tilgung + Nebenkosten + Instalthungskosten nicht höher sind als die Miete ist auch die Liquidität unverändert.


    Es wäre meiner Ansicht nach weitaus besser, wenn der Staat die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen würde, dass genau das begünstigt wird. Dazu wäre z.B. notwendig, die implizite Kündigung nach 10 Jahren von Baukrediten wieder abzuschaffen (damit wieder langfristitge Kredite bis 30 Jahre Laufzeit vergeben werden können; das ist z.B. nötig, um die monatliche Belastung niedrich zu halten). Außerdem müssten die Nebenkosten bei Hauserwerb und Verkauf, also z.B. Grunderwerbssteuer, drastisch gesenkt werden, damit es einfacher wird, auch eine Immobilie zu verkaufen und zu kaufen, auch wenn der Kredit noch gar nicht abgezahlt ist. Das kann z.B. notwendig werden, wenn das Einkommen sinkt und man Das Haus gegen eine Wohnung tauschen muss, oder im Falle einer Scheidung, oder, besser, man möchte auf eine größere Immobilie umsatteln, weil das Einkommen gestiegen ist...


    Das würde langfristig wesentlich besser helfen als Enteignungen.

    Ich fürchte aber, das ist nicht zu trennen. Mit der richtigen Regierung traue ich der Türkei ein enormes ökonomisches Wachstumspotential zu, aber das politische Risiko ist leider auch enorm, wenn man sich die letzten Kapriolen am Devisenmarkt angeht. Es ist für mich einfach schwer zu entscheiden, welche Unternehmen für diese politischen Risiken vergleichsweise unempfänglich sind. Man kann sie aber nicht wegdiskutieren.


    Das sehe ich auch bei uns in der Firma: Vor ein paar Monaten hatten wir eine günstige Gelegenheit, bei einem türkischen Unternehmen ein interessantes und strategisch wichtiges Projekt zu gewinnen. Das wurde von der Geschäftsführung wg. der politischen Risiken abgelehnt (da spinnt unser Unternehmen ein bisschen; der Fairniss halber möchte ich erwähnen, dass die USA auch auf der schwarzen Liste stehen). Meiner Ansicht nach eine klare Fehlentscheidung, aber dennoch wurde so entschieden.


    Ganz davon abgesehen, ist es ja auch nicht so einfach, in türkische Unternehmen zu investieren, bzw. die Auswahl ist sehr eingeschränkt.


    EIn ETF wäre als Beimischung aber vielleicht ganz interessant. comdirect wirft mir da vier ETFs auf den MSCI Turkey aus, die müsste man sich vielleicht

    Osram Chef erwartet deutlich weniger Fahrzeuge als bisherige allgmeine Markterwartung:



    »Die offiziellen Statistiken, mit der die gesamte Autoindustrie arbeitet, gehen für 2019 von 96 Millionen zu produzierenden Autos aus. Diese Zahl glaube ich nicht«, sagte Berlien der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. »Ich rechne mit 90 Millionen Fahrzeugen.«

    https://www.elektroniknet.de/m…autoindustrie-164006.html

    Gilt der Osram Chef als ausgewiesener Kenner der Autobranche? Verkauft Osram hauptsächlich Scheinwerferleuchten?

    Ich fürchte aber, das ist nicht zu trennen. Mit der richtigen Regierung traue ich der Türkei ein enormes ökonomisches Wachstumspotential zu, aber das politische Risiko ist leider auch enorm, wenn man sich die letzten Kapriolen am Devisenmarkt angeht. Es ist für mich einfach schwer zu entscheiden, welche Unternehmen für diese politischen Risiken vergleichsweise unempfänglich sind. Man kann sie aber nicht wegdiskutieren.


    Das sehe ich auch bei uns in der Firma: Vor ein paar Monaten hatten wir eine günstige Gelegenheit, bei einem türkischen Unternehmen ein interessantes und strategisch wichtiges Projekt zu gewinnen. Das wurde von der Geschäftsführung wg. der politischen Risiken abgelehnt (da spinnt unser Unternehmen ein bisschen; der Fairniss halber möchte ich erwähnen, dass die USA auch auf der schwarzen Liste stehen). Meiner Ansicht nach eine klare Fehlentscheidung, aber dennoch wurde so entschieden.


    Ganz davon abgesehen, ist es ja auch nicht so einfach, in türkische Unternehmen zu investieren, bzw. die Auswahl ist sehr eingeschränkt.


    EIn ETF wäre als Beimischung aber vielleicht ganz interessant. comdirect wirft mir da vier ETFs auf den MSCI Turkey aus, die müsste man sich vielleicht mal genauer ansehen.

    Nun ja, sowas ist nicht nur ein N26 problem.


    ich wollte vor kurzem bei der Hypovereinsbank mein Kredikartenlimit erhöhen um eine Anzahlung zu machen.


    Bei der Hotline wurde mir gesagt ich muss in "meiner" Filiale anrufen. Der zuständige Mitarbeiter war nicht auffindbar. " Tage später (!!) ruft er dann zurück und fragt was ich möchte. Maien Antwort: "Nix, hab alles mit Paypal gemacht".

    Es geht allerdings auch viel einfacher: Statt das Kreditkartenlimit zu erhöhen, kann man einfach einen entsprechenden Betrag als Guthaben auf das Kreditkartenkonto einzahlen. Das hat denselben Effekt wie eine temporäre Limiterhöhung (zumindest sofern man das Geld irgendwo mit Nullverzinsung rumliegen hat).

    Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass eine Mehrheit der Briten inzwischen eingesehen hat, dass nicht die EU, sondern die eige britische Polit-"Elite" das eigentliche Problem ist. Um das noch rechtzeitig in ein Bremain zu verwandeln bräuchte man aber eigentlich Neuwahlen (bei dem dann ein Großteil der Leaver aus dem Parlement fliegen müssten) und/oder ein neues Referendum. Dafür ist die Zeit aber verdammt knapp.

    Mir wurde kürzlich vom Finanzamt Eisenstadt (Österreich) eine Information über die Vergabe einer Abzugsteuernummer geschickt, vermutlich im Zusammenhang mit meinem (bislang wenig erfolgreichen) Agrana-Investment.


    Von mir selbst wurde das nicht angestoßen (möglicherweise aber von meiner Bank, die ich mit dem zurückholen zuviel bezahlter Steuer beauftragt habe).


    Weiß jemand von Euch, was es damit auf sich hat und wofür man diese Steuernummer braucht? Habt Ihr das auch bekommen (sofern im Besitz österreichischer Aktien)?

    Gerade im Fall von Berkshire halte ich es aber nicht wirklich für einen schlaue Idee zu verkaufen, wenn ein Rückkaufprogramm angekündigt wird. Anders als viele angestellte CEOs, die sich um ihren Bonus sorgen, die Aktien zurückkaufen, traue ich Buffett nach wie vor zu, dass er das nur dann macht, wenn er die Aktie tatsächlich für unterbewertet ist.


    Grundsätzlich würde ich sagen:

    Aktienrückkäufe: Gut, wenn Aktie unterbewertet, ansonsten sehr schlecht

    Divdenden: Praktisch, wenn man von seinen Kapitalerträgen lebt, weil man dann einen stetiges Einkommen unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen hat, ohne sich groß kümmern zu missen (die Dividende also komsumiert wird), ansonsten eher schlecht, da steuerlich nachtäglich und lästig, da man sie re-investieren muss.

    Vielen Dank für den interessanten Artikel! Allerdings sind seine Thesen ja auch nicht frei von berechtigter Kritik. Letztlich entschieden ist noch nicht, wer nun die bessere Theorie hat.


    In diesem Zusammenhang aber vielleicht mal der folgenden Artikel ganz interessant: Wie kann man als einfacher Bürger am Besten seinen CO2-Footprint verringern? Ganz einfach - keine Kinder bekommen!


    Spiegel-Artikel


    Originalpaper dazu


    Mal abgesehen davon, dass es natürlich völlig absurd ist, zur "Rettung" des Klimas auf Kinder zu verzichten - letztlich geht es ja gar nicht um die Rettung des Klimas (Klima wird es auf der Erde solange geben wie es die Erde gibt), sondern der Erhaltung der Lebensqualität unserer Kinder und Kinderskinder:

    statt aktiv auf Kinder zu verzichten, könnte man doch auch ganz im Gegenteil massiv den Lebensstandard in den ärmeren Ländern anheben, weil das nachweislich eine Absenken der Geburtenrate zur Folge hat...

    Für die einzelne Aktie glaube ich nicht an den random walk, dass also der nächste Kurs zufallsbestimmt mal höher und mal niedriger liegt. Da gibt es die fat tails, und das wurde auch schon oft gezeigt.


    Nehme ich aber viele Aktien zusammen, wie in einem Portfolio oder einem Index, würde ich nach meinem Gefühl schon eine Normalverteilung, natürlich verschoben ums Wirtschaftswachstum+Inflation oder die berühmten 6-8% jährl. Langfristperformance, erwarten. Wissen tue ich es aber nicht.

    Ist aber nicht so. Auch breite Indizes haben Verteilungen mit fetten Tails.


    Da wir uns hier ja auch die Renditen anschauen und nicht die Preise selbst hat ein mittleres Wachstum von x% auch nur den Effekt, dass sich der Mittelpunkt der Verteilung verschiebt, die Form verändert das nicht.

    Wie gesagt: Landos Graph ist nicht statistisch signifikant unterschiedlich zu einer Normalverteilung, bloß halt nicht um 0, sondern um etwa 5 herum. Dass der Graph auf der rechten Seite nicht bis 0 heruntergeht, scheint die Statistik nicht zu beeindrucken.

    Der Graph enthält aber insgesamt zu wenig Datenpunkte um irgendeine valide Aussage zu machen.

    Ungeachtet der Erwartung, die der eine oder andere hat, ist es ein in Fachkreisen unumstrittener Fakt, dass die Renditen eben nicht normalverteilt sind, sondern, wie mmi richtig bemerkt hat, fette Tails aufweist. Das gilt tatsächlich auch für alle Zeitskalen, also z.B. auch für intraday, wenn man sich die sekündlichen Änderungen von (liquiden) Assetpreisen anschaut.


    Das man trotzdem so gerne auf die Normalverteilung zurückgreift liegt einfach nur daran, dass es man damit so schön einfach rechnen kann und andere bekannte Verteilungsfunktionen auch keine wesentlich bessere Beschreibung liefern. Mit Ausnahme der Extremwerte kann man die beobachtete Verteilung auch meist ganz gut mit einer Normlverteilung beschreiben.


    Deshalb ist auch das Geshrei so albern, wenn mal wieder mal ein 3- oder mehr -Sigma-Event beobachtet wird: Das wäre nur überraschend, wenn Assetpreisrenditen normalverteilt wären. Sind sie aber nicht.

    Selbstverständlich bin ich bei Dir, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, und zwar schon seit Jahrhunderten. Allein durch die Lage in der Mitte Europas haben sich hier immer schon alle möglichen Völker gekreuzt und vermischt und selbstverständlich sollten wir das mal vernünftig regeln und gezielt steuern.


    Ich halte es aber trotzdem für eine Illusion, dass wir damit unser Demographie-Problem auf mittlere bis lange Sicht werden lösen können, und das ist keine theoretische Diskussion, sondern wird zu ganz handfesten Problemen führen.

    ...

    Ca. 400k Zuwanderung pro Jahr ist für eine Stabilisierung der Demographie nötig.

    Wichtig halt dass die Kommenden jung und arbeitswillig sind und auch alle Chancen auf Arbeit und für Bildung ihrer kids bekommen, damit sie sich hier verwurzeln.

    Erwarten dass die zu 100% ihre Kultur und Religion ablegen und die unsere annehmen kann man dagegen m.E. nicht.

    Oder wer würde hier nach China oder Dubai gehen und Vollchinese/Araber werden wollen?

    ...

    Auf mittlere Sicht (d.h. 30-80 Jahre), da sind sich eigentliche alle Demographen einig, sinkt die Weltbevölkerung als ganzes. Deshalb ist das ganz sicher auch keine Lösung. Stattdessen sollten wir uns mal darauf einstellen, wie eine schrumpfende Gesellschaft funktionieren kann.