Beiträge von looser

    dpa-afx.de - 13:02


    STUTTGART (dpa-AFX) - Der größte Aktionär des Volkswagen -Konzerns, die Porsche SE , baut seine Beteiligung am Wolfsburger Autobauer noch ein Stück aus. Statt der bisherigen 52,2 Prozent halte die Stuttgarter Holding nun 53,1 Prozent der Stimmrechte, sagte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch am Dienstag. 400 Millionen Euro seien in den vergangenen Monaten investiert worden, um Aktien vom freien Markt zu kaufen. Das sei ein weiteres starkes Bekenntnis zu VW . "Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Volkswagen-Konzern über ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial verfügt", sagte Pötsch, der zugleich Aufsichtsratschef bei VW ist.


    Er schloss auch nicht aus, dass weitere solche Transaktionen folgen könnten. "Wir wollen uns durchaus offenhalten, auch in Zukunft weiter zu kaufen, wenn das opportun erscheint", sagte der Vorstandschef. Das solle dann in einem "überschaubaren einstelligen Bereich" bleiben. Konkrete Ziele oder Pläne dafür gebe es jedoch noch nicht.


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    Aus Aktionärssicht durchaus zu begrüßen . Ist das jetzt ein Aktienrückkauf oder ein von VW unabhängiger Großaktionär ?

    Berkshire ist ein schlechtes Beispiel für steuerlich günstiges thesaurieren, weil eher Fonds mit interner Streuung der Anlagen. Buffet hat in seinem Leben soweit mir bekannt nur Dividendenausschütter gekauft :).

    Der zukünftige Gewinn der Firma bleibt mit Dividende oder mit Rückkauf identisch. Allerdings verteilt er sich auf weniger Aktien (sofern die zurückgekauften Aktien nicht mehr in Verkehr gebracht werden).. Da weniger Aktien im Umlauf sind mit nunmehr höherem Gewinn pro Aktie, steigt der Kurs der umlaufenden Aktien. Theoretisch ist die Marktkapitalisierung der Firma damit nach Dividende wie nach Rückkauf dieselbe.

    Ein derartiges KGV=constant Scenario ist nicht sehr realistisch. Angebot und Nachfrage in Abhängigkeit von Zins und Börsenzyklus haben wohl mehr Einfluß auf den Kurs als manche glauben möchten. Reine Thesaurierer erinnern mich ein klein wenig an Pyramidenspiele.

    Hier eine AG die Aktien zurückkauft und Dividenden erhöht: S&P Global Aktie US78409V1044 :). Ich muß aber zugeben, daß solche Aktien eine Ausnahme sind und in meinem Filter nie hängen bleiben. Ich mag lieber reine Dividendenzahler (auch wenn die Dividende mal kleiner ausfällt) mit höherem Eigenkapital. Das stockende Glücksrad (die Zyklik) kommt imho ohnedies erst wieder mit Zinserhöhungen in Schwung.


    https://www.dividendgrowthinve…-spgi-dividend-stock.html


    Zur Erinnerung an das Wheel of Fortune.

    :-)

    Und daran wo wir gerade stehen.

    Berkshire hat für mich ein ganz wesentliches Kriterium. Sie zahlen keine Dividenden sondern compounden in der Firma. Das ist doch steuerlich langfristig ein Riesen-Faktor.

    Es ist ein Riesen-Faktor - aber nur wenn man annimmt, daß man in Zukunft weniger Einnahmen hat und daher weniger Steuer (in %) zu zahlen hat.

    P.S. Ich glaube es kommt auf den Anlagestil an, wer auf steigende Kurse steht wird Aktienrückkäufe bevorzugen und wer auf steigenden Cashflow steht auf Dividenden.

    Ich stehe auf Cashflow. Wer alles thesauriert und kein Market-timing betreibt (wer verkauft Unternehmen von denen er überzeugt ist nur weil er den Bärenmarkt kommen sieht?) der kann sich über die Gurus die permanent von Nachkaufen bei Kursschwäche schwadronieren nur ärgern.

    Ich sehe die Dividende als Belohnung für den langfristigen Anleger an - dieser bekommt eine Gewinnbeteiligung auf die Hand und kann selber entscheiden, ob er diese Aktie aufstockt oder woanders einsteigt.

    Auch ich glaube, daß Antizykliker recht gut wissen wo sie aufstocken oder neu einsteigen sollen (auch wenn die Marktzyklen dank Geldflut etwas aus dem Gleichgewicht sind).

    Ich tue mich schwerer, etwas zum Verkauf auszuwählen, als die Netto-Dividende wieder anzulegen.

    Diesen Punkt kann man nur unterschreiben.

    Wenn die verbliebenen Aktionäre dann Teilverkäufe machten, um wenigstens an etwas Cash zu kommen, hebt dieses Angebot die vordem erzeugte Nachfrage wieder auf, ergo Kurs wieder wo er war, aber Kapitalanteil pro Aktie gesunken..

    Lando : Nicht jeder Verkauf senkt auch den Aktienkurs. Es soll Leute geben die bei steigenden Kursen kaufen :).

    Nicht unbedingt, es verringert sich die Anzahl der Aktien und somit wird der Anteil einer Aktie am Unternehmen höher.

    @ Dev: Der Anteil einer Aktie am Unternehmen wird aber nur dann höher, wenn die gekauften Aktien auch vernichtet werden ?(.

    Das ganze fällt imho in den Bereich autonomes fahren. Früher konnte der Pilot den Autopiloten übersteuern. Bei diesem Flugzeug ist es umgekehrt. Die Zeit reichte in den zwei Fällen leider nicht um den Computer abzustellen. Das Problem scheint zu sein, daß dieser Flugzeugtyp ohne Computerunterstützung nicht mehr zu fliegen ist.

    Bei Daimler bleibt nach Dividendenkürzung aber immer noch eine Dividendenrendite von über 6%. Für mich ist das im Bereich einer gute Unternehmensanleihe mit guten Sicherheiten. Bei einer Haltezeit von notfalls ein paar Jahren für mich eine relativ sichere Sache.


    Als "Mechaniker" habe ich jedenfalls kein Warnsignal gesehen. Ich glaube auch nicht, daß man eine Chance hat, bei einem Familienbetrieb mit möglicher "Beschönigungsabsicht", an hand von Geschäftsberichten derartige Unterschiede zwischen Bericht und Realität zu erkennen. ( http://www.ffgroup.com/Uploads…%99%CE%9F%CE%A5_engV2.pdf ).

    Ich glaube auch nicht, daß die "Shorties" das Ausmaß der Fehlbeträge ahnen konnten. Kann man als Erfahrung abbuchen wenn es um Mode und Familienbetrieb geht.

    Kennt jemand unter all den Open-XXX-Programmen eine Tabellenkalkulation die EXcel Makros verarbeitet ? Wäre ein Grund zu Linux zu wechseln. In eine öffentliche Cloud kommen meine Programme und Daten jedenfalls nie.

    Eine weitere "Levermann-Seite" mit "Gratislisten" https://aktien-rezept.de/


    Nach wie vor interessiert mich das "Levermann-Geheimnis". Da mein Backtest keine positiven Renditen für die Zukunft erwarten läßt, habe ich mich gefragt woran es liegen könnte. Eine Möglichkeit neben vielen anderen wäre, daß die Unterteilung in Small/Mid/Large von vor 10 Jahren keinen Sinn mehr macht. Die Grenzen sind inzwischen schon deutlich verschoben. Wie halten es die "Levermann-Tester"? Generell alle Aktien im Hauptindex eines Landes als Large zu sehen ist mir zu unsystematisch.

    kannitverstan .


    Schöner Name :) . Ich finde die Strategie aus denselben Gründen wie du überlegenswert. Ich mag mechanische Strategien die von Beratern fernhalten :D . Da ich aber keine Datenbank mit historischen Analystenschätzungen und Prognosen habe, habe ich die Bewertungen aus den verfügbaren Quellen (bei Aktienreich gehen die daten bis zum 22.01.2017 zurück) genommen. Bei den anderen Quellen werde ich noch eine Weile sammeln müssen, bis ein Test erfolgen kann. Die Frage die mich beschäftigt ist die, ob stures befolgen von Kauf/Verkaufsignalen nach Levermann zu einem Erfolg führen kann. Einzig bei Smallcaps wäre das Ergebnis etwas besser gewesen - aber 2 Trades in einem Jahr ist für eine endgültige Aussage zu wenig. Wenn man L- und M-Caps dazunimmt um etwas mehr Daten zu haben, sieht das Ergebnis nicht gut aus. Deshalb auch meine Frage ob jemand die Signale stur befolgt und wenn ja in welchen Märkten. Bei den Wikifolios habe ich jedenfalls nicht den Eindruck als wären nur die Levermannpunkte für den Handel maßgeblich gewesen. Mein Eindruck ist da eher ein wildes drauflostraden unter dem Titel Levermann.

    Da bin ich ja so richtig antizyklisch zu MMI :) . Ich bin der Meinung es handelt sich um Underfitting, weil sich die Levermann-Strategie zu wenig an historischen Kennzahlen orientiert. Aber ich vermute halt nur ungern und bin eher an Fakten interessiert.

    @MMI: Hast du nicht. Ich habe dich falsch verstanden. Ich dachte du meinst mein Test wäre kein out of sample Test.


    Zur Levermannstrategie. Man darf nicht vergessen, daß ich nur für ein Jahr und auch da nur für ca. 500 Aktien die historischen Daten habe. Da mich Prognosen nie interessiert haben, habe ich Analystenmeinungen, Gewinnschätzungen, Reaktionen auf Quartalsberichte u.ä. nie angesehen und daher auch nie gespeichert. Es ist daher gut möglich, daß das eine Jahr welches ich überprüfen konnte ungünstig liegt und es von 2010 bis 2017 wunderbar funktioniert hat.


    Was mich interessiert ist, ob jemand das System schon rein mechanisch getestet hat oder ob die Listen nur zur Vorauswahl geeignet sind. Balkenchart hat schon 2008 mit der Buchvorstellung von "The little book that makes you rich" von Louis Nevellier, John Wiley & Sons, 2007, eine (fast) mechanische growth-Strategie die man als Vorläufer von Levermann sehen könnte vorgestellt.

    Mich überrascht das Abstimmungsergebnis etwas. Ich hätte gerade unter den Antizyklikern etwas weniger Emotion und etwas mehr Rechenstift erwartet. Einerseits ist da das Ergebnis von dev, der gezeigt hat daß selbst wenn man am Top vor einem Bärenmarkt bei einem €/$-Kurs von 1 kauft nach 10 Jahren bei BRK (kann man auch durch SP500 o.ä. ersetzen) ein Gewinn überbleibt. Andererseits ist da meine Überlegung, daß bei einem Kreditzins von 2,5% und den Sparplankosten von 1,5% ein Einmalerlag so schlecht nicht ist. Der Sparplaner zahlt halt 1,5% bei jedem Kauf, der Kreditnehmer 2,5% bei jeder Rate. Demgegenüber steht der Sofortkäufer mit geringeren Anschaffungskosten und einem (soferne er "vernünftige" Investments findet mit einiger Sicherheit) Gewinn.


    p.s. mein Rechner verliert Buchstaben. Diesmal habe ich ein paar l's nachgereicht.


    Meines Erachtens ist eine mechanische Methode ohne entsprechende (out of sample) Backtests kompletter Mumpitz.


    Als Mechaniker findet man mechanische Kriterien natürlich gut. Ein Regelwerk erstellen an das man sich hält hilft immer. Ob die Regeln gut waren zeigt ein Backtest. Und: Nach meinem Verständnis ist jeder Backtest der in einem Zeitraum nach Festlegung der Regeln (e.g. durch Druck eines Buches) erfolgt ein "out of sample" Backtest. Mein out of sample Zeitraum beträgt daher ein Jahr.