Beiträge von looser

    Als "Mechaniker" habe ich jedenfalls kein Warnsignal gesehen. Ich glaube auch nicht, daß man eine Chance hat, bei einem Familienbetrieb mit möglicher "Beschönigungsabsicht", an hand von Geschäftsberichten derartige Unterschiede zwischen Bericht und Realität zu erkennen. ( http://www.ffgroup.com/Uploads…%99%CE%9F%CE%A5_engV2.pdf ).

    Ich glaube auch nicht, daß die "Shorties" das Ausmaß der Fehlbeträge ahnen konnten. Kann man als Erfahrung abbuchen wenn es um Mode und Familienbetrieb geht.

    Kennt jemand unter all den Open-XXX-Programmen eine Tabellenkalkulation die EXcel Makros verarbeitet ? Wäre ein Grund zu Linux zu wechseln. In eine öffentliche Cloud kommen meine Programme und Daten jedenfalls nie.

    Eine weitere "Levermann-Seite" mit "Gratislisten" https://aktien-rezept.de/


    Nach wie vor interessiert mich das "Levermann-Geheimnis". Da mein Backtest keine positiven Renditen für die Zukunft erwarten läßt, habe ich mich gefragt woran es liegen könnte. Eine Möglichkeit neben vielen anderen wäre, daß die Unterteilung in Small/Mid/Large von vor 10 Jahren keinen Sinn mehr macht. Die Grenzen sind inzwischen schon deutlich verschoben. Wie halten es die "Levermann-Tester"? Generell alle Aktien im Hauptindex eines Landes als Large zu sehen ist mir zu unsystematisch.

    kannitverstan .


    Schöner Name :) . Ich finde die Strategie aus denselben Gründen wie du überlegenswert. Ich mag mechanische Strategien die von Beratern fernhalten :D . Da ich aber keine Datenbank mit historischen Analystenschätzungen und Prognosen habe, habe ich die Bewertungen aus den verfügbaren Quellen (bei Aktienreich gehen die daten bis zum 22.01.2017 zurück) genommen. Bei den anderen Quellen werde ich noch eine Weile sammeln müssen, bis ein Test erfolgen kann. Die Frage die mich beschäftigt ist die, ob stures befolgen von Kauf/Verkaufsignalen nach Levermann zu einem Erfolg führen kann. Einzig bei Smallcaps wäre das Ergebnis etwas besser gewesen - aber 2 Trades in einem Jahr ist für eine endgültige Aussage zu wenig. Wenn man L- und M-Caps dazunimmt um etwas mehr Daten zu haben, sieht das Ergebnis nicht gut aus. Deshalb auch meine Frage ob jemand die Signale stur befolgt und wenn ja in welchen Märkten. Bei den Wikifolios habe ich jedenfalls nicht den Eindruck als wären nur die Levermannpunkte für den Handel maßgeblich gewesen. Mein Eindruck ist da eher ein wildes drauflostraden unter dem Titel Levermann.

    Da bin ich ja so richtig antizyklisch zu MMI :) . Ich bin der Meinung es handelt sich um Underfitting, weil sich die Levermann-Strategie zu wenig an historischen Kennzahlen orientiert. Aber ich vermute halt nur ungern und bin eher an Fakten interessiert.

    @MMI: Hast du nicht. Ich habe dich falsch verstanden. Ich dachte du meinst mein Test wäre kein out of sample Test.


    Zur Levermannstrategie. Man darf nicht vergessen, daß ich nur für ein Jahr und auch da nur für ca. 500 Aktien die historischen Daten habe. Da mich Prognosen nie interessiert haben, habe ich Analystenmeinungen, Gewinnschätzungen, Reaktionen auf Quartalsberichte u.ä. nie angesehen und daher auch nie gespeichert. Es ist daher gut möglich, daß das eine Jahr welches ich überprüfen konnte ungünstig liegt und es von 2010 bis 2017 wunderbar funktioniert hat.


    Was mich interessiert ist, ob jemand das System schon rein mechanisch getestet hat oder ob die Listen nur zur Vorauswahl geeignet sind. Balkenchart hat schon 2008 mit der Buchvorstellung von "The little book that makes you rich" von Louis Nevellier, John Wiley & Sons, 2007, eine (fast) mechanische growth-Strategie die man als Vorläufer von Levermann sehen könnte vorgestellt.

    Mich überrascht das Abstimmungsergebnis etwas. Ich hätte gerade unter den Antizyklikern etwas weniger Emotion und etwas mehr Rechenstift erwartet. Einerseits ist da das Ergebnis von dev, der gezeigt hat daß selbst wenn man am Top vor einem Bärenmarkt bei einem €/$-Kurs von 1 kauft nach 10 Jahren bei BRK (kann man auch durch SP500 o.ä. ersetzen) ein Gewinn überbleibt. Andererseits ist da meine Überlegung, daß bei einem Kreditzins von 2,5% und den Sparplankosten von 1,5% ein Einmalerlag so schlecht nicht ist. Der Sparplaner zahlt halt 1,5% bei jedem Kauf, der Kreditnehmer 2,5% bei jeder Rate. Demgegenüber steht der Sofortkäufer mit geringeren Anschaffungskosten und einem (soferne er "vernünftige" Investments findet mit einiger Sicherheit) Gewinn.


    p.s. mein Rechner verliert Buchstaben. Diesmal habe ich ein paar l's nachgereicht.


    Meines Erachtens ist eine mechanische Methode ohne entsprechende (out of sample) Backtests kompletter Mumpitz.


    Als Mechaniker findet man mechanische Kriterien natürlich gut. Ein Regelwerk erstellen an das man sich hält hilft immer. Ob die Regeln gut waren zeigt ein Backtest. Und: Nach meinem Verständnis ist jeder Backtest der in einem Zeitraum nach Festlegung der Regeln (e.g. durch Druck eines Buches) erfolgt ein "out of sample" Backtest. Mein out of sample Zeitraum beträgt daher ein Jahr.

    Eigentlich wollte ich ja den Titel Levermann - der Listomat des kleinen Mannes verwenden :D .


    Zunächst die Fakten zu Levermann: Die Aktienauswahl erfolgt über 13 mechanische Kriterien nach dem Buch von Susan Levermann "Der entspannte Weg zum Reichtum". Es gibt zwei gute Datenanbieter (www.aktienassistent.de und aktien.guide/levermann-strategie) und zwei Webseiten mit Gratislisten (levermann24.com und www.aktien-reich.de/bewertungsmethoden/levermann-strategie). Man solte die Daten aber vor allfälligem Kauf kontrollieren (ich habe einige Fehler gefunden). Und es gibt eine Seite mit einem Selbstversuch zur Strategie von Petra Wolff (https://petrawolff.blog).


    Nun zunächst meine Meinung (die Trump-Fakten ^^ ).


    Mechanische Kriterien sind gut. Während der Listomat aber eher für Langfristanleger gedacht war, könnte die Levermannmethode eher für Trader im Bullenmarkt interessant sein. Für ein Update beim Listomat reichten die Kurse und alle paar Jahre die Fundamentaldaten, für Levermann ist zumindest ein wöchentliches Update nötig. Für mich ist im wesentlichen der Unterschied die Auswahl basierend auf Fakten vs. der Auswahl basierend auf Schätzungen.


    Nur kurz vorweg - bevor die Verbesserungsvorschläge auf mich hereinprasseln. Es ist mir nicht gelungen Kriterien zu finden die in einem rein mechanischen Backtest (bisher habe ich aber nur die zweiwöchentlichen Daten von etwa einem Jahr geklaut :) ) zu Gewinnen führen.


    p.s. eine weitere "Levermann-Seite" mit "Gratislisten" https://aktien-rezept.de/


    Hallo dev. Jetzt habe ich bei Sixt VZ nachgerechnet wie das Ergebnis bei Wiederanlage der Dividenden aussehen würde.


    Das Angenehme zuerst. Besser als Nichtstun sind beide Varianten. Vor Steuer und nach Spesen wären bei der Einmalanlage ca. 15800€ (28%) und beim Sparplan ca. 28000€ (49%) übergeblieben. Zeigt eigentlich, daß auch bei suboptimalem Einstiegszeitpunkt und Aktie ein Gewinn überbleibt :) . Bei Berkshire hätte man bei Einmalerlag ca. 17% Gewinn beim Sparplan ein Minus von 3% gemacht. Aber wie das bei USD-Anlagen so ist, im April 2011 wären bei beiden Methoden weitere 30% dazugekommen. Bei Anlagen in USD muß man halt auch auf den Wechselkurs achten. Jan 2000 bis Jan 2010 war wie man am Beispiel DAX sehen kann ein suboptimaler buy and hold Zeitraum :D .

    Bei all dem frisch gedrucktem Geld und den imho schädlichen Anleihekäufen fällt es mir schwer zu entscheiden wann etwas fundamental billig ist. Privat halte ich mich da an die Mechanik. Es gibt immer ein Decil mit Anlagen die mir kaufbar erscheinen.

    Zur Variante von MMI borge ich mir mal etwas von woodpecker aus. "Aber jeder Schreiber der Markettiming ablehnt, darf dieses Argument konsequenterweise nicht ins Feld führen." Ich glaube nicht an Markettiming. Real würde ich aber wenn es um einen größeren Betrag im Vergleich zu dem Depotwert geht, derzeit zeitlich verteilt in mehreren Tranchen kaufen.


    Auch wenn ich an die Varianten Bitcoin und DM nicht glaube, wenn ich nur die beiden Möglichkeiten hätte würde Bitcoin gewinnen. Heute sind jedenfals 314 virtuelle BRK's gekauft worden. Zur Währung: Wenn man so einen Sparplan real ausführt, kann man ja zwischen Jahr 8 und 12 nach einem guten Verkaufszeitpunkt schauen. Innerhalb dieser 4 Jahre wird der Kurs sicher wieder nahe oder unter 1,23 gewesen sein.

    Die Idee zu dieser Umfrage ist durch den "Günstige Zinsen mitnehmen?" thread von "1000prozent" zum Comdirect Ratenkredit entstanden.


    Das Angebot von Comdirekt:
    Ratenkredit 50.000,00€
    Monatsrate 469,60€
    Gesamtbetrag 56.345,86€


    Wenn ich die Aktie Berkshire Hathaway 'B'
    a) heute zum Open an der NYSE bei Comdirect um 50.000€ einkaufe oder
    b) beginnend mit heute Freitag 9.2.2018 einen Sparplan mit Monatsrate 469,60€ bespare,
    wer wird in 10 Jahren der Gewinner sein ?


    p.s. Berkshire Hathaway 'B' ist mir als erstes eingefallen - ist groß genug, daß der Kurs durch den Kaufrausch der Comdirect Ratenkreditbezieher nicht beeinflußt wird.
    p.p.s. ich hoffe ich kann dann 2028 nachrechnen oder irgend ein jüngerer erinnert sich noch an die Umfrage.
    Im Grunde kann man das Szenario auch für andere Wertpapiere durchdenken, ein Kommer-Depot anlegen, die Möglichkeiten sind vielfältig.

    @MMI: Ich werde hier mit Sicherheit keine vorgefertigte Lösung anbieten.


    Ich jedenfalls finde die Idee den Ratenkredit als Sparplan zu sehen gut. Wenn die monatliche Rückzahlung gesichert ist (100% Sicherheit gibt es nie - schwarze Schwäne gibt es immer!) sei es aus laufenden Einnahmen, sei es aus Einnahmen aus dem Depot, dann sollte man bei der Rechnung berücksichtigen, daß die Rate konstant bleibt, die Einnahmen aus dem Depot aber in einem Zeitraum von 10 Jahren mit Sicherheit steigen werden. Einfach nach Aktien mit guter Dividende, nicht zu hoher Ausschüttungsquote und mit steigender Dividende suchen (ich vermute man wird im Consumer Sektor fündig).


    Aber: "Es gibt Partys, an denen man nicht teilnehmen muss" (gestohlenes Zitat :) )


    dev : Wie ich schon weiter oben schrieb - Für einen margin call bei einem Wertpapierkredit reicht durchaus auch die Änderung der Risikoeinstufung einer Aktie. Einen Ratenkredit wird man wenn es zu keinem Zahlungsverzug kommt kaum kündigen können. Für die Kündigung eines Wertpapierkredites findet man rasch einen Grund.


    Was ich interessant finde, dass einige hier Werte mit einer hohen Dividendenrendite als "free Lunch" im Vergleich zu einem Ratenkredit ansehen. Die sollten vielleicht nochmal überlegen warum eine Aktie eine so hohe Dividendenrendite bietet. M.E. haben diese Aktien zu 95% ein signifikantes Strukturproblem. Ich erinneremich noch sehr gut an die Zeit als man mit einer E.On & RWE "bei 5% Dividendenrendite nichts falsch machen" konnte.


    @MMI: Weil ich mich angesprochen fühle. Ich würde nie eine Aktie nur wegen einer hohen Dividendenrendite als free Lunch bezeichnen. Ich würde daher auch nicht die Versorger, Reits oder Aktien die das Eigenkapital verbrauchen als Beispiel nehmen. Es gibt aber Aktien die den angesprochenen free Lunch von 1-2% über Jahre hinweg liefern (bei Ausschüttungsquoten um die 60%).


    Ich könnte mir vorstellen, daß ein Kredit wie dieser für kleine Depots durchaus interessant ist. Das Kreditvolumen ist unabhängig vom Depotwert. Für einen Margin call bei einem Wertpapierkredit reicht durchaus auch die Änderung der Risikoeinstufung einer Aktie. Da muß die Aktie noch nicht einmal fallen. Kurioser Fall: In meinem Depot habe ich eine Aktie die nicht beleihbar ist. Mein Kaufpreis wird im Augenblick von den Dividenden alle 3 Jahre bezahlt und der Kurs ist in den letzten Tagen gestiegen :-).


    Wie gesagt free Lunch nur dann wenn man kein Risiko eingeht.

    Aber das Comdirect Angebot scheint mir sehr günstig zu sein :-).

    zu Bedenken:
    * Es ist ein recht starres Konstrukt (kein Kreditrahmen, sondern eine Vollauszahlung mit Rückzahlung in festen Raten). Für die Anlage in Sondersituationen o.Ä. "Schnäppchenjagt" eignet sich eher ein flexibler Kreditrahmen.


    Der "Nachteil" scheint mir der Vorteil zu sein. Natürlich bekommt man einen Wertpapierkredit deutlich günstiger. Der Kreditrahmen ist aber immer an den Depotwert geknüpft. Wenn ich in einem Zeitrahmen von 10 Jahren keine Angst vor einem margin call haben muß sind 1-2% freelunch drinnen. Ob der Staat am Kredit via Steuer mitnascht ist da nebensächlich. Das Risiko ist wie immer die Gier nach mehr. Wer mehr als den freelunch will hat auch ein Risiko zu tragen.

    Kann sein, daß ich falsch liege. Für mich sieht es nicht nach Crash aus. Ich nehme an, daß diese "normale Korrektur" durch den Computerhandel mit ETF`s verstärkt worden ist. Es sind zu viele in die 'sicheren Anlagen', die der Computer automatisch verwaltet, gelockt worden. Daher auch der Abverkauf auf breiter Front und nicht die übliche Rotation der Sektoren. Damit wird man imho in Zukunft leben müssen, wenn die Milchmädchen an Ihren von Milchbuben programmierten Apps sitzen. Es mag zwar merkwürdig klingen aber inzwischen scheint der Optionshandel das stabilisierende Element zu sein der Bäume nicht in den Himmel wachsen läßt aber auch verhindert daß zuviel zurückgeschnitten wird.

    Irgendwie kann ich diesen Unfug nicht zuordnen. Paßt am besten hierher.


    https://savemate.de/


    Ich glaube ich werde allmählich zu alt für die Börse. Da wird mittels MIFID verhindert, daß mein Bid/Ask Kurs auf den cent genau dort ist wo ich möchte und auf der anderen Seite gibt es Apps für Börsenanalphabeten wie Sand am Meer.


    Früher mußten die Milchmädchen wenigsten noch ein paar Hürden überwinden.