Posts by buccaneer

    Wow, hier hatten wir ja schon länger nichts mehr geschrieben. Bei allem was los ist, ist die Zins-Situation natürlich nicht immer das wichtigste.


    Bin grad über was gestolpert:


    https://www.bloomberg.com/news…ish-negative-rate-debacle

    Kurzfassung:

    Politiker kritisiert die Danske Bank, weil sie jetzt schon ab etwa 16000 USD Zinsen auf Einlagen berechnen. Das scheint vor dem Hintergrund der Zentralbankpolitik einerseits etwas polemisch, andererseits kann es natürlich generell der Einstellung geschuldet sein. Also, sollen Banken ordentlich Gewinn machen etc., oder lieber ganz wenig und nur für die Kunden da sein, etc. In jedem Fall aber, steht da drin, dass in Dänemark über die letzten Jahre immer mehr Negativzinsen berechnet wurden und, die Einlagen stiegen trotzdem. Also mal ein bißchen Geschimpfe aber wenig Verhaltensänderung, was man ja sehr oft feststellen kann, wenn es um das Verhalten von Kunden gegenüber Unternehmen gibt, die eine gewisse Monopol- bzw. Oligopol-Stellung haben. Das ist natürlich bei Banken generell nicht der Fall, aber je mehr auf den Zug aufspringen, desto schwerer wird es natürlich. Einlagezinsen kommen ja immer mehr, bzw. die Schwelle sinkt bei vielen beständigt, bzw. es kommen immer mehr Kontoführungsgebühren. Wenn die Erfahrung dort jetzt ist, dass die Einlagen trotzdem steigen und die Leute nicht etwa etwas grundsätzlich anderes machen, also anstatt zu anderen Banken zu wechseln (wo sich nicht viel ändern dürfte), das Geld auszugeben oder zu investieren, dürfte das für Banken generell positiv sein. In diesem konkreten Fall, wenn man es denn nicht auf andere Banken oder Länder übertragen möchte, könnte es für die Danske Bank durchaus positiv sein. Hab ich länger nicht mehr angeschaut, der Skandal ist jetzt auch schon wieder ein paar Jahre her.


    Dazu übrigens noch ein paar Eindrücke. Vorgestern hab ich bei der comdirect angerufen, weil die ab Mai Kontoführungsgebühren verlangen, wenn man keinen Mindesteingang hat. Ich hab das Girokonto dort nur, um im Ausland gebührenlos Geld abheben zu können. Hätte sich mit Gebühren bei mir also nicht weiter gelohnt und ist auch nicht mein Haupt- bzw. Gehaltskonto. Aber, ganz einfach, 700 € Eingang im Monat reichen. Jetzt hab ich halt einen monatlichen Dauerauftrag dafür eingerichtet, der kostet wiederum nichts und das Geld kann ich ja jederzeit zurückbuchen wenn ich möchte, etc. Also, da sind so Spielereien möglich, aber generell hab ich schon den Eindruck, dass durch die Bank die Konten tendenziell teurer werden, was für Banken positiv sein könnte. Wenn Kunden keine andere Wahl haben, müssen sie halt Einlagezinsen zahlen, was wollen sie denn machen..


    Apropos, da hieß es mal es gäbe eine gewisse Schwelle für Negativzinsen, denn ansonsten würden Leute das Geld einfach abheben und selbst aufbewahren. Was aber natürlich, vor allem im größeren Stil, mit gewissen Problemen verbunden sei, Lagerhaltung etc. Ich glaube mal etwas von der Münchener Rück gelesen zu haben, die das mit ein paar Millionen im Tresor gemacht haben, ob nun mehr Publicity oder was anderes. Jedenfalls, 1. die 16000 USD scheinen wohl einigermaßen so eine Grenze zu sein, ab der sich Leute ziemlich unwohl fühlen dürften, wenn sie sowas irgendwo verstecken müssten. Aber zweitens, vor allem, es hieß da immer, das Problem sei, dass größere Mengen Geld ziemlich voluminös würden. Neulich hatte ich mal einen Verrechnungsscheck als Sicherheit für eine Zwangsversteigerung. Das wurde nichts, also Scheck halt wieder eingelöst. Aber da hab ich mich gefragt, ob man das nicht auch mit größeren Mengen Geld machen könnte. Dann wäre das Problem mit dem Volumen zumindest gelöst. Aber bestimmt wird es dann Beschränkungen geben, entweder in der Höhe des Betrages oder zeitlich.


    Tja, das wird echt noch spannend und ich traue mir keinerlei Prognose zu, nicht die geringste. Wenn mir jemand sagen würde, dass man in 3 Jahren ein halbes Prozent Zinsen bekommt, wenn man sich Geld leiht, würd ich den nicht für verrückt erklären. Im Moment schaut es zwar eher nach anziehender Inflation aus, aber im Endeffekt machen die Zentralbanken ja den Zins und man wird sehen, inwieweit die ihre Maßstäbe noch bereit sind zu ändern (z.B. Beschäftigungziel anstatt 2 % Inflationsziel; evtl. ESG-Ziele). Und abgesehen davon, im privaten Bereich ist es ja schon bald soweit. In der Familie kann ich mir schon zinslos Geld leihen, denn es eingeht dem Gegenüber ja nichts (sind ja nicht alle immer voll investiert). Bald könnte es soweit sein, dass man Leuten einen Gefallen tut, wenn man ihnen Geld zinslos abnimmt. Ich kenne z.B. so manche, die auf ein Haus sparen, etc., wenn die besser verdienen usw. da sind die bei einer 100 KEUR Schwelle schnell fällig. Wenn man denen zinslos aushilft, hat jeder was davon, so komisch das klingt.

    Selbstverständlich, investieren auf Kredit ist mit äußerster Vorsicht zu genießen! Mir geht's jetzt aber mehr um die Zinsen an sich bzw. die Auswirkungen. Wenn das so kommt wie in Dänemark beschrieben, naja, ich glaube nicht dass da so viele an die Börse rennen werden (die es nicht bereits tun), aber Immobilien sollten weiter durchgehen..

    Mich stört das Verhältnis Egoismus zu Solidarität bei einigen. Nicht hier, allgemein mein ich.


    Es gibt halt jetzt noch nicht genug Impfstoffe, also können noch nicht alle geimpft werden. Soweit, so logisch. Jetzt ist für mich klar, wenn ich geimpft werde, kann ein(e) andere(r) noch nicht geimpft werden. Also freut man sich am allgemeinen Impf-Fortschritt, der doch der Allgemeinheit zugute kommt. Und tut momentan sein bestes, seine Infektions-Wahrscheinlichkeit so niedrig wie (vernünftig) möglich zu halten.


    Und Impfneid ist ja generell unangebracht finde ich. Ich freue mich ja über alle, die sich impfen lassen. Das Problem sind doch die, die sich nicht impfen lassen wollen.


    Ich sitze also daheim, hab mich beim Arzt und zentral zur Impfung angemeldet, warte es ab und halte Abstand. So weit so gut.


    Was mich jetzt zunehmend nervt, sind Leute, die mir ständig Nachrichten schicken, wo man sich wie impfen lassen könnte, bei welchem Arzt und so weiter. Das ist einfach das, was mich gesellschaftlich gesehen nervt. Diese Leute, die 10 Ärzte am Tag anrufen und überall rumnerven, damit sie selbst drankommen können. Es nervt mich sehr, dass manche Risikogruppen oder ältere noch nicht geimpft sind (obwohl das langsam erledigt sein dürfte) und trotzdem scheinbar manche keinen Gedanken daran verschwenden, dass sie evtl. nicht die notwendigsten Empfänger einer Impfung sein könnten.


    Ich bin eigentlich total dafür, dass vollständig Geimpfte selbstverständlich wieder normal leben können. Aber wenn dann manche sich vordrängen und rum tun, damit sie vor anderen geimpft werden, kann ich zumindest andere verstehen, die sagen, solidarisch sein und warten bis alle die wollen geimpft sind. Ich kann es verstehen, richtig finde ich es trotzdem nicht, weil ich solidarische Leute nicht wegen Egoismen anderer schlechter stellen wollen würde. Und vor allem, man kann es ja auch als Belohnung für's impfen sehen. Also nicht Bestrafung für Nicht-impfen, sondern Belohnung fürs impfen.


    Also, ist eigentlich nur ein nutzloser Rant. Eigentlich sehe ich ja das Positive als deutlich stärker. Solange das impfen als Privileg gilt, wird das Interesse daran bei einigen deutlich höher sein. Und mehr Geimpfte sind wünschenswert. Aber es nervt ziemlich, wenn Leute erst bei der Impfung drängen und dann sofort auf normales Leben machen, weil sie das selbe von anderen erwarten oder weil sie selbst eben jetzt in der Situation sind. Genau so in meinem Umfeld geschehen. Lass uns doch... machen, ich bin ja jetzt geimpft (mal ganz abgesehen davon, dass eine Impfung noch nicht optimal ist).


    Und um das ganz klar zu stellen. Ich freue mich über jeden Geimpften und mache es selbstverständlich niemandem zum Vorwurf, dass er oder sie Glück hatte. Das gibt's ja oft, dass man drankommt, weil jemand nicht gekommen ist, oder einfach so. Mir geht es ausschließlich um die Drängler, erst beim impfen, dann beim öffnen weil sie selbst schon geimpft sind.. Also auf gut deutsch, um die, die immer nur von sich aus denken. Impfen damit sie selbst geimpft sind. Öffnen, damit sie selbst wieder normales Leben haben. Andere halten sich zurück, damit andere geimpft werden können. Oder wünschen sich die Öffnung, damit Restaurants wieder öffen können und der Einzelhandel, etc. Und oft sind es eben genau die, die vorher auch die Kontakte nur soweit reduziert haben, wie sie selbst es für sich angebracht hielten. Nicht, wie es gesellschaftlich bzw. für andere angebracht gewesen wäre. Naja, bringt ja nix. Richtig sch.. ist es wie immer für die, die bis jetzt weder eine Impfung bekommen haben, noch die Möglichkeit haben, sich Kontakt-mäßig zurückzuhalten.

    Der EU-BioNTech/Pfizer-Deal ist jetzt wohl durch. Gut finde ich, dass die Dosen auch weiterverkauft oder -gespendet werden dürfen. Insofern hätten sie m.M. nach fast noch mehr bestellen dürfen.


    https://www.bnnbloomberg.ca/eu…rge-in-the-bloc-1.1596847


    Die Annahme bzw. frühe Forderung, dass überall auf der Welt gleich schnell geimpft wird, war leider immer naiv. Dafür ist der innenpolitische Druck in den reicheren Ländern, die meistens auch die produzierenden sind, viel zu groß. Aber man kann hoffen, dass es jetzt dann schnellstens global weitergeht.


    Was das betrifft, bin ich auch ziemlich skeptisch, wenn ich jetzt lese, dass nun evtl. in Afrika oder Südamerika produziert werden soll. Das mag langfristig natürlich erstrebenswert sein, aber kurzfristig muss einfach produziert, produziert, produziert und verimpft werden, und da scheint mir die Produktion langsam ziemlich gut zu laufen. Das die Verteilung nie perfekt laufen kann, ist klar. Aber es müssen einfach 1. die notwendigen Mengen schnellstens produziert und 2. verimpft werden. Wenn die entwickelten Länder dann Lagerhaltung betreiben, obwohl sie schon eine hohe Impfquote haben und anderswo dringender Bedarf ist, wäre das total daneben. Aber, da hoffe ich, wird man gern Wohltäter spielen, wenn man selbst schon genug hat. Das ist zwar zum Teil geheuchelt, weil man sich zuerst selbst priorisiert hat, trotzdem aber viel besser, als wenn dann immer noch nichts passiert. Ich glaube also, dieses Jahr wird es in den westlichen Ländern so weit sein ("Herdenimmunität"), nächstes Jahr im Rest der Welt. Je schneller desto besser.

    Hab keinen besseren Faden gefunden, aber der Titel passt recht gut, denn..


    ..ich wollte mal fragen, ob jemand schon die cojones für Credit Suisse hat :).


    Früher hätte mich das wohl mehr angesprochen, aber jetzt meine ich, geht das evtl. erst richtig los. Ende April kommt ein neuer Präsident, der wird sich wohl auch erst mal umschauen, was er noch alles dem Vorgänger anhängen kann.


    https://www.blick.ch/wirtschaf…-erfinden-id16488530.html

    (Blick ist ja wohl eine Boulevard-Zeitung? Aber ich finde den Artikel ok.)


    Und die News reißen nicht ab. Heute Kartellstrafe:

    https://www.cash.ch/news/top-n…en-anleihekartell-1755374


    Apropos, da wollen sie dagegen vorgehen, gegen die knapp 12 Mio. €. Da möcht ich mal wissen, was sie für die Anwälte ausgeben..


    Ein US-Senator macht Stress:

    https://www.cash.ch/news/polit…uerstreit-den-usa-1755308


    Noch was:

    https://www.bnnbloomberg.ca/cr…y-on-fear-index-1.1595896


    Naja, und wen wollen die jetzt abwählen?

    https://www.cash.ch/news/top-n…schling-abwaehlen-1753564


    Nach den Interviews mit dem Vorstandschef hab ich da schon eine Meinung, wer gehen sollte.. Bin gespannt, wie sich das die nächste Zeit entwickelt. Aber Eile scheint mir da nicht geboten. Wirkt mir eher wie die Deutsche Bank vor einigen Jahren, immer ein neues Problem..

    Zufällig gesehen, Einhell hat vorgestern die Zahlen für 2020 gebracht. Ziemlich gut muss man wohl sagen.


    https://www.comdirect.de/inf/a…4315893&ISIN=DE0005654933


    Hatte schon ein paar Mal überlegt zu verkaufen, gerade in letzter Zeit, aber dann denke ich mir, super EK-Quote und das KGV ist etwa 12. Also das ist jetzt eigentlich nichts, was man unbedingt loswerden muss, insofern man nicht davon ausgeht, dass Wachstum oder Profitabilität bald schlechter werden. Wirkt aber eher solide, auch nachhaltig. Höhere Liefer- und Rohstoffkosten, ja. Das würde ich jetzt bei einem KGV von 15-20 vielleicht kritischer sehen, aber momentan ist es mir einfach noch zu vernünftig bepreist für einen Verkauf. Meistens hat man ja, ich zumindest, zu früh verkauft.

    Vor allem aber auch, weil mir das Wachstum eher strukturell scheint, nicht nur nach einem Sondereffekt wegen der Pandemie.

    Hey,


    ich bin grad über was gestolpert. Bei Southeastern gibt es ja immer alle möglichen Fonds-Kommentare. Beim APAC-Fonds-Kommentar zu Q1 geht es ziemlich viel um China. Insbesondere haben sie in Alibaba gekauft, wie einige andere, z.B. Charlie Munger beim Daily Journal. Während man bei den anderen im wesentlichen ja nur spekulieren kann, hat Southeastern die Einschätzung auf einigen Seiten ausgebreitet, ziemlich ausführlich für ein solches Format.


    Aber auch andere Firmen werden behandelt, wie Baidu, Joyy, Jollibee (Philippinen), CK Hutchison und Tencent über den Umweg Prosus. Dazu eine generelle Einschätzung.


    Also, ohne das jetzt in irgendeiner Form werten zu wollen, ich hab's auch bisher nur überflogen, aber das dürfte sicher für den einen oder anderen interessant bzw. lesenswert sein:


    APAC-Commentary (For Institutional Investors Only)

    (Schreib ich nur dazu, weil man das da immer bestätigen muss. Nicht dass einer sich beschwert.)


    Außerdem noch, @wp, weil ich oben Deine Frage gesehen habe. Ich bevorzuge H-Aktien, weil ich früher mal irgendwie gelesen habe, dass die Aufsichtsbehörden in Hongkong deutlich strikter sind, d.h. dass man bei solchen Aktien eher davon ausgehen kann, dass die Zahlen stimmen. Ob's denn stimmt oder sich da was getan hat, ich weiß es nicht.

    Beiden stimme ich zu. Deinem Sohn, was die Masse betrifft. Edith, was Ausnahmen betrifft.


    Dazu hatte ich eine sehr angenehme Erfahrung. Und zwar war ich mit einem amerikanischen Kollegen in Charlotte und weil wir einen Nachmittag und Abend frei hatten haben wir uns ein Six- oder 12-Pack für's Hotel gekauft. Jedenfalls, ich war da auch gleich skeptisch, weil ich da vorher nichts wirklich gutes hatte. Dann sah er eins namens Yuengling. Das sei sehr gut und im Osten verbreitet. Ich dachte mir, naja, eh, klingt jetzt irgendwie etwas komisch. Irgendwie chinesisch, was jetzt bei Bier auch nicht das non plus ultra ist.

    Jedenfalls, das haben wir genommen. Und es war sehr gut. Stellte sich heraus, es war ein ausgewanderter Schwabe namens Jüngling, der die Brauerei 1829 gegründet hat, die älteste noch bestehende in den USA. Da hat's mir dann gleich noch besser geschmeckt. Also, wenn jemand mal dort unterwegs ist und das sieht, kann ich empfehlen.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Yuengling


    https://de.wikipedia.org/wiki/D._G._Yuengling_%26_Son

    Ich wollt mal wieder auf SMT Scharf aufmerksam machen. Ich hab schon länger eine kleinere Position, die mich bisher nicht recht beglückt hat. Außerdem bin ich über Shareholder Value dabei, die etwa ein Viertel halten sollten? Der Aktionärspool in dem sie dabei sind, hat ca. 36 %, aber ich sehe auf die Schnelle nirgends, wieviel sie selbst haben.


    Nun, im Januar gab's ja ein (Zwangs-)Übernahmeangebot dieses Aktionärspools, also ohne Aufschlag. Scheinbar bekam sie da trotzdem noch etwa 6 % der Aktien angedient.


    http://mobile.dgap.de/dgap/New…scharf-an/?newsID=1417180


    Nun bin ich da durchaus ziemlich zwiegespalten. Vor allem die Übernahme in Kanada hab ich skeptisch gesehen und da hat man auch im letzten Jahr ordentlich abschreiben müssen. Warum ich skeptisch war, keine Ahnung. So eine eher kleine Firma, in einem ganz anderen Gebiet. SMT Scharf verkauft ja glaube ich traditionell eher Richtung Osten. Warum die da in Kanada was gemacht haben usw. Ich weiß es nicht, war einfach ein Gefühl. Und zumindest bisher hat es sich evtl. bestätigt. Aber was weiß ich, das kann sich ja noch ändern.


    https://www.dgap.de/dgap/News/…equipment/?newsID=1051665


    Dann, zweiter Punkt, der CEO ist für meinen Geschmack deutlich zu wenig beteiligt. Wenn das (Link unten) stimmt, hat er Aktien für ca. 200 TEUR, das ist mir jetzt für einen CEO generell und auch für einen, der immer wieder mit positiver Aussicht berichtet, einfach deutlich zu wenig.


    https://de.marketscreener.com/…-Thei-0FP4C2-E/biography/


    Dann, dritter Punkt, wirkt das Unternehmen generell etwas nach Klumpen-Risiko. Sowohl was die Hauptabsatzmärkte betrifft, als auch die Kohle (Kohle im Sinn von Kohle, nicht Geld) generell. Aber auch Kohle im Sinn von Geld, also die Forderungen. Mmi hatte es weiter oben erwähnt, ebenso Winter die Abhängigkeit von der Kohle.


    Das bringt mich jetzt wiederum zu evtl. positiven Punkten. Vor allem die Kohle. Da bin ich vor einigen Tagen zufällig auf das hier gestoßen:


    https://www.hellenicshippingne…mp-5-amid-tight-supplies/


    Kohlepreise sind in China also aktuell wohl recht hoch. Dazu kommt, und das ist jetzt eben ein Punkt an dem vieles hängt, dass SMT Scharf schon seit längerer Zeit berichtet, dass die auf eine Zulassung der neuen Maschinen-Generation in China warten (China III). Die soll angeblich spätestens im Juni kommen und dann wäre wohl Sonder-Konjunktur angesagt. Allerdings, da weiß ich jetzt eben nicht ob Skepsis angebracht ist, oder Zuversicht. Wird sich zeigen.


    https://www.dgap.de/dgap/News/…rt-for-fy/?newsID=1431288


    Weiterer positiver Punkt. Der Shareholder Value Einstieg und die Aufstockung. Das kann man natürlich hinterfragen, aber generell werden die mehr Informationen haben, also Zugang zum Management usw. Natürlich kann es auch sein, dass man sich da täuscht (also die sich täuschen), selbstverständlich, aber generell scheint es mir eher positiv zu sein. Shareholder Value hat jetzt in der Vergangenheit normalerweise nicht die schlechtesten Investments gemacht.

    PS:

    Natürlich muss man auch sagen, gerade dies war für SVB in der Vergangenheit ein äußert mieses Investment und vielleicht, könnte man sagen, versuchen sie nur es einigermaßen zu retten. Kosten sparen, mit dem Börsenrückzug, etc. etc. Aber zumindest finde ich es positiv, dass jemand drauf schaut und Einfluß ausüben kann, im Aktionärssinne.


    Dann, noch ein Punkt. Ein paar Kollegen hier sind ja kürzlich bei Polymetal eingestiegen. Auf die (ich hab selbst keine) bin ich mal gekommen, weil SMT über einen Verkauf bzw. eine eventuelle Partnerschaft berichtet hat. Ob das mehr werden wird, ich weiß es nicht, aber kommt auch mal unter positiv rein.


    https://www.pressebox.de/inakt…rofahrzeuge/boxid/1036380


    So, also das einmal ein paar Sachen, die ich als pro und contra bezeichnen würde. Ich bin am überlegen, ob ich da mal ein bißchen aufstocken könnte. Aber, naja, wirklich am überlegen, wie beschrieben, eine gewisse Skepsis ist da. Mit am besten würden mir größere Insider-Käufe gefallen. Die Klumpen-Risiko-Sache ist nicht so toll, dass man auf Zulassungen in China warten muss und so stark von solchen Entscheidungen abhängig ist. Aber es wirkt halt auch so, dass das in einem gewissen Rahmen eingepreist ist und man gewisses Potenzial nach oben hätte, wenn es positiv kommt.


    Im Endeffekt bin ich also unschlüssig und wollte es einfach mal wieder einbringen. Weil ich neulich über die hohen Kohle-Preise in China gestolpert bin. Vielleicht gibt es ja Interesse..

    Alles klar, danke. Wobei ich das mit Deutschland macht BioNTech alleine jetzt nirgends direkt gefunden hab bzw. der Einkauf geht ja zentral über die EU? Oder nebenher ein paar Mengen direkt? Wie auch immer, das ist völlig egal, wird das Kraut nicht fett machen.

    Bei Lieferungen nach China wäre es allerdings interessant, ob Pfizer als Produzent etwas verdienen könnte (mit etwaigen internen Verrechnungspreisen). Ich könnte mir vorstellen, dass BioNTech wenn dann eher Interesse hätten, nach China reinzuliefern und weniger, dass die da selbst eine Produktion hochziehen. Es ist erstens eilig und zweitens naja, angebliche Hochtechnologie-Produktion in China hochziehen halt. Auf der anderen Seite wird's aber ziemlich sicher das gegenteilige Interesse geben. Naja, ist etwas spekulativ.


    Also das ist interessant, ja. Und scheint schon eine große politische Dimension zu haben. Vor einigen Monaten wurden in China die westlichen Impfstoffe massiv schlecht gemacht. Wenn die jetzt einen solchen zulassen, ist das schon bemerkenswert. Ich tippe mal darauf, dass der dort bei freier Impfstoff-Wahl ein absoluter Renner werden würde. Trotz vorheriger Gegen-Propaganda. Vielleicht wird's aber auch ganz streng dann nur als Fosun und chinesisch vermarket und BioNTech taucht nirgends auf.


    Und dann ist noch das Thema mit Taiwan. Die haben das toll im Griff (für mich wohl immer noch das weltweite Musterland in der Handhabung; die haben ja doch über 20 Mio. Einwohner). Aber Impfstoffe dürfen sie bei BioNTech/Pfizer wohl nicht bestellen, weil das über den chinesischen Weg laufen soll. Das übliche Thema aus Peking-Sicht, bloß nicht unabhängig wirken lassen. Da wär's doch schön, wenn ihnen die USA dann mal ein paar Millionen Dosen weiterverkaufen, die unterstützen doch gerne sagen sie..


    https://fortune.com/2021/03/20…ine-china-approval-fosun/


    https://www.scmp.com/news/chin…-vaccine-june-report-says


    Und was Taiwan betrifft, scheinbar impfen sie bisher mit AstraZeneca, da haben sie wohl was bekommen. Und zwei eigene in der Entwicklung.


    Hier ein ziemlich harter Kommentar, in dem vor allem China Impfstoff-Diplomatie vorgeworfen wird (Aberkennung Taiwans gegen Impfstoffe):

    https://www.taiwannews.com.tw/en/news/4184246


    Und hier was die Eigen-Entwicklung betrifft:
    https://www.taiwannews.com.tw/en/news/4181035

    Ja, sehe ich genau so. Und gute Nachrichten gibt es ja, man muss nur nach den Zahlen im UK oder eben in Israel schauen, das ist wirklich eine tolle Entwicklung. Israel, z.B., wieder nahezu normales Leben, obwohl erst ca. 55 % geimpft sind. Aber lt. Artikel kommen ja noch einige über natürliche Immunisierung, also Infektion hinzu. Apropos, ich hab ja noch keinerlei Test gemacht bis jetzt, aber ein Antikörpertest wäre schon einmal von Interesse. Man weiß ja teilweise nicht, ob man es schon hatte.


    https://edition.cnn.com/2021/0…demic-cmd-intl/index.html


    https://www.welt.de/vermischte…Bevoelkerung-geimpft.html


    Gleichzeitig gibt es aber dann auch die Entwicklungen wie in Indien. Man kann nur hoffen, dass die weltweite Verteilung der Impfstoffe dann auch gut funktioniert. Und dass der ernst der Sache weiterhin erkannt wird. In letzter Zeit hatte ich einige ziemlich erschreckende Unterhaltungen. Das krasseste war wohl die Krankenschwester, die sich auf gar keinen Fall impfen lassen will, weil das alles "viel zu schnell ging", sie den Impfstoffen nicht vertraut und ja mal Kinder haben will und überhaupt, das ja gar nicht schlimm sei ("wie eine Grippe") und die Krankenhäuser leer sind. Das sei alles nur von der Politik aufgebauscht und man sollte es einfach laufen lassen und gar nichts tun. Klar, kann man sagen, einfach dumm (wenn man die Meinung hat), aber das ist ja offensichtlich keine Einzelmeinung. Ich hab ihr gesagt, dass ich es vor allem komisch finde, dass eine Krankenschwester so etwas sagt und dass ich es einfach in der Hauptsache egoistisch finde. Man impft sich ja vor allem bzw. auch für die anderen Leute, insbesondere die mit Immun-Schwäche. Sie meinte, es würde den Leuten nur Angst gemacht. Ich hab gesagt ich hab überhaupt keine Angst, aber ich finde man hat eine soziale Verantwortung sich impfen zu lassen, für andere. Und man muss auch kein LongCovid riskieren.

    Aja, die meinte dann noch, sie will einfach wieder normales Leben. Ich glaube, das ist genau genommen die Einstellung vieler, ob bewusst oder unbewusst: Wunschdenken. Nahezu normales Leben haben sie in Südkorea, Australien, Neuseeland. Die gruppiere ich deshalb zusammen, weil sie von der Einwohnerzahl her ziemlich genau Deutschland entsprechen. Gleichzeitig haben sie aber weniger als 3000 Corona-Tote verglichen mit 80000 bei uns. Und sie haben seit Monaten ziemlich offen und einigermaßen normales Leben. Das wollten wir offensichtlich als Gesellschaft nicht (hätte auch nur auf Schengenraum-Ebene mit innerhalb der Außengrenzen funktioniert, mir Quarantänen, etc.). Ok, aber dass man dann normales Leben will und nicht mal bereit ist, sich impfen zu lassen. Mannmannmann. Eine andere, Nachbarin, hat mir neulich erzählt, impfen keinesfalls, ob ich verrückt sei!? Die hätten bei der mRNA-Technologie früher immer Tiertests gemacht und die Tiere seien alle gestorben. Jetzt dieses Mal haben sie bei der Entwicklung und der Zulassung einfach die Tiertests weggelassen, da konnten also auch keine sterben. Mhm. Abgesehen, damit hätt ich noch nicht mal ein Problem, wenn jemand sagt, mRNA ist mir als Technologie zu neu, dann soll man halt den Astra-Vektor nehmen. Aber es ist ja alles der Teufel.

    Aja, und meine Schwester war neulich bei einer Ärztin, frägt sie wegen impfen in der Schwangerschaft. Sagt die, sie würde sich generell nicht impfen lassen, sie lässt sich doch nicht so ein "Gentechnik"-Zeug spritzen. Und hinterher die Sprechstunden-Hilfe meinte wohl, Masken kann man gerne runtertun (trotz Pflicht), das mit dem Covid is nicht so schlimm.

    Und ich wiederhole mich. Ich bin schon offen für die Argumente, die Sterberate ist massiv runter gegangen, klar. Aber deshalb sollte man als Gesellschaft wohl trotzdem die Schwächeren schützen wollen? Und sich selbst vor Long Covid, auch wenn man jünger und gesund ist. Will also gar nicht dramatisieren, ich versteh es nur einfach nicht, wie manche so ticken.


    Naja, egal, das war jetzt eine Abschweife. Das Gute wiederum ist ja, dass mehr und mehr Impfstoffe kommen. Und man sich ja nicht über diese Leute aufregen muss. Nein, wir werden sie sogar mitschützen über unsere Impfungen.. Und zurück zur Ausgangs-Guten-Nachricht: Ich denke, wenn man sich die Zahlen in Israel oder UK anschaut, sieht man, wie viel besser es bei uns in einigen Wochen sein wird. Und ich hoffe dann schnellstens in vielen anderen Ländern.


    PS:

    Die USA sind wohl auch grad an der Schwelle, an der sie genügend geimpft haben. Binär ist es ja nicht, aber in ganz wenigen Wochen sollte es da viel besser aussehen. Vor allem auch, weil der J&J wieder zugelassen ist, einmalig statt zwei ist schon ein Argument:


    https://www.theguardian.com/us…cine-covid-coronavirus-us


    https://www.cnbc.com/2021/04/2…nations-daily-update.html

    Naja, Dortmund hat grad das 2:0 gemacht. Wenn heut abend Frankfurt auch noch verlieren sollte, könnte man sich das am Montag schon nochmal überlegen. In die Champions League müssten sie halt, Europa League bringt nicht viel.


    Ich bin absolut pro Dortmund in der Bundesliga (1860 ist momentan nicht dabei :)..) und indirekt über Evonik dabei. Hätt auch schon einmal überlegt, aber ich bin generell eher gegen Fußball-Vereine als Investment. Weil's eben eher spekulativ scheint. Außer eben man macht sowas wie eine Super League und hat kein sportliches Risiko mehr..


    Aber was für Dortmund mittelfristig interessant sein könnte, ist die Reform der Champions League ab 2024. Da geht's ja im Endeffekt auch darum, dass mehr Kohle und vor allem für die größeren verlässlicher rüberkommt. Aber so wie momentan, schon sehr riskant. Ohne Champions League geht schon viel Geld ab und auch die Attraktivität für sehr gute Spieler.


    PS:

    So ist es auch ausgegangen. Naja. Jedenfalls, so etwas ist für mich entscheidend. Ein Verein wie Dortmund, oder anders gesagt, wenn ein Verein als Investment attraktiv sein sollte, dürfte er eigentlich nicht um die Champions League bangen müssen. Sondern ein Uhrwerk sein, wie eben der FC Bayern.


    Nichtsdestotrotz, man kann auch nicht sagen, dass es grunsätzlich dämlich ist. Dortmund war immerhin ein 10-Bagger in 10 Jahren (bis 2020).


    Aber das andere Thema, neben Champions League, etc., sind für mich die Kosten, Thema Financial Fair Play usw. Solange man da keine Regeln findet, scheint das immer etwas chaotisch. Klar, solange Dortmund stabil in die Champions League kommt, sollte es einigermaßen passen. Aber wenn andererseits Subventions-Millionen ständig den Wettbewerb (bzw. Markt) verzerren, schwierig. Klar, vielleicht bekommt man dadurch auch mal eine sehr hohe Ablöse, aber gerade im Wettbewerb selbst sind nach oben hin dann im Normalfall die Grenzen abgesteckt.

    Spannend sollte aber werden, wie die hoch verschuldeten Vereine, die ja selbst nach teilweise eigener Aussage die Super League als Rettung wollten, jetzt die nächsten Jahre zurecht kommen werden.


    https://www.comdirect.de/inf/a…4247625&ISIN=DE0005493092

    Ich glaube, die treibt unter anderem das gleiche, was mich antreibt auf BioNTech/Pfizer zu warten. Da gibt es auch viele, die in einige Länder reisen wollen. Nachdem die chinesischen Impfstoffe offensichtlich schlecht sind, also ziemlich niedrige Effektivitäten haben, siehe Situation in Chile, werden sie da auch durch diplomatischen Druck die evtl. nicht anerkannt bekommen. Dafür würde sprechen, dass man jetzt wohl auch z.B. in Amerika zugelassenen Impfstoffe für Einreisen akzeptieren will. Wohlgemerkt, Astra ist da laut Artikel wohl nicht dabei, das ist ja mein Thema und was ich für Japan ebenso befürchte. Allerdings, der J&J mit einmaliger Impfung, sollte ziemlich beliebt werden könnte ich mir vorstellen.


    https://www.washingtonpost.com…d-f1b55f463112_story.html


    https://www.n-tv.de/politik/Ch…toff-article22495382.html


    Interessieren würde mich in diesem Zusammenhang, ob bei einem evtl. Deal BioNTech und Pfizer wie bisher hälftig profiteren.


    Was Matze's Einwand betrifft, ich hab mir schon öfters gedacht, dass man die Rechte für den Impfstoff ja durchaus an Regierungen bzw. internationale Organisationen verkaufen könnte. Die könnten es ja dann produzieren, wenn sie meinen, dass sie das besser und schnell hinbekommen. Und wenn man meint, dann hätte man schnell genug für alle.


    Jedenfalls, für sowohl BioNTech als auch Pfizer bin ich momentan äußerst positiv gestimmt, aus geschäftlicher Sicht. Nach dem jetzt scheinbar doch nahenden großen Abschluß mit der EU, vor allem auch gleich über einige Jahre, gibt es immer wieder Bestellungen, z.B. gestern:


    https://www.reuters.com/articl…ccine-doses-idUSS6N2IV01H


    Wenn das eine jährliche Sache werden sollte und BioNTech/Pfizer sich jetzt als Platzhischen behaupten (viele werden ihre Booster-Shots wohl vom selben Hersteller wollen), dann ist BioNTech grad mal den Impfstoff wert (plusminus, ist natürlich schwer zu kalkulieren). Bin gespannt, wie das noch weitergeht. Curevac z.B. kommt ja dann erst auf den Markt, wenn schon so viel gelaufen ist, kann man sagen. Das find ich echt schwer aus deren Sicht. Aber gut, wer weiß es, vielleicht lässt sich dann auch keiner mehr impfen in ein paar Jahren. Also ich würde sagen, momentan sieht es nach mindestens 2-3 Jahren super Geschäft damit aus, im Gegensatz zu vor einigen Monaten mindestens 1 Jahr. BioNTech hat natürlich die besseren Chancen nach oben, hätt evtl. auch ein paar von denen kaufen sollen, schon überlegt bei 80-100.. Gut, aber eins ist klar, wenn das eine Dauer-Sache wird, sind sie immer noch billig. Aber Pfizer ist auch dabei, das passt schon meine ich. Abgesehen davon wirkt es natürlich wie ein Interessen-Konflikt. Eigentlich will man ja schlechte Geschäfte damit machen, wenn das bedeuten würde, dass das Virus sich so abschwächt, dass sich die meisten nicht mehr impfen lassen, etc. Das wär mir immer noch das liebste.

    Das Problem ist doch, dass man politisch jetzt schon so im klein/klein ist, dass man gar nicht mehr zurücktreten und das Ganze betrachten kann.


    - Ob es eine Ausgangssperre um 9 oder 10 oder überhaupt gibt, ist wirklich gar nicht sonderlich entscheidend.


    - Inzidenz 165, whaaaaat!?


    - Bundesland/Berlin-Kompetenz-Gerangel hilft auch nur bedingt weiter.


    - Generell, ob jetzt verschärft wird oder nicht, ob die Leute mehr dürfen oder weniger, da ist jemand wie ich zunehmend frustriert, weil man als Verbots-Mensch betrachtet wird, obwohl man von Anfang an das Gegenteil wollte, nämlich möglichst normales Leben. Nur hat's die Politik oder die Gesellschaft nicht geschafft, dieses umzusetzen.


    Es ist völlig klar, dass einige Länder in Asien das vergleichsweise sehr gut hinbekommen haben. Anstatt das einfach nachzuahmen, hat man hier seit einem Jahr Chaos gehabt. Und das Problem ist m.M. nach ein europäisches. Klar sagt nämlich dann jeder, die haben das nur hinbekommen, weil sie streng zugemacht haben und alle Ankommenden 2 Wochen in Quarantäne schicken. Und ja, genau. Genau das hätte man halt im Schengen-Raum auch machen müssen, m.M. nach. Deshalb gehört so ein Infektionsschutzgesetz dem Sinn nach auf europäische Ebene. Wenn ich einen Raum mit freier Bewegung habe und dort etwas umsetzen will, muss ich es überall umsetzen können, sonst hilft es nicht viel.


    Und dann natürlich wieder die Umsetzung bzw. die zunehmenden Regeln bei mangelnder Umsetzung der vorhandenen. Anstatt immer neue zusätzliche Regeln zu erlassen, hätte man lieber mal die vorhandenen streng kontrollieren um durchsetzen sollen.


    Am Anfang, also vor etwa einem Jahr, gab es doch eigentlich mal den Plan, die Zahlen auf ein nachverfolgbares Niveau runterzubringen um dann nachverfolgen zu können. Und bei lokalen Häufungen dort lokal spezifische Maßnahmen zu ergreifen. Hat sich auch mal gut angehört und ist auch sehr weit weg würde ich sagen.


    Eigentlich wollen doch alle das selbe, möglichst normales Leben. Dafür gibt es nur zwei Möglichkeiten. Einfach laufen lassen mit allen Konsequenzen oder Zahlen massiv runterbringen und nachverfolgen, so wie letztes Jahr den größten Teil des Sommers. Ich war immer für zweiteres und viele andere auch. Einige waren sicher auch für ersteres. Aber mir scheint, ganz viele scheinen zu denken, es gäbe noch eine dritte Möglichkeit, irgendwas dazwischen. Das gibt es aber nicht, also nicht mit normalem Leben, das haben die letzten Monate sehr deutlich gezeigt.


    Und das andere, es machen eh schon alle was sie wollen. Also die die Party machen wollen und sich treffen, machen das. Die die vorsichtig sind, bleiben zu Hause. Das ändert aber nichts daran, dass gerade die Vorsichtigen die Blöden sind, weil sie sich aufgrund der Unwilligkeit von vielen, Infektionsketten zu unterbrechen, seit Monaten zu Hause befinden. Und da finde ich es eben immer wieder interessant, dass gerade diejenigen über Einschränkungen schimpfen, die gerade dazu beitragen, dass große Gruppen (die Vorsichtigen) seit langem eingeschränkt sind. Wie gesagt, Risikopatienten die nach wie vor nicht geimpft sind, Ältere, etc. etc., da wollten viele Monate lang nicht vor die Tür, weil die Zahlen so hoch waren. Und mir scheint immer, die, die dafür verantwortlich waren, beschweren sich am meisten.


    Insofern, ja, bin ich jetzt auch für laufen lassen (gezwungenermaßen und unwillig). Der politische oder gesellschaftliche Wille, normales Leben über Covid-Aushungern zu schaffen, ist offensichtlich nicht gegeben. Also, auch wenn es mir etwas tragisch scheint, aber wenn ein Großteil der Menschen nicht versteht, dass NoCovid sehr gut funktionieren kann, na gut, dann bitte. Aber, finde ich, es muss jeder die Möglichkeit gehabt haben, sich impfen zu lassen. Übrigens, wp, da sind wir uns ja einig mit dem impfen. Aber jeder muss wirklich die Möglichkeit gehabt haben. Bloß weil man jetzt theoretisch darf, weiß ich nicht ob jeder überall jetzt gleich mit Astra drankommt. Ich persönlich hätte letztes Wochenende die Möglichkeit gehabt, ich beschwer mich also nicht, sondern bleibe zu Hause. Andererseits, ich halte es schon für (absolut) vertretbar, wenn jemand sagt, dass sie oder er den Impfstoff mit der höchsten Effektivität will. Vorraussetzung ist, dass man nach bestem Wissen und Gewissen nicht Covid bekommt, also weder zur Verbreitung beträgt noch das Gesundheitswesen belastet. Wenn man also keine Kontakte hat, find ich da nichts schlimmes dran. Wenn jemand ständig Kontakte hat und trotzdem den Astra nicht will, bzw. nicht die Kontakte einschränken will, hab ich dafür wenig bis kein Verständnis.

    Hier eine Einschätzung zu den sog. FAANGs:


    https://www.barrons.com/articl…51619004600?mod=hp_LEAD_1


    Ich sehe es zugegeben nicht so. KGVs von etwa 30 (Apple, Facebook, Alphabet, Netflix bald) sind erstens nicht 50. Zweitens sind die Zinsen viel, viel niedriger. Drittens steigen die Gewinne bei manchen dieser Firmen nach wie vor ziemlich anständig, z.B. bei Facebook und Netflix.


    Amazon beobachte ich nicht.


    Natürlich ist es möglich, dass meine Einschätzung gerade das "this-time-is-different" bestätigt, das ist ja klar. Und ich hab so viele zyklische & Commodity-Sachen, dass ich die FANGs (ohne Amazon eben) gerne als Ausgleich habe. Ich muss aber zugeben, dass ich erst die letzten Jahre in die investiert habe, manche meinen ja, dass sei gerade ein Zeichen von Gefahr, wenn "Value"-Investoren sowas machen. Seh ich ganz anders, für mich sind die längst Value, sprich konservativ mehr wert, als meinen Kaufpreis. Aber das ist natürlich erst mal subjektiv. Ich find es aber interessant, dass bei denen rumgetan wird, wo ja z.B. der NASDAQ 100 aktuell ein durchschnittliches KGV von etwa 40 hat. Von SPACs, Tesla, Cryptos mal ganz abgesehen.


    Und nein, ich meine jetzt nicht, dass die grad richtig billig sind, im Mittel. Aber wenn man die Wahl hat, aus evtl. bald Strafzinsen zahlen, Anleihen oder den FAANGs, naja, richtig teuer kann ich sie dann auch nicht nennen..

    Den Artikel von 2003 habe ich (nach der Fragestellung hier) auch noch gefunden, aber er ließ mich etwas unbefriedigt zurück.
    Sollte die Firma wirklich praktisch Eigentum des Managements sein, das von keinen Eigentümern effektiv kontrolliert wird? Das würde ja zur Selbstbedienung geradezu einladen.


    PS: Black Boxes schrecken mich eh ab, aber sie faszinieren mich auch.
    Ich kam darauf, weil ein von mir wegen seiner regelmäßig erfolgreichen "Diamatenfunde" sehr geschätzter Anleger hohe Stücke auf die Hannover Re hält: https://verus.li/perle-in-der-provinz/


    Die Hannover Rück find ich schon lange richtig klasse! Da muss ich mich mal selbst zitieren:


    Nebenbei erwähnt (zum wiederholten Male, sry), die Hannover Rück ist meine mit Abstand liebste Beteiligung und ich werde sie niemals hergeben. Neulich auf dem Weg nach Bremen bin ich extra runtergefahren und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Man operiert da aus einem biederen Backsteingebäude in einem hannoveraner Industriegebiet heraus, ich glaube die machen das einfach sehr effizient und solide. Zu Bekannten hab ich geschwärmt: "Die machen eine Milliarde Gewinn aus einer Turnhalle!"


    Jedenfalls, was ich Dir schreiben wollte, wenn Du Verus schätzt, das ist der Dr. Helmut Fink. Ich hab kein genaueres Wissen über ihn, aber er ist glaube ich Aufsichtsratsvorsitzender und mit Abstand größter Aktionär bei Shareholder Value. Was mich wiederum zu denen bringt:


    Shareholder Value Faden


    Ist ja dann evtl. für Dich interessant. Für den Fall.

    Guter Kommentar. Und ja, da wird noch einiges aufzuarbeiten sein. Einige Sachen gehen da jetzt auch grad unter:


    - Bei Ran hab ich grad gelesen, dass den englischen Vereinen angebliche von der UEFA Geld geboten wurde, wenn sie aussteigen. Das wär natürlich gleich die nächste Schweinerei, weil völlig unfair. Wenn es denn stimmt.


    - Z.B. Bayern stellt sich jetzt als blütenweiß da. Wenn man aber schaut, was schon im Januar in diesen Football Leaks kursierte, haben z.B. grad die Bayern die Planung für diese Super League jahrelang mit angetrieben. Sie sind wohl nur rechtzeitig raus oder, positiv gesehen, sie wollten es vielleicht kooperativ erreichen und haben gesehen dass es so nicht geht.


    - Alle sagen, dass die große Sauerei gewesen wäre, dass manche Vereine nicht mehr absteigen hätten können. Über die Reform der Champions League ist einiges in die Richtung jetzt aber schon passiert. Es gibt wohl eine 10-Jahres-Wertung und wenn man dort vorne steht, kommt man in die Champions League, auch wenn man in der nationalen Lige eine schlechte Platzierung hatte. Beim Geld läuft es schon länger so, man bekommt einen Teil für die Ergebnisse der letzten Jahre, egal wie man abschneidet. Gerade diese großen Vereine, werden also im Normalfall sowieso mit einer gewissen Sicherheit in der 10-Jahreswertung vorne stehen und haben damit für Investoren eine gewisse Investitions-Sicherheit. Man hat das, was man jetzt so emotional kritisiert hat, also schon in gewisser Weise eingeführt.


    Trotzdem, ich würde es einigen dieser Vereine jetzt ganz ehrlich gönnen, wenn sie krachend pleite gehen. Seit Jahren völlig drüber und jetzt gerieren sie sich als Opfer, weil sie abstruse Ablösen, Gehälter und Beraterhonorare bezahlt haben..

    Ich bin völlig bei Dir. Die Sterberaten sind schon massiv gesunken, das muss man selbstverständlich anerkennen.


    Mir geht's nur darum, dass man jetzt noch ein paar Wochen hat bis alle (die wollen) geimpft sein können. Und dass man bis dahin die Leute auch noch schützen sollte, meiner Meinung nach. So positiv der Impf-Fortschritt jetzt auch ist, ich kenne immer noch einige Ungeimpft aus Risikogruppen. Also solche, die willens und angemeldet sind.


    Ich finde es halt besonders tragisch, wenn jemand bleibende Schäden hat, obwohl die Impfungen bereits verfügbar sind. Ich habe also auch schon länger den positiven Ausblick wie Du, ich würde jetzt nur noch gern ein bißchen die Leute im Zaum halten wollen, bis alle die wollen den entsprechenden Schutz haben. Und natürlich hat auch nicht jeder Long Covid, etc., aber es gibt immer noch viele Fragezeichen und Folgeschäden.


    Ich finde, wenn jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte, kann man öffnen. Und nachdem eh schon fast alle machen was sie wollen, ist das eine recht theoretische Thematik..


    PS:

    Ich bin völlig dafür, dass Restaurants etc. insbesondere für geimpfte (oder negativ getestete Menschen) öffnen dürfen. Das sollte niemandem schaden und bringt die Leute endlich wieder in die Arbeit zurück..