Beiträge von buccaneer

    Ein Schelm würde u.U. ergänzen, dass es, dem Anschein nach, frühzeitig angewendet, schwere Verläufe verhindern könnte bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit und extrem niedrigen Kosten. In einigen emerging countries sei eine gewisse positive Wirkung auszumachen gewesen. Es gibt ca 70 Studien über das Mittel. Ein Wundermittel ist es sicher nicht und schwer erkrankte kann es nicht heilen.

    Ein Beispiel aus Mexico: https://osf.io/preprints/socarxiv/r93g4/

    Wenn man jetzt positiv testet, wird man in Quarantäne geschickt und soll warten, bis man ggbfls. blau anläuft und sich erst dann im Krankenhaus behandeln lassen. Mancher würde vielleicht vorher schon was tun wollen und ein Mittel nehmen, auch auf die Gefahr hin, dass es nur mit einer wie immer gearteten Wahrscheinlichkeit hilft, zumal eines mit statistisch verschwindend geringen Nebenwirkungen..

    Es ist mittlerweile soviel Geld im Spiel bzw. zu verdienen und Firmen haben schon für weit geringere Summen "Abkürzungen" zu Lasten der Öffentlichkeit eingeschlagen.

    Nur der Vollständigkeit halber:

    https://www.faz.net/agenturmeldung…9-17926184.html

    Gefunden hab ich das grad zufällig bei Meta, warum auch immer:

    https://nutzer.comdirect.de/inf/aktien/det…TATION=64173117

    Ich weiß jetzt nicht genau, hier oder bei Sondersituationen, jedenfalls:

    https://www.bnnbloomberg.ca/buffett-s-deal…y-buy-1.1740802

    Also Berkshire will Alleghany übernehmen, das werden die meisten wohl mitbekommen haben. Der Punkt ist, ich halte das für ziemlich günstig. Egal, ob man nun auf den Buchwert schaut, da ist man nur etwa 25 % drüber. Oder auch optisch auf den Aktienkurs, da will man etwa das zahlen, wo Alleghany vor Corona schon mal stand. Nun, das ist in jedem Fall eine subjektive Einschätzung, aber meine ist eben, dass das günstig ist.

    Nebenher, gibt es keine Break-Up-Fee und eine Go-Shop-Period, kurzum, ich persönlich gehe davon aus, dass es von irgendwelcher Seite, ob nun z.B. Markel, Private Equity, oder ganz was anderes, ein höheres Angebot geben wird. Nachdem sie nun mal zum Kauf stehen und auch zerlegt werden könnten, was vielen Aktionären wohl egal wäre, wenn sie einen höheren Preis bekommen würden. In jedem Fall halte ich Alleghany deshalb momentan für eine interessante Sondersituation, insbesondere auch als Berkshire-Beteiligter. Wenn kein Konkurrenz-Angebot kommt, hat man damit nichts verdient und evtl. sogar einen Währungsverlust gemacht, dafür hätte aber Berkshire (subjektive Einschätzung) einen super Deal gemacht. Und wenn doch ein höheres Gebot kommt, bekommt Berkshire den "Steal Deal" nicht, aber man hat kurzfristig ein ganz gutes Geschäft gemacht.

    Ich überlege mir das noch ein bißchen, vor allem hab ich ja wenig Cash, aber ansonsten, bzw. wenn ich irgendwas anderes verkaufe, scheint mir das sehr interessant. Vor allem natürlich, wenn man die Gelegenheit bekäme, ein paar Prozent günstiger reinzukommen.

    PS:

    Gesagt getan, konnte meinen Vater überzeugen, in Frankfurt gekauft. Hab ihm allerdings dann schon gesagt, dass ich eigentlich hoffen muss, dass er damit kein gutes Geschäft macht. Damit Berkshire die günstig bekommt. Aber ich kann's mir wirklich kaum vorstellen, dass sich niemand findet, der da mehr bietet.

    Dazu grad noch einen witzigen Artikel gefunden, da wird erklärt, warum der Übernahme-Betrag so komisch ist: 848,02 USD. Ich hatte mich auch schon gewundert. Scheinbar hat Buffett kurzerhand die Gebühren für Goldman Sachs abgezogen :)..

    https://www.barrons.com/articles/warre…7960243?tesla=y

    Und hier noch ein allgemeiner:

    https://www.reuters.com/article/allegh…s-idDEKCN2LI1N9

    Hab die letzten Tage auch ziemlich viel ver- und gekauft.

    Gestern BMW nachgekauft, zu 60 €, Admiral (erstmals) zu 29,80 €, Tradegate zu 119 € und abends noch Berkshire. Ja, die sind grad eher Richtung oben, aber ich sehe sie eigentlich gut aufgestellt, mit dem Fokus auf die USA, der große Versorger, die Bahnlinie, usw. Schätze Berkshire auf jedenfall absolut als relativen Gewinner eines hohen Ölpreises ein, d.h. darauf ist das bezogen.

    Bei Sixt hatte ich auch nochmal ein Limit drin, zu 65,90 €, aber sowohl morgens als auch nachmittags ging's nur bis genau 66 € runter.. Noch nerviger war's bei Aker Horizons, da hatte ich 1,75 € drin und gesehen, dass der Brief-Kurs schon bei 1,752 war. Dann hab ich irgendwann nochmal geschaut, meinte ich hätte sie wohl bekommen, dann standen sie schon bei 1,90 € und ich hatte nix bekommen. Joa.

    Tradegate halt, weil ich meine, dass Börsenbetreiber von der erhöhten Volatilität profitieren dürften. Vielleicht hätte ich aber lieber Euronext kaufen sollen. Eigentlich nervt mich Tradegate nämlich immer mehr und ich vermeide es eher. Hat natürlich Vorteile, die Handelszeiten und niedrige Gebühren, aber die Kurs-Erstellung und Anzeige nervt halt. Früher wurden Orders ab und zu mal angezeigt, inzwischen scheint das normal zu sein, zumindest bei mir. Man weiß, man hat eine Order drin, aber sie wird einfach nicht im Orderbuch angezeigt. Ich hatte früher auch ein paar mal angerufen dann, irgendeine Erklärung bekommt man immer, z.B. sie haben es automatisch auf all-or-none gemacht und das wird nicht angezeigt, oder irgendwas anderes. Oder, man gibt was ein, und sie ziehen gleich den Kurs nach. Bei Sixt z.B. könnte es gut so gewesen sein, da war in der früh ein Handel, genau meine Stückzahl, nur für 10 Cent mehr. Weiß nicht ob es so ist, ich nehm immer Xetra jetzt. Ich glaub Tradegate macht trotzdem oder sogar deshalb gute Geschäfte, aber eigentlich nervt mich das ziemlich.

    Deutsche Post fiel mir gestern auch auf, denk ebenfalls, dass die interessant sind, schon lange. Aber jetzt sind sie mal zurückgekommen. Interessant natürlich, weil sie immer noch in einer sehr guten Position sind und sich teilweise recht schlechten Service einfach leisten können.

    Was Energie betrifft, ich meine Biogas sollte jetzt vor einem neuen Aufschwung stehen. Das finde ich nicht gut, bin kein Biogas-Fan, aber darum geht es ja nicht. Wie sich beteiligen, keine Ahnung. 2G Energy hatte ich mal, aber die finde ich immer noch zu teuer. Apropos, Envitec Biogas ist ein gutes Beispiel, dass man nie auf Angestellte eines Unternehmens hören sollte. Die wollte ich mal vor vielen Jahren kaufen, für 6 €/Aktie. Hab auf einer Messe einen von denen getroffen, Nachbarstand, und dem das gesagt. Der meinte dann, "niemals sollte man die Aktien der Firma kaufen, niemals". Usw. Dann dachte ich mir, naja, vielleicht liegt irgendwas im Argen. Ansonsten hat mir das nämlich gut gefallen. Aber, wie so oft, haben manche wohl eher private oder emotionale Abneigungen zu ihrem Arbeitgeber, bzw. schätzen die Sache aufgrund ihres teilweise begrenzten Arbeitsfeldes ein (z.B. eine wenig erfolgreiche Auslandsgesellschaft, während es im Heimatmarkt sehr gut läuft).

    Solar usw. wird jetzt auch immer wieder beschworen. Sache ist nur, soweit ich das beurteilen würde, läuft das so schon auf Hochtouren. Leute werden massiv gesucht, in der Projektentwicklung, bei Solarfirmen generell, also genau wie vorher, sehe ich jetzt nicht, dass man nur sagen braucht, wir kippen jetzt so- und soviel Geld zusätzlich rein und dann läuft das. Es gibt gewisse Kapazitäts-Beschränkungen. Wenn man mehr in kurzer Zeit bewegen will, nun, dann wär meine Meinung seit eh und je eine eher unbeliebte: Man soll die Dach-Sachen und klein klein lieber lassen und dafür mehr große und mittelgroße Anlagen, Freiflächen etc. bauen. Aber Strom ist wohl auch eher das kleinere Problem, eher heizen usw.

    Ich muss immer wieder an die Häuser in Polen denken, morgen geht's eh wieder rüber. Einfach wesentlich kleiner als bei uns und ich dachte automatisch daran, dass man wohl vielleicht nicht an so günstige Energie wie bei uns gewöhnt ist. Ich kann's nicht sagen, aber vorstellen könnte ich mir schon gut, dass Heizen usw. generell teurer werden wird, wie auch Handwerker-Kosten sowieso usw., dass also Immobilien, die ja eh schon lange boomen, in Zukunft eher mit steigenden Kosten verbunden sein werden. Will sagen, ich würde mich mit einem kleinen Haus da wohler fühlen, als mit einer Riesen-Villa. Klar, wenn Geld keine Rolle spielt, kann es einem ja egal sein, ich meine nur, dass Energiekosten vielleicht ja nicht gerade übermäßig teuer werden, sondern dann sie vielleicht einfach jahrelang viel zu billig waren.

    Ich finde es auch interessant, dass so wenig über Einschränkungen gesprochen wird. Das wäre naheliegend, ob nun Grüne in der Regierung oder nicht. Ich meine ganz generell. Ich sag ja schon immer, dass ich an keine Weltenrettung glaube, weil Politiker nun mal immer auf Wirtschaftswachstum gehen werden und nicht auf Ressourcen-Minimierung. Und da scheint es aktuell schon wieder faszinierend, dass man wohl meint, es wäre so unmöglich, z.B. 5-10 % des Energie-Verbrauchs zu reduzieren. Ich sag ja gar nicht, dass man es machen muss, ich schreie weder nach einem autofreien Sonntag noch nach Preisdeckeln (lieber den Markt regeln lassen), aber es fällt mir schon auf, dass billige Energie wohl einfach erwartet wird, quasi als normal angesehen wird. Vielleicht schaden uns die hohen Energiekosten in dieser Hinsicht wirklich nicht und man kann die Energiewende nochmal etwas ernsthafter angehen. Mit politischen Beschlüssen allein wird es allerdings nicht getan sein, es muss schon auch umgesetzt werden..

    PS:

    Aja, Exor, neulich gekauft. Die machen sich auch beliebt. Ich find's positiv, wenn Aktienrückkäufe dann gestartet werden, wenn der Kurs runter geht, nicht andersrum:

    https://exor.com/press-releases…buyback-program

    Ja, es ist wirklich extrem, wie schnell und extrem es teilweise runter geht.

    Adidas hatte ich noch nicht gesehen, das ist ja eigentlich ein weltweit tätiger Konzern.

    Fresenius ebenfalls, noch nicht gesehen.

    Ich wollte eigentlich grad schreiben, ob Börsenbetreiber evtl. interessant sein könnten. Z.B. Tradegate oder insbesondere Euronext wirkt mir interessant.

    Ansonsten ja, vieles richtig runter, außer Öl und Dünger. Wie lange das wohl noch so gehen kann, naja.

    Das verstehe ich übrigens auch nicht, NN, aber nachdem sie neulich erst einen Aktienrückkauf angekündigt haben, stört es mich nicht. Zahlen war eh super:

    https://www.reuters.com/business/finan…fit-2022-02-17/

    Österreich, ja. Uniqa hat gestern super Zahlen gebracht und ist trotzdem gefallen, nicht verwunderlich. 55 Cent Dividende bei Kurs ~ 7,40 €.

    PS:

    Aso, ja. BASF hat jetzt vielleicht erst mal ein paar Themen. Absehbar höhere Energiekosten, NS2 auf Eis, Beteiligung in Russland und diesbezüglich auch ein sich evtl. anbahnender Rechtsstreit bzgl. dem Börsengang (ob/wann) von Wintershall Dea. Ansonsten wären die evtl. auch interessant. Die Frage ist einerseits inwiegut sie Preiserhöhungen durchbringen können. Andererseits eben, wie gut die Wirtschaft allgemein laufen wird. Aber Energiekosten, hm.

    Eins sollte man bedenken, auch wenn jetzt alle Welt von steigenden Ölpreisen ausgeht. Gerade bedingt durch das Vorgehen Russland's könnte sich evtl. das Gegenteil ergeben. Es wäre in stärkstem westlichen Interesse, die OPEC und alle die pumpen können, dazu anzuhalten, also die Förderung massiv auszuweiten und die Ölpreise zu senken bzw. akzeptabel zu halten. Das wäre insbesondere bei wirklich ernsthaften Sanktionen, d.h. Energie-Sanktionen gegenüber Russland, die vielleicht einzige, aber vor allem wohl sinnvollste Maßnahme. Nicht nur, dass man so selbst bezahlbarere Energie hätte, man würde auch Russland schaden (schlechtere Preise für das Öl und Gas, das sie an andere verkaufen) und vor allem, wäre es wohl mit das wirkungsvollste um die Inflation in den Griff zu bekommen. Also, kurzfristig wohl hoher Ölpreis, aber mittelfristig würde ich meinen, dass es weltweit jetzt um neue Quellen, Erschließung und Ausweitung geht.

    Mein Kauf heute war insofern International Seaways, ein Tanker-Unternehmen, also See-Transport von Öl und Gas. Hatte ich mal bei Fairfax Financial im Portfolio gesehen und ein bißchen angeschaut, ansonsten aber eher ein oberflächlicher Kauf. Hatte gestern was verkauft, weil ich schon so ein mieses Gefühl hatte die ganze Zeit. Das ist jetzt wieder angelegt. Nun, aber der Punkt ist, wie gesagt, dass aus meiner Sicht der Westen auf Angebotsausweitung bei Öl und Gas hinwirken dürfte. Bzw. insofern er es mit den Sanktionen ernst meint natürlich.

    PS:

    Weil es weiter unten erwähnt wird. Eben genau den Gedenken mit dem Iran hatte ich beim Schreiben auch. Oder Venezuela. Wer weiß. Aber der Iran ist näher bei uns. Ja, da könnte viel passieren. Wird viel/alles von der Art der Sanktionen abhängen und ob man es dieses Mal durchzieht.

    Wenn überhaupt weiterhin Gas aus Russland, wäre bei einer russischen Besetzung der Ukraine endgültig NS2 eigentlich die bessere Variante. Da müsste man eher die Pipeline durch Belarus sanktionieren. Wie gesagt, daran wird alles hängen, die Sanktionen. Entweder oder.

    Im Endeffekt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder oder.

    Entweder es gibt irgendwelche Wischi-Waschi-Sanktionen, um sich selbst und dir Wirtschaft nicht zu sehr zu schaden. Dann hat Russland die Ukraine und alles geht nach einigen Jahren wieder seinen Gang.

    Oder der Westen macht endlich Ernst und macht das, was er im Nachhinein schon nach der Krim hätte tun sollen. Er zieht es durch und koppelt sich von Russland ab. Ich sehe dieses Mal gewisse Chancen, dass das tatsächlich passieren könnte, einfach weil das Ausmaß der Aggression/des Verbrechens so krass ist. Bin gespannt was passieren wird. Regierungsleute ganz oben endlich auf die Sanktionsliste, das wäre das erste. Und dann müsste man eben schauen, dass man ohne russisches Gas und Öl klarkommt. Ob das überhaupt funktionieren kann, weiß weder ich noch sonst jemand hier, behaupte ich mal. Aber eins ist klar und da stimme ich zu. Ich dachte mir vorher auch, dass wohl nochmal einige Atomkraftwerke hochgefahren werden. Ich glaube, wenn man es halbwegs ernst meint, muss man jetzt alles tun, um Energie-autark zu sein. Im Endeffekt gibt es nur das, Enteignung von Geldern von Regime-Politikern oder deren Netzwerk. Und eben keine Öl/Gas mehr abnehmen. Schon klar, viele werden sagen, das ist unmöglich, und vielleicht ist es so, aber wenn es nur einige Jahre gelingt, dann weiß ich nicht, wie Russland das kompensieren sollte.

    Ansonsten, hat sich jetzt auch herausgestellt, dass China Russland den Rücken stärkt, sonst hätten die sich das nicht getraut. Und ich denke, irgendwann wird man auch hierzulande aufwachen und das genau so beobachten. Und dann wird man auch mit China reden müssen um sie dazu zu bringen, das Verhalten entweder zu verurteilen bzw. mitzuhelfen, etwas dagegen zu tun, oder ebenfalls keine Energie aus Russland abzunehmen. Denn so ist das für die natürlich eine tolle Situation. Sie bekommen die billige Energie die die anderen nicht wollen würden, billig vor der Haustüre. D.h. entweder sie verurteilen es noch und ziehen mit oder man müsste auch China als Ermöglicher sanktionieren. Wenn ich heute von dort höre, dass die USA mitverantwortlich wären, weil sie die letzten Tage gezündelt hätten, während ja offensichtlich ist, wie lange Russland das schon geplant und jetzt umgesetzt hat, da merkt man ein weiteres mal, welche Heuchelei da dabei ist.

    Also, ich sehe zwei Möglichkeiten. Entweder alle halten zusammen und ziehen sowohl Russland als auch China zur Verantwortung bzw. klaren Stellungnahme, oder es wird ausser ein paar Monaten oder Jahren Sanktionen nicht viel passieren, weil der Westen zu schwach und unentschlossen ist, dieser Aggression zu begegnen. Was das für die Zukunft für andere Konflikte bedeuten würde, kann man sich ausmalen. Aus meiner Sicht, ist zu viel geschehen. Ein absolut ungerechtfertigter Angriffskrieg, da gibt es unter klar denkenden und anständigen Menschen keine zwei Meinungen. Man darf nicht so tun, als würde China das nicht zugelassen haben. Wie so oft, wenn man keine Stellung bezieht, obwohl man könnte, hat man eben doch eine bezogen, nämlich nichts zu tun, um Unrecht zu vermeiden. Oder es eben erst ermöglicht.

    Und ja, da dürfen sich hier einige gern angesprochen fühlen, daraus mache ich kein Geheimnis.

    Jeder ist jetzt in der Pflicht Zivilcourage zu zeigen. So sehe ich das. Das Ausmaß dieser Aggression, oder wirklich besser, dieses Verbrechens, ist kaum zu beschreiben. Und natürlich, nichts gegen Russland und gar nichts gegen die russischen Bürger. Sie haben leider ein kriminelles Regime an der Macht und jeder auf der Welt, sollte mitwirken, das wegzubekommen. Insbesondere Deutsche, das sag ich nochmal, insbesondere Deutsche, sollten so etwas gut verstehen können. Wird Zeit, dass der Westen zusammensteht und die Leute für ihre Freiheit aufstehen. Aja, der so gerne auf Telegram und Impf-Gegnern zitierte Spruch mit dem Aufgeben der Freiheit um Sicherheit zu gewinnen. Das ist der passende Anwendungsfall, nicht die undemokratisch versuchte Willensdurchsetzung einer Minderheitsmeinung. Wer einfach bereit ist, die Freiheit der Ukraine oder generell die Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens (die erst zur Freiheit führen) aufzugeben, um Sicherheit, kurzfristige wirtschaftliche Stabilität, zu gewinnen oder einfach keinen Stress zu haben, dem kann es passieren, dass er beides verliert.

    PS:

    Eine andere kleine Hoffnung hab ich auch noch. Dass es in der russischen Regierung noch moderate, liberale Kräfte gibt, die verstehen, was los ist und dass jemand wahnsinnig geworden ist, nicht im Sinn von irre, sondern von engstirnig, selbstgerecht und aggressiv. Dass es auf jeden Fall von dort, von innen heraus einen Umsturz gibt. Aber ich befürchte, da ist alles gleichgeschaltet. Dennoch, eine Hoffnung.

    Ich persönlich glaube, dass es mit dem Ölpreis eher Richtung 150 USD/Barrel gehen könnte, ganz unabhängig von der Ukraine-Situation. Einfach weil das Angebot nicht nachkommen könnte, aufgrund der niedrigen Preise der Vorjahre, wenn die Nachfrage noch weiter ausgeweitet wird, z.B. mit Flugreisen-Normalisierung. D.h. aber ja nicht, dass man es ausreizen muss. Ich finde, wenn man etwas Günstigeres findet, das langfristig gute Renditen zu versprechen scheint, ist das evtl. interessanter, als bei Öl-Investments den zyklischen Hochpunkt anzupeilen. Wobei ich wie erwähnt nicht der Meinung bin, dass wir schon in der Nähe des Gipfels sind, ich glaube da wird es noch deutlich nach oben gehen. Aber es kann natürlich auch sein, dass Öl-Aktien schon fallen werden, wenn die Ölpreise noch steigen. Also ich würde mich da eher über Gewinne freuen und langfristig bessere Alternativen suchen.

    Hab auch ein Beispiel von letzter Woche. Wollte was kaufen und brauchte dafür Geld, das war glaub ich am Montag. Nachdem da eher ein schwacher Börsentag war und ich allgemein die meisten Unternehmen langfristig halten will, hab ich einen Teil meiner Equinor-Aktien verkauft. Die waren da grad gestiegen, wegen der Situation eben und dann bei 28 € fand ich sie schon erstmal recht hoch. Am nächsten Tag hab ich mich dann etwas besonnen und doch lieber ein paar kleinere Positionen verkauft, die mich schon länger eher weniger erfreuen. Damit dann den Equinor-Teil wieder zurückgekauft, zu etwa 2 € weniger pro Stück. Das war natürlich einfach Zufall/Glück, ich hatte es ja gar nicht geplant. Aber nachdem sie so flott wieder runter gingen, wie sie hoch gingen, wollte ich sie lieber wieder haben. Denn mittelfristig glaube ich noch an starke Öl- und Gas-Profite. Insbesondere Equinor hat ja neulich hervorragende Zahlen gebracht.

    Aber andererseits, und darauf will ich hinaus, wenn sie gerade hoch stehen oder schnell hoch springen, finde ich es auch interessant, sie herzugeben, denn da ist mir ein langfristiger Gewinner (das ist natürlich immer erst mal der Plan..) lieber, als eine Aktie, die vielleicht noch für weitere 50 % gut ist, aber wo ich (persönlich) wenig Potential für deutlich mehr sehe.

    PS:

    Marathon Oil hab ich neulich ja auch zugunsten unseres "Community Investments" BMW Vz. hergegeben. Bisher hat sich das nicht gelohnt, aber der Ansatz ist der gleiche. Keine Ahnung wohin Marathon noch gehen kann, ich denke sie sind gut geführt und sehr solide, vielleicht sogar ein Übernahmekandidat, aber trotzdem hängen sie halt am Ölpreis und was weiß ich, könnte auch wieder mal nach unten gehen. Also lieber nehme ich da mal was mit und hab dafür was, das mir planbarer bzw. berechenbarer erscheint.

    Nun, Du könntest ja z.B. selbst mal was zu Aktien schreiben, anstatt nur vorbeizuschauen und inhaltslos rumzustänkern. Schonmal erwähnt:

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

    Und Troll schreiben wohl manche, weil Du nicht sachlich bleibst und wohl auch kein ernsthaftes Interesse hast, sondern einfach die Leute angreifst. Da darfst Du Dich dann auch nicht wundern. Wenn Du einige Fäden durchschaust, wirst Du sehen, dass es durchaus einige Diskussionen zu verschiedenen Themen gibt. Da gibt es auch teilweise sehr unterschiedliche Meinungen, trotzdem geht's zivilisiert zu. Ich will aber hier kein Fass aufmachen, nur falls Dich ehrlich wundert, warum Dich jemand so bezeichnet.

    Ansonsten, beim Thema bleibend. Wie weiter oben erwähnt, möchte ich mich nach gefallenen Tech-Ideen umschauen, vor allem solche, die einigermaßen planbar wachsend und profitabel sind. Wenn da jemand Ideen hat, gerne auch nur Stichpunkt-artig, das wäre was. Dieses Upstart gefällt mir ganz gut, da hatte ich gleich ne Order eingegeben. Bis ich was verkauft hatte, um Geld frei zu schaufeln, waren sie aber leider schon weiter gestiegen. Ärgerlich, aber ich mag jetzt auch nicht nachziehen.

    Ansonsten, auch einige der bekannteren Namen sind wieder niedriger, manche mehr, manche weniger. Airbnb ist mir leider immer noch zu teuer, obwohl das eigentlich vielleicht was wäre. Booking nutze ich sehr viel und scheint auch nicht extrem teuer, ist interessanterweise auch eigentlich gar nicht runter wie viele Tech-Sachen. Twitter nutze ich eigentlich nicht, insofern kann ich schlecht nachvollziehen, wie das monetarisiert werden kann. Vielleicht haben da andere Erfahrung? Pinterest nutze ich auch nicht, aber eine Cousine von mir hat es neulich erwähnt. Nutzt das jemand? Das ist deutlich zurückgekommen. Wie gesagt, ich schau mich einfach um, ganz offen. Die Denke ist, das vielleicht manche übertrieben gefallen sind und die generelle andere Denke ist, dass bei wachsenden Gewinnen die Inflation und steigende Zinsen überkompensiert werden könnten. Also ich such keine profitlosen Zukunftsträumereien, sondern Sachen, die zwar z.B. höhere KGVs haben, aber da reinwachsen dürften. Manche sagen GARP. Mir egal wie man es nennt, schon klar denk ich. Wenn jemand was weiß, einfach schreien..

    PS:

    eBay schaut auf den ersten Blick auch nicht richtig teuer aus. Die hab ich ebenfalls noch nie wirklich angeschaut bzw. in Erwägung gezogen.

    Hm, Du hast da was auf den Punkt getroffen, glaub ich. Ich hab immer mehr das Gefühl, dass "Tech" langsam in Teilen antizyklisch ist, bzw. im Sinne von contrarian.


    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich mit vielen da noch nicht beschäftigt habe, also eher gar nicht. Und um das klar zu stellen, ich glaube es gibt viele, die noch weiter runter gehen werden, teilweise deutlich oder auch auf 0. Ich meine aber, dass inzwischen ein dermaßener Tech-Abverkauf stattfindet bzw. stattgefunden hat, dass es wohl gewisse Chancen geben müsste, wenn man Zeit und Muße hat, die entsprechenden Unternehmen auszufiltern.

    Bei den von Dir erwähnten Werten, kenne ich außer Western Digital quasi alle höchstens dem Namen nach. Könnte keinerlei Einschätzung abgeben. Wenn ich dann aber anschaue, wie eine Firma wie z.B. Teladoc runter gegangen ist, dann kann man sich schon die Frage stellen: Setzt sich das vielleicht durch oder nicht? Falls ja, hätte man jetzt evtl. interessantere Chancen. Natürlich kann das auch alles noch eine Weile so weitergehen und dann wird man sehen müssen, wie die Zinsentwicklung sein wird, aber gerade solche, die schon profitabel sind oder bald werden und profitabel wachsen, wenn man solche ausfiltern kann, die Arbeit könnte sich durchaus lohnen.

    Ich komme darauf, weil ich Upstart in der Suche eingegeben habe und das war der einzige Treffer. Ich kannte die vor heute gar nicht. Irgendwo bin ich dann drüber gestolpert und war einigermaßen erstaunt. Sind wohl bereits profitabel, wachsen stark und kaufen jetzt sogar Aktien zurück. Als Unternehmen, das erst vor 2 Jahren an die Börse gegangen ist. Also das scheint mir dem ersten Eindruck nach nicht das klassische Geld-Verbrenner-Ding zu sein. Die vermitteln wohl anhand einer AI-Software Kredite, ich finde das zumindest nicht völlig abstrus. Fand nur interessant, dass die zumindest profitabel sind und ich noch nie was von denen gehört hab. Von vielen unprofitablen hört man dagegen oft sehr viel, ob man will oder nicht. Kennt die evtl. jemand?

    Auch die Teledoc hab ich nur mal gehört. Aber sie haben sich in einem Jahr quasi geviertelt. Naja, wie geschrieben, ich meine nur, dass es wirklich sein könnte, dass man in dem Bereich evtl. jetzt Perlen finden könnte, wenn man suchen mag. Und es hat auch evtl. keine Eile, aber ich finde es zur Zeit mehr und mehr interessant. Vor allem sollte man ja auch wieder was auf der Kaufliste haben, wenn man irgendwann mal die Old Economy-Gewinner verkaufen will oder der ein oder andere zum Teil vielleicht schon hat.

    Buffets "zock" mit Activision hat auch ä Gschmäckle

    Mit seinen Kontakten zu Gates & Co. könnte man über Insider-Trading spekulieren

    https://www.marketwatch.com/story/warren-b…eal-01644887278

    Natürlich, den Gedanken kann man haben, ist naheliegend, bzw. es wurde evtl. in einem Artikel so suggeriert.

    Wenn man dann aber bedenkt, dass das für Berkshire "small potatoes" sind, dann scheint mir das kaum in irgendeiner Weise realistisch. Da hätten sie sich dann schon für einige Milliarden einkaufen müssen und selbst dann, wäre er nach meiner Einschätzung so ziemlich der Letzte, der sich seinen Ruf damit riskieren würde. Er, der immer sagt, dass man einen guten Ruf über 20 Jahre aufbaut und in 5 Minuten zerstören kann.

    Ich hab's jetzt nicht genau im Kopf, aber überschlagsweise haben sie damit etwa oder nicht mal ein Promille der Marktkapitalisierung verdient. Also das scheint eher marginal zu sein..

    Ich wusste das gar nicht, aber scheinbar gibt es in Ungarn Preisobergrenzen für sowohl Sprit als auch Kreditzinsen. Wohl gerade verlängert worden, bis nach der Wahl.

    https://www.reuters.com/world/europe/h…ays-2022-02-12/

    Macht es mir nicht sympathischer. Ich hab mit einigen Leuten in Ungarn gesprochen, im Urlaub wie auch auf geschäftlichen Reisen. Gerade die sogenannte einfachere Bevölkerung fand die Regierung meist toll, vor allem wegen Abschottung gegen Flüchtlinge und ausgeprägten Finanzhilfen an Familien. Überrascht war ich, dass von den Geschäftsleuten viele gegen die Regierung waren. Das versteh ich jetzt besser, wenn ich sowas lese, Preiskontrollen, etc. Also kurzfristige, populistische Politik zum eigenen Machterhalt. Klar, jetzt kann man sagen, wer nicht, aber solche Preiskontrollen in einem Land, das den Kommunismus überwunden hat, nun ja.

    Ich hoffe inständig, dass es da einen Regierungswechsel geben wird..

    Ja, ich dachte mir auch, wenn ich das jetzt anklicke, dann steht da sicher drin, dass das zur Auslieferung des Schiffes geschehen ist und nicht, damit der zur Gaudi da durchfahren kann. Es geht in dem Fall denke ich auch weniger um den Käufer, als darum, dass man die Werft und die Arbeitsplätze sicher unterstützen möchte. Keine Ahnung, dass sehe ich inzwischen leider immer öfters, so Schlagzeilen die wohl absichtlich zur Fehlinterpretation anregen sollen. Klar, Quote und so, aber für mich ein klarer Indikator für ein Nicht-Qualitätsmedium, vor allem wenn sich das häuft. Ja, und da reicht es mir auch, wenn nur die Schlagzeile reißerisch ist und die Sache dann aufgeklärt wird. Naja, so läuft's halt..

    Ansonsten, ich oute mich gleich, hab vorhin Facebook bzw. Meta nachgekauft. Letztes Jahr zum 02.03. gekauft, dieses Jahr zum 03.02., das passt. Facebook ist mir nach wie vor so sympathisch wie ein Sack Flöhe, aber genau wie letztes Jahr, finde ich das Geschäft trotzdem sehr gut, die Bilanz äußert stark und vor allem, vor allem, vor allem, machen sie richtig viel Aktien-Rückkäufe. Da ist ein Kurssturz bzw. niedriger Kurs natürlich sogar positiv, langfristig gesehen. Insofern, seh ich das äußerst positiv. Aber natürlich, kurzfristig kann alles passieren. Kann nochmal richtig weiter runtergehen, kann gleich wieder richtig raufgehen, kann bleiben wo es ist. Ich hab keine Ahnung was passiert bzw. passieren wird. Offen gesagt wundere ich mich zur Zeit schon, wie viel hier versucht wird, den Markt zu timen. Dass das nicht funktioniert, sei hier Konsens, dachte ich lange Zeit. Zumindest kenne ich keinen einzige erfolgreichen Investoren, der sich offen dazu bekannt hat. Alle die ich kenne, sagen, es funktioniert nicht, basta.

    Wann wird für Euch BioNTech unwiderstehlich günstig?

    Ich hatte mal bei knapp 200 € gekauft, dann bei etwas über 230 € wieder verkauft, weil's mir doch zu heiß war und mir schien, dass neben dem aktuellen Impfstoff weiterer Erfolg noch lange nicht ausgemacht ist, ganz im Gegenteil zu steigenden Kosten, denn überall wird erweitert. Als es dann über 300 € ging, geärgert, jetzt wieder weniger. Aber wenn es so weiter geht, also wenn irgendwann absehbar wird, dass man sie mehr oder weniger für Net Cash bekommen kann, das wäre schon was.

    Irgendwie hab ich immer die 150 € Schwelle im Kopf, ich glaube da müsst ich mir was überlegen. Wollt nur mal wissen, ob's anderen auch so geht. Aja, und falls das jemand weiß, ich finde nämlich auf die Schnelle nichts zum Barmittelbestand, etc. Ich gehe aber davon aus, dass sie noch +/- 2 gute Jahre bräuchten.

    Oje, schaut so aus, als hätten die Berater noch nicht genug verdient. Mit Abspaltung und Börsengang lässt sich vielleicht mehr rausholen.

    Im Ernst, das versteh ich nicht, dem ersten Eindruck nach. Sie wollen es verkaufen, der Preis scheint fair, dann weg damit. Das schiene mir logisch. Ich möchte nicht schon wieder einen Spin Off, sondern dass sie's verkaufen und Aktien rückkaufen.. Aber gut, interessiert keinen was ich will, das ist eh klar :).

    Sowieso tu ich mir immer etwas schwer mit dieser Logik. Das Geschäft ist so toll, deshalb verkaufen wir es.. Oder das ist nur Marketing und eigentlich wächst es gar nicht so sehr, wie man es gern hätte und überhaupt alles nicht so einfach, dann weg damit. Aber gut, vielleicht bekommen sie noch mehr, dann sag ich schon gar nichts mehr. Wobei, doch, es wäre trotzdem schön und angenehm, man könnte sich einfach auf einen Preis einigen und was durchziehen, old school. Egal.

    Nur eine Sache, bzgl. 50 Mrd. Pfund Angebot entspricht 60 % des GSK-Börsenwertes. Man darf nicht vergessen, GSK gehört nur 68 % von GSK Consumer Healthcare, die restlichen 32 % gehören Pfizer.

    Wenn ich in dem Artikel schon lese, die Abschaffung der EEG-Umlage als eine Maßnahme jetzt.. Naaaaaja. Erst mal müssten die Versorger den Entfall der EEG-Umlage dann beim Preis weitergeben. Ich würde vermuten, sie behalten es wenn möglich lieber, dann ist der Inflation aber auch nicht geholfen. Es sei denn, sie sagen, sie hätten sonst weiter erhöht.

    Aber sowieso ist es klassisches "kost ja nix"-Gerede. Die "Entlastung der Stromkunden" durch Abschaffung des EEG, also wird es dann aus Steuergeld bezahlt anstatt direkt über die Stromrechnung. Genaugenommen, hört es sich also an, wie eine zumindest teilweise staatliche Subventionierung der Versorger (evtl. von Investment-Bedeutung..).

    Und dann hör ich immer, es soll 1. schnell gehen und 2. billig sein, also der Umbau auf Erneuerbare. Und trotzdem, wird aus meiner Sicht, genau das falsche getan, nämlich immer die Belegung von Dächern gefordert, oder PV-Dachpflicht bei Neubauten gefordert. So ein Unsinn. Wenn es schnell und billig sein soll, brauchen wir große Anlagen, sehr große. Effizienter und günstiger. Stattdessen will man Leute verpflichten, was sie auf ihr Haus zu bauen haben, anstatt einfach alle Energieträger entsprechend zu besteuern o.ä., so dass sich jeder Markt-gesteuert entscheiden kann, was zu machen ist.

    Vor allem übrigens, weil es in Solarkreisen immer heißt, es gäbe starken Handwerker-Mangel. Gerade dann, sollte man ja evtl. lieber große Einheiten bauen, anstatt ineffizient kleinere.

    Apropos, Solargenossenschaften werden bei uns immer mehr. Zur Zeit bildet sich grad eine in den lokalen Gemeinden, hab auch neulich mal mit dem Vorstand länger telefoniert. Mei, es wär wohl eher eine Überzeugungstat. 3-4 % kann man wohl erwarten, da denken sich jetzt natürlich viele Bürger, toll, besser als auf dem Konto. Aber natürlich, lass mal die Zinsen ein bißchen steigen, dann schaut die Sache ganz anders aus. Ich hab schon überlegt, eigentlich müsste man noch ein langlaufende Finanzierung aufnehmen, am besten 20 Jahre mit Sonderkündigungsrecht (wenn einem sowas jemand gibt), naja, dann hätte man es zumindest gehedged. Der Fairness halber, die Vergütung ist bei den Anlagen jetzt oft mit Marktprämie (nicht mehr mit EEG), d.h. je nach Strompreis bekommt man mehr. D.h. man hat wohl schon einen gewissen Inflationsschutz. Ich würd's trotzdem nicht ohne Gegenfinanzierung machen wollen, zumindest im Investmentmaßstab und wenn man nicht nur einmal im Jahr auf der Genossenschaftsversammlung ein paar Bier trinken will. Aber nett ist es übrigens schon irgendwie, erste Anlage ist im Bau, bin ich gleich hingefahren und hab's mit angeschaut, alles paar km vor der Haustür (und nachdem's beruflich meine Sache ist, hab ich gleich die Komponenten gecheckt, Zinkschichtdicke gemessen, etc., hehe).

    Ich erwähnt's aber eigentlich wegen der Inflation. Beschäftigt mich zur Zeit schon ein bißchen. 1. Anleihen-Anlagen vermeiden (hab selber ein paar Anleihen-ähnliche Aktien, klar), aber vor allem sowas, paar Prozent ist doch toll; kann sich ändern. 2. Höchsten Floater-Anleihen, z.B. Floater-Endlos-Anleihen. Von Südzucker gibt's zum Beispiel eine, deutlich unter 100 %. War nie so toll, wegen niedrigem Zins, aber man hätte auf die Art normal zumindest einen Vorteil gegenüber Festgeld. 3. Langlaufende Finanzierung mit Sonderkündigungsrecht aufnehmen. Bleibt der Zins doch niedrig, kann man's in einigen Jahren kündigen. Wenn nicht, passt.

    PS:

    Ja, LPG, die von Dir angesprochende Treibhausgasminderungsquote wird auf Erneuerbaren-Konferenzen gerne als riesige Geschäftsmöglichkeit dargestellt. Einer hat das letzte Mal gesagt, "Wir können uns von den Mineralölkonzernen die Energiewende bezahlen lassen, schöner geht's doch nicht." Und alle finden's toll. Ich bin da immer ein bißchen allein auf weiter Flur, Meinungs-mäßig ;). Ich meine pro Erneuerbare, aber nicht mit der Feindbildhaltung gegen O&G.