Hab die letzten Tage auch ziemlich viel ver- und gekauft.
Gestern BMW nachgekauft, zu 60 €, Admiral (erstmals) zu 29,80 €, Tradegate zu 119 € und abends noch Berkshire. Ja, die sind grad eher Richtung oben, aber ich sehe sie eigentlich gut aufgestellt, mit dem Fokus auf die USA, der große Versorger, die Bahnlinie, usw. Schätze Berkshire auf jedenfall absolut als relativen Gewinner eines hohen Ölpreises ein, d.h. darauf ist das bezogen.
Bei Sixt hatte ich auch nochmal ein Limit drin, zu 65,90 €, aber sowohl morgens als auch nachmittags ging's nur bis genau 66 € runter.. Noch nerviger war's bei Aker Horizons, da hatte ich 1,75 € drin und gesehen, dass der Brief-Kurs schon bei 1,752 war. Dann hab ich irgendwann nochmal geschaut, meinte ich hätte sie wohl bekommen, dann standen sie schon bei 1,90 € und ich hatte nix bekommen. Joa.
Tradegate halt, weil ich meine, dass Börsenbetreiber von der erhöhten Volatilität profitieren dürften. Vielleicht hätte ich aber lieber Euronext kaufen sollen. Eigentlich nervt mich Tradegate nämlich immer mehr und ich vermeide es eher. Hat natürlich Vorteile, die Handelszeiten und niedrige Gebühren, aber die Kurs-Erstellung und Anzeige nervt halt. Früher wurden Orders ab und zu mal angezeigt, inzwischen scheint das normal zu sein, zumindest bei mir. Man weiß, man hat eine Order drin, aber sie wird einfach nicht im Orderbuch angezeigt. Ich hatte früher auch ein paar mal angerufen dann, irgendeine Erklärung bekommt man immer, z.B. sie haben es automatisch auf all-or-none gemacht und das wird nicht angezeigt, oder irgendwas anderes. Oder, man gibt was ein, und sie ziehen gleich den Kurs nach. Bei Sixt z.B. könnte es gut so gewesen sein, da war in der früh ein Handel, genau meine Stückzahl, nur für 10 Cent mehr. Weiß nicht ob es so ist, ich nehm immer Xetra jetzt. Ich glaub Tradegate macht trotzdem oder sogar deshalb gute Geschäfte, aber eigentlich nervt mich das ziemlich.
Deutsche Post fiel mir gestern auch auf, denk ebenfalls, dass die interessant sind, schon lange. Aber jetzt sind sie mal zurückgekommen. Interessant natürlich, weil sie immer noch in einer sehr guten Position sind und sich teilweise recht schlechten Service einfach leisten können.
Was Energie betrifft, ich meine Biogas sollte jetzt vor einem neuen Aufschwung stehen. Das finde ich nicht gut, bin kein Biogas-Fan, aber darum geht es ja nicht. Wie sich beteiligen, keine Ahnung. 2G Energy hatte ich mal, aber die finde ich immer noch zu teuer. Apropos, Envitec Biogas ist ein gutes Beispiel, dass man nie auf Angestellte eines Unternehmens hören sollte. Die wollte ich mal vor vielen Jahren kaufen, für 6 €/Aktie. Hab auf einer Messe einen von denen getroffen, Nachbarstand, und dem das gesagt. Der meinte dann, "niemals sollte man die Aktien der Firma kaufen, niemals". Usw. Dann dachte ich mir, naja, vielleicht liegt irgendwas im Argen. Ansonsten hat mir das nämlich gut gefallen. Aber, wie so oft, haben manche wohl eher private oder emotionale Abneigungen zu ihrem Arbeitgeber, bzw. schätzen die Sache aufgrund ihres teilweise begrenzten Arbeitsfeldes ein (z.B. eine wenig erfolgreiche Auslandsgesellschaft, während es im Heimatmarkt sehr gut läuft).
Solar usw. wird jetzt auch immer wieder beschworen. Sache ist nur, soweit ich das beurteilen würde, läuft das so schon auf Hochtouren. Leute werden massiv gesucht, in der Projektentwicklung, bei Solarfirmen generell, also genau wie vorher, sehe ich jetzt nicht, dass man nur sagen braucht, wir kippen jetzt so- und soviel Geld zusätzlich rein und dann läuft das. Es gibt gewisse Kapazitäts-Beschränkungen. Wenn man mehr in kurzer Zeit bewegen will, nun, dann wär meine Meinung seit eh und je eine eher unbeliebte: Man soll die Dach-Sachen und klein klein lieber lassen und dafür mehr große und mittelgroße Anlagen, Freiflächen etc. bauen. Aber Strom ist wohl auch eher das kleinere Problem, eher heizen usw.
Ich muss immer wieder an die Häuser in Polen denken, morgen geht's eh wieder rüber. Einfach wesentlich kleiner als bei uns und ich dachte automatisch daran, dass man wohl vielleicht nicht an so günstige Energie wie bei uns gewöhnt ist. Ich kann's nicht sagen, aber vorstellen könnte ich mir schon gut, dass Heizen usw. generell teurer werden wird, wie auch Handwerker-Kosten sowieso usw., dass also Immobilien, die ja eh schon lange boomen, in Zukunft eher mit steigenden Kosten verbunden sein werden. Will sagen, ich würde mich mit einem kleinen Haus da wohler fühlen, als mit einer Riesen-Villa. Klar, wenn Geld keine Rolle spielt, kann es einem ja egal sein, ich meine nur, dass Energiekosten vielleicht ja nicht gerade übermäßig teuer werden, sondern dann sie vielleicht einfach jahrelang viel zu billig waren.
Ich finde es auch interessant, dass so wenig über Einschränkungen gesprochen wird. Das wäre naheliegend, ob nun Grüne in der Regierung oder nicht. Ich meine ganz generell. Ich sag ja schon immer, dass ich an keine Weltenrettung glaube, weil Politiker nun mal immer auf Wirtschaftswachstum gehen werden und nicht auf Ressourcen-Minimierung. Und da scheint es aktuell schon wieder faszinierend, dass man wohl meint, es wäre so unmöglich, z.B. 5-10 % des Energie-Verbrauchs zu reduzieren. Ich sag ja gar nicht, dass man es machen muss, ich schreie weder nach einem autofreien Sonntag noch nach Preisdeckeln (lieber den Markt regeln lassen), aber es fällt mir schon auf, dass billige Energie wohl einfach erwartet wird, quasi als normal angesehen wird. Vielleicht schaden uns die hohen Energiekosten in dieser Hinsicht wirklich nicht und man kann die Energiewende nochmal etwas ernsthafter angehen. Mit politischen Beschlüssen allein wird es allerdings nicht getan sein, es muss schon auch umgesetzt werden..
PS:
Aja, Exor, neulich gekauft. Die machen sich auch beliebt. Ich find's positiv, wenn Aktienrückkäufe dann gestartet werden, wenn der Kurs runter geht, nicht andersrum:
https://exor.com/press-releases…buyback-program