Beiträge von Lampe


    Oder denke ich hier zu sehr richtung Verschwörung?!?

    Valide Verschwörungstheorie, würde ich behaupten. ^^

    Ein Gegenargument wäre das gerade eine multiple Problemlage vorliegt, da China momentan ebenfalls große Probleme mit der Energieversorung hat, was ja auch die Preise treibt.

    Der Täter ist Abteilungsleiter und verfügt über mal eben so über 45 Mio € Spielgeld?

    In dem Punkt muss man unbedingt noch berücksichtigen das er zudem auch Fondsmanager war und 31 Mrd. Assets under Management hatte. Sein Gehalt inkl. Boni dürfte nahe an der Millionengrenze gewesen sein. Außerdem gibt es wohl in keiner anderen Branche soviele Söhne hochvermögender Eltern. Gut möglich das er zumindest mal von denen beschenkt wurde. Daher ist der Betrag eigentlich nicht so ungewöhnlich.

    Zudem brauchte er kein Spielgeld, denn er hat nicht gewettet, sondern eher eine Form von illegaler Arbitrage betrieben. :huh:

    Tatmittel kann doch nur das Vermögen sein, das zur Tat eingestzt wurde. Also z.B. 3 Mio €, die 10 mal hitereinander eingesetzt wurden. 30 Mio € können zudem gar nicht eingezogen werden, die sind nämlich gar nicht vorhanden und waren es auch nie!

    So gesehen ja. Der Begriff Umsatz ist in dem Zusammenhang ziemlich irreführend. Wenn 3 Mio. eingesetzt wurden sind sie das Tatmittel, was eingezogen wird. Der Ertrag, der aus dem 10-maligen Einsatz entsteht sind das Vermögen, was ebenfalls abgeschöpft wird.

    Wo die 30 Mio jetzt herkommen weiß ich nicht, sollte aber aus dem 10-maligen Einsatz von 3 Mio. insgesamt eine Summe von 30 Mio. entstanden sein, werden die 30 Mio. eingezogen.

    Sofern das Urteil richtig zitiert wurde, woran ich meine Zweifel habe, würde es sich bei dem Richter um einen ükonomischen Analphabeten handeln.

    Keineswegs, denn Tatmittel werden grundsätzlich eingezogen. Siehe § 74 StGB. Es wäre cleverer gewesen wenn das Frontrunning mit einem kurzfristigen Kredit umgesetzt worden wäre, der unmittelbar nach Tatbegehung zurückgezahlt wird.


    - oder sie folgen alle einander gegenseitig, vielleicht notgedrungen wegen der Wechselkurse

    Die Wechselkursthese halte ich für die wahrscheinlichste. Sehr gut kann man das am EURUSD beobachten. Jedes mal wenn der Kurs in gewisse Extrema kommt gibt es lautstarke Verbalinterventionen von Notenbankern oder Politikern. Ich hatte die letzten eher lauen Interventionen von Seiten der EZB auch mal im USD Thread dokumentiert: RE: $$$

    Die wirklich großen waren der Draghi short bei einem EURUSD Wechselkurs von 1,4 und die Ausfälle von Trump wenige Tage nach seiner Amtseinführung.

    Erbringung der kompletten Recherche und Anlagestrategie durch einen Dritten, der in der entsprechenden Nische bewandert ist und dessen Empfehlungen meist gefolgt wird.

    Das ist sicherlich das Selbstbild eines Sub-Advisors, und so verkauft die Industrie auch seine Dienstleistung. Aber schon das die Empfehlungen nur „meist“ gefolgt werden soll ist doch Banane. Schließlich will man doch einen verbindlichen Manager der sein Ding zum Erfolg führt, und nicht eine Galionsfigur, dessen Empfehlungen von unbekannten Entscheidern nach belieben gefolgt wird.

    der ist eben nicht so einfach austauschbar

    Das ist halt die Frage. Ich habe jedenfalls schon Beispiele am US Markt gefunden wo ein neuer Sub-Advisor gesucht wurde: https://www.investmentexecutive.com/news/industry-…es-sub-advisor/

    Und ich vermute mal, dass es beim Thelen Fond genauso laufen könnte wie beim Geiss Fond. X/


    Ein Fondsmanager hingegen kümmert sich um die Abläufe der organisatorischen Fondssverwaltung, sorgt für Compliance und die ganze Bürokratie außen herum und stellt natürlich die Mittel zur Verfügung (oder engagiert weitere 'Vermittler', die wiederum Gelder der Anleger aquirieren)

    Es gab doch mal Zeiten wo der Fondsmanager nicht nur Verwaltungsangestellter war, sondern hauptsächlich die Strategie und das Investing gemacht hat?

    Nein diese Konstruktion dass der die PEH berät ist ziemlich normal.

    Damit ist die 10x ein sogenannter Sub-Advisor.

    Danke für den Fachbegriff. Sehe bei meiner Recherche aber das die Sub-Advisor neben der Strategie vor allem Distribution und Marketing machen und auch recht leicht ersetzt werden können. Dieses Modell macht man doch dann nur zu Marketingzwecken? Sonst könnte Thelen ja auch direkt der Fondsmanager sein, die Hürden dazu sind ja nicht so hoch und es würde auch erstmal Kosten sparen.

    Ich habe keine ETFs, deshalb weiß ich nicht was üblich ist, aber immerhin nur eine Performance Fee, und diese über den High-Watermark der 5 Jahre davor, und auch nur wenn mindestens 7% Performance vorliegen.

    Zitat


    Bei Wikifolio wird die Perfomancefee am Höchstand in der Periode angesetzt. Das ist deutlich ungünstiger für die Anleger.

    ETFs haben natürlich keine Performance Fee. Lese gerade das die Performance Fee für Wikifolios immer auf das Jahreshoch bezogen wird. War das schon immer so? Dachte immer die gilt für das All Time High des Wikis.

    Der Thelen Fonds hat es ganz schön in sich. Zum einen gibt es eine ordentliche Performance Fee von 20%:

    Zitat

    Die Gesellschaft kann für die Verwaltung des Sondervermögens zusätzlich zu den Vergütungen gem. Ziffer 1.a je ausgegebenen Anteil eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von bis zu 20 Prozent des Betrages erhalten, um den der Anteilwert am Ende einer Abrechnungsperiode den Höchststand des Anteilwertes am Ende der fünf vorangegangenen Abrechnungsperioden übersteigt („High Water Mark“), dies allerdings nur, soweit der Anteilwert am Ende einer Abrechnungsperiode darüber hinaus den Anteilwert am Anfang der Abrechnungsperiode um 7 Prozent übersteigt ("Hurdle Rate") und jedoch insgesamt höchstens bis zu 10  Prozent  des durchschnittlichen Nettoinventarwertes des Sondervermögens in der Abrechnungsperiode, der aus den bewertungstäglichen Werten innerhalb der Abrechnungsperiode errechnet wird.

    Zum anderen ist Thelen da nur der Berater vom Berater:

    Zitat

    Der gebundene Agent 10xDNA Capital Partners GmbH erbringt die Anlageberatung gemäß §2 Abs. 10 des Kreditwesengesetzes für Rechnung und unter Haftung des  Unternehmen PEH Wertpapier AG (Bettinastraße 57-59, D-60325 Frankfurt am Main, Deutschland). Grundlage hierfür ist ein zwischen dem haftenden Unternehmen und der Verwaltungsgesellschaft geschlossener Vertrag über die Anlageberatung. Dieser kann von beiden Vertragsparteien gekündigt werden, wodurch auch der gebundene Agent keine Anlageberatung mehr gegenüber der Verwaltungsgesellschaft erbringt.

    Quellen für die Zitate ist das Verkaufsprospekt: https://10xdna.com/documents/ogaw…pekt-10xdna.pdf

    Denke der ist da nur zu Marketingzwecken eingebunden, wie damals Robert Geiss zu seinem Geiss Fonds.

    Normal tue ich mich damit schwer und verkaufe oft zu früh…aber wenn ne Aktie „mit Phantasie“ erstmal rennt dann ist es schon erstaunlich wie weit sie oft rennt.

    Denke die werden sowieso nicht mehr großartig fallen sondern dann eher auf einem hohen Niveau seitwärts laufen, wie Tesla zwischen 2014 und 2019.


    Wir funktionier das eigentlich mir der DAX Aufnahme.

    Hat Biontech da eine Chance?

    Nein, es notieren ja nur ADRs an der US Börse und im Listing auch in Deutschland. Die müssten erst mal einen IPO machen, der in ein paar Jahren wahrscheinlich auch kommen wird wenn das Geschäft etwas ruhiger wird.

    Ist das das Ende des Börsenaufschwungs?

    Nein, solange die Zentralbankprogramme laufen wird das Niveau wohl gehalten. Was Du da siehst ist das generelle Problem von Growth Aktien, die sind auf Wachstum gepreist und brechen schnell ein wenn die Erwartungen daran nicht mehr groß übertroffen werden können.

    Auf dem Weg dorthin muss Heilbronn erst einmal Hamburger und dann Münchner Niveau erreichen.

    Ab 2050 könnte Hamburg unter Wasser stehen, denke da spielen Heilbronn doch die Klimaprognosen in die Karten. Das Münchener Niveau wird aber nur sehr schwer erreichbar sein.