Posts by Valing

    Was erwartet mich, wenn ich die Aktien beim Delisting behalte?

    "As a result, the Company expects that listing of its shares on NASDAQ Capital Market will be terminated on or about October 19, 2020. The Company also intends to file a Form 15 with the SEC to suspend the Company’s reporting obligations under the Exchange Act. Following its delisting, the Company’s Class A Common Stock may be quoted on the OTC Pink Open Market (the “Pink Sheets”), a centralized electronic quotation service for over-the-counter securities, if market makers demonstrate an interest in trading in the Company’s Common Stock. However, the Company can give no assurance that trading in its Class A Common Stock will commence or continue on the Pink Sheets or any other securities exchange or quotation medium."


    Bevor ich mich jetzt weiterhin mit etwas beschäftigen muss, mitdem ich mich eigentlich gar nicht auskenne, und was mein Depot nur marginal beeinflusst, hab ich mir gedacht:"Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."

    Wie meinst du das genau?


    Ich kann es nur nicht ganz nachvollziehen: Was wäre gewesen, wenn man Aktien an dieser Firma gehalten hätte, ohne von dieser Maßnahme gewusst zu haben? (Flatex hat mich ja zu dieser Maßnahme nicht informiert. Und als eigentlicher "Owner" der Aktien müssten sie ja solche Informationen weiterleiten - das Unternehmen hat ja meine Daten nicht, weil die Aktie in street name gehalten wurde) Dann kann es sein, dass man ab dem 19.10 auf Wertpapieren sitzt die evtl. als Pink Sheets OTC gehandelt werden oder evtl. auch gar nicht mehr.

    Hatte schon mal jemand so einen Fall?

    Hab gerade die Antwort von Flatex bekommen:

    Quote

    wir haben soeben eine Rückmeldung der Fachabteilung erhalten.
    Diese teilte uns mit, dass die internationale Lagerstelle nach aktueller Datenlage nur den Umtausch in die neue ISIN buchen wird.
    Eine Cashauszahlung ist hierbei anscheinend leider nicht möglich.
    Ein genaues Datum für den Tausch können wir Ihnen leider jedoch noch nicht mitteilen.

    Wir bedauern es, Ihnen nichts anderes mitteilen zu können

    Am 19. Oktober findet das Delisting statt. Ich nehme an, dass ich damit nur noch bis am Freitag handeln kann, aber solange die neue ISIN nicht eingebucht ist, kann man natürlich auch nichts machen.

    Bezüglich FLATEX - hat auch nicht geklappt.


    Hier ist jetzt aber noch das Problem, dass von denen keiner weiter weiß.

    Eigentlich sollte man ja, die neue Aktien erhalten, aber im Depot sind immer noch die alten eingebucht.


    Am 19. Oktober, findet das Delisting statt, mal schauen ob es sich bis dahin ausgeht - es bleibt spannend.

    Frage: wie ist das im Insolvenzfall? Man hat dann offenbar nur einen schuldrechtlichen Anspruch auf die Papiere, geht also in die Insolvenzmasse?

    Scheint so:Link


    "While securities held in street name are safe for retail investors, direct registration may be a better choice for larger investors. Stocks held in street name may be loaned to short-sellers and resold to others. So, it is possible for more than one person to own shares held in street name. If the brokerage should fail, it may not be possible to recover 100% of all securities. Investors are protected by up to $500,000 in insurance from the SIPC, but that may not be enough for high-net-worth individuals and large organizations. "


    Ich habe bei Flatex nochmal angerufen und mich in die Fachabteilung verbinden lassen - naja Freitag 17:30, da war leider keiner mehr anzutreffen.

    Es wurde ein Ticket erstellt, und am Montag sollte ich bescheid bekommen.


    Der "normale" Flatex Mitarbeiter hat gemeint, dass es gut aussehe, aber nachdem die Begriffe "in street name" und "owner of record" gefallen sind, musste er zugeben, dass er das nicht beurteilen kann.


    Bin gespannt - verkaufen kann ich sowieso nicht, weil ich noch die alten Aktien habe.

    "Die Aktien sind bereits in der Abwicklung, es kann aber noch Zeit in Anspruch nehmen, bis die Ausbuchung gegen Zahlung erfolgt."

    Also noch ein bisschen Geduld haben.

    Hab auch bei Flatex nachgefragt, selbes Ergebnis: "Alles am Laufen, dauert nur noch etwas."

    Dann wurden meine Aktien bei Flatex anscheinend in street name gehalten und deswegen hat es bei mir nicht funktioniert?


    EDIT: wollte gerade die Aktien verkaufen, aber es kam eine Fehlermeldung: "Depotbestand zu niedrig" - ich denke, bei mir wurden sie auch ausgebucht, aber in der Depot-Maske sind sie noch nicht entfernt worden.

    Falls sich jemand erst noch einlesen will, hier ist noch einmal eine Zusammenstellung lesenswerter Analysen (oben häufig schon erwähnt)

    Danke für die Zusammenstellung der Artikel.


    Ohne mich in dieser Branche auszukennen oder viel Erfahrung mit solchen Situationen zu haben, muss ich sagen, dass sich die Annahmen und die Berechnungen in diesen Artikeln sehr plausibel und nachvollziehbar anhören.


    Klaus Röhring kommt sehr sympathisch rüber und er scheint zu wissen was er macht. Wert zu schaffen ist ihm wichtiger als der kurzfristige Profit :thumbsup:


    Werde morgen wohl einen (Lemming-) Kauf tätigen - danke für die Anregungen

    Quote

    To be entitled to such cash payment, a stockholder must be a record holder of fewer than 1,000 shares immediately prior to the effective time of the reverse stock split. Investors who purchase fewer than 1,000 shares prior to the effective time of the reverse stock split and settle such purchases after the effective time shall not be entitled to such cash payment and instead their trades will be settled on a post-forward stock split basis

    Ich hätte es so verstanden, dass es nach der HV technisch nicht mehr möglich ist daran teilzunehmen. Man muss ein "owner of record" sein, und durch die T+2 settlement rule würde man erst am 2. Oktober gesettlet werden (und somit zum "owner of record" werden)


    Wenn man weniger als 1000 Aktien hält, dann hätte ich es auch so verstanden, als dass man nichts machen muss.

    Danke, das war jetzt wichtig :thumbsup:

    Ja, wenn die Brasilianische Tochter von BIC, Geschäfte mit einem Deutschen Unternehmen macht, dann sind die Währungsverluste real, denn hier erfolgte ja ein Umtausch.


    Bzgl. Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag:

    Die Gewinne werden am Ende des Jahres mit der AverageRate umgerechnet. Die damit erwirtschafteten Assets aber mit der ClosingRate. Hier entsteht dann ein Unterschied zwischen Passiva und Aktiva, der durch eine Buchung ins OCI ausgeglichen wird.



    PS: Aber ich kann mich auch täuschen.

    PPS: Mir geht es hier jetzt weniger um mein Investment in BIC, sonder mehr um das Verständis von Bilanzen und Accounting Regeln.



    Ich merke schon, dass ich mir womöglich ein paar Punkte bei dem Investment bewusst schön geredet oder weniger beachtet habe, weil ich schon viel Zeit in diese Aktie gesteckt habe und dann ist es natürlich bitter, wenn man das Unternehmen wieder verwirft.

    Das sollte man nicht ganz so "Locker" sehen. OCI Verluste die durch Exposure gegenüber "Weichwährungsländern" wie Türkei oder Lateinamerika entstehen, schlagen sich in den Folgeperioden fast immer als deutlich geringere Gewinne durch.

    Ja das hast du schonmal hier im Forum geschrieben, und ich habe es versucht zu verstehen, aber ich bin immer wieder darauf gekommen, dass es nur schlagend wird, wenn die Währungen tatsächlich (in welcher Form auch immer) getauscht werden.


    Ansonsten bleibt es doch nur ein Buchverlust, der beim Umrechnen der functional currency in die presentation currency entsteht.
    Klar, die Umsätze (und der Gewinn) sehen dadurch kleiner (oder größer) aus, aber solange nicht umgetauscht wird, wird kommt es nicht zu einem realen Verlust, oder habe ich hier einen grundlegenden Denkfehler?
    Ja, für die Auszahlung der Dividenden muss jedes Jahr ein gewisser Betrag in € gewechselt werden, aber ansonsten kann das Unternehmen doch (zumindest kurzfristig) entscheiden ob und wieviel umgetauscht wird?

    BIC ist in meinen Augen ein schöner struktureller Short.

    Die machen 3/4 der Profits mit Feuerzeugen, die bekanntlich meist von Rauchern gekauft werden. Davon gibt es zum Glück immer weniger und E-Zigaretten brauchen natürlich kein Feuerzeug.

    Das andere große Geschäft mit den Rasierern ist ebenfalls unter Druck von Direktanbietern wie Dollar Shave Club oder Harry's.

    Der Gesamtumsatz ist schon seit 2017 rückläufig.

    Klar, die Aktie ist "billisch", aber wenn es strukturell abwärts geht, immer noch "teuer".

    Ja das war auch mein erster Gedanke - der strukturelle Aspekt ist sicherlich das größte "Problem" bei diesem Investment


    Wachstumsprognose für alle 3 Märkte von BIC ist langsam wachsend. (weltweit)
    Der US-pocket lighter Markt schrumpfte die letzten Jahre beständig, seit 2020 nicht mehr. Und der Utility Lighter Markt wächst stark.


    Über Dollar Shave Club bin ich auch gestoßen. Was ich so gelesen habe nehmen die aber eher den hochpreisigen Platzhirschen (Wilkinson und Gilette) die Marktanteile weg.

    Der Gesamtumsatz ist seit 2017 rückläufig, das stimmt. Aber wenn man sich die per-Share Werte ansieht, dann fiel der Umsatz in den letzten 11 Jahren nur 1-mal.


    Man kann sich aber immer alles schön reden. Wenn ich die strukturellen Probleme und umwelttechnischen Probleme (Einweg-Rasierer) unterschätzt habe, dann habe ich zu teuer gekauft.


    Aber danke für eure Einschätzungen :thumbsup: