Beiträge von playlife

    Erneut 1 Jahr und 4 Monate später fiel Headlam auf 0,14£. Man kennt es von baubezogenen Firmen, daß sie sich über kaltes Wetter beschweren. Headlam schafft es, sich über warmes Wetter zu beschweren. 🙃


    Von Headlam würde ich die Finger lassen, ich gehe früher oder später von einer Insolvenz aus. Der ehemalige CEO von Headlam, unter dessen Regie sich der Aktienkurs damals verzehnfacht hat, hat einen Konkurrenten gegründet (Likewise PLC) und viele fähige Headlam-Mitarbeiter abgeworben.

    Likewise gewinnt in großem Maße Marktanteile und wird Headlam früher oder später platt machen. Wenn die Branche nicht nur schwächelt, sondern einen noch stärkeren Rückgang erlebt, dürfte Headlam schnell unter seinem Schuldenberg begraben werden.

    Was mir Sorgen macht: Die operative Marge und auch die Bruttomarge sinkt seit dem Jahr 2015 stetig und zuletzt sogar beschleunigt. Bezüglich dem Elektroauto las ich mal, daß dieses eher mehr Schmierstoffe bräuchte als das herkömmliche; das müßte man aber klären. Die SdK hat ein aktuelles Video bzw. Podcast mit 1:08h Länge; passend zu einer Runde Joggen.

    PS. Fuchs hat 2022 das erste Mal seit 2008 wieder Nettoschulden, wenn auch verschwindend wenig.

    PPS. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten hat sich die Eigenkapitalrendite von 36,6% im Jahr 2010 auf zuletzt 14,4% normalisiert, auch die Gesamtkapitalrendite von 18,3% auf 9,1% halbiert, was jedoch immer noch überdurchschnittlich ist.


    Sehe ich ähnlich wie Du, ich habe mir trotzdem bei 22 Euro schon eine erste Position zugelegt. Dass Elektroautos mehr Schmiermittel benötigen, hat, wenn ich mich recht erinnere, auch der CEO von Fuchs selbst mal kommuniziert.

    Ein weiterer Pluspunkt könnte Windenergie sein, falls man die irgendwann doch stärker ausbauen will. Ansonsten sehe ich Fuchs Petrolub als "Hidden Champion", der zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine halbwegs verträgliche Bewertung erreicht hat. Heißt natürlich nicht, dass es nicht noch wesentlich günstiger werden kann... ;-)

    Die 13% FCF-Rendite berechnen sich wohl aus dem freien Cashflow geteilt durch die MCap. Das Problem dabei ist wie beim KGV, daß dabei die Schulden außer Acht bleiben, und davon hat Takeda leider sehr viel. Der EV ist 78% höher als der Börsenwert. Sie haben seit Q1 2019 sehr viel Amortization. Ich vermute, daß das regelmäßige PPA aus der Shire-Übernahme sind, die jetzt den Gewinn drücken? Das Closing war im Januar 2019, also rechne ich mal mit den Zahlen für die drei Jahre von (April) 19/20 bis 21/22. Wenn man (m.E. korrekterweise) die "Purchase of intangible assets" abzieht, sind es 12%. Die FCF-Zahlen, die TIKR hier zur Verfügung stellt, sind übrigens generell falsch! Seufz. Z.B. MarketWatch gibt den m.E. korrekten Wert an, MarketScreener wieder einen anderen. Für den EV kursieren auch sehr unterschiedliche Kennzahlen. Korrekt m.E. 10,5 Bio. Yen und damit ist die Verschuldung hart am Limit des Gangbaren, Net debt/EBITDA 4,2 bzw. inkl. Pensionen 4,5.

    Die Dividende (aktuell 4,77%) wurde seit 2009 nicht gesteigert und die Prognosen sehen das auch bis 2027 nicht vor.

    Das ist in Ordnung, aber super attraktiv und defensiv sieht das für mich nicht aus. Bei den anderen Pharmas ist die Verschuldung sehr viel niedriger.


    Ich muss gestehen, da Takeda für mich nur eine kleine Position ist, habe ich mich auf die Zahlen von TIKR Terminal verlassen. Gekauft hatte ich Takeda, als sie Ende 2021 stark korrigiert haben (zu einem ähnlichen Zeitpunkt habe ich auch Bristol Myers gekauft, als sie auf unter 58 Dollar gefallen sind).

    Die Verschuldung von Takeda sehe ich aber nicht als so schlimm an... Debt/Equity ist seit der Shire-Übernahme schon von 111 % auf "nur noch" 73 % gefallen... das in Kombination mit der guten Pipeline und dem Blutplasma-Geschäft sehe ich persönlich als nicht kritsch an. Aber ja... meine Yield on cost beträgt auch etwa 6 % und nicht nur 4,8 %... macht einen gewissen Unterschied - nicht riesig, aber immerhin...

    Da viele andere Aktien aber seit Ende 2021 stark gefallen sind, relativiert sich die Attraktivität von Takeda aber halt auch, da sie jetzt wieder mit wesentlich mehr attraktiverer Konkurrenz am Markt "leben müssen"...

    Dieses Jahr wird Paypal schwächeln, keine Frage. Alle Zahlungsanbieter dürften von Inflation, jedoch nicht von Stagflation profitieren - das bringt das Geschäftsmodell mit sich, da die Zahlungsabwickler einfach einen gewissen Prozentsatz des Umsatzes als Gebühr abzweigen - steigen also die Preise, steigt das Transaktionsvolumen und damit auch der Umsatz der Zahlungsabwickler.

    Wenn die Inflation weiter steigt, sinken nicht zwangsläufig die Onlinekäufe - zumindest nicht stärker als Offline - es sei denn, Du beziehst Dich nur Grundnahrungsmittel etc. - hier wird online auf absehbare Zeit nicht (viel) stärker, dazu sind die Margen im Lebensmittelhandel zu schwach und das Vertrauen in die Lieferung von (speziell frischen) Lebensmitteln auf absehbare Zeit zu gering.

    Die geringe Inflation in den letzten Jahren war u.a. auch dadurch geprägt, dass man online deflationäre Tendenzen durch das geringe Preisgefüge hatte - vieles war (und ist) online günstiger als offline. Ich würde nicht sagen, dass in einem inflationären Umfeld online (außerhalb des Lebensmittelbereichs) gegenüber offline im Nachteil ist.

    Target ist ein Offline-Discounter in Amerika - die Firma dürfte kaum großartig Paypal-Zahlungen nutzen, oder meinst Du, die setzen Zettle ein? Das weiß ich nicht, aber Paypal muss sicherlich noch viel tun, um die Verbreitung von Zettle zu steigern, um mehr im Offline-Bereich Fuß zu fassen.

    Venmo wächst derzeit noch sehr stark und die Integration in Amazon kann auch nicht schaden.

    Du sprichst die Kreditkartenfirmen wie Visa und Mastercard an: Ja, die haben eine extreme Machtstellung. Aber momentan hat Paypal eine fast doppelt so hohe Free Cash Flow-Rendite wie Visa und ist daher für mich momentan attraktiver bewertet.

    Was EC-Kartenzahlungen anbelangt, habe ich erste Positionen in Global Payments und Fiserv eröffnet. Global Payments hat aktuell eine Free Cashflow-Rendite von mehr als 8 % und damit bei weitem mehr als doppelt so viel wie Visa, leider gefällt mir die Bilanz hier nicht so gut.

    PYPL sieht nicht uninteressant aus. Kauf bei neuem Tief, oder Überschreitung des SMA60?


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    Mit Charttechnik habe ich es nicht so, aber fundamental liegt Paypal aktuell bei mehr als 6 % FCF-Rendite, die in den nächsten Jahren auf mehr als 10 % ansteigen soll. Das klingt schon nicht uninteressant, zumal Paypal rein theoretisch ein Inflationsgewinner sein könnte.

    Da ich gerne eher 8-10 % FCF-Rendite habe, habe ich zwar schon eine erste Position gekauft, aber nicht mehr. Die Bewertung ist den USA ist immer noch sehr hoch, Paypal hat dieses Jahr Gegenwind, weil online schwächelt und Paypal offline noch nicht viel Umsatz bringt.

    Es könnte also durchaus noch weiter fallen, dann wird nachgekauft. Falls (wieder Erwarten) nicht, habe ich zumindest schon mal eine Position.

    Teladoc meldet 43 $ Verlust pro Aktie !!!!! Nachbörslich -35%.

    Die sind doch Insolvent?!?

    Vom Highflyer zum Rohrkrepierer. Krass !


    Pleite sind die noch nicht - mehr als 41 USD davon gehen auf ein goodwill impairment zurück - ich vermute mal, durch die (viel zu teure) Livongo-Übernahme.

    Teladoc wie Peloton standen immer auf meiner "Do not touch"-Liste, weil beide massiv von den Lockdowns profitiert haben, was sich dennoch nicht in den Ergebnissen gezeigt hat. Teladoc hat(te?), glaube ich, immerhin noch positiven freien Cashflow, was Peloton nicht vorweisen kann, wahrscheinlich, weil die die Produktionskapazitäten durch neue Fabriken ausweiten mussten, um die Nachfrage zu bedienen. Und bei eben diesen neuen Fabriken steht jetzt die Produktion aufgrund der eingebrochenen Nachfrage teilweise still...

    Bayer macht echt antizyklisch Freude aktuell.

    Grade weil sie so gedisst waren, alles mögliche gegen sie spricht und sie dennoch steigen.


    Das liebe ich, dieses Hochklettern an einer Mauer aus Angst, wo die Beobachter alle weiter skeptisch bleiben...das führt oft zu langen, unaufgeregt stetigen Anstiegen.


    Könnte man fast nochmal aufstocken.


    Hältst du noch andere Pharmas Winter ?

    Ich bin zwar nicht Winter, aber vielleicht magst Du Dir noch Takeda Pharmaceuticals aus Japan anschauen. Aktuell mit knapp 13 % Free Cash Flow Yield, 5 % Dividende, Schuldenreduktion und Aktienrückkäufe.

    Wichtig: Nicht mit der "alten" Takeda vor der Shire-Übernahme 2019 vergleichen; ein Großteil Ihrer tollen Assets stammen aus der Shire-Übernahme, ebenfalls dürfte das Blutplasma-Geschäft wieder stark anziehen, falls wir jetzt endlich größtenteils mit Corona durch sind.

    Ein potentielles Sahnehäubchen wäre noch der sich in der Pipeline befindliche Impfstoff gegen das Dengue-Fieber. Aber ehrlich gesagt, bei den Assets, die Takeda schon am Markt hat, mit knapp 13 % Free Cash Flow Yield, ist alles andere nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

    Bitte Vorsicht mit Links zu SeekingAlpha. Man hat dort nur noch 5 Artikel pro Monat frei und verbrät mit jedem Link, dem man folgt, einen davon.


    Kleiner Tipp: Zumindest aktuell funktioniert es noch so: Ein privates Fenster in einem Browser öffnen, dann kannst du 2 Artikel bei Seeking Alpha lesen, ohne einen Account zu besitzen. Artikel sind mittlerweile aber (zumindest teilweise) auch News.

    Nach zwei gelesenen Artikeln dann das private Fenster schließen und wieder ein neues privates Fenster öffnen, dann geht das Spiel von vorne los.

    Möglicherweise muss man zwischendurch den Browser neu starten, bei mir funktioniert es aber auch so.

    Eventuell musst du dich vorher ausloggen oder du nutzt einfach einen portablen Browser, in dem du nicht eingeloggt bist, hier bin ich immer noch Fan von Firefox Portable.

    Hmm... ich glaube, letztes Jahr ist eine Meilensteinzahlung an CRISPR über 900 Mio. USD geflossen (mit denen zusammen wird bezüglich Sichelzellanämie gearbeitet).

    Auf die Schnelle:

    GAAP research and development expenses $1,407,090

    Non-GAAP research and development expenses $383,255

    Könnte also in etwa hinkommen mit der Meilensteinzahlung...


    Sorry, sehe ich anders. Vertex hat (wie viele Biotechs) jahrelang Verluste geschrieben, weil sie KEIN Produkt am Markt hatten. Das Produkt bzw. die Produkte, was Sie jetzt am Markt haben, ist das einzige Mittel, was es gegen Mukoviszidose gibt - sie haben hier eine Monopolstellung und kein anderes Medikament in dem Bereich ist in Phase 3, das heißt hier kommt Konkurrenz, wenn überhaupt, frühestens in 3-4 Jahren.

    Wer Mukoviszidose kennt, weiß, was für eine besch... Krankheit das ist.

    Die Patente für die früheren Mukoviszidose-Medikamente laufen Ende des Jahrzehnts aus, die noch wichtigeren Patente für das neueste Mukoviszidose-Medikament Trikafta laufen erst 2037 aus.

    Ein immer größer werdender Teil der MK besteht aus Cash und sollten sie die Zulassung für Sichelzellanämie erhalten (wovon ich ausgehe), sieht es noch besser aus - bisher geht der Markt noch von einem One-Trick-Pony aus.


    Ein weiterer Blockbuster könnte ihr neuer Ansatz für Diabetes 1 sein - hier ist der Ansatz, dass der Patient selbst wieder Insulin produzieren kann.


    Weder Sichelzellanämie noch Ihr bahnbrechender Ansatz für Diabetes 1 sind in meiner DCF-Analyse berücksichtigt - das wäre zusätzliches Potential für die Aktie.

    Bayer habe ich übrigens auch, bei 46 Euro gekauft, sowie Bristol Meyers für 57 USD - meine Bristol Meyers Position ist etwa 1 % des Depots und knapp doppelt so groß wie Vertex - diese liegen also bei 0,5 %.

    Solltest du Recht haben mit den 50 USD (wovon ich nicht ausgehe), wird es mich nicht umbringen). Mein Kursziel bei Vertex laut DCF-Analyse wäre knapp 400 USD auf Sicht von 4 Jahren - mal schauen, wer Recht behält. ;-)

    Die ersten 50 Werte würden einen schönen NeuenMarkt Index abgeben,


    Einspruch: Bitte nur 49 der ersten 50 Stück für den Neuen Markt Index nehmen - Nummer 31 ist nämlich Vertex Pharmaceuticals, die sind hyper-profitabel... trotz mehr als 30 % Kursanstieg seit Kauf immer noch ein EV/EBITDA im einstelligen Bereich, KGV liegt auch noch unter 20.... und jetzt die Margen:

    Eigenkapitalrendite 41,32 %
    Rendite auf das eingesetzte Kapital 36,28 %
    Nettogewinnmarge 46,92 % (!!!!!!!!!!!!!)

    Dass eine meiner Depot-Positionen bei ARK zu finden ist... was wollen die mit so einem profitablen Unternehmen 8o


    Jupp, ich habe auch viele Werte im Depot, die man als Value klassifizieren kann (zum Beispiel habe ich während Corona mir das Depot mit REITs vollgeladen, nicht weil ich davon ausgegangen bin, dass die großartig wachsen, sondern, weil die damals zu einstelligen P/FFOs zu haben waren und mir eine Yield on Cost von 8-12 % eingebracht haben, also persönliche Dividendenrendite.

    Ich gebe zu, dass ich mir schwer tue, zu KGVs höher als 20 zu kaufen - mache ich selten. Selbst Microsoft habe ich 2012 zu einem KGV von 16 oder 18 gekauft (EV/EBITDA von 6 oder 7, glaube ich) - und das für Microsoft!!! Alle dachten, der Laden stirbt demnächst - ich war anderer Meinung, bin halt Contrarian ;-)

    Öhm... bitte Growth (also so etwas wie Cloudflare mit KUV 40) nicht mit Growth at a reasonable price verwechseln!

    Growth at a reasonable price ist eher so etwas mit einem PEG-Ratio unter 1, die Unternehmen schreiben schon Gewinne (in wenigen Fällen reicht mir auch schon ein positiver Cashflow aus, wenn die Gewinnschwelle in naher Zeit bevorsteht).

    GARP sind zum Beispiel so etwas wie:

    Sprouts Farmers Market (eine "langweiliger Bio-Supermarkt-Kette) Bei Kaufkurs KGV etwa 11, KUV 0.4, EV/EBITDA 5.2, ROIC 16 %
    Seit 2015 wurden Umsatz und Gewinn im Schnitt 12 % p.a. gesteigert, trotzdem war die Aktie beim Kauf günstiger als Kroger, Ahold etc. bewertet, obwohl Sprouts profitabler ist und schneller wächst -> das ist für mich günstig

    Venture Life (Ende 2020 bei 29 pence gekauft) Bei Kaufkurs KGV etwa 13, KUV 1, EV/EBITDA 4.5, ROIC ist allerdings schwach mit 3,3 %

    Produzent von Mundwasser, Zahncreme und ähnlichen Artikeln, haben in den letzten 1-2 Jahren kleine Zukäufe getätigt, die höhere Margen haben

    Seit 2015 wurde der Umsatz im Schnitt um 23 % p.a. gesteigert, Gewinne werden seit 2018 geschrieben. PEG-Ratio 0.3 (!), KGVe 9, unter Buchwert zu haben -> das ist für mich günstig

    Seit neuestem: J-Stream (Durchschnittskurs von 600 Yen): KGV 2022 8.5, KUV 1, EV/EBITA unter 3 (!), ROIC 28 %

    Seit 2015 wurde der Umsatz um 21 % p.a. im Schnitt gesteigert, der Gewin sogar um 50 % p.a. -> das ist für mich geradezu schreiend günstig, auch wenn das Wachstum in den nächsten Jahren nachlassen dürfte

    Neu an der Börse? Hmm... kommt drauf an... eine meiner ersten Aktien war Audi... das dürfte so 1998 oder so gewesen sein. Also nein, den Crash 1987 habe ich nicht mehr erlebt, 2000 und 2008 war ich aber dabei (und habe jeweils zu günstigen Kursen nachgekauft).

    Versteh' mich nicht falsch: Es ist durchaus gut, dass du Usern, bei denen du denkst, dass die nur Aktien von Unternehmen wie Docusign, Cloudflare, Zscaler und viele mehr mit KUVs von 20-100, größtenteils ohne Gewinne etc., warnst - denn viele Neueinsteiger haben in den letzten Jahren Ihre Depots mit diesen Werten gefüllt (das sieht man u.a. sehr schön auf Youtube, wenn dort die Depots vorgestellt werden).

    Das ist aber nicht mein Ansatz. Und, nur um es mal klar zu sagen - wenn etwas (zu) günstig ist, dann kaufe ich auch Unternehmen, die nicht großartig im Umsatz und Gewinn wachsen, nur zum Beispiel:

    Anfang 2020 (noch vor Corona) habe ich United Natural Foods (ein US-Supermarkt-Großhändler, dementsprechd mit geringen Margen) gekauft, zu knapp 8 USD - dann kam natürlich COVID und es wurde noch günstiger.

    Aber jetzt, wo die Aktie bei 36 USD steht, also mehr als 4 x so hoch, sehen die Kennzahlen immer noch so aus:

    KGV 8, KUV 0.07 (klar, Großhändler), EV/EBITA 5.35 - und das alles nach mehr als einer Vervierfachung - die Aktie war dermaßen billig, weil der Markt angenommen hat, dass Schulden aus einer Übernahme nicht zurückgezahlt werden können

    United Natural Foods ist ein Beispiel (ebenfalls Signet Jewelers), dass es auch 2019 und 2020 in den USA, bei absoluten Rekordbewertungen, noch extrem günstige Aktien gab (und teilweise immer noch gibt).

    Aktuell ist zum Beispiel Cumulus Media sehr interessant (auch kein GARP-Wert) - ein Konzern, der Radiostationen betreibt (ja, ich weiß, langweilig), aber auch ein stark wachsendes Podcast-Business betreibt. Kam aus einer Insolvenz und hat seitdem die Schulden stark zurück gefahren

    KGV 2022 soll weniger als 4 betragen, EV/EBITDA knapp 1 (!!!) - da soll noch einer sagen, es gäbe keine günstigen US-Aktien mehr... ;-)

    Sorry für das lange Posting :-)

    Ein größeres Problem ist meiner Meinung nach die Intransparenz für ausländische Investoren. Es gibt viele günstige Firmen, aber leider reporten die nur das aller notwendigste auf Englisch. Presentationen findet man z.B. fast gar nicht auf Englisch bei solchen kleinen Unternehmen.

    Und um das Geschäftsmodell zu verstehen, reicht mir ein 20ig seitiger annual report leider nicht.

    Es gibt aber auch Ausnahmen! Zum Beispiel Hamee .... die habe ich mir letztens erst angesehen und halte sie für recht interessant.

    Einerseits haben sie eine Cashcow (Smartphone Accessoire E Commerce) und andererseits haben sie ein gut wachsendes und margenstarkes SaaS-Segment. Hier bieten sie eine Lösung für Händler an, die auf mehreren Seiten einen Shop einrichten möchten (E-Bay, Rakuten, amazon,....). Die Software übernimmt die Einrichtung auf den verschiedenen Shops und macht somit eine einfache Multi-Shop-Strategie möglich.

    Ich hab mich noch nicht näher damit befasst, weil SaaS nicht gerade zu meinen Kompetenzereichen zählt und ich eine andere, interessantere Firma zurzeit analysiere.


    Da hast du vollkommen Recht, das ist ein Problem. Es gibt teilweise noch nicht einmal eine englischsprachige Homepage... eine Seite, auf der man sehr ausführliche Infos zu einzelnen Unternehmen findet, ist diese hier:

    https://sharedresearch.jp/en/companies/

    Leider halt auch nur für eine Handvoll Unternehmen, aber mehrere meiner Unternehmen auf der Watchlist sind auch dabei, zum Beispiel auch Infocom (erste Position eröffnet) oder Base Co. (mir noch zu teuer) oder die von dir genannte Hamee, die auch auch gerne noch etwas günstiger haben würde...

    Erstmal beeindrucken mich einstellige EV/EBITDAs überhaupt nicht - das ist schon Grundvoraussetzung, sich eine Aktie überhaupt auch nur anzuschauen, und auch EV/EBITDA 4 ist für mich eher normal, ebenso wie KBV < 2.

    Kommt drauf an, würde ich sagen. Wenn man ein Unternehmen hat, dass kaum im Umsatz und Gewinn wächst, dann kann ich die Einstellung, dass man ein EV/EBITDA 4 und KBV unter 2 als Grundvoraussetzung zu sehen, durchaus verstehen.

    Ich investiere größtenteils eher nach Peter Lynch, also GARP (Growth at a reasonable price). Und Unternehmen, die über viele Jahre hinweg deutlich zweistellig im Umsatz und Gewinn wachsen, findet man häufig eher nicht mit einem EV/EBITDA von unter 5 - speziell nicht, wenn Sie hohe Werte bei ROE, ROA und ROIC erzielen.

    Die zu erwartende Überrendite ist schon deutlich, wenn man ein Unternehmen zu einem EV/EBITA von unter 5 findet, dass zugleich 10-20 % pro Jahr im Umsatz und Gewinn wächst UND ROE, ROA und ROIC von mehr als 20 %, idealweise mehr als 30 % erzielt.

    Was die Margenausweitung anbelangt: Da viele der der Unternehmen auf meiner Watchlist im digitalen Bereich (Software, Plattformen, digitale Services etc.) sind, lassen sich die Margen bei steigenden Umsätzen schon gut skalieren und können durchaus noch weiter steigen.

    Einen hohen ROE finde ich speziell schön, wenn das Unternehmen keinerlei Schulden hat - denn mit hohem Fremdkapital kann man man natürlich auch ROEs künstlich "aufhübschen".

    Die Begeisterung für Japan teilt GMO sich mit Peter Hubers Taunus Trust. Ich kann dem nicht so recht folgen, denn Japan ist nach allen Quellen eher überdurchschnittlich teuer. Aber vielleicht sind kleinere Value-Aktien dort besonders interessant.


    Was Japan anbelangt: Es sind meines Erachtens hauptsächlich Smallcaps und Microcaps, die so richtig günstig sind - der Vorteil in Japan ist, dass es IPOs von Unternehmen gibt, die sehr früh in Ihrer Entwicklung stehen, daher kann man sich hier schon sehr früh beteiligen, während es in den USA zum Beispiel (fast) komplett Private Equity vorbehalten ist.

    Das EV/EBITDA-Verhältnis wird dadurch nach unten verzerrt, dass viele dieser Unternehmen sehr hohe Cashquoten haben (und häufig keinerlei Verschuldung). Dadurch findet man massig Unternehmen, die nicht nur ein einstelliges EV/EBITA haben, nein, man findet durchaus Unternehmen mit einem EV/EBITDA von unter 5, teilweise unter 3!

    Wenn man dann noch hinzu nimmt, dass diese Unternehmen nicht nur Umsatz und Gewinn seit Jahren steigern, sondern häufig auch die Margen, der Buchwert (auch der tangible) häufig bei unter 2, teilweise sogar unter 1 liegt und das bei Unternehmen, die Umsatz und Gewinn seit Jahren steigern, dann würde ich es schon als günstig bezeichnen.

    Aber ja, es sind halt hauptsächlich die Smallcaps... die großen japanischen Werte sind nicht unbedingt schreiend günstig... aber Japan könnte auch den Vorteil haben, dass im Gegensatz zu den meisten andereren Ländern weitaus weniger Inflationsdruck durch Lohnsteigerungen zu befürchten ist.

    Also ich würde schon sagen, das Japan teilweise sehr günstig ist, sofern man nichts gegen Smallcaps mit Marktkapitalisierungen von teilweise unter 250 Mio Euro hat (der Enterprise Value liegt teilweise unterhalb von 50 % der MK).... mir sind sogar ein paar kleine Small Caps mit negativem EV begegnet, die durchaus profitabel sind... diese konnten aber Umsatz und Gewinn in den letzten Jahren nicht großartig steigern... nichtsdestotrotz... negativer EV bei nicht-zyklischen, stabilen Geschäftsmodellen kommt einem (außer in Crashs wie 2008) nicht allzu häufig unter...


    Prozentual ist gar nicht soviel passiert beim Margenkredit, wenn man den Yardenis-Charts folgt (siehe witch's link), was allerdings wundert. Wie kann das sein?

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    Beim Yardeni-Chart steht doch "Margin Debt as a percent of S&P 500 market cap" - und eben diese Marktkapitalisierung ist sehr stark angestiegen, siehe folgenden Chart:

    https://static.seekingalpha.com/uploads/2020/1…88Q1-2019Q4.png

    Längerfristig könnte ich mir vorstellen (ja, ich weiß, gehypte Branche), dass tatsächlich 3D-Druck auch profitieren könnte - speziell, nachdem ich in diversen Videos gesehen habe, dass Teile aus dem 3D-Drucker häufig wesentlich stabiler sind (u.a. weniger Sollbruchstellen) und aus wesentlich weniger Einzelteilen bestehen.

    Zusätzlich fällt hier der Transport weg (gut, die "3D-Tinte" muss natürlich auch transportiert werden), außerdem kann man die Teile eher nach eigenem Bedarf produzieren... aber wie lange es dauern könnte, bis sich sowas auf breiterer Front durchsetzen könnte... puh... gute Frage...

    Die meisten Firmen aus dem Bereich sind auch übel hoch bewertet oder schreiben tiefrote Zahlen... Jabil wäre vielleicht eine Möglichkeit - KGV um 10, allerdings weiß ich nicht, wie hoch der Umsatzanteil am 3D-Druck aufgrund der Kooperation mit 3D-Systems sein könnte... ist aber auch sonst keine uninteressante Firma...