Beiträge von Joe

    2 Tage hintereinander = 2 HO's.

    Zitat

    Main Criteria

    • Simultaneous Highs and Lows: The number of new 52-week highs and the number of new 52-week lows on the New York Stock Exchange (NYSE) must both exceed a minimum threshold (typically 2.8% of total issues traded, or at least 2.2% in some adjusted models) on the same day. [1, 2]
    • Highs/Lows Ratio Limit: The number of new 52-week highs cannot be more than double the number of new 52-week lows (though new lows can be more than double the new highs). [1, 2]
    • Market Uptrend: The broader market index (such as the NYSE Composite or S&P 500) must be in a nominal uptrend, defined as being higher than it was 50 trading days (about 10 weeks) ago. [1, 2]
    • Negative Market Breadth: The McClellan Oscillator (a breadth indicator measuring advancing/declining issues) must be negative on that same day. [1, 2]
    • Clustering Requirement: A single day triggering these rules is often viewed as a preliminary warning; a true validated signal generally requires a cluster of multiple occurrences within a 30-day window.

    Weil die Leute die Kriterien des HO's unterschiedlich stark einstellen kann es leichter oder schwerer getriggert werden.


    Simultaneous Highs and Lows:

    mindestens 2.8% + 2.8% = mindestens 5.6% aller Aktien die zufaellig ein neu 52W hoch oder 52W tief erreichen ist viel seltener als wenn es 2.2%+2.2% = 4.4% aller Aktien betrifft. Leider schreiben die Analysten nie, was ihre Kriterien waren.


    Im Prinzip zeigt das HO an das die Indizes noch steigen, die gleichgewichteten Indizes (kleinste Microcap Aktien genauso gewichtet wie die magnificient 7) jedoch bereits fallen. Darum "Market Uptrend" (index zeigt steigend) + "Advancin/Declining" (breadth zeigt fallend, sieht man oft im eigenen Depot: die eigenen Aktien laufen schlecht).

    Und so geht es an 3 verschiedenen Tagen. Je oefter ein HO getriggert wird desto auffaeilliger. Die Interpretation ist: Viele Investoren verabschieden sich, waehrend die Euphorie an den bekannten Mainstream Aktien noch anhaelt. Es ist eine gute Idee, doch es koennte auch zufaellig mal so sein. Da es soviele Kriterien benoetigt ist "Data-Mining" nicht ganz von der Hand zu weisen. Praktisch gesehen kommt noch die unterschiedlichen Einstellungen hinzu. Die juengsten 4 HO's wurden nicht ueberall bestaetigt, sie sind vermutlich schwaecher eingestellt worden.

    Normalerweise wird das HO sehr selten getriggert, es kann Jahrelang ausbleiben. Doch 2026 wurde es sehr oft getriggert.

    Ich sehe auch welche Aktien steigen und welche fallen: bestimmt Tech-Aktien steigen, und insbesondere Automobil branche Aktien fallen.

    Der Markt ist nicht konform.

    Wenn die Leute risikofreudig sind, dann sind sie es normalerweise fuer alles. Risiko wird ausgeblendet - fuer alle Aktien.

    Da wir einen Crash erkennen wenn er schon -30% hingelegt hat, waere es schoen, Fruehwarn Indikatoren zu haben. Das HO ist so ein Indikator.

    Dann blickt man auf Bonds: Auch hier total Risikofreudig? Nein! C-Bonds Zinsen steigen, waehrend sicherere B-Bonds fallen. Normalerweise wuerden die Leute fuer ein paar Prozent mehr auch den letzten Schrott kaufen. Doch nicht zur Zeit.

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    Die oberste dunkelgruene Kurve sind C-Bonds. Ihre Rendite steigt seit 1.5 Jahren. Seit ca. 1 Jahr eindeutig anders als alle anderen Bonds. (Anfang 2025 stiegen alle Renditen, und sie fielen auch alle gleichzeitig bis ca. vor einem Jahr. Vielleicht sehe ich nochmal einen gleichlauf Anfang 2026 bis ca. April: Die Renditen aller Bonds steigen und fallen. Seit April faellt die dunkel-blaue Kurve (B-Bonds) waehrend die C-Bond rendite weiter steigt.

    Meine Interpretation: Die Leute fangen an Risiko zu vermeiden, es koennte ein Sentimentwechsel anzeigen.

    Jetzt noch ein Trigger, und es stuerzt alles grandios ab.

    Und noch eine Risiko Messung: Margin-debt --> zocken auf Wertpapierkredit. Je hoeher die Kurse desto mehr Kredit benoetigt man, so dass die absolute Margin-Debt hoehe nicht soviel aussagt. Man muss es durch etwas brauchbares teilen. Die Geldmenge M2 sieht gut aus. Andere haben es mit dem BIP (=GDP) probiert. Hier der Chart Margin-debt/ M2 (und darunter ein weniger aussage-kraeftiger Chart: je hoeher die Kurse, desto mehr Kredit bekommt man. Deshalb der Versuch mit der Geldmenge M2, um es in ein besseres Verhaeltnis zu setzen. Aber ist M2 zwingend logisch? Ich weiss nicht so recht):

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    Dann noch diese Indikation:

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    Die Zinskurve war vor einem Jahr recht flach, vor einem Monat noch flacher (4.501% - 4.209% = ca. 0.3% Unterschied) hat sich jedoch mittlerweile entspannt. Das ist eine leichte Entwarnung. Allerdings: es crashte nie wenn die Zinskurve negativ wurde, sondern erst 12-18 Monate danach. Dieses Danach ist ca. JETZT. Wir liegen mehr als 12 Monate nach der negativen Zinskurve, und naeher dran an 18 Monaten.

    Das ist alles keine genaue Wissenschaft. Wenn es erst 20 Monaten spaeter seit negativer Zinskurve crasht, ja, dann wuerde ich die negative Zinskurve fortan noch hoeher gewichten anstatt zu sagen: "diesmal hat das nicht funktioniert".


    Jetzt muss es nur noch crashen, was es ueberhaupt nicht tut. Und was den Newsflow angeht: vermutlich nur positives zu erwarten - Iran Krieg geht zuende, Russland/Urkraine Krieg wird beendet, Oel faellt, Trump wird abgeloest ... sowas ist eher zu erwarten als negative News.

    Die Indikatioren warnen vor einem Crash. KOSPI Crash koennte als Vorlaeufer gesehen werden.

    Das Gute ist: es gibt Alternativen zum Aktienmarkt. Beispielsweise: Die Zinsen sind relativ hoch, man muss nicht komplett auf Rendite verzichten. Einige Bonds rentieren mit 6% und ich halte sie fuer sicher.

    HO wurde am Donnerstag 6. August getriggert. Somit 4 neue HO's in weniger als 2 Wochen. Die aelteren HOs fallen demnaechst oder sind bereits aus dem 6 Wochen Fenster herausgefallen. Somit "nur" 4 HO's, wobei 3 HO's schon deutlich genug waeren.

    Es gibt Jahre da wird kein einziges HO getriggert. Die auffaellig haeufigen HO's zeigen einfach einen Markt der eigentlich schon angefangen hat zu fallen, nur die grossen Indizes werden noch von Tech-Aktien angetrieben. Wer keine Tech-Aktien besitzt koennte damit schlecht gefahren sein.

    Somit keine Entwarnung, ich glaube noch immer, dass es jeden Tag demnaechst passieren koennte.

    Ich lag wohl falsch mit meiner Crash Vorhersage. Nichtsdestotrotz sind die HO Signale alle noch scharf, debt-Margin zu "irgendwas" (beispielsweise zu M2) in den USA ist abscheulich hoch. Ich halte insbesonder die AI investitions ausgabe mittles Schuldenexzesse fuer gefaehrlich (Lando hatte ebenfalls diesen Gedanken, siehe seinen Post vorher).

    Ich sehe keinen Trigger. Eher im Gegenteil: Iran-Krieg mit SoH situation und Russland/Ukraine Krieg kann nur besser werden, d.h. positiver Newsflow ist eher zu erwarten als ein Crash trigger.

    Ich bleibe bei meinen Short-Investments, und fahre damit bisher sehr zufriedenstellend, besser als nur die Tagesgeldzinsen auf irgendeinem Konto. Nicht ohne Risiko, aber jedenfalls mit stark reduziertem Crash-Risiko.

    Je hoeher die Bewertungen an den Boersen, desto mehr lohnt es sich, nicht long-Aktien zu gehen. Das Jahr 2026 laeuft bisher hervorragend, aber das war 1999 auch schonmal so. Es bleibt ein heisser Ritt, der immer heisser wird.

    (Pssst: Lorbeeren gehen gerne an Dich. Gesehen von dem Zeitpunkt aus als Du sie genannt hast - ja, steht im Minus. Ist alles eine Frage des Zeitpunktes ob man im Minus ist, oder nicht, und weniger wer sie wann gefunden hatte, sondern wann-zu-welchem-Preis? Was das angeht, uebernehme ich gerne die Schuld bei Kursen unter £2)

    Tolle Arbeit und Analyse Winter !

    Hier der Unterschied zwischen der Dotcom Blase und heute: P/E peak ist heuer nicht so hoch. Die teuren Leader haben echte Einnahmen. In der Dotcom Blase war's heisse Luft. Man wird viel Umsatz haben und man wird einen hohen Cashflow haben und die Gewinne werden hoch sein - aber derzeit ist man noch in den Startloechern. Man sah dass das Internet eine tolle Sache wird, views-per-page Wachstumsraten. Verluste waren ok, man investiert und views-per-page war die neue Metric.

    Das ist bestimmt aehnlich bei AI Klitschen der Fall, doch diesmal konzentriert sich alles auf die paar grossen AI's: Grok, GPT, Claude/Fable, Gemini, keine Ahnung ob DeepSeek noch im Rennen ist. AI's die man alle nur indirect handeln kann.

    Was die Euphorie in der dotcom blase angeht, sie ist schwer zu messen, doch wie immer man sie misst, subjektiv glaube ich war damals die Naivitaet und der Wahnsinn damals noch viel groesser als heute.

    "Volksaktie Telekom", "B2B/B2C", "Cashburn rate", "Biotech", Firmen die "dot" oder "com" oder "net" im Namen hatten stiegen alleine wegen ihres Namens, Gewinne waren egal, die Idee zaehlte und die survival rate (cashburn). Es gab Firmen, die bestanden aus wenig mehr als eine Powerpoint Praesentation. Und dann ein haufen IPOs mit anschliessenden Betrugsskandalen. Es gab grandiose Fehlschlaege: Solarworld, Enron, CargoLift, manche ueberlebten - aber wie? Singulus Kurs heute bei ca. 7.58 Euro, rueckgerechnet auf Juli 2000 war der Kurs in der Spitze bei ca. 11,000.00 Euro = Du teilst den Kurs durch 1000 und Du bist noch nicht einmal nahe dran am heutigen Kurs.

    Value small cap hat aber insgesamt sogar zugelegt. 2000 und 2001 gab es Gewinne (18.x% und 18.x%), erst 2002 war Value-small-cap ein bisschen (-8.x%) betroffen, insgesamt jedoch ein Plus.

    Leider ist nicht bekannt wie sich "Value" zusammensetzt. Einfach nur Aktien mit niedrigem KBV?

    Die Alternative zu Aktien waren damals Bonds: Selbst Staatsanleihen rentierten mit ca. 7% p.a., und wenn man ein bisschen suchte, fand sich sicherlich auch besseres. Immerhin ist "Value" ja auch ein Filter, warum also nicht "BB+" herausfiltern?

    Achja, wie aehnlich das doch alles ist: auch jetzt sind die Zinsen nicht bei Null, und auch jetzt gibt es Alternativen, vermutlich nicht so gut wie damals, aber immerhin.

    Die Zeichen bei der Dotcom Blase waren schon 1998 vorhanden, und es crashte auch (ein bisschen), erholte sich jedoch und ging auf neue Hoehen, bis dann ca. Maerz 2003 der Trend kippte.

    Viele hatten schon 1998 gewarnt, und man hatte von 1998 noch 2 Jahre Zeit gehabt.

    Was die jetztige Blase angeht, die Zeichen sind doch genauso klar. Es gibt Ausgaben excesse wegen AI.

    Margin debt - zocken auf Kredit - ist nach gaengigen Metriken auf Rekord Verrdaechtigem Niveau

    Sogar die starke Aehnlichkeit zum 2000-2003 Crash ist gegeben. Wieder ist es Tech, wieder Schuldenexcesse, und das bei relativ hohen Zinsen (verglichen mit den letzten 20 Jahren).

    Welche Anzeichen fehlen Dir denn noch nixda ?

    Das Gute ist diesmal, dass ich gar nicht recht haben muss, sondern nur richtig investiert sein muss. Nur mal als Beispiel: wer vor 25 Jahren in Gold gegangen ist, hat, obwohl keine Dividenden sprudelten, dennoch recht gut performt. Man koennte also sagen, der paranoide Beobachter/Willy/Vinas hat falsch gelegen, und doch hat er durch seine Gold Kaeufe beim Gordon-Brown Bottom erfolg gehabt, war also richtig investiert, auch wenn der Zusammenbruch bis heute nicht kam.

    es muss uebrigens nicht der "grosse" Crash sein. Derzeit lohnt es m.E. sogar, einfach nur auf hoehere Vola zu warten.

    6 HO's (3 genuegen!) und ein Rekordverdaechtiges "Margen-Debt ratio zu irgendwas" (z.B. zur Geldmenge M2), und noch immer liegt die negative Yield Kurve keine 18 Monate hinter uns (dieser Indikator also auch auf "Alarm" - das genuegt vollkommen. Selbst wenn es ab jetzt fuer immer teuer bleiben wird, es wird schon nicht fuer immer eine Vola von VStoxx unter 20 bleiben.

    Das ist alles eine Frage des Zeithorizonts. Waehrend ich auf die nachsten Jahrzehnte skeptisch bin, habe ich keine Angst in Geldwertnahes dieses und vielleicht auch naechstes Jahre zu gehen. Fuer den Fall dass ich das unterschaetze (ihr sowieso) habe ich Gold...blabla... alles schon diskutiert.

    Was den Aktiencrash angeht, da ist meine Prognose schon seit ueber einem Monat: kann jeden Moment passieren. Derzeit sehr hohe Crashgefahr, immer noch. Schon seit Wochen, ich weiss, aber es ist so.

    was willst Du? Staenkern? Offenlegung meiner Allokationen? Grossteils bin ich nicht long, und nicht in Geld. Das muss genuegen. Irgendwo ist alles irgendwie Geld, je kurzfristiger es ist. Man stelle sich vor eine Hyperinflation passiert, dann nuetzen mir Aktien, die in 4 Wochen faellig werden, recht wenig. Vielleicht ist es sogar noch schlechter als Bargeld, denn Geld kann ich ausgeben, Aktien benoetigen 1-2 Tage settlement und vor allem einen Kaeufer. Aktien-long zwar besser, aber auch die sollen Geld verdienen. Real gesehen werden sie in einer Hyperinflation auch drastisch verlieren, solange bis sie real deutlich unterhalb ihres harten Buchwertes gefallen sind, Buchwerte die kein Geld verdienen koennen. Beispielsweise: Solarienbaenke im Studio bei Hyperinflation? Besser als Bargeld, aber kaufen mag die auch in diesem Fall auch keiner. Fotoalben/Postkarten/Maschinen-die-Flaschenoeffner-herstellen, Dinge die verkauft werden wollen, aber keinen essentiellen Charakter haben, da ist der Buchwert nicht einloesbar.

    Alles hat Risiken, man kann nicht nicht investiert sein. Jedenfalls, anders als Du oder andere vermuten wuerden, die Alternative zu Aktien-long muss nicht heissen, man hat alles Geld auf dem Konto oder in bar.

    Ich bin kaum in Cash (bisschen habe ich, man hat muss ja schliesslich auch von etwas leben). Am ehesten habe ich einen guten Teil in einem ETF das 4-5% recht sicher bietet (der Chart wie mit dem Lineal gezogen). Ansonsten bin ich in Aktien kurzfristiger Natur (grossteils), und weniger als 10% in Aktien "long" (BMW, Northern Bear, Orchard, B&M und ein paar Rest-Aktien die nicht viel wert sind). Der Aktien-Crash kommt bestimmt, da bin ich immer noch davon ueberzeugt (6 HO's sind noch gueltig!), aber das scheinst Du nicht zu meinen. Was Du mit Wahrscheinlichkeit meinst zwischen 10%-90% - da weisst Du mehr als ich? Die Geldentwertung des Euros? Je nachdem wie weit Du in die Zukunft blickst. In 100 Jahren gibt es zu 90% keinen Euro mehr? Innerhalb der naechsten 10 Jahre zu 10% keinen Euro mehr? Meinst Du das?

    Kommt halt alles auf den Zeithorizont an.

    Ich wuerde erwarten, dass der Oelpreis faellt, falls das rote Meer und die SoH wie vor dem Irankrieg frei befahrbar sind, und falls Russland die Drohnen attacken der Ukraine soweit in den Griff bekommt, dass Russlands Raffinerien wieder bedenkenlos produzieren koennen.

    Wie weit er faellt, ob er faellt, ob hier schon eine Erholung eingepreist war und der Oelpreis ueberhaupt faellt - dass wird uns der Oelpreis schon sagen.

    Ich bin kein Experte beim Oel, bzw. jeder kann den Oel-Preis ablesen, soviel Experte kann jeder sein, ist nicht schwer.

    Mir faellt es leichter eine Ueberbewertung des US-Marktes bei Aktien zu erkennen, als den Oelpreis vorherzusagen.

    Anderen faellt es offenbar bereits schwer den Oelpreis abzulesen, der mit der Panik-Delusion wohl kaum in Einklang zu bringen ist, bei nur $83.

    Zum Abschluss mag ich Woodpecker zitieren:

    [Der Oel-Preis...] "ist aber nicht bei 200, nicht bei 120, sondern bei 84, Nein, 83.

    Das ist nunmal Fakt."

    Die Produktionskapazitaet wird offenbar "geshortet" (russische Anlagen zerstoert, SoH geschlossen), aber das sollte doch den Oelpreis nach oben treiben? Wie aber macht man das umgekehrt? die Produktionskapazitaet ausweiten in den Raffinerien? Gut moeglich. Aber hier ist tatsaechlich die Frage:

    a) wie kann man das Jahrelang machen (wie angeblich beim Silber)

    b) und warum sollte man das machen, auf Gewinne verzichten weltweit, wo Oel doch knapp ist?

    Beim silber gibt es einen Ort (die COMEX) wo es angeblich zur Manipulation kommt.

    Doch vor Ort, tausende von Raffinerien? Kaum vorstellbar.

    Nein, der Oel-Preis ist vermutlich echt. Sicher der Markt kann sich schon mal irren aber es erinnert an den Spruch des Richters der dem Angeklagten sagte: "Sicher glaube ich Ihnen, dass Ihnen ihre Frau ins Messer gerannt ist. Aber gleich 7 mal?"

    Winter : also bei der Silbermanipulation (wenn es sie gibt) werden einfach Silberzertifikate gedruckt und auf den Markt geworfen, und das drueckt dann den Preis wegen Ueberangebot an Silberzertifikaten (weil die nicht 1:1 mit echtem physischen Silber gedeckt sind).

    Beim Oel kann man das nicht machen. Zwar kannst Du den Oelpreis vielleicht mit Zertifikaten druecken, aber spaetestens Dein Auto kannst Du nicht mit Zertifikaten betanken, sondern da muss echtes Benzin rein - und nicht etwa Zertifikate auf Benzin.

    Das Oel wird direkt verbraucht, der Preis ist also sehr real und kann nicht manipulliert werden.

    und der GAU ist mit Bab al-Mandab jetzt eingetreten.

    Auch das sagt woodpecker und befragt den Oelpreis. Der Oelpreis antwortet und sagt $84 fuer Brent, und $80 fuer Crude.

    "$84" heisst uebersetzt: "halb so wild"

    winter hatte gerade zur Zinswende ein paar interessante Charts gepostet.

    Interessanterweise ist die Zinskurve in den USA relativ flach. Ich glaube sie war vor einem Jahr sogar negativ. wenn die Zinskurve invers ist, ist das ein baerisches Zeichen (soweit stimmt das Verstaendnis), aber es ist ein frueher Warnindikator (man will ja frueh gewarnt werden). Was viele missverstehen: Der Crash kam immer erst dann wenn die Zinkurve aufhoerte invers zu sein und positiv wurde. Vom Zeitpunkt der inversen Zinskurve vergingen immer so 12-18 Monate.

    Somit: Gestern oder heute oder doch zumindest demnaechst sollte es crashen, wenn man dem Indikator "inverse Zinskurve" glauben schenken mag. Es crasht ja bereits hier und da: Kospi, Japan, Nasdaq 100... vielleicht ist es der Crash, vielleicht ist es nur ein Dip. Wenn sich die Verluste ausweiten, dann wird man hinterher das ATH im Juni ausmachen. Auch je nach Index.

    Achja, Hindenburg-Omen wurde wieder getriggert. Nein nicht das von mir vor ein paar Tagen berichtete, sondern jetzt schon wieder und dann schon wieder. Somit sind jetzt noch 6 HOs innerhalb des 6W Zeitraums "scharf". die letzten 3 am 24.07., 27.07. und 29.07

    Und 3 HOs gelten bereits als bestaetigtes HO, man brauch die 3 HO's vom letzten Monat gar nicht, doch sind HO's 6 Wochen "gueltig" (nach allgemeiner Lesart). Somit sind jetzt noch 6 HO's scharf. In den letzten 12 Monate wurden wirklich viele HO's getriggert, richtig inflationaer.

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    ...und beim vorletzten mal war es das Jahr 2000. Was danach kam ist den aelteren unter uns bekannt.

    Je, die Zinswende hat begonnen, und sie laesst sich nicht nur bei den langjaehrigen Rendite ablesen, auch die Zentralbanken haben ihre Tagesgeldzinssaetze deutlich von Null (oder gar negativ) angehoben.

    Allerdings, das passiert so langsam, das die meisten das auch mitbekommen haben, haette ich gedacht. Oder nicht?

    Wusste ich gar nicht. 6% gleich! Wow. Warum hat google nicht emitiert als die Zinsen negativ waren? 6% Kupon fuer 100 Jahre - man "sichert" sich doch nicht 6% auf 100 jahre, sondern null Zinsen oder nur knapp darueber. Die Nullzinsphase ist vorbei, es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt sich auf so lange Zeit 6% zu sichern. Es ist in £, wo es in UK eh etwas mehr Zinsen gibt als in den USA oder Euro-Land.

    Jedenfalls, natuerlich ist so eine Anleihe sehr volatil. eine leichte Zinaenderung und der Kurs reagiert. Muss ja so sein, um auf 100 Jahre hochgerechnet entsprechend den Zins zu kompensieren. Sollten der allgemeine Zins noch 1% weiter steigen (BoE erhoeht die Leitzinsen um 0.5% was Zinsen am langen Ende ungefaehr doppelt so stark steigen laesst), dann faellt die Anleihe

    auf ca. £80 damit der 100jaehrige Bond insgesamt mit 7.7% rentiert.

    Es ist eine interessante Anleihe, wenn man auf darauf spekuliert das die Zinsen demnaechst wieder nahe Null oder gar negativ werden. Was ich mir gut vorstellen koennte.

    Wenn es schief geht dann koennte ich notfalls bis zur Endfaelligkeit halten und sichere mir dann immerhin 6.7% p.a. - mal schauen was die £100 bei Faelligkeit noch wert sind? Selbst bei nur 2.33% inflation pro Jahr waeren die £100 nur noch £10 wert.

    Vorrausgesetzt es gibt Google und das £ noch bis dahin. Und vorrausgesetzt dass ich bis dahin noch gesund und munter bin. :/

    Interessanter Artikel (siehe yps Beitrag oben). Die Abschreibungen wegen Wertverlust werden hoch sein sobald die Nachfrage nach entsprechenden Chips sich wieder normalisiert haben wird. Als ich vor einigen Monate drauf guckte, da war Memory DRAM gleich 4 mal so teuer wie 3 Jahre zuvor.

    Das wird sich wieder normalisieren. D.h. aber nicht, dass die Super-AI Firmen nicht dennoch von ihrer AI profitieren werden, die Gewinne hoeher sind als die Investitionen, langfristig.

    Dennoch wird vielleicht erst einemal ein Verlust ausgewiesen, der ja nicht zahlungswirksam ist, sondern es "nur" Buchwertverluste sind.

    Wie die Boerse das aufnehmen wird? Je nachdem ob das Sentiment positiv oder negativ ist. Negativ wird es erst in einem Baerenmarkt. Diesen antizipiere ich, aber er ist noch sichtbar, ausser vielleicht im Sued-Koeanischen Kospi.

    Weil noch nicht "sichtbar" kann man immer noch aussteigen und (mittlerweile) mit einem blauen Auge davon kommen. Einige von euch waren mutig und haben zugekauft. Ich vermute das werdet ihr bitter bereuen, aber nunja, ich kann ja komplett falsch liegen. (Edit: heute VStoxx im tief bei 16.9 - immer noch ein guter Zeitpunkt die Reisleine zu ziehen).