2 Tage hintereinander = 2 HO's.
ZitatMain Criteria
- Simultaneous Highs and Lows: The number of new 52-week highs and the number of new 52-week lows on the New York Stock Exchange (NYSE) must both exceed a minimum threshold (typically 2.8% of total issues traded, or at least 2.2% in some adjusted models) on the same day. [1, 2]
- Highs/Lows Ratio Limit: The number of new 52-week highs cannot be more than double the number of new 52-week lows (though new lows can be more than double the new highs). [1, 2]
- Market Uptrend: The broader market index (such as the NYSE Composite or S&P 500) must be in a nominal uptrend, defined as being higher than it was 50 trading days (about 10 weeks) ago. [1, 2]
- Negative Market Breadth: The McClellan Oscillator (a breadth indicator measuring advancing/declining issues) must be negative on that same day. [1, 2]
- Clustering Requirement: A single day triggering these rules is often viewed as a preliminary warning; a true validated signal generally requires a cluster of multiple occurrences within a 30-day window.
Weil die Leute die Kriterien des HO's unterschiedlich stark einstellen kann es leichter oder schwerer getriggert werden.
Simultaneous Highs and Lows:
mindestens 2.8% + 2.8% = mindestens 5.6% aller Aktien die zufaellig ein neu 52W hoch oder 52W tief erreichen ist viel seltener als wenn es 2.2%+2.2% = 4.4% aller Aktien betrifft. Leider schreiben die Analysten nie, was ihre Kriterien waren.
Im Prinzip zeigt das HO an das die Indizes noch steigen, die gleichgewichteten Indizes (kleinste Microcap Aktien genauso gewichtet wie die magnificient 7) jedoch bereits fallen. Darum "Market Uptrend" (index zeigt steigend) + "Advancin/Declining" (breadth zeigt fallend, sieht man oft im eigenen Depot: die eigenen Aktien laufen schlecht).
Und so geht es an 3 verschiedenen Tagen. Je oefter ein HO getriggert wird desto auffaeilliger. Die Interpretation ist: Viele Investoren verabschieden sich, waehrend die Euphorie an den bekannten Mainstream Aktien noch anhaelt. Es ist eine gute Idee, doch es koennte auch zufaellig mal so sein. Da es soviele Kriterien benoetigt ist "Data-Mining" nicht ganz von der Hand zu weisen. Praktisch gesehen kommt noch die unterschiedlichen Einstellungen hinzu. Die juengsten 4 HO's wurden nicht ueberall bestaetigt, sie sind vermutlich schwaecher eingestellt worden.
Normalerweise wird das HO sehr selten getriggert, es kann Jahrelang ausbleiben. Doch 2026 wurde es sehr oft getriggert.
Ich sehe auch welche Aktien steigen und welche fallen: bestimmt Tech-Aktien steigen, und insbesondere Automobil branche Aktien fallen.
Der Markt ist nicht konform.
Wenn die Leute risikofreudig sind, dann sind sie es normalerweise fuer alles. Risiko wird ausgeblendet - fuer alle Aktien.
Da wir einen Crash erkennen wenn er schon -30% hingelegt hat, waere es schoen, Fruehwarn Indikatoren zu haben. Das HO ist so ein Indikator.
Dann blickt man auf Bonds: Auch hier total Risikofreudig? Nein! C-Bonds Zinsen steigen, waehrend sicherere B-Bonds fallen. Normalerweise wuerden die Leute fuer ein paar Prozent mehr auch den letzten Schrott kaufen. Doch nicht zur Zeit.
Die oberste dunkelgruene Kurve sind C-Bonds. Ihre Rendite steigt seit 1.5 Jahren. Seit ca. 1 Jahr eindeutig anders als alle anderen Bonds. (Anfang 2025 stiegen alle Renditen, und sie fielen auch alle gleichzeitig bis ca. vor einem Jahr. Vielleicht sehe ich nochmal einen gleichlauf Anfang 2026 bis ca. April: Die Renditen aller Bonds steigen und fallen. Seit April faellt die dunkel-blaue Kurve (B-Bonds) waehrend die C-Bond rendite weiter steigt.
Meine Interpretation: Die Leute fangen an Risiko zu vermeiden, es koennte ein Sentimentwechsel anzeigen.
Jetzt noch ein Trigger, und es stuerzt alles grandios ab.
Und noch eine Risiko Messung: Margin-debt --> zocken auf Wertpapierkredit. Je hoeher die Kurse desto mehr Kredit benoetigt man, so dass die absolute Margin-Debt hoehe nicht soviel aussagt. Man muss es durch etwas brauchbares teilen. Die Geldmenge M2 sieht gut aus. Andere haben es mit dem BIP (=GDP) probiert. Hier der Chart Margin-debt/ M2 (und darunter ein weniger aussage-kraeftiger Chart: je hoeher die Kurse, desto mehr Kredit bekommt man. Deshalb der Versuch mit der Geldmenge M2, um es in ein besseres Verhaeltnis zu setzen. Aber ist M2 zwingend logisch? Ich weiss nicht so recht):
Dann noch diese Indikation:
Die Zinskurve war vor einem Jahr recht flach, vor einem Monat noch flacher (4.501% - 4.209% = ca. 0.3% Unterschied) hat sich jedoch mittlerweile entspannt. Das ist eine leichte Entwarnung. Allerdings: es crashte nie wenn die Zinskurve negativ wurde, sondern erst 12-18 Monate danach. Dieses Danach ist ca. JETZT. Wir liegen mehr als 12 Monate nach der negativen Zinskurve, und naeher dran an 18 Monaten.
Das ist alles keine genaue Wissenschaft. Wenn es erst 20 Monaten spaeter seit negativer Zinskurve crasht, ja, dann wuerde ich die negative Zinskurve fortan noch hoeher gewichten anstatt zu sagen: "diesmal hat das nicht funktioniert".
Jetzt muss es nur noch crashen, was es ueberhaupt nicht tut. Und was den Newsflow angeht: vermutlich nur positives zu erwarten - Iran Krieg geht zuende, Russland/Urkraine Krieg wird beendet, Oel faellt, Trump wird abgeloest ... sowas ist eher zu erwarten als negative News.
Die Indikatioren warnen vor einem Crash. KOSPI Crash koennte als Vorlaeufer gesehen werden.
Das Gute ist: es gibt Alternativen zum Aktienmarkt. Beispielsweise: Die Zinsen sind relativ hoch, man muss nicht komplett auf Rendite verzichten. Einige Bonds rentieren mit 6% und ich halte sie fuer sicher.