Posts by woodpecker

    OK. Was macht die Lage?


    Brexit ist per heute so gut wie durch - dem Markt scheint es zu taugen.

    China / Trump etc. eiert hin und her wie immer schon, aber wenn dann wird aktuell eher wieder die Annäherungs-Sau durchs Dorf getrieben.

    Rezession in DE ist wundersamerweise abgesagt.

    Die echten, harte Daten hier und auch in den USA bezeugen nach wie vor die beste aller Welten. Arbeitslosigkeit Rekordtief, Zinsen auch, Inflation kein Thema.


    => Alle Zeichen stehen auf grün für eine zünftige Jahresendralley!


    Klar, die Gazetten wollen das einfach nicht wahrhaben, würde es doch zu deutlich ihren stänigen Crash-Warnungen der letzten Monate wiedersprechen.

    Aber um so besser! Somit ist dann auch der Sentiment-Kontraindikator grün.

    Ps

    Schätze der Markt wird das positiv auffassen.

    Stichwort Fait accompli.

    FTSE rückt 1,7% vor.

    Ich liebe den fait accompli Effekt.

    Wird jetzt höchste Zeit sich bei britischen Aktien umzusehen.

    Glaube nicht dass es nochmal tiefer geht, im Gegenteil, its ralley-time!

    Konservative holen absolute Mehrheit.


    Kommt für mich zwar überraschend, ich hätte - analog einer weit verbreiteten Meinung - tatsächlich gedacht dass eine Mehrheit der Briten gegen den Brexit ist.


    Aber eigentlich um so besser. Ich denke ein Verbleib in der EU wäre nach den Qualen der letzten Jahre auch keine tolle Option und nun herrscht endlich Klarheit.


    Ps

    Schätze der Markt wird das positiv auffassen.

    Stichwort Fait accompli.

    Haha, Überraschung: Der Abschwung ist also zu Ende bevor er überhaupt angefangen hat!

    Quote

    Deutsche Ökonomen erwarten das Ende des Abschwungs

    https://www.handelsblatt.com/p…-abschwungs/25327168.html


    Typisch deutsche Auguren-Lachnummer.

    Aber keine Sorge, der nächste Grund warum es nächstes Jahr dann endlich ganz bestimmt bergab gehen muss wird bald gefunden hat.

    Herrlich, exakt spiegelbildlich zur Mentalität der USA.

    bäs Danke!

    Ja, Nichtveranlagungsbescheinigung habe ich.

    Die Erträge werden aller Erwartung nach auch deutlich drunter bleiben.

    Somit ist es doch dann egal, oder?

    Also mal von der Wiederanlage abgesehen, die aber vsl. im jährlich geplanten Cash-Zufluss untergehen wird...

    Zugegeben es ist verwirrend :rolleyes: . Ich würde einen Thesaurierer wie den IE00B4L5Y983 nicht nehmen. Gerade am Anfang haben ausschüttende Fonds deutliche steuerliche Vorteile.

    Kann noch mal jemand kurz erläutern warum das so ist?

    So ganz verstehe ich diesen Punkt noch nicht...


    Danke!

    Wasserstoff, Methanol und künstliche Kraftstoffe

    Es wäre ein Desaster für Volkswagen: China erwägt teilweise Abkehr vom Elektroauto

    https://www.focus.de/finanzen/…ktroauto_id_11446352.html

    Ich persönlich glaube auch nicht dass sich das Batterie-Auto langfristig durchsetzen wird. Sondern irgendwas wo die Energiedichte höher ist.

    Ist einer der Gründe warum ich zB bei VW Aktien sehr zögerlich bin.

    Während zB BMW ja immerhin behauptet, hier offen bleiben zu wollen.


    (Btw. übrigens schon interessant dass plötzlich China hier der Taktgeber ist ... garnicht gut für unsere Autoindustrie die ihre Zeit seit 10 Jahren mit dicken Diesel-SUVs verplempert...)

    Ich glaube dass das ein neuer "Megatrend" werden könnte und frage mich wie man davon auf der Aktienseite profitieren kann.

    Kennt jemand Wald-Aktien? Ich habe einen kurzen Blick auf Stora Enso, der Chart sieht erstmal nicht so dolle aus. Sonst habe ich auf die Schnelle nix gefunden.

    Wie sieht es mit anderen "Zielaktien" von "Sustainable" oder "low carbon" funds aus?

    Cropenergies zB geht ja ab wie Schmidts Katze, könnte das damit zusammen hängen?

    Ist vielleicht der ein oder andere angeschlagene Windmühlenbauer einen zweiter Blick wert?

    Klingt so, als ob deine Frugal Zeit vorbei sei. Stimmt das?

    Gute Frage.

    Ich würde mal sagen, die woodpeckers sind vom aktiven frugal living zum passiven frugal living überggegangen.

    Will sagen: Die Zeiten wo wir als Familie alle Kosten durchgeforstet, optimiert und abgewogen haben, und uns neue Verhaltensweisen antrainiert haben die das damalige Umfeld teilweise erstaunlich fand, sind eher vorbei.

    Großteils einfach deswegen weil viel nun bereits optimiert ist und Gewohnheiten sich verfestigt haben so dass viel automatisch läuft das von außen betrachtet sehr frugal wirken würde, uns aber überhaupt nicht mehr so vorkommt.

    Wir achten also kaum mehr aktiv auf die Ausgaben aber dennoch staut sich dauernd das Geld auf dem Konto, einfach weil das Bedürfnis sehr gering gewroden ist ist dauernd irgendwelchen Firlefanz zu kaufen. Ist alles Gewohnheit.

    Zudem ist die peergroup mittlerweile komplett bereinigt (oder hat sich selber bereinigt) von der Münchner Geld-Schickeria, so dass man sich auch nicht mehr komisch vorkommt weil man seit 10 Jahren in der selben alten Karre rumkutschiert, sich nix aus "Glamour-Urlaubdestinationen" macht etc.


    Mit den kids wird das natürlich grade wieder spannend.

    Die kommen jetzt in ein Alter wo sie anfangen sich zu vergleichen mit anderen. Da ist etwas Fingerspitzengefühl nötig, denen einerseits zu vermitteln dass Konsum nicht alles ist, andererseits sollen sie natürlich auch nicht ausgegrenzt sein und viele Möglichkeiten habe.


    Wie läufts denn bei dir/euch?

    In München habe sie das in der Fraunhoferstraße gemacht. Die beiden Straßenseiten sind jetzt statt Parkplatz Radwege. Als Radfahrer freut es mich. Als Anwohner würde ich kotzen, wenn ich ein Auto hätte. Ich find's mutig.

    Ein weiterer Vorschlag wäre, die Grundfläche eines Autos hoch x zu versteuern. D.h. jeder Quadratzentimeter wird hoch x gewichtet und damit extrem teuer. Dann gibt es wieder einen Anreiz für Kleinwagen. Brauchen weniger Platz, Material und weniger Sprit/Strom.

    Ich wohn ja auch in München.

    Frauenhoferstraße muss ich mir mal ansehen. Bin da früher oft lang geradelt, es war die Hölle.

    Auf meiner Radlstrecke von ca 14km geht aktuell auch Einiges vorwärts.

    Radwege wurden ausgebaut, erneuert, besser beleuchtet, zwei Kreuzungen entschärft. Mein Brötchengeber hat Umkleiden, Spinde und Duschen erweitert. Weiter so!

    Man muss ja auch mal loben.


    Das mit den Autos ist halt auch Gewohnheit.

    Ich nehm es auch noch manchmal in die Innenstadt wenn es schneit oder ich nach der Arbeit noch wo hin will wo Radloutfit nicht so sexy kommt und ich weiß dass ich dort gut parken kann.

    Wenn man aber alle Straßen morgen dicht machen würde, überall schöne Boulevards hinmacht, 1A Radwege und richtig viele Busse fahren lässt wäre das für mich ebenfalls ok.

    Ist schon klar dass das so einfach nicht geht. Ich will nur sagen man gewöhnt sich an viel und darin besteht auch eine Chance die Städte sogar lebenswerter zu machen. Paar Jahre später und keiner mehr würde das Auto vermissen. Und in 100 Jahren werden sie die Köpfe schütteln über das Gestinke in den Städten das wir uns heute antun.


    Quote

    Ein weiterer Vorschlag wäre, die Grundfläche eines Autos hoch x zu versteuern. D.h. jeder Quadratzentimeter wird hoch x gewichtet und damit extrem teuer. Dann gibt es wieder einen Anreiz für Kleinwagen. Brauchen weniger Platz, Material und weniger Sprit/Strom.

    Fänd ich gut.

    Auch dabei hat man ein "Tragödie der Allmende" Problem. Öffentlicher Raum darf durch Autos beliebig genutzt werden.

    Bei uns in der Vorstadt ist parken (noch) kein großes Problem. Dennoch empfinde ich es als seltsam, dass wir ein Auto habe, während eine Nachbarfamilie sage und schreibt 4(!) Autos plus ein Wohnmobil kostenfrei in der Straße rumstehen hat. Aber einen Parkplatz für unseren Fahrradfuhrpark allokieren, das wiederum geht nicht.

    Es passiert schon viel komisches Zeug in der Politik.


    Ich hoffe ja es ist einfach ein Symtom des Älterwerdens dass man derlei quasi vermehrt durchschaut, und nicht dass die Politik an sich immer absurder wird.

    Da ist auch umgekehrt etwas dran: Ich stelle bei mir fest, dass ich wenig bereit bin, meine eigenen Gewohnheiten jetzt radikal umzustellen und ganz vorbildlich zu leben, aber dabei den Eindruck hätte, dass ich mich selber kasteie, während mein Umfeld weiter so macht wie bisher, und der erzielte Effektbei Null liegt. (Mag auch daran liegen, dass ich das in diesem Fall ja auch für mich alleine entscheide, sondern der Verzicht auf den Urlaub in Spanien ja auch die Kinder trifft, und die bei ihrer Peergroup blöd dastehen).

    Genau das ist auch mein take-away aus dem Selbstversuch "CO2-ärmer leben".

    Läuft soweit gut, ist auch garnicht so schwer, aber irgendwann fühlt man sich wie der Depp und fragt sich schon warum man das macht.

    Ist halt ein Gefangenendilemma, wenn man da als einziger kooperativ spielt, ist das letztlich unklug.


    Vielleicht würde sich das gesamte Infrastrukturangebot den neuen Gegebenheiten anpassen, z.B. in der Form von mehr Nahversorgung anstatt von Großmärkten außerhalb oder mehr Urlaubsangebote im Umkreis. Wenn es mehr Menschen ohne Autos gäbe, gäbe es auch bessere Angebote für Leute ohne Autos.

    Davon kann man ausgehen.

    Das ist doch für die Entwicklung umweltfreundlicher Technik und Freizeitangebote gleichermaßen:

    Es muss sich halt richtig lohnen (zB weil die Alternativen teuer werden), dann wird da auch was entwickelt.

    Quote

    Ich hätte aber überhaupt keine politschen Einwände dagegen, dass Fliegen viel teurer würde, oder Innenstädte autofrei. Dann wäre ich bereit mein Verhalten den entsprechenden Rahmenbedingungen anzupassen, weil ich mein Verhalten zwar absolut aber nicht relativ einschränken müsste.

    Dito.

    Mein Fazit daraus ist mittlerweile, man muss seine Energie lieber einsetzen auf gesamtgesellschaftliche Änderungen hin zu wirken die dann für alle gelten.

    Frage mich noch ein wenig, wie.


    wp

    Die Zurich zeigt sich im NZZ Interview zuversichtlich, deutlich besser aufgestellt als vor drei Jahren, und sieht kaum Risiken durch digitale Disruptoren.

    Quote

    Interview

    «Versicherungen sind innovativer als Banken»

    Mario Greco, der Konzernchef der Zurich, setzt ehrgeizige Ertragsziele für die Jahre bis 2022. Im Interview legt er dar, wie er diese erreichen will und welche Gefahren lauern.


    https://www.nzz.ch/wirtschaft/…ver-als-banken-ld.1527510


    Mal eine andere Frage: Die deutschen Privatbanken klagen gerne, dass die Konkurrenz durch Genossenschaftsbanken und Sparkassen ihnen im internationalen Vergleich die Margen verhageln würden.
    In der Versicherungsbranche sind die genossenschaftlich organisierten "Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit" auch recht stark vertreten.

    Gilt auch hier, dass private (z.B. börsennotierte) Versicherungen in Deutschland aufgrund dieser Konkurrenz mit niedrigeren Margen als anderswo auskommen müssen?

    Ich würde sagen tendentiell schon.

    Gilt aber natürlich nur für die Versicherer die nur am deutschen Markt tätig sind.

    Eine Allianz zB erwirtschaftet einen Gutteil ihrer Gewinne entweder in Sparten wo VVaG's eine geringe Rolle spielen gibt oder im Ausland.

    Für Rückversicherer sehe ich die VVAGs sogar eher positiv.

    Denn im Gegensatz zu einem riesigem Multi sind die mehr auf RV-Einkauf angewiesen.

    Das gilt übrigens auch für die ganzen Start-Ups, die viel mehr Rückdeckung benötigen als etablierte Player.


    wp

    Die neue Finanztransaktionssteuer trifft wie erwartet genau die Falschen: nämlich Aktienanleger, die eventuell langfristig Vermögen aufbauen möchte. Derivate und Hochfrequenzhandel sind ausgeschlossen.


    Klasse!

    Absurde Posse.

    Kann man nur hoffen dass die in den Rädern der EU doch noch zermahlen wird...

    Aber zurück zu deiner Frage was man tun kann: Du hast es eigentlich schon mal geschrieben: Verzicht auf viele Annehmlichkeiten. Das wird schwierig. Denn ich muss gestehen: Auto-Taxis waren mir doch lieber als Pferdekutschen, selbst wenn es nur Lada und keine 50ger-Jahre Chevrolets waren.

    Das scheint für mich einer der Knackpunkte zu sein.

    Keiner will gerne an seine (Konsum)Gewohnheiten ran.

    Ich auch nicht, muss ich zugeben.


    Wobei ich aus meiner Frugal Zeit, wo ich mich intensiv mit der "Economics of Happiness" Theorie beschäftigt habe eines weiß:

    Die Auswirkungen vieler materieller Änderungen (solange sie nicht existentiell sind) auf das eigene Wohlbefinden sind meist kurzfristiger Natur, dann setzt ein Gewöhnungseffekt ein.

    Und zwar offenbar ein beide Richtungen, also bzgl Gewinn als auch Verlust!

    Es ist zum Beispiel nicht anzunehmen dass wir "glücklicher" sind als sagen wir Leute in den 80ern, nur weil wir mehr rumfahren, konsumieren und fliegen können.

    Sehr viel der eigenen Zufriedenheit hängt also nicht vom absoluten Konsum ab, wohl aber vom relativen im Vergleich zur Peergroup.

    Würde mal also zB Fliegen morgen verbieten, wäre das erstmal ätzend, sehr wahrscheinlich hätte sich aber bereits in einem Jahr jeder dran gewöhnt und wäre ähnlich glücklich/unglücklich als zuvor.


    Gleichzeitig ist eine gewisse Mobilität eben schon eine wichtige Sache aus verschiedenen Gründen.

    Ich glaube auf diesem Gebiet muss noch mehr geforscht werden.

    Also was ist eigentlich wirklich existentiell?

    Wie könnte man durch Aufgabe klimaschädlicher Verhaltensweise auf der einen Seite vielleich sogar Lebensqualität an anderer Stelle hinzugewinnen?

    usw.


    wp


    Ganz Interessant:

    Der aktuelle Klimaschutzindex vergleicht die Positionierung verschiedener Länder bzgl. Klimaschutz(-anstrengungen).


    https://germanwatch.org/sites/…mmenfassung-deutsch_0.pdf


    pasted-from-clipboard.png



    USA wenig überraschend auf dem letzten Platz.


    China - durchaus überraschend finde ich - im Mittelfeld.

    Da ist natürlich extrem viel im Argen, es scheint dort aber im Vergleich zu anderen großen Ländern Einiges in Bewegung gekommen zu sein.

    Da man sich in diesem Tragödie der Allmende Spiel ja bereits die geringsten Fortschritte honorieren muss, finde ich das eine gute Nachricht.

    Mit etwas Glück werden verstärkte Anstrengungen der Chinesen irgendwann die Amis doof aussehen lassen, so dass die auch unter Zugzwang kommen.


    Moin.

    Ich denke das Problem im Erderwärmungs-Faden ist dass dort der Wunsch nach Grundsatzdiskussion einerseits sowie nach Lösungsansätze andererseits in einem Faden vermischt sind.


    Daraus ergibt sich ständiger Clash zwischen den "Gruppen", der keinen weiter bringt.


    Bei mir ist es nun aber tatsächlich so dass ich nach 25 Jahren nicht mehr an Physik-Grundsatzdiskussionen zu dem Thema interessiert bin.

    Für mich ist dieser Teil abgeschlossen und lenkt mich nur ab.

    Mich interessiert was voran geht, was man tun kann um dieses vertrackte Problem zu lösen, wie man sich als Individuum und Bürger einbringen kann etc.


    Schlage daher vor, die Themen zu entflechten.


    In diesem Faden möchte ich darum bitten explizit unter der Annahme zu Diskutieren dass der Klimawandel existiert und vom Menschen zumindest sehr wahrscheinlich mit verursacht wird.


    Der Fokus soll hier auf konstruktive Lösungsansätze gerichtet sein.

    Darauf wie man sich individuell verhalten kann.

    Und welche politischen und gesellschaftlichen Ansätze es geben könnte, welche Wege verschiedene Staaten gehen usw.


    Wer das als erhobenen Zeigefinger empfindet, den würde ich bitten diesen Faden zu ignorieren.

    Im Gegenzug werde ich mich in Zukunft aus jeglicher Grundsatzdiskussion zur Existenz des Klimawandels raus halten, die gerne in anderen Fäden weiter geführt werden kann.


    Viele Grüße,


    Woodpecker

    Das sehe ich ebenso.


    Diese Forum zeichnet sich durch überdurchschnittlich intelligente und eigenständig denkende Mitglieder aus. Die durchgängig vermutlich auch einen recht starken Charakter haben. Alles wichtige Eigenschaften um eine eigene Investmentstrategie zu entwickeln und gegen den "Mainstream" zu verteidigen.

    In der politischen Diskussion sind das natürlich anstrengende Merkmale, aber machen das Ganze auch etwas würziger als am Stammtisch wo man Andere mit platten Argumenten überrollen kann.


    Aber wer deswegen das Forum verlässt oder damit "droht", der hatte wohl als primäres Ziel politische Mitstreiter zu gewinnen statt Austausch zu Aktien, und geht irgendwann enttäuscht, da das hier halt kaum gelingt.


    wp


    ps. Persönlich werden sollte man natürlich nicht. Komischerweise wurden meist zuerst die Leute persönlich / unter der Gürtellinie aktiv, die dann später das Forum verließen, nicht andersrum. Wie die genannten Vinas, Willy, Benny_M, provinzler etc

    Wer weiß, vielleicht drehen die Zinsen noch ins negative und er generiert Familieneinkommen (oder der Kredit tilgt sich von selbst... :thumbsup: ).

    Ein Stück weit ist es im jetzigen Umfeld ja tatsächlich so.

    Ich habe für unseren Kauf im Frühjahr ein kleines CF Modell gebastelt.

    Da kam dann schnell raus, dass das Haus bis zu 20% nominal an Wert verlieren "darf" (also bei gleichbleibender Substanz, da Instandhaltung auch schon drin war) über die nächsten 10 Jahre und sich der Kauf immer noch rentiert.

    Erst bei noch stärkerem Wertverlust dreht es. Und auch nur dann wenn man davon ausgeht dass die Opportunitäts-Miete ebenfalls nach unten anpassbar wäre (was meist nur bei Umzug möglich ist, und den macht man als Familie mit gefühlt 20 Tonnen Hausrat auch nicht mehr so gerne).


    Es ist schon eine absurde Zeit.


    Ohne die 100% Sondertilgung sollten ca. 0,6-7% @ 10a drin sein oder auch 0,4-5% @ 5a.

    Derzeit zahlst Du einen Aufpreis (sozusagen Versicherungsprämie) für die von Dir gewünschte Sondertilgungsmöglichkeit.

    100% Sondertilgungsrecht macht ja sogar mal Sinn.

    Ist ja gleichbedeutend mit der Option jederzeit umschulden zu können.

    Klar dass das was kostet in einem Umfeld sinkender Zinsen.


    Die üblichen 10% Sondertilgungsoptionen dagegen lohnen m.E. keinerlei Aufpreis. Warum sollte man sondertilgen wenn der Kredit 0,5-0,7% kostet und man von dem Geld auch Aktien kaufen kann?

    Der Streit um North Stream kocht wieder hoch.

    Die Amis drohen wieder mit Sanktionen.

    https://www.handelsblatt.com/p…et-sich-aus/25312700.html


    Ich schätze das hat mit der näher Rückenden Erneuerung/Nichterneuerung des Durchleitungsabkommens mit der Ukraine zu tun.

    Vermutlich wird der Deal am Ende sein: Die Ukraine bekommen einen leidlich brauchbaren deal und Russland / DE ihre Pipeline.


    Die Aktie reagiert zumindest nicht sonderlich...

    Vielleicht sollte ich mir auch eine andere Bank suchen. Ich habe letztes Jahr zu 1% prolongiert, mit 100% Sondertilgungsmöglichkeit einmal in Jahr,


    Noch mal die Zinszahlungen halbieren wäre schon interessant...

    Ich würd erstmal nachfragen ob sie sich auf ne Nachverhandlung einlassen.

    Bist ja in einer guten Position.



    Eine Schieflage entsteht doch erst wirlich, wenn Zins+Tilgung nicht mehr geleistet werden können, oder wenn der Kredit fällig wird. Wenn die Preise fallen werden die Leute trotzdem an den überteuerten Buden festhalten, und nur wirklich verzweifelte, die verkaufen *müssen* werden in den sauren Apfel beissen. Üblicherweise trocknet der Transaktionsmarkt ja fast komplett aus wenn Flaute angesagt ist, anders als an der Börse wo bei Crashes immer Rekordumsätze gemacht werden.

    Andere Frage: wie rentiert sich denn eine Mietwohnung bei 10.000 EUR/m² ?? Da deckt eine "normale" Miete ja noch nicht mal die AfA/Rücklagenbildung, geschweige denn eine vernünftige Tilgung. Oder macht der AirBnB für Medizintouristen?

    Naja, eine Schieflage entsteht auch wenn geringe Tilgung vereinbart ist, und in 10 Jahren aufgrund gesunkener Preise nur noch eine deutlich niedrigere Re-Finanzierungssumme zu bekommen ist. Trifft jetzt nicht auf meinen Cousin zu, der hat genug Eigenmittel. Aber da sind schon Konstellationen vorstellbar die instabil werden können.


    Wie sich das rentiert?

    K.a.

    Ich weiß jetzt nicht was er an Miete bekommt. Typisch wäre in München sagen wir 1700 EUR. Macht 20.400 p.a., weniger 5k Zinsen sind 15.400.

    Rücklagen 1% (...und das ist wohl in diesem Fall sehr konservativ, das sind ja 10k p.a....) , bleiben 5.400.

    Er wohnt zur Miete und sieht das halt auch als Hedge gegen noch weiter steigende Mieten. Er kann sich alles zurecht machen und die Renovierungen absetzen und später mal selber einziehen.

    Mir wäre es denn Stress vermutlich dennoch nicht wert. Und das Risiko dass die Preise grad am Peak sind.

    Zudem die Bude zwar cool, aber 3.Stock ohne Aufzug und Parkplatz ist und er grade ne Familie gründet...wer schon kids hat weiß, auf Dauer nicht optimal.

    Aber gut, ist ja nicht meine Entscheidung.