Posts by woodpecker

    - ich bin da nämlich noch nicht überzeugt von dass das so ist :-D

    Ich auch noch nicht ;)


    Wobei - kleine Ironie des Lebens - für mich hat der Faden tatsächlich Gewinn gebracht.

    Er hat zwar mein Börsenwissen jetzt nicht unbedingt nach vorne katapultiert, aber mein Sohn wünscht sich auch ein Aquarium - und die verlinkte Seite oben ist tatsächlich hilfreich!


    Von dem her - von mir auch schönes Wochenende!:thumbsup:

    Seltsam in der Tat.

    Vielleicht bot neuer Generation...erstmal Vertrauen aufbauen und den click-bait dann später liefern?


    Also vom Thema her, ok, wir schreiben hier alle mal komplett off-topic über Gott und die Welt.

    Aber als die ersten beiden Posts in einem ansonsten doch recht hochkarätigen Aktienforum einen Witz erzählen und nach Aquarien fragen?


    klaretasche , wie wäre es wenn Du das mal aufklärst bzw Dich ordentlich vorstellst?

    Danke.

    Danach können wir uns dann von mir aus auch gerne über Aquarien unterhalten.

    Während (natürlich) mein Depotwert K+S weiterhin kräftig schwächelt (blau), läuft (natürlich) mein Nicht-Depotwert Phosagro (gelb) seit einiger Zeit ziemlich gut und ist nun über die 12 EUR ausgebrochen. RS also nun auch deutlich grün.


    Ob sich hier eine Position lohnt? Die Kennzahlen sind gut selbst wenn man einen Russendiscount ansetzt, die Dividende attraktiv.


    wp


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    Der VDAX zeigt das auch ganz schön.

    Nur ein Mini-Hüpfer gestern von 14 auf 16.


    VDAX nur 16 trotz China, Trump, Brexit, Ölthema, Rezessions-Unkenrufen und "Crash-Monat".

    Das ist schon ein Wort.

    Bin kürzlich mal wieder über STO Vz gestolpert, eine meiner ersten antizyklischen Aktien vor vielen Jahren.

    Hat die jemand auf dem Radar?


    Sie sind die letzten Jahren sehr (sehr) gemächlich gewachsen, allerdings auch unter super geringen Schwankungen.

    Kurs 96 EUR

    Zahlen ca. 4,5% Divi.

    KBV 1,4

    KGV5 12

    EK-Quote 62%

    Angeblich soll es die nächsten Jahre deutlich aufwärts gehen.

    Chart die letzten Jahre deutlich zurückgekommen, aber RS dreht nach Tief in Januar 2019 grade ins Positive.


    Typische Langweiler-Schublade. Aber vielleicht doch ganz interessant.

    Das Thema Dämmung dürfte noch eine Weile aktuell bleiben.


    Meinungen?

    Was ich bei Saudi Aramco nicht verstehe: Warum das Unternehmen die Raffinerien nicht besser geschützt hat.

    Lt. NZZ hatten die betroffenen Raffinerien durchaus Raketenabwehr.

    Offensichtlich war diese allerdings für diese Art des Luftangriffes ungeeignet.


    Ich habe keine Ahnung von Drohnen, aber falls das der Fall ist, und Drohnen immer leichter zu bekommen sind, würde das die Kriegsführung zugunsten "finanzschwacher" Akteure komplett neu schreiben.

    Nach meinem Verständnis agierst du bei Auslandsaktien oft radikal mechanisch in dem Sinn, dass du die Firmen mit günstigen Kennzahlen suchst und dass du dann oft möglichst wenig Details zu den Firmen wissen willst.

    Ich habe aus früheren Diskussionen mitgenommen, dass du das bewusst machst, um dich nicht abschrecken zu lassen. Jede Firma mit sehr günstigen Kennzahlen hat notwendigerweise ausgiebige "Bäh-Bereiche", sonst wären sie nicht so günstig.

    Das ist nur zu 70% korrekt.


    Denn es ist so dass ich mir überhaupt nur Aktien ansehe, wo ich zumindest auf der Marktseite überzeugt bin dass die Nachfrage hoch bleibt oder steigen wird.

    Da befindet sich der Automarkt in einer schwierigeren Lage als sagen wir Rohstoffe oder Agrar.

    Oder anders gesagt: Ich würde aktuell erst recht keinen russischen Autobauer kaufen, egal wie billig er ist.


    Zudem wende ich in meinem Modell zwei Filter an:


    (1) Es gibt (teils heftige) pauschale Abschläge für politische Risiken, Korruption etc.

    z.B. Gazprom messe ich nach allen Abschlägen nur ca. die Hälfte des Wertes bei als wenn es sagen wir ein US-Unternehmen wäre.

    Bei BMW habe ich bislang dagegen mit Zuschläge gearbeitet, da die Marke stark ist und die Firma allgemein sicher hervorragend. Aber hier muss ich nun konsequenterweise auch (leichtere) Abschläge ansetzten.

    Ich sag es mal als Segler: Hybris in einer Boom-(Schönwetter-) Phase ist eine Sache, da rennst du auf dem Boot auch mit Flipflops übers Deck und machst dir ein Bierchen auf. Fällst du im schlimmsten Fall besoffen über Bord, ist das Wasser warm, die See ruhig und die Kumpels holen dich wieder raus.

    Aber fortgesetzte Hybris in einer anhaltenden Sturm-Phase wo einem der Wind und die See von Minute zu Minute stärker ins Gesicht ballern - das ist wirklich gefährlich. Wenn du dich da immer noch überschätzt, kann es das schnell gewesen sein. Siehe Banken 2007 ff.


    (2) Neu eingeführt - ich kaufe nur noch bei RS6mon mindestens neutral, besser klar positiv. Somit versuche ich zu vermeiden zu früh schlauer als der Markt sein zu wollen - das war bislang mein größter Renditekiller. Somit hab ich eh noch etwas Zeit, ein Drehen der RS dürfte selbst im besten Fall noch einige Monate dauern bei BMW.


    Aber dennoch guter Hinweis deinerseits!

    Es ist natürlich schon möglich dass hier eine Art Negativ-Bias reinspielt, denn mir geht es wir MMI. Ich mag Arroganz nicht, und das strahlt einem hier in München im Fall BMW oft entgegen.


    Denke bei einigermaßen "fair" gewählten Zu/Abschlägen für weiche Faktoren bin ich bei:


    BMW Vz: 72 EUR, also ca. 35% Potential. Ganz ok, aber für Kauf reicht das momentan noch nicht.

    Würde die RS morgen drehen, dann schon. In diesem Fall würde ich ihnen ca 90 EUR beimessen.


    Von dem her bin ich aktuell neutral und fühle mich ganz wohl damit zu Warten wie sich die RS entwickelt.


    wp

    Saudi Arabia Shuts Down About Half Its Oil Output After Drone Strikes - WSJ


    Es gab anscheinend einen erfolgreichen Angriff auf eine saudische Anlage. Die Bilder und Videos sind schon beeindruckend. Sollten den Ölpreis in der nächsten Woche beeinflussen. Es ist noch nicht wirklich klar, wie groß der tatsächliche Schaden ist,


    May you live in interesting times...

    Uh...oh.

    Das wird noch allerlei unschönes Nachspiel haben...

    Ich liebäugel auch mit Autoaktien, speziell BMW. Zweifelsohne eine hervorragende Firma mit einer enorm starken Marke.


    Andererseits:

    Man kennt als Münchener ziemlich viele Leute die dort arbeiten. Da hat sich in den letzten 10 Jahren schon eine massive Hybris breitgemacht, ich kann noch nicht so richtig erkennen dass die einer nachhaltigen Demut gewichen wäre.

    Vll. haben andere Münchner auch Kontakte und Beobachtungen? memyselfandi007 ?!


    Zudem dämmert das nächste Ungemach mit Ansage bereits am Horizont:

    Die CO2-Flottengrenzwerte. Durch den Trend zu immer mehr SUV rennen hier viele Autohersteller sehende Auges in (a) die nächste finanzielle Belastung und (b) das nächste große Imageproblem. Ich bewzeifle dass sie das rauskommen, da werden die E-Autos nicht reichen, und eine Rückbesinnung auf kleiner Wägen ist nirgends zu sehen.
    Wenn die sich also weiter so dämlich anstellen und die Dynamik der aktuellen Umweltdebatten anhält kann es m.E. sein dass die Branche irgendwann den verbliebenen Rückhalt in der Politik verlieren - das wäre dann eine gänzlich ungewohnte Situation für die politisch extrem verwöhnten dt. Autobauer.


    Daher bin ich unentschlossen:

    Kennzahlen sprechen klar für Kauf.

    Aber ein Szenario analog zum langen quälenden Niedergang der Bankenbranche halte ich auch nicht für ausgeschlossen.


    Schwierig...

    Die NZZ zu Trump, dem Wahljahr und den Börsen:

    https://www.nzz.ch/finanzen/fo…insteres-genie-ld.1506982

    Quote

    Einen Handelskrieg anzuzetteln, nur um ihn rechtzeitig vor den Präsidentschaftswahlen zu beenden, könnte der machiavellistische Plan B von Donald Trump sein

    Das klingt sehr plausibel. Somit Long Aktien.

    (Spräche indirekt auch für Long Autobauer, die ja unter der Handelsdebatte bereits arg litten?)


    Weiterhin lt. NZZ:

    Long Rüstung (er wolle damit swing states gewinnen), Finger weg von Gesundheit (er plane Kosten zu drücken um den Demokraten Wind aus den Segeln zu nehmen).


    Punkt 1 verbietet sich für mich, aber Punkt 2 sollte man vll. bis zur Wahl beherzigen.

    Al Sting

    Bedarf ist beachtlich.

    Das ganze UBahn-Netz wurde damals innerhalb weniger Jahre aus dem Boden gestampft.

    Der Bau der zweiten Stammstrecke (eine Entlastung des chronisch überlasteten SBahn-Verkehrs) dagegen wird nun exakt so lange diskutiert wie ich schon in München wohne. Seit 19 Jahren. 19 (!!!).

    Eines der Hauptargumente war immer wieder, das sei zu teuer. Ich meine im Gespräch waren damals immer 1 oder 2 Mrd EUR.

    Mann mann, sowas könnte man von den gesparten Zinskosten 20x (!!) pro Jahr (!!) finanzieren.

    Nun haben sie zumindest mal angefangen.

    Aber bzgl neuer, dringend nötiger, UBahn-Linie nun das selbe Gewürge. Zu teuer, zu teuer, zu teuer.


    Ob nun Steuersenkung oder Investitionen.

    Wenn man das mal so verkünden würde: Aus der gesparten Bundesschuld spendieren wir dieses Jahr jeder Großstadt eine neue UBahn-Linie. Und nächstes Jahr 1.000 Dörfern Glasfaser-Leitungen, und übernächstes Jahr 1.000 neue Schimmbäder usw., dann würden die Leute die Niedrigzinsen in anderem Licht sehen.

    Denn solange die Inflation im Rahmen ist, sind niedrige Zinsen doch ein Traum! Und letztlich auch gerechter als wenn leistungsloses Einkommen sich dauernd ohne irgendeine Anstrengung und gesellschaftlichen Nutzen automatisch vermehrt.


    Goldene Zeiten...will nur keiner hören.


    wp

    Resignation der Fundis?
    Die Diskussion klingt für mich so. ;-)

    Haha, so kann man es auch sehen.

    Time to crash also ;-)

    Verdammte Spieltheorie...man kann immer eine Ebene höher gehen und erhält dann die gegenteilige Prognose...^^

    Aber gut, wie oben geschrieben, Inflationsziel und fertig, so würde ich das sehen. Aber vor allem finde ich es einfach scheinheilig von gerade deutscher Seite. Man entschuldet sich selbst als Staat massiv und davon profitiert ja anteilig auch jeder Bürger, aber gleichzeitig ist die EZB so böse, weil sie Sparern und Banken weh tut. Ja was jetzt. Und wenn man das nicht will soll man halt endlich mal sinnvolle Staats-Investitionen anschieben oder von mir aus auch Steuern senken anstatt nur zu sparen.

    Bin ich voll bei dir.

    Die Zinszahlungen des Bundes gingen vom Hoch 2008 bis heute um 24 Mrd p.a. zurück.

    (https://de.statista.com/statis…ben-des-bundes-seit-1969/)

    Keine Ahnung wie es bei den Komunen etc funktioniert, aber da dürfte nochmal einiges zusammen kommen.

    Sagen wir mal in Summe 40 Mrd Ersparnis.

    Durch 80 Mio Bürger macht 500 EUR pro Bürger pro Jahr. Für JEDEN vom Baby bis zum Greis.

    Könnte man direkt zurück geben indem man z.B. ganz stumpf die Mehrwertsteuer oder EK-Steuer senkt.


    Was die Banken und Versicherungen betrifft:
    Auch hier Zustimmung. Das wird sich zurecht ruckeln. Und tut es ja bereits. Etliche große Versicherer (und Rückversicherer) machen gute Gewinne trotz anhaltendem Niedrigzinsumfeld. Es geht also.

    Natürlich werden die Firmen wegfallen, deren Geschäftsmodell zu einseitig auf die Verzinsung der Reserven gepolt war und die es nun nicht schaffen ihr underwriting fit zu machen, aber das sind halt auch keine nachhaltigen Konstrukte.

    Bei vielen Banken sehe ich das Hauptproblem darin dass sie jahrzehnte lang wie die Blöden und mit null moralischen Bedenken gezockt haben und sich big time selber die Taschen füllten ("Masters of the Universe"). Gleichzeitig waren ihren die Privatkunden doch eher lästig.

    Jetzt plötzlich gerieren sie sich als die großen Schützer der Sparer. Ne, klar.


    wp

    Für Aktien wird es vor allem dann gut, wenn die Erwartungen z.B. bezogen auf KGV oder Dividendenrendite niedriger werden. So wie das bei der Mietrendite bei Immobilien passiert ist.

    Das ist natürlich die Voraussetzung.

    Davon gehe ich allerdings aus, da das allem ökonomischen Sachverstand entspricht.

    Letztlich ist es eine Frage der Opportunitätskosten. NOCH lagert (in DE) sehr viel Geld auf den Sparbüchern oder fließt auch in Immos. Noch hält auch die Angst vor der "heftigen Rezession" (die m.E. nicht kommen wird) Geld davon ab in Aktien zu strömen. Aber früher oder später muss doch eigentlich der Druck steigen Geld in diese - eigentlich letzte - ordentlich rentierende Anlageform umzuschichten. Zumal ja nun auch in den USA die Zinsen wieder im Rückwärtsgang sind.

    Alternative wäre ja eigentlich nur Bankeinlagen in türkische Lira wenn man noch ZInsen will ;-)


    Quote

    Und der Gewinn steigt nicht zwangsweise umgekehrtproportional zu den Zinsesenkungen.

    Teilweise sogar das. Vergiss nicht dass viele Unternehmen stark von sinkenden Refinanzierungskosten profitieren.

    Dass die EZB corporate bonds kaufen könnte.

    Dass sie mit Helikoptergeld um die Ecke kommen könnte oder Druck auf Steigerung der staatlichen Investitionen ausübt.


    Quote

    Ich schrecke immer noch vor einem "this time is different" zurück. Wobei die Zinsen tatsächlich "different" sind.

    Hier bin ich bei dir. Da tue ich mir auch schwer.

    Aber es sind schon verrückte Zeiten und ich kann nicht umhinnen festzustellen, dass man mit der Hoffnung auf "this time is same" seit Jahren so schlecht gefahren wäre, dass es eines großen Crashes bedarf je wieder aufzuholen.

    Irgendwie gilt halt auch noch "dont fight the FED (oder die EZB)".

    Oder vielleicht weigert sich die Geschichte/Börse einfach sich in jeglicher Weise vorhersagen zu lassen, so dass es ab und zu eben doch "different" ist grade wenn alle erwarten dass es nicht different sein kann.

    Interesting times indeed.


    wp

    Der Crackup Boom geht weiter.

    Ja.

    Und viele, inklusive ich, hatten Negativzinsen in prinzipiell unbegrenzter Höhe nicht auf dem Radar sondern dachten bei Null kommt der Aufschlag auf den harten Boden der Realität.

    Somit aber kann der Crackup Boom theoretisch ewig weiter gehen und der ZB geht das Pulver nie aus.

    Und man kann sogar mit Anleihen immer noch (Kurs-)Gewinne einfahren.

    Verrückt. Aber für Aktien natürlich gut.

    Auf den mdr Kultur podcasts gibt es grade "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig (sehr empfehlenswert).

    U.a. mit Episoden zur Suche nach dem Eldorado durch die Spanier und zum Gold Rush in Kalifornien.

    Dass bei vielen Menschen in Angesicht von Gold damals vor Gier das Hirn ausging wusste ich ja, aber dass da ganze Massen SO schlimm durchdrehten wusste ich nicht.


    Scheint heute bei einigen immer noch so zu sein.


    Also wenn schon Gold dann bitte physisch und unter eigener Kontrolle.

    Danke wie immer für das Update!


    Beruhigt mich ein wenig.

    Zwar ist meine Depot-Outperformance ggü. DAX seit einigen Jahren leider nur sehr gering, aber in Anbetracht der offenbar heftigen Value-Dürre ist das dann eigentlich ein gutes Ergebnis.

    Eine Schwierigkeit ist ja immer, auch in schlechten Zeiten an einer einmal ausgearbeiteten Langfriststrategie fest zu halten.

    Deine Analysen bestärken mich da.


    woodpecker