Posts by Cauteinvest

    Naja, Mediaset hat ja schon gesagt, dass sie den Laden nicht übernehmen wollen.

    Wenn ich mir deren Bilanz anschaue, können sie das auch schwerlich...höchstens über einen Aktientausch.

    Prosieben wehrt sich aber mit Händen und Füßen.

    Eine schöne Story über den dt. Kryptoboom (zur Sicherheit goldgedeckt):


    https://www.handelsblatt.com/f…ehrung-/25214818-all.html


    "Seiz starrt auf den Monitor. Er scrollt runter, er scrollt hoch. Irgendwo muss doch stehen, dass da eine Mine ist, die ihm gehört. Schließlich sagt er, dass er gar kein Französisch spreche. Und ja, er habe die Mine nie persönlich besucht."

    Beim Blick auf dem Fuhrpark... wie konnte da was schiefgehen?

    FD.jpg

    Ein 8min. Interview mit dem CEO u.a. geht es auch um den Einfluss von Elektroautos auf ihr Geschäft:


    https://www.cnbc.com/video/201…ceo-nicholas-pinchuk.html


    Mein Eindruck nach dem Interview und einem oberflächlichen Blick auf die Zahlen:


    1) Die Anzahl der Teile eines Motors (oder die Robustheit eines Tesla-Stoßdämpfers) sind weniger relevant als die Komplexität eines ganzen Autos (z.B. Sensorik, Modelvielfalt etc.). Glaube die haben da langfristig eher "Rücken- als Gegenwind"


    2) Der CEO kümmert sich um seine Leute, Mitarbeiter werden gut bezahlt und identifizieren sich mit der Firma, die Unternehmenskultur scheint wirklich nicht übel


    3) Pinchuk hat $80m "skin in the game", seit 2010 keine einizige Aktie verkauft (laut Bloomberg)


    4) Der freie Cash Flow hat sich die letzten 5 Jahre verdoppelt, genau wie die Dividende, Dividende macht weniger als 30% des FCF---> moderat können die die Dividende noch eine Weile anheben, wenn das Geschäft nicht implodiert.

    Aber ja, ein übermässiger Fokus was Div. angeht sehe ich auch eher negativ.


    Würde mir eher Sorgen um die Nachfolge bei denen machen... der CEO ist 73.

    Faurecia z.B. ist ja langfristig weiterhin im Aufwärtstrend, während eine Aktie wie ElringKlinger seit Jahren absackt.

    Bin mir nicht sicher ob Faurecia ein gutes Beispiel für einen tollen Zulieferer ist, wenn Du das mit "langfristig weiterhin im Aufwärtstrend" meinst. Als langfristiger Aktionär ist man genau so reich (oder eher arm) wie im Jahr 2000.

    Keine Ahnung ob die Aktien wieder "salonfähig" sind, aber man kann mit Sicherheit sagen, dass sich das Russische Finanzministerium durchgesetzt hat, die Unternehmen (im Staatsbesitz) zu höheren Ausschüttungen zu bewegen.


    Vermutlich war das der "Catalyst" - den Begriff hab ich von einem Hedge Fund Manager gestohlen. ;-)


    Bei aller Freude am ATH, viel mehr als die Inflation hat der geschundene Langzeit Lukoil Aktionär über die letzte Dekade nicht verdient (ohne Dividende sogar Geld verloren).

    #Timing_matters


    pasted-from-clipboard.png

    Die Idee ist vermutlich, dann keine Haftung mehr zu haben...

    Die ursprüngliche Idee war ein IPO der Powertrainsparte. Da lehnt man sich nicht weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass diese z.Z. "unverkäuflich" ist (nicht mal mit viel Schminke auf dem Schweinchen). Das musste der CEO selbst eingestehen:


    "As the capital market environment gets more difficult, it's harder to do an IPO at a reasonable price for us and for our investors."https://www.autonews.com/suppl…inesses-gains-flexibility



    Jetzt drehen sie es halt an die Aktionäre raus. Mal sehen was die Arbeitnehmervertreter da fordern (müssen dem ja zustimmen). Die Strategie ist ja relative durchsichtig...

    Genau das meine ich. Wie hat Deutschland die jetzige Stufe erreicht ? V.a. mit Automobil und Maschinenbau. Der letzte Schub kam m.E. v.a. durch die Industrialisierung Chinas. Ob das so bleibt ? Wir werden sehen.

    Stimme MMI zu und auf die Gefahr hin mich als Bär beliebt zu machen, ich sehe das deutsche "Exportmodel" für die Zukunft zwischen wackelig und kaputt.

    Die makroökonomische Betrachtungsweise von Handelsüberschüssen/-defiziten und Konsum vs. Sparen usw. (a la Michael Pettis https://twitter.com/michaelxpe…tatus/1173457485006376961) ist hier sehr hilfreich. Danach muss man feststellen: Dtl ist ein "one-trick-pony" mit viel zu geringer Binnenachfrage/-investments und Abhängigkeit vom Ausland z.B. China/Emerging Markets.


    "Although critics are right to point out that Germany has a domestic spending problem, it does not lead to unemployment (as it normally would), because Germany successfully relies on foreign demand. Trading partners willing to run deficits mirroring German surpluses have cushioned the fallout from domestic policy flaws."https://www.socialeurope.eu/ge…ncing-out-of-exit-options


    es gibt u.a. noch wimdu und 9flats. Die "kleineren" sind z.T. vielleicht sogar für viele Anbieter interessanter, weil dort die Behörden vielleicht nicht so häufig nachschauen wie bei airBNB ob nicht die hierzulande leider häufig ausgesprochenen Verbote umgangen werden.

    Ähh.... nee!

    Wimdu ist schon längst vor seinen Schöpfer getreten. Keine Ahnung ob 9flats noch irgendwo zappelt...

    https://www.eu-startups.com/20…ough-a-wimdu-post-mortem/

    Angebot und Nachfrage konzentrieren sich gewöhnlich bei wenigen Anbieter. Das nennt man wohl Netzwerkeffekt.

    Mit ein paar hundertausend Listings tut man sich gegen Anbieter wie Airbnb mit mehreren Mio Anbietern keinen Gefallen.

    Richtig, Regit Eins is die Obergesellschaft, wo auch die Schulden draufgeladen sind, und TeamViewer GmbH ist eine der Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss ist in IFRS, die Finanzdaten im Bundesanzeiger sind nach HGB.


    pasted-from-clipboard.png


    Nach Mitarbeiterzahlen ist die TV GmbH nur 2/3 der Gruppe macht aber nach HGB mehr Umsatz als der ganze Konzern nach IFRS in 2017. Sowas macht eigentlich keinen Sinn. Das liegt aber vermutlich daran, dass nach HGB die Softwarelizenzverkäufe anders verteilt werden als nach IFRS...


    M.M. nach spiegelt hier die Konzernbilanz die wirkliche Lage besser wider als der Einzelabschluss...aber interessant ist der Vergleich allemal (für Nerds)...

    Mhh, ich sehe nicht wo die Umsätze eingebrochen sein sollen. Bist Du sicher wir schauen auf die gleiche(n) Company/Zahlen? :/

    pasted-from-clipboard.png


    Eher das Gegenteil, die Umsätze wachsen momentan schneller als die Billings, was logisch ist, da sie noch den Deferred Revenue (ungebuchter Umsatz aus früheren Perioden) "verfrühstücken".

    Bei voller Umstellung auf Subscription (also bald) erledigt sich der Effekt sowieso: Billings=Revenue. Daher sind die Billings m.M. eh relevanter. Die wachsen momentan 37% p.a. und sollen das laut Management noch 1-2 Jahre so tun.

    Schön aufgegangen: >14% in 2 Monaten.

    Was mich am meisten beeindruckt: Der CEO von AMS hat es tatsächlich geschafft den Investoren zu verkaufen, dass es eine gute Idee ist Osram zu kaufen. Das muss man erstmal bringen!

    Damit sollte auch die Hürde der Genehmigung der Kapitalerhöhung von AMS genommen sein.


    Pressemitteilung der ams AG
    - ams ist vom Erfolg der Akquisition von OSRAM überzeugt, bestärkt von umfassend positivem Feedback der weltweiten Investoren-Roadshow


    Ohh, jetzt bist Du aber ganz schön streng, wenn Du nur einen Netzwerkeffekt "erlaubst". ;)

    Denke eher es gibt mehrere, vielleicht 13 Stück?

    https://medium.com/@nfx/the-ne…and-counting-a3e07b23017d


    Aber Du hast recht: Ein zweiseitiges Uber-like Netzwerk (mehr Fahrer, dadurch mehr Fahrende, dadurch mehr Fahrer usw.) haben die mit Sicherheit nicht.


    Ich sehe es eher analog zu WhatsApp, WeChat usw. Ein Netzwerk mit persönlichen Nutzen.

    Also eher "downside" wenn Du nicht dabei bist. Und wenn Du dabei bist, ist es schon schwierig (allein) den Absprung zu schaffen.

    Ja, 17x Umsatz ist eine Hausnummer, aber bastelt man sich eine peer group mit Software as a Service peers (ServiceNow, Zoom, Slack, etc.) sind sie nicht teurer (was sie natürlich absolut nicht billiger macht). Der Unterschied ist nur, dass die 50-60% Marge machen, während die anderen deutlich weniger profitabel sind (wenn überhaupt).


    Die 50% Marge schreiben sie obwohl es für jede Funktion eine Alternative vom Wettbewerb gibt, oft kostenlos (wie Matze ja schrieb bzgl. Fernwarten), nur eben nicht für alle use cases eine einzige Lösung.

    Die Kundenakquise ist geschickt weil billig, da sie die komplette Lösung ohne Abspeckung für private Nutzung kostenlos freigeben. Ist ein Gerät verknüpft, folgen im Schnitt 4-5 weitere. Schaut mir nach einem veritablen Netzwerkeffekt aus.

    Dann schauen sie per Datenflow wo eine kommerzielle Nutzung ist und halten dann die Hand auf (was bei Matze wohl nicht funktionierte, aber auch nichts kostete). Firmenkunden sollten leichter zu converten sein, wenn sie wirklichen Nutzen durch höhere Produktivität haben (kostenlose Hinterhof-Anwendungen sind da sicherheitstechnisch wohl weniger gefragt).


    Find den Laden spannend...

    Bei Software Firmen erfreut sich die "Rule of 40" zunehmender Beliebtheit.

    Dauerhaft Umsatzwachstum in % plus Profitmarge in % größer 40% und du bist der King. Weiteres hier: https://www.bain.com/insights/hacking-softwares-rule-of-40/


    TeamViewer scheint da in einer anderen Liga zu spielen. Eher "Rule of 90"

    Jetzt kommt der Laden an die Börse und Permira macht teilweise Kasse (2014: 900m --->2019: bis zu 5.5Mrd)


    Kennt sich jemand mit der Software aus und nutzt die aktiv? Was können die was kein anderer kann?


    pasted-from-clipboard.png