Weil es gerade so schön ist: Hier der Chart des letzten Monats.
Erstaunlicherweise heute immer noch ein weiterer Volumen-Rekord. Ich vermute mal, dass diverse Fonds einige Tage Vorlauf und Analyse brauchen, bis sie auf den Kauf-Knopf drücken. Am Freitag wird bei den Fonds offensichtlich schon das Wochenende eingeläutet
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Vielleicht hilft es, beim Thema noch mal auf "LOS" zurück zu gehen, also auf die Regelungen, die vor 22 Jahren zu Beginn dieses Threads in DE galten - auch wenn das aus heutiger Sicht eher traumhaft erscheint. Interessant vermutlich insbesondere für diejenigen Foren-Mitglieder, die nach 2003 ins Forum gekommen sind...
Im Jahr 2003 waren sämtliche Kursgewinne nach einem Jahr sechs Monaten ("Spekulationsfrist") steuerfrei.
Dividenden wurden mit dem halben persönlichen Steuersatz besteuert ("Halbeinkünfteverfahren").
Der persönliche Freibetrag für Kapitalerträge war doppelt so hoch wie heute.
Kapitalerträge wurden in keiner Weise mit Sozialabgaben belastet, also KV, RV, ALV usw. (PV gab es noch nicht).
Kurz gesagt: Im Jahr 2003 (zu Beginn dieses Threads) waren Kapitalerträge noch als Komponente einer privaten Altersvorsorge erkennbar.
Die Abschaffung der steuerfreien "Spekulationsfrist" war ein erster Axt-Hieb gegen die private Vorsorge.
Die jetzt angedachte (erweiterte) Sozialversicherungspflicht von Kapitalerträgen ist m.E. eine Bankrott-Erklärung zum Thema "private Altersvorsorge". Es ist die konsequente staatliche Unterhöhlung von Eigenverantwortung und privater Vorsorge.
Es ist eine Fortsetzung der Politik, die sich zu Beginn dieses Threads - im Jahr 2003 - bereits abzeichnete.
Es läuft auf eine Schwächung der Eigenvorsorge hinaus.
Wäre schön, wenn wir wieder zum Thema zurück kämen: Die von der Regierung angedachte (geplante?) Belastung von Kapitalerträgen nicht nur mit Steuern, sondern auch mit Sozialbeiträgen.
Spannendes Interview in TheMarket mit Michael Howell, einem Experten für Liquiditäts-Zyklen.
Er sieht den (etwa 5-jährigen) Liquidität-Zyklus gerade nach unten drehen und hat konkrete Ideen, wo man in welcher Phase investiert sein sollte:
Zitat
Der globale Liquiditätszyklus dreht. Wir befinden uns zwar noch auf hohem Niveau, aber die Richtung zeigt nach unten.
Was bedeutet das für Anleger?
In unserer Forschung unterteilen wir den Liquiditätszyklus in vier Phasen, die wir Erholung, Ruhe, Spekulation und Turbulenz nennen. Befindet sich der Zyklus im Aufschwung – Erholung und Ruhe –, sollte man eine ‹Risk-on›-Haltung einnehmen. Das ist der Teil des Zyklus, in dem man in Aktien investiert – und dort besonders in Zykliker und Technologie. In der Ruhephase tendieren Finanzwerte dazu, sehr gut zu laufen – genau das haben wir in den vergangenen achtzehn Monaten gesehen. Wenn meine Analyse korrekt ist und der Zyklus nun dreht, bewegen wir uns von der Ruhe- in die Spekulationsphase. Man sollte weiterhin in Aktien investiert bleiben, aber vorsichtiger agieren. In dieser Phase sind Rohstoffe tendenziell die beste Anlageklasse. Innerhalb des Aktienmarkts sollte man in den Rohstoff-, Bergbau- und Energiesektor sowie in defensive Werte investieren. Aus Technologie und Zyklikern sollte man sich hingegen zurückziehen. Finanzwerte beginnen zu stottern. Auch das sehen wir heute.
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Warum ist diese Phase für Technologiewerte heikel?
Wenn sich die Liquiditätsbedingungen verschärfen, wollen Anleger weniger Duration, denn Duration ist das Gegenteil von Liquidität. Technologie ist eine ‹Long Duration›-Anlage. Defensive Werte dagegen sind in der Regel ‹Short Duration›.
Sie sagen also, dass man 2026 auf den Rohstoff-, den Energiesektor sowie auf defensive Werte setzen sollte?
Ja. Ich würde im Rohstoffbereich investiert sein. In dieser Phase des Zyklus will man reale Werte. Und man möchte sich am kurzen Ende des Bondmarktes positionieren. Ich würde beginnen, Risiko vom Tisch zu nehmen. Das Bild ist nicht konklusiv, aber es sieht danach aus, als ob der globale Liquiditätszyklus nach unten dreht. Hinzu kommt das Risiko von Verwerfungen auf den Repo-Märkten. Das Fed könnte zwar beherzt eingreifen, aber das ist nicht mein Basisszenario. Nächstes Jahr besteht das Risiko einer Finanzkrise zusammen mit höherer Inflation. Das ist kein guter Mix.
Wenn Sie von Rohstoffen sprechen, heisst das auch Gold und Silber?
Ich plädierte für die "Anwendung der bestehenden Gesetze" und du plädierst dafür, "die bestehenden Möglichkeiten auszuschöpfen".
Ich sehe da jetzt keinen elementaren Unterschied, außer dass du meinen Vorschlag offenbar für populistisch und AfD-mäßig hältst. Nuja, wenn du meinst. Dann plädiere ich halt auch dafür, "die bestehenden Möglichkeiten auszuschöpfen", das knockt dann die AfD aus...
Cosmo Pharmaceuticals macht heute einen Kurssprung von +20% nach oben auf 78 CHF.
Und siehe da: Heute morgen wurden die Ergebnisse der klinischen Phase III-Studien zum Alopezie- (Haarausfall-)Medikament publik gemacht. Siehe hier und hier. Beide Studien waren erfolgreich, mit signifikant nachweisbaren Vorteilen gegenüber Placebo. Das Präparat genießt Patentschutz bis 2036, wäre die erste patentierte Neuerung seit 30 Jahren und trifft auf einen TAM (totales Marktpotenzial) von weit über 20 Milliarden USD.
Meine ursprüngliche Einschätzung zu Cosmo Pharmaceuticals war:
Zitat
Wenn diese Studien positiv verlaufen, können 2026 die Zulassungen beantragt werden und der Aktienkurs wird durch die Decke gehen. [...] Das Chance/Risiko-Verhältnis zwischen (mindestens) Verdoppler und Halbierung bleibt m.E. sehr erfreulich.
Die Zulassungsanträge für die USA und die EU werden nächstes Frühjahr eingereicht (vorher muss noch eine Sicherheitsphase abgewartet werden). Nachdem der Wirkstoff als Aknemedikament bereits weltweit zugelassen ist, sind m.E. keine Sicherheitsbedenken zu erwarten.
Die "Wette" aus #1 scheint also aufzugehen, und nachdem die Aktie - abgesehen von dem heutigen Sprung - sich noch in der Nähe meines Kaufkurses befand und die Bewertung immer noch moderat bis günstig ist, habe ich heute die Position verdoppelt.
Nach der Besteuerung der Aktiengewinne via Quellensteuer plant die aktuelle Regierung offenbar den nächsten Schritt: Beiträge zur Rentenversicherung auf Kapitalerträge:
Zitat
Die Koalition will „prüfen“, in Zukunft Kapitalmarkterträge auch mit Rentenbeiträgen zu belasten.
Das Regierungsbündnis erwägt, die Rentenkasse durch Zugriff auf Kapitalerträge zu stabilisierten. Das würde höchstens kurzfristig wirken – aber die private…
www.tichyseinblick.de
Nebenbei: Es gibt bereits jetzt Beiträge zur GKV auf Kapitalerträge, wenn man in der GKV freiwillig versichert ist. Der Gedanke, die Kapitalerträge auch zur Finanzierung der Renten heranzuziehen, liegt also voll auf Linie.
Ist SimplyWallSt eine Hilfe bei der Beurteilung von Firmen?
Ich kenn sie bisher nur, weil sie zu kleinen australischen Explorer-oder Minenaktien auf Yahoo was sagen unter "Nachrichten", was aber hauptsächlich wortreiche Allgemeinheiten sind.
Ich habe da mittlerweile ein "grandfather"-Abo zu relativ günstigen Konditionen. Und ja: Ich nutze SWS definitiv als allererste Anlaufstation, wenn ich irgendeine Aktie auf die Schnelle prüfen will. Man kriegt sofort Infos zu den KxV-Kennzahlen, auch den Schätzungen fürs nächste Jahr, zur (Netto- und Brutto-)Verschuldung, zu Dividenden und Rückkäufen, zu Insider-Trades und zur Eigentümer-Struktur, zu relevanten Neuigkeiten, Links zur Homepage, Handelbarkeit an welchen Börsen... Eigentlich (bei mir) alles, was ich brauche, um eine Aktie als potenziell interessant oder Ausschuss einstufen zu können.
Wenig hilfreich ist die Screening- bzw. Filter-Funktion. Da nutze ich lieber den Quant-Investing-Screener.
Nervig sind auch die Unmengen an KI-generierten "Analysen" zu den Aktien, die man in den Musterdepots hält. Das ist genau das, worüber man - wie Du auch - bei Yahoo immer wieder stolpert.
Ich sag mal so: Ein Probe-Abo würde ich auf jeden Fall empfehlen, um abzuschätzen, ob dir der Service was bringt. Ich vermute: Ja.
Du hättest besser nicht nur die erste Quelle gelesen, sondern auch die anderen beiden. Meine Punkte sind nicht primär auf Deutschland bezogen bzw. im Kontext zu den Entwicklungen in China zu sehen, die aus meiner Sicht 10 Jahre voraus sind und den Weg in die Zukunft weisen.
Ja, sorry, aber deine Quellen 2 & 3 waren nicht verlinkt - Link wäre nett.
Das Thema der chinesischen Vorreiter-Rolle bei alternativen Energien scheint sich mit dem Beitrag von Winter in #1.956 aber ohnehin erledigt zu haben.
Generell krankt die ganze Energie-Debatte m.E. vor allem an 2 Punkten:
1.) der Nicht-Berücksichtigung von staatlichen Subventionen oder Sanktionen (in welche Richtung auch immer), und
2.) der häufigen Velwechserung von Strom-Verbrauch und Primärenergie-Verbrauch. Der relativ starke Zuwachs von EE beim Strom suggeriert dann einen stellaren Aufstieg der EE, was vielleicht politisch gewollt ist, aber realiter bei der Primärenergie nicht so stattfindet.
1) Energie ist kein knappes Gut mehr, kein Luxus, sondern bald im Überfluss verfügbar. Massenproduktion von Solar und Speichern ermöglicht neue Geschäftsmodelle - Frage ist jetzt was man sinnvolles mit überfluss energie machen kann.
phoenics: Wenn dem so wäre - warum wandern dann Energie-intensive Branchen von Deutschland ins Ausland ab? (Quelle)
Oder wie erklärt sich dann die Meldung von Lando in #1.949, dass für Rechenzentren der Strom fehlt?
Oder warum hat Deutschland auch 2025 immer noch den weltweit höchsten Strompreis der G20-Länder? (Quelle)
Der von dir verlinkte Focus-Artikel bezieht sich ja nicht auf weltweite Entwicklungen, sondern auf die konkrete Situation in Deutschland. Da fragt man sich schon, was der Autor - ein Wirtschaftsphilosoph (was es alles gibt...) - in den letzten 40 Jahren dazugelernt hat, wenn er in dem Artikel immer noch Sprüche von diesem Kaliber raushaut:
Spoiler anzeigen
Zitat
Sonne und Wind schicken keine Rechnungen
Sorry, aber so jemanden kann ich nicht ernst nehmen - der lebt offenbar in einer speziellen Blase. Auf solchen Überlegungen würde ich keine Investitions-Entscheidungen basieren.
comdirect als Broker ? (Ich bin mir bewusst, dass man dort keine Aktien leerverkaufen kann und dass für Wertpapierkredite vergleichsweise hohe Zinsen verlangt werden. Aber dafür bekommt man eine Steuerbescheinigung, die beim Finanzamt völlig unproblematisch ist.)
Meine "Bank-Geschichte" startete bei einer regionalen Sparkasse, dann kurz die Hamburgische Landesbank (telefonische Order-Gebühren etwa 1% für Kauf und Verkauf...), dann gefühlt 20 Jahre die Comdirect bis zur Russland-Verarsche und aktuell die DZ-Bank.
Steuerbescheinigungen: Waren niemals ein Problem, bei keiner dieser Stationen.
Ich wundere mich, dass einige Billigheimer-Broker offenbar nicht in der Lage sind, so einen 08/15-Service anzubieten. Wenn die so hart auf Kante genäht sind, dass keine Steuerbescheinigung drin ist, würde ich mich dort nicht wohl fühlen. Vom Arbeitsaufwand und den Diskussionen mit dem Finanzamt mal ganz abgesehen.
Ansich hätte ich gerne noch nen zusätzlichen großen Oiler (von den Kleinen hab ich genug).
Was wäre da euer Favorit?
Von meinen drei nicht-russischen Oilern würde ich klar BP bevorzugen: Übernahmekandidat, 11% Shareholder-Yield, kürzlich gigantische Reserven entdeckt, noch kein starker Kursanstieg im letzten halben Jahr.
Repsol ist dagegen schon extrem gut gelaufen, und bei OMV fehlt nach der Ausgliederung der Chemiesparte die strategische Phantasie.
Wir sind also wieder an dem Punkt von vor ein paar Jahren, als hier hauptsächlich Megatrends diskutiert werden; und allerorts warten welche darauf, bei den (Tech-)Wachstumsaktien einen Einstieg zu finden, oder eben beim nächsten großen Ding. Kaum jemand interessiert sich für Qualitätsaktien, die jetzt nicht mit 10%, sondern 12% oder 13% normalisierter FCF-Rendite handeln.
Ich würde das nicht so negativ formulieren: M.E. ist es ein Riesenvorteil, wenn man eine Value-Aktie erwischt, die zusätzlich auch noch eine "Story" zu bieten hat. Nicht weil eine "Story" so spannend oder aufregend ist, sondern weil die Story oft als Katalysator für einen Kursanstieg dient. Wir kennen doch alle irgendwelche supergünstigen Value-Aktien, die aber jahrelang nicht in die Puschen kommen. Die Kombination von Value mit relativer Stärke (RS) bietet gegen solche Schlaftabletten schon mal einen gewissen Schutz, aber RS heißt eben auch, dass die Aktie schon gestiegen ist und als Mechaniker weiß man noch nicht einmal, warum der Kurs angesprungen ist.
Bei einer Aktie mit einer Story ist man im Idealfall von Anfang an dabei (Beispiel: Der Regierungswechsel in Süd-Korea) und kann auch besser einschätzen, wie lange die Story anhält und wie weit sie den Kurs trägt.
Die Story muss auch keineswegs nur (Tech-)Wachstumsaktien betreffen. Jede Krise hat ihre eigenen Profiteure: Bei Corona waren das Lieferservices für Essen, Heimausstatter, Anbieter von Video-Konferenzen usw., oder beim Ukrainekrieg Rüstungsaktien, Bauaktien für den Wiederaufbau oder Banken mit Osteuropa-Bezug.
Ich finde, es bringt nochmal eine ganz neue Dimension beim Investieren, wenn man versucht, solche Trends zu erkennen oder vorwegzunehmen. Aber ich gebe dir in einem Punkt recht: Die Aktienbewertung sollte an erster Stelle stehen, und die Story ist dann das Sahnehäubchen.
Es sind auch nur 775$ brutto zu verdienen, abzüglich Kaufgebühren für Lennar und Währungstausch (paar USD) und Leerverkaufsgebühren (derzeit immer noch niedrig, 3% p.a.).
Hast du eine Bank, die solche Pirouetten unterstützt? Ich bin ja bei einer Privatbank, die auf ihren Service stolz ist, aber ich habe meine Zweifel, ob die solche Konstrukte realisieren würde.
Es bleibt jetzt beim Fristende Freitag, 21.11. schwarzgeld, kannst Du bitte mal nachschauen, wie lange die Annahmefrist bei IB ist?
Ohne Absicherung durch Leerverkauf riskant. Selbst mit Absicherung ist das Risiko doch, daß das Tauschverhältnis, das erst von 17.-19.11. festgelegt wird, fällt. Man sichert sich jetzt eines knapp an der Obergrenze. Für die unabgesicherten Lastminute-Käufer ist es ungünstig, wenn diese Obergrenze greift, d.h. wenn das Kursverhältnis Lennar/Millrose höher ist, weil dann die zu kaufende Lennaraktie zu teuer wird. Für denjenigen, der sich jetzt aber abgesichert hat durch den Kauf von 99 Lennar und den Leerverkauf von 4,1333*99 = 409 Millroseaktien (abgerundet, damit keine übrigbleibt), ist das Risiko entgegengesetzt, also daß Lennar fällt relativ zu Millrose. Das Risiko ist, daß man zu wenig Millrose erhält, die man auf eigene Kosten zurückkaufen muß. Z.B. bei Tauschverhältnis von nur 4 wären das bereits 13 Aktien derzeit im Wert von 405$ (evtl. etwas mehr, falls Millrose steigt und nicht Lennar fällt bis zur Fixierung). Man setzt also gerade darauf, daß die Obergrenze inkrafttritt. Das wäre m.E. durchaus zu erwarten, denn sonst würde es sich doch auch für die Nicht-Odd-Lot-Halter lohnen, vor Ende der Frist noch Lennar zu kaufen und wenigstens für einen Teil die 6,38% mitzunehmen (abgesehen vom Millrose-Kursrisiko, das evtl. auch noch kurzfristig abgesichert werden kann). Dies kommt nur dadurch ins Gleichgewicht, daß der Kurs darüber hinaus steigt. Oder? In den letzten solchen Fällen hat glaube ich die Obergrenze gegriffen.
Zu Ten Pao: Das sieht ganz interessant aus. Allerdings wird mir bei Comirect nur eine VIE-Aktien von denen angezeigt zum Handel in DE? (erkennbar am KY). Damit wären sie für mich eher raus, ich versuche dieses Vehikel zu meiden. Ist kein 100% KO Kriterium, denn das sollte es für den Contrarian generell nicht geben - ist alles eine Frage des Preises, nicht wahr? Allerdings rücken sie damit ans Ende meine Researchliste. Gerne würde ich mir aber anhören wenn du, witchdream mehr Details berichten willst.
woodpecker: Zu Ten Pao gibt es schon einen eigenen Thread:
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Winter hat das VIE-Thema dort schon angesprochen. Ich kann das VIE-Risiko nicht abschätzen, auch nicht im Vergleich zu bspw. ADRs oder GDRs. Sagen wir mal so: Wenn ich zwei ansonsten gleichwertige Firmen hätte, würde ich auch die klassische Aktie wählen. Wenn es nicht anders geht, nehme ich auch ADRs, VIE-Aktien oder sonstige Konstruktionen, solange der Depotanteil überschaubar bleibt. Bei Südkorea z.B. bleibt einem gar nichts anderes übrig als ADRs und GDRs zu kaufen.
Was BYD und deren Robotik-Aktivitäten betrifft: Danke für den Hinweis, das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Ich hoffe aber, dass es vielleicht das ein oder andere "pure play" gibt - mal schauen.
Schöne Diskussion über die Chancen von chinesischen Aktien. Ich finde es nur lustig, dass ihr euch bei den "chinesischen Zukunftsbranchen" laut 5-Jahres-Plan (sh. der TheMarket-Artikel in #1.501: KI, Robotik und Biotechnologie) ausschließlich auf die chinesische Robotik fokussiert.
Und auch das stimmt nicht wirklich, wenn ich mir die Diskussion um BYD ansehe: BYD ist ja kein Roboter-Hersteller, sondern ein Roboter-Nutzer. Interessant wären m.E. Firmen, welche Industrie-Roboter entwickeln oder herstellen, oder Zulieferer dafür. (Zu letzteren fällt mir z.B. der Präzisionsfräsen-Hersteller Tsugami Corporation ein, der momentan einen Lauf hat.)
Was das Thema KI betrifft: Auch da würde ich eher auf die chinesischen Schaufel-Verkäufer als auf die Gold-Gräber setzen, also Chip-Produzenten, spezialisierte Kabelhersteller usw. (In meinem Depot könnte Ten Pao passen - die machen Elektro-Lösungen auch für den Industrie-Bedarf.)
Am spannendsten erscheint mir der chinesische Biotech-Bereich, weil Pharma gerade international nicht angesagt ist. Ich kenne mich beruflich ganz gut mit Pharma im Allgemeinen aus, aber chinesische Biotech-Firmen - puh, da wäre ich dankbar für jeden Tip.