Beiträge von cktest

    Von den drei von Tante_Nr_9 aufgeführten Fonds könnte ich den LU0625107734 (Emittent Goldman Sachs) nicht handeln, da angeblich für Privatkunden nicht erlaubt. Der BNP Paribas Fonds (FR0010216804) hat seit 2023 sogar eine etwas bessere Wertentwicklung als der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF und hätte den Vorteil, dass bei der comdirect Direkthandel möglich ist. Allerdings kostet ein Anteil über 600.000 EUR. So viel Geld habe ich dann doch nicht zur Verfügung ^^

    Ich hatte dieses Jahr längere Zeit den von Winter genannten Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF - 1C ACC (ISIN LU0290358497) im Depot. TER 0,10%, Rendite über ein Jahr lt. justef.com 2,29%, aktuell aber vermutlich geringer, denn jede Zinssenkung der EZB schlägt auf Geldmarktfonds direkt durch. Beim Verkauf (in Stuttgart) wurde das Geld sofort gutgeschrieben, das mag aber ein comdirect-spezifisches Ding sein, denn da wird eigentlich immer gleich nach dem Verkauf gutgeschrieben. Für sehr kurzfristige Anlagen lohnt sich ein Geldmarktfonds nicht wegen den Börsenspesen (und, je nach Broker, auch dessen Gebühren). Nichtsdestotrotz erwirtschaftete ich eine Rendite von 2,617% p.a. bei einer Haltedauer von 11 Monaten.

    Eine Teilfreistellung bei der Vorabbesteuerung gab es hier nicht, im Gegensatz zu Aktienfonds. Ich musste aber nichts zahlen, sondern der Steuerfreibetrag schrumpfte entsprechend. Beim Verkauf wurde die Vorabbesteuerung vom eigentlichen Gewinn abgezogen, bevor die Kapitalertragsteuer griff.

    Zu den Ausgaben des Bundes kommen noch die der Länder hinzu, die genauso hoch sind

    Nein, die liegen "nur" bei 6,7 Mrd. EUR (Quelle). Außerdem können die Länder keinen Zuschuss in die Rentenkasse einzahlen, erstens weil sie sowieso schon knapp bei Kasse sind, weil sie auf wesentlich weniger Steuereinnahmen zugreifen können als der Bund, und zweitens weil sie das aufgrund des Föderalismus gar nicht dürfen.

    Ich finde das aber eine typische Argumentationsweise: erst behauptet man, dass Ausländer an (fast) allen Problemen in Deutschland schuld seien und dass es dem Land finanziell viel besser gehen würde, wenn es keine Asylanten und Flüchtlinge gäbe. Dann wird gezeigt, dass der Unterschied nicht so groß ist wie vom Ausgangs-Argument gedacht, und dann dichtet man irgendwelche mysteriösen Ausgaben dazu, die man nicht belegen kann. Mustergültig wird dieser Argumentationsstil ja von Trump in den USA vorgeführt. Sollte das das Niveau sein, auf dem wir uns bewegen wollen, müsste man sich tatsächlich überlegen, wie sinnvoll eine Demokratie eigentlich noch ist.

    Die Rente wird schon aktuell zu einem ordentlichen Teil, nämlich zu 22,1%, aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert. Das waren 2024 gut 87 Mrd. EUR. Die Ausgaben des Bundes für Flüchtlinge, Asylbewerber u. dgl. beliefen sich 2024 auf 28 Mrd. EUR. (Alle Zahlen 2024, Quellen hier für den Prozentsatz aus dem Steuertopf, Statista für die Flüchtlingskosten) Es ist also illusionär, dass ein großer zusätzlicher Teil aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert werden kann, selbst wenn man die Ausgaben für Flüchtlinge und Asylbewerber von jetzt auf gleich auf Null drücken könnte. Es ist eine von der AFD erzeugte Illusion, dass man nur die Ausgaben für Flüchtlinge, Asylbewerber, NGOs und Entwicklungshilfe kürzen müsste, um ein Rentenniveau von 70% zu erzeugen.

    Heute wird Bayer durch die Nachricht getrieben, dass es eine Grundsatzentscheidung zu Glyphosat geben soll (die dann hoffentlich im Sinn des Konzerns ausfällt). Ist das eine gute Einstiegsgelegenheit, oder ist es schon zu spät? (Hängt natürlich auch davon ab, wie diese Entscheidung ausfallen wird, aber die Glaskugel ist gerade trübe.) Charttechnisch sieht es auch ganz hübsch aus, soweit ich das als Nicht-Charttechniker beurteilen kann. Allerdings hat Bayer 2024 einen Verlust von -2,60 EUR/Aktie gemacht (nach -2,99 EUR/Aktie im Jahr davor). Ist das nur auf die Rückstellungen für Glyphosat zurückzuführen? Das konnte ich auf die Schnelle aus dem Geschäftsbericht nicht herauslesen.

    Ich würde ggf. gerne 100 Euro zahlen, um meine Ruhe zu haben

    comdirect als Broker :D ? (Ich bin mir bewusst, dass man dort keine Aktien leerverkaufen kann und dass für Wertpapierkredite vergleichsweise hohe Zinsen verlangt werden. Aber dafür bekommt man eine Steuerbescheinigung, die beim Finanzamt völlig unproblematisch ist.)

    Btw.: kann mir jmd die Suchfunktion näher bringen? Ich habe diesen thread nicht via 'Petrotal' finden können... 😞

    Die Suchfunktion des Forums war in der Vergangenheit nicht überragend. Besser geht es mit Google: "suchterm site:antizyklisch-investieren.com".

    Mein Gedächtnis ist etwas verblasst, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass 1999 außer irgendwelchen Permabären und Warren Buffett irgendjemand mit so einem massiven Crash der Techwerte gerechnet hat. Sonst würde man heute ja auch überall lesen, dass Mr X oder Ms Y schon 1999 erfolgreich den Crash vorhergesagt habe und damit einen ganz tollen Track Record aufweisen würde. Aktuell ist es genau umgekehrt: zumindest in den deutschen Leitmedien, die ich so konsultiere, wird ständig darauf hingewiesen, dass der Aktienmarkt überbewertet sei und man mit einem massiven Einbruch rechnen müsse (da wird kein Zeitfenster angegeben, insofern kann ich das auch nicht). Da ich die Vorhersagefähigkeit von Leitmedien generell für schlecht halte, glaube ich also nicht, dass es in nächster Zeit zu diesem massiven Einbruch kommt, außer es kommt ein schwarzer Schwan um die Ecke. Relativ analog zu dem Hinweis auf den erfolgreichen Merger von AOL und TimeWarner würde ich zumindest davon ausgehen, dass es noch einen erfolgreichen Börsengang von OpenAI gibt.

    In Stuttgart Geld-Brief-Spanne 4,13%, an allen anderen deutschen Börsenplätzen höher (und Volumina geringer). Man könnte halt versuchen, dort eine Order zum umgerechneten kanadischen Briefkurs aufzugeben und zu hoffen, dass man bedient wird.

    [Petrobras]

    Oder hat jemand die Originalaktie?

    Ich habe die Prefs mit der WKN 899019/ISIN BRPETRACNPR6. Die Dividende wird üblicherweise in zwei Instanzen gezahlt; die eine unterliegt zusätzlich der brasilianischen Quellensteuer (und ist üblicherweise niedriger), die andere nicht. Probleme gab es bei comdirect damit bisher nicht.

    Der Hype um Immoaktien "muss man im Depot haben" liegt denn auch gut fünf Jahre zurück, er endete während Covid in 2020.

    Mit Vonovia habe ich von 2023 auf 2024 Geld verdient, und wenn ich sie nicht 2024 verkauft hätte, wäre es noch deutlich mehr gewesen.

    Berkshire Hathaway hat übrigens eine neue Position in Lennar Corp. eröffnet, einem amerikanischen Häuslebauer.

    Du kannst stattdessen mit einer Silbermünze zahlen. Eine Unze Silber ist aktuell zwar auch schon mehr als 40 EUR wert, aber im Vergleich zu einer Kleinststückelung Gold (es gibt 1/20 Unze-Münzen, 1 g Barren oder diese schokoladentafelartigen Barren, aus denen man theoretisch 1 g-Stücke herausbrechen kann) ist das eher handhabbar. Leider kann ich meine Großeltern nicht mehr fragen, wie sie in der Zeit der Hyperinflation gelebt haben.

    Ich glaube aber nicht, dass der USD dieses Mal stabiler sein wird als der EUR. Insofern kann ich auf das Wechselgeld in USD verzichten. Das hätte man aber in der Weimarer Republik auch nicht bekommen, denn der Besitz von Devisen (und Gold und Silber) war strafbar (Quelle: Wikipedia).

    Joe: Deutschland hat Goldreserven von etwa 3352 Tonnen. Davon liegt gut die Hälfte, nämlich 1710 Tonnen, in Frankfurt; 1236 Tonnen liegen bei der Federal Reserve in New York und 405 Tonnen bei der Bank of England in London. Verschwörungstheoretiker behaupten seit langem, das Gold in New York gebe es gar nicht, dann bleiben aber immer noch die Frankfurter Reserven. (Die Londoner Reserven schrumpfen langsam; ich spekuliere, dass das daran liegt, dass die Bundesbank aus ihren Goldvorräten auch die diversen Euro-Gedenkmünzen prägen lässt.)

    Die Preisentwicklung ist bei anderen Kupferminenbetreibern ähnlich. Ich besitze z.B. die australische Sandfire Resources, YTD +74%. Nur die ganz Großen scheinen nicht so zu profitieren, wenn man sich z.B. Glencore, BHP Billiton oder Freeport McMoran anschaut (wobei letztere den Dip durch das Grubenunglück schon wieder aufgeholt haben).