Posts by cktest

    So pauschal, wie der Tagesspiegel das schreibt, ist es offenbar nicht. Lt. New York Times sind zwei Arten von Mietwohnungen betroffen: (A) solche, die vor 1947 gebaut wurden und in denen der Mieter seit mindestens Juli 1971 lebt (das sind nur 22.000), und (B) solche, die sich in Gebäuden mit mindestens 6 Einheiten befinden, die (B1) entweder zwischen 1947 und 1974 gebaut wurden, oder (B2) vor 1947 gebaut wurden und in denen mindestens ein Apartment nach 1971 vermietet wurde, oder (B3) neuere Gebäude, die Steuererleichterungen bekommen, weil sie sogenanntes "bezahlbares Wohnen" anbieten. Der Mietanstieg in Gebäuden, die unter (B) fallen, war bisher schon gedeckelt, und zwar auf 1,5% für Ein-Jahres-Mietverträge und auf 2,5% für Zwei-Jahres-Mietverträge.


    Bisher war es so, dass Gebäude aus (B) herausfallen konnten, wenn die Miete mehr als 2774 USD/Monat betrug oder wenn der Mieter mehr als 200.000 USD/Jahr verdiente. Diese Regelung wird ersatzlos gestrichen.

    Hohe Mietanstiege (20%) waren zu beobachten, wenn der Mieter wechselte. Diese Praktik wird verboten.

    Höhere Mietanstiege für Gebäude unter (B) (bis 6%) waren bisher aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen möglich. Diese Regelung wird ebenfalls gestrichen.


    Insgesamt sind ca. 1 Mio. Wohnungen betroffen, in denen etwa 2,4 Mio. Personen leben. Insgesamt gibt es etwa 2,5 Mio. Wohnungen in New York, d.h. 1,5 Mio. Wohnungen sind von den neuen Regelungen nicht betroffen.


    (Als jemand, der Berlin für einen "failed state" hält, lese ich den Tagesspiegel nicht besonders oft. In letzter Zeit sind mir aber vermehrt Artikel durch meinen Browser empfohlen worden. Dabei ist mir die doch ziemlich tendenziöse Berichterstattung aufgefallen; quasi die Antipode zur Springer-Presse.)

    Wir haben eine Thermosolaranlage als Ergänzung zum Pelletsbrenner. Das hat den Vorteil, dass wir im Sommer (in den meisten Jahren etwa von Mai bis September) kein einziges Pellet verbrennen müssen, um warmes Wasser zu haben. Auch an sonnigen Tagen im Rest vom Jahr spart die Thermosolaranlage Pellets.

    Warum Thermosolar zwingend mit Kalkproblemen gekoppelt sein soll, erschließt sich mir nicht. Unser Leitungswasser gilt allerdings als "weich" (5.3 dH). Zum Entkalken gibt es verschiedene Lösungen; die einfachste scheint mir das Vorschalten eines Ionenaustauschers zu sein, so wie es jede handelsübliche Geschirrspülmaschine praktiziert.

    Ich habe Post von der Deutschen Balaton erhalten. An die hatte ich mal meine Rechtsansprüche bezüglich Ausgleichszahlung abgetreten; dafür sollte Balaton 50% einer eventuell zu erstreitenden Ausgleichszahlung erhalten.

    Das Landgericht Lübeck hat am 07.05.19 ein Urteil in dem Rechtsstreit gegen die Drägerwerke erlassen (Aktenzeichen 8 HKO 51/11). Nach diesem Urteil soll der angemessene Nachteilsausgleich

    13,55 EUR je Serie D

    13,62 EUR je Serie A

    13,52 EUR je Serie K

    betragen. Von diesem Betrag wird der von Dräger bereits gezahlte Nachteilsausgleich abgezogen (waren bei meiner Serie A 5,73 EUR; d.h. es bleiben noch 7,89 EUR übrig). Der Rest wird mit 5% über dem Basiszinssatz seit dem 06.05.2011 verzinst (dadurch würden aus dem 7,89 EUR grob überschlagen etwa 11,70 EUR). Das LG Lübeck ist weiterhin der Auffassung, dass die Ausgleichszahlung den Personen zusteht, die am 06.05.11 die Genußscheine gehalten haben.

    Die Deutsche Balaton ist mit diesem Ergebnis nicht zufrieden (weder was die Höhe der Ausgleichszahlung noch die Nichtabtretbarkeit der Rechtsansprüche angeht) und wird in Berufung gehen. Es wird damit gerechnet, dass sich das Berufungsverfahren längere Zeit hinziehen wird.

    Es ist ja ein genereller Trend, möglichst wenig neutrale Sprache zu benutzen. Man muss also von "Klimakrise" sprechen anstatt von Klimaveränderung. Genauso werden die Gesetze der Bundesregierung inzwischen entsprechend getitelt: es geht nicht um Kindertagesstätten, sondern das Gesetz heißt "Gute-KiTa"-Gesetz. Es geht schon in Richtung Orwellscher Newsspeak, wenn man nicht mehr mit neutralen Begriffen über etwas reden kann. Für mich hat sich zumindest Frau Vine als Guardian-Chefredakteuse damit disqualifiziert.

    Das hat, wie schon erwähnt, nichts mit Daten zu tun, sondern mit veränderten Definitionen. Das ist etwas, was im MINT-Bereich nicht möglich ist (ich kann beispielsweise nicht eben die Definition von "geraden Zahlen" ändern), im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich aber schon (zum Beispiel zählen plötzlich Leute, die eine ABM-Maßnahme besuchen, nicht mehr zu den Arbeitslosen). Die zugrundeliegenden Daten ändern sich dabei gar nicht (es gibt immer noch gleich viele Leute, die arbeitslos sind), sondern nur ihre statistische Klassifikation (Arbeitslose mit ABM-Maßnahme heißen jetzt nicht mehr "arbeitslos").

    Definitionen. Die sind so festgelegt, wie sie eben festgelegt sind.

    Praktischerweise wurden die eben unter Schröder (?) so geändert, wie es der Regierung gerade in den Kram passte, und natürlich hatte keine nachfolgende Regierung Interesse, die Definition wieder zurückzuändern (denn das hätte ja eine höhere Arbeitslosenquote bedeutet und deshalb schlecht ausgesehen). Leider gibt es so was wie Shadowstats meines Wissens für Deutschland nicht (die Statistiken zur US-amerikanischen Arbeitslosigkeit sind hier).

    Das hat nichts mit "geheim" oder "Verschwörung" zu tun, führt aber trotzdem zum Vertrauensverlust, denn es bedeutet "traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast".

    Ich glaube nicht, dass die Arbeitslosigkeit bei 20% liegt. Ich kenne momentan auch niemanden, der arbeitslos ist. Ich glaube aber, dass die Arbeitslosigkeit höher liegt als die 4,9%, die die offizielle Statistik derzeit ausweist (Eurostat weist sogar nur 3,1% aus). Zum einen muss man "registrierter Arbeitsloser" sein, um in der Statistik aufzutauchen. Wer resigniert hat, ist offiziell nicht arbeitslos. Weiterhin gilt nicht als arbeitslos, wer zur Zeit in irgendeiner "Qualifizierungsmaßnahme" steckt. Daher werden Arbeitslosen auf dem Arbeitsamt solche Qualifizierungsmaßnahmen angedreht, um sie aus der Statistik herauszubekommen, egal ob sinnvoll oder nicht. Ein Teil dieser statistischen Tricks ist, wenn ich mich recht erinnere, von der Regierung Schröder eingeführt worden. So etwas führt zwangsläufig zum Vertrauensverlust.

    Spannend (oder deprimierend?) ist vielleicht auch das Ergebnis der AfD nach Bundesland.

    Sehr erfreulich fand ich, dass Marine Le Pen im Vergleich zur letzten Europawahl 4 Prozentpunkte verloren hat. Interessant finde ich, dass das nicht nur von Le Pen (logisch), sondern auch von den Medien fast völlig ignoriert wird; hier guckt man nur, wer die meisten Stimmen hat.

    Den Grünen kann man nicht grundsätzlich Fortschrittsfeindlichkeit attestieren. Das ist sicher richtig, wenn es beispielsweise um Gentechnik geht, aber beispielsweise nicht im Bereich alternative Energieerzeugung und -verwendung. Hier ist die Union wesentlich fortschrittsfeindlicher.

    Letztes Jahr war es so:

    Abzug von 15% russischer Quellensteuer

    Abzug von Spesen (waren nochmal gut 8,3%)

    Abzug von 10% Abgeltungssteuer auf den Bruttobetrag (die russische Quellensteuer wird angerechnet), Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

    Insgesamt blieben 65,5% der Bruttodividende übrig.

    Ich weiß nicht, ob ich es gut finden soll, dass Infineon seine Lieferungen an Huawei eingestellt hat. Das hat für mich ein bisschen was von vorauseilendem Gehorsam und könnte langfristig Infineon schaden, weil ich auch hier erwarte, dass sich China anderweitig Ersatz besorgen wird.

    Wikipedia:

    Die veganen Fleischersatzprodukte werden aus einer Mischung von Erbsenproteinen, Hefen, Soja (bei "Beyond Chicken"), Rapsöl und anderen Zutaten wie verschiedenen Gewürzen hergestellt. Die Konsistenz entsteht mittels Extrusion, bei dem Zutaten gemischt und unter Dampf gekocht und in Form gepresst werden.


    Ich hatte bei meiner Tochter mal vegane Lyoner (die ich auch in "echt" nicht besonders mag) probiert, und da schmeckte man die Erbsen aus dem darin enthaltenen Erbsenprotein deutlich durch. Hackfleisch hat aber (gerade in Mischgerichten, z.B. Chili con carne) erstaunlich wenig Eigengeschmack, und deshalb reicht es in manchen Fällen, einfach die Konsistenz zu imitieren. Bei einer Burger-Patty würde ich allerdings erwarten, dass es auf den Geschmack ankommt. Falls demnächst die ersten "Beyond Meat"-Produkte bei uns im Haushalt auftauchen, werde ich berichten ;)

    An Krankheiten durch vegane Ernährung fallen mir spontan ein:

    • wieder vermehrtes Auftreten von perniziöser Anämie wg. B12-Unterversorgung
    • Neuropathien wg. B12-Unterversorgung
    • Anämien wg. Eisen-Unterversorgung
    • Osteoporose wg. Calcium-Unterversorgung (wird man tatsächlich erst in 10-20 Jahren sehen)

    Das kann (und sollte) man natürlich alles supplementieren.

    Dafür wird es einen Rückgang von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs geben, möglicherweise auch weniger Nierenschäden (weil die Ernährung proteinärmer ist).

    Meine Tochter ist auch seit einigen Jahren Veganerin. Ich muss allerdings sagen, dass ich das, was sie so isst, geschmacklich meistens eher langweilig finde. Andererseits schmeckt eine vegane Rügenwalder-Bratwurst zwar nicht so gut wie eine vom lokalen Metzger, mit einem billigen Supermarkt-Erzeugnis kann sie aber durchaus mithalten.

    In meinem Bundesland finde ich die Grünen eigentlich nicht schlecht, auf Bundesebene aber unwählbar.

    Der Wahlomat hat für die Europawahl auch ausgespuckt, dass ich die FDP wählen soll.

    [Auswandern] Wohin denn, wenn ich fragen darf?

    Ich war schon mal vier Jahre in GB. Schweiz oder Skandinavien fände ich grundsätzlich attraktiv. Tendenziell denke ich aber, dass es mit (West-)Europa mittelfristig bergab gehen wird, weil die Leute hier zu saturiert sind (auch Rassismus ist für mich ein Zeichen dafür - man versucht sich, über seine Herkunft zu verbessern statt über seine Fähigkeiten), und würde mir stattdessen USA (trotz Trump) oder Kanada anschauen. Das Niveau an Sozialleistungen u. dgl. ist in Deutschland mit am höchsten auf der Welt und die Fallhöhe daher beträchtlich, ich denke aber, dass sich dieses Niveau über die nächsten 20 Jahre sowieso nicht halten lassen wird. Ein weiteres Problem Westeuropas ist, dass es bei einem eventuellen bewaffneten Konflikt zwischen den Großmächten liegt. Insbesondere Deutschland ist einfach zu nahe an Russland dran; in Frankreich oder GB würde ich mich da etwas wohler fühlen.

    Bei der Wahl des Wohnortes würden küstennahe Gegenden ausfallen wg. Klimawandel und dadurch bedingter Erhöhung der Meeresspiegel. Andererseits werden aufgrund des Klimawandels vergleichsweise polnahe gelegene Länder klimatisch attraktiver.

    Die Länderauswahl wird dadurch eingeschränkt, dass ich mir in meinem Alter nicht mehr zutraue, eine neue Sprache auf ausreichendem Niveau zu lernen. Da bleibt nur deutsch oder englisch übrig.