Beiträge von cktest

    Ich miete nicht häufig Autos, aber Sixt war mir in den letzten Jahren immer zu teuer. Als Aktionär soll's mir recht sein ;)

    Der Begriff der "Elite" ist ziemlich unscharf definiert; deswegen kann ich mich ja auch für ein Mitglied derselben halten (vielleicht hätte ich noch einen kleinen Ironiesmiley einbauen sollen, aber ich dachte, das wäre durch meine Klammerbemerkung schon klar geworden). Ich wüßte jetzt keine objektiv anwendbaren Kriterien, nach denen sich "Elite" definiert. In GB ist das etwas einfacher, weil es sich um eine Klassengesellschaft handelt; wenn man da mit einem bestimmten Akzent spricht, den man beispielsweise in Eton erlernt hat, gehört man dazu.

    Woran liegt es, dass wir in Deutschland in allen Belangen, außer im Sport, so anti-elitär eingestellt sind? Gibt es hier keine integren Institutionen?

    Abgesehen davon, dass ich mich für einen Teil der deutschen Elite halte (auch wenn die deutsche Elite das vielleicht anders sieht), verstehe ich nicht, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Integrität und intellektuelle Fähigkeiten sind meiner Ansicht nach voneinander völlig unabhängig.

    Das hängt wohl vom Fach (und vielleicht auch der Person des Ausschreibenden) ab. Wenn ich eine Doktorandenstelle ausschriebe, und es würde sich ein Oxbridge-Student bewerben (was ich für unwahrscheinlich halte), würde ich ihn auf jeden Fall angucken. Leider bekommen wir hauptsächlich "Eigengewächs"; das erscheint mir aber cleverer als die entsprechenden Bewerber, die ich im UK erlebt habe (waren keine Oxbridge-Absolventen).

    "Willige europäische Arbeitsbienen" - gibt's sowas überhaupt? Ich kenne nur willige chinesische Arbeitsbienen :D

    Ich habe schon mit einer ganzen Reihe von Leuten zusammengearbeitet, die von Eliteuniversitäten kamen, und die kochen auch nur mit Wasser. Insofern bin ich von einem Oxford- o.ä. Abschluß nur moderat beeindruckt. Es gibt in meiner Branche natürlich ein paar hyperintelligente Leute, mit denen normale Sterbliche nicht mithalten können; die haben aber nicht zwingend in Harvard, Oxford oder sonstwo studiert (sind da jedoch heutzutage u.U. Professor). Ich halte es aber z.B. für relativ gleichgültig, ob ein begabter mathematischer Schüler in Oxford oder München studiert. Er wird so oder so seinen Weg machen; es ist höchstens mit einem Oxford-Abschluss etwas einfacher, weil:

    Sobald sich bei einer Ausschreibung ein Absolvent einer Grand École bewirbt, schaut er sich die anderen Bewerber nicht mal mehr an.

    Das ist genau das, was ich mit "Mitglied in elitären Klubs" meine. Natürlich ist die Trefferquote höher, wenn man sich einen Absolvent einer Eliteinstitution anschaut, aber das bedeutet doch nicht, dass man deswegen alle anderen Bewerber aussortiert.

    Als Normalsterblicher mit gutem Abi kann man sich in Harvard zwar bewerben, die Chancen, dass man einen Studienplatz bekommt, sind aber fast gleich null. Gleiches gilt nach meinem Kenntnisstand für britische Eliteuniversitäten wie Oxford und Cambridge (an der Uni, an der ich gearbeitet habe, war das nicht so). Um dort einen Platz zu bekommen, trainiert man in speziellen Auswahlseminaren (bzw. wenn man vorher auf eine Eliteschule gegangen ist, hat man dieses Training dort erhalten).

    In Deutschland kann man sich mit seinem Abitur sowohl an der LMU oder in Heidelberg bewerben als auch an irgendeiner drittklassigen Fachhochschule. Ob man genommen wird oder nicht, hängt ausschließlich von der Abiturnote ab (und evtl. der Wartezeit, die aber gerade höchstrichterlich kassiert worden ist; eine Ersatzregelung gibt es meines Wissens bisher noch nicht). Man muss nicht in irgendeinem elitären Klub gewesen sein, um eine Chance auf einen Studienplatz an einer deutschen Spitzenuniversität zu haben.

    Die 6700 Undergraduates zahlen pro Jahr etwa 12 000 $ tuition fees

    Da liegst Du leider um den Faktor 4 zu niedrig: https://college.harvard.edu/fi…aid-works/cost-attendance. Auch wenn die Seite suggeriert, dass es sich dabei um die Gesamtgebühren handeln würde, sind es leider die jährlichen Gebühren.

    Die Herausforderung liegt für einen Normalsterblichen ohne sehr wohlhabende Eltern aber eher darin, eine Zulassung bei Harvard zu ergattern. Wenn man nämlich nicht genug Kohle hat, muss man tatsächlich hochbegabt sein (und das System verstehen), um dort studieren zu können. Das gilt in ähnlicher Weise auch für die ganz oben angesiedelten englischen Universitäten. Im Vergleich dazu ist das deutsche Zulassungssystem ziemlich transparent.

    Ich glaube nicht, dass deutsche Zahnärzte sehr häufig Opioide verschreiben. Zahnschmerzen lassen sich in der Regel mit Ibuprofen und Co. (in schweren Fällen Metamizol) gut in den Griff bekommen. Außerdem benötigt man für eine Opioidverschreibung ein Betäubungsmittelrezept.

    Bei den Opioidabhängigen in Deutschland handelt es sich überwiegend um Drogensüchtige. Das geht auch aus dem von mobilpage verlinkten Ärzteblatt-Artikel hervor; da heißt es nämlich: "Vergleiche mit früheren Schätzungen legen den Schluss nahe, dass sich der Umfang der Personen mit einer Opioidabhängigkeit in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat." Im Gegensatz dazu ist in den USA die Zahl der Opioidabhängigen in den letzten 10 Jahren dramatisch gestiegen, was an der unkritischen Verschreibung von Opioiden durch Ärzte liegt, auch bei völlig ungeeigneten Indikationen (z.B. chronischen Rückenschmerzen). Letztlich ist es auch etwas zu einfach, die ganze Verantwortung Purdue (dem Hersteller von Oxycontin) zuzuschieben; auch für ein stark beworbenes Medikament benötigt man immer noch den Arzt, der es verschreibt. Allerdings begünstigt das Gesundheitssystem in den USA Fehlverschreibungen, z.B. durch die Erlaubnis von Arzneimittelwerbung im Fernsehen und durch das Fehlen eines Kontrollmechanismus.

    Die Zahl der Opioidabhängigen und -toten ist in den USA dementsprechend deutlich höher als in Deutschland (USA: ca. 45.000 Tote/Jahr; Deutschland: ca. 800 Tote/Jahr, das entspräche ca. 3200 Tote/Jahr in den USA).

    Und wenn ich auch noch meinen Senf dazugeben darf: solche Kurzzeitkorrelationen lassen sich für sehr viele Aktien aufmachen, ohne dass man davon auf die weitere Kursentwicklung schließen kann.

    Wie gesagt: Landos Graph ist nicht statistisch signifikant unterschiedlich zu einer Normalverteilung, bloß halt nicht um 0, sondern um etwa 5 herum. Dass der Graph auf der rechten Seite nicht bis 0 heruntergeht, scheint die Statistik nicht zu beeindrucken.

    Da Dein Graph so hübsch ist (und normalverteilt zu sein scheint, jedenfalls behauptet das mein Statistikprogramm), würde ich sagen, dass die zweite Hälfte der 50er Jahre auch nicht normalverteilt war. Das ist halt einfach manchmal so, wenn man kurze Perioden anschaut.

    Für Ferien haben wir immer Ferienwohnungen genommen. Erstens hat man da mehr Platz als im Hotel und kann sich auch mal aus dem Weg gehen, und zweitens brauche ich keine Rundum-Bespaßung. (Meine Kinder hätten es vielleicht cool gefunden ;) aber das können sie ja später mal anders machen.)

    Ich gehe auch gern in "Edelschuppen" essen. Insgesamt finde ich (und das fällt mir mit zunehmendem Alter immer mehr auf), dass die Qualität des Essens in Deutschland in vielen Restaurants eher mittel ist. Aber ich lese auch gern Artikel von Jürgen Dollase...

    Ich hatte mit Kleinkindern auch nie den Eindruck, in einem Restaurant unerwünscht zu sein. Vielleicht sind wir in die falschen Restaurants gegangen, oder der Lebensstil in der Gegend, in der wir wohnen, ist ein anderer als in der Umgebung des FAZ-Autors...

    Was mich allerdings erstaunt, ist der Anteil der Kinder in der Nachbargrundschule, die bei Einschulung keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben

    An der Universität kann ich beobachten, dass das Deutsch von Einwanderern der zweiten oder dritten Generation nicht besser ist als das von Syrern, die erst seit ein paar Jahren in Deutschland sind. Ich vermute, dass zuhause wenig Deutsch gesprochen wurde, sondern eher die Muttersprache der Eltern. Dazu kommt die automatische Tendenz, mit Leuten abzuhängen, die einen ähnlichen kulturellen Hintergrund haben.

    Nach einer Woche USA SW kann ich sagen: in L.A. fahren ein paar Teslas herum, ungefähr halb so viel wie Audis. BMW und Mercedes sind in L.A. deutlich häufiger vertreten als Audi, da hat VW offenbar was falsch gemacht. (Angeblich soll es im Großraum San Francisco mehr Teslas geben, aber in L.A. hat mich die Zahl nicht vom Sockel gehauen.)

    In Nevada und Arizona habe ich je einen Tesla gesehen, jeweils in der Stadt (Las Vegas bzw. Phoenix). Die Verwendungsweise ist also offenbar hauptsächlich als Stadtauto, z.B. fährt man mit so einem Wagen im Großraum L.A. herum, benutzt ihn aber nicht für Überlandfahrten (obwohl es unterwegs genügend Supercharger gäbe, insbesondere wenn man weiß, wo die stehen), sondern hat für sowas noch einen Lexus/Infinity/BMW/Mercedes/Maserati in der Garage.

    Das eine hat mit dem anderen doch exakt überhaupt nichts zu tun. Die Bundeswehr war schon früher nicht "all right", und die DB ist durch eine misslungene Privatisierung und Managerentscheidungen zum Sanierungsfall geworden. Die Netzstabilität wird möglicherweise dadurch problematisch, dass zwar alle keine Kraftwerke (egal welcher Art) wollen, aber auch keine Stromleitungen, mit denen man Strom umverteilen kann. In Deutschland regiert halt das Sankt Florians-Prinzip.