Posts by jerobeam

    https://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=2690


    Cum-Ex-Razzia bei Börsenhändler Thorsten Wagner - GDT Global Derivative Trading GmbH Lehrte (Easy Software, Mologen,...)

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    Wagners Firma GDT Global Derivative Trading Gmb dreht an der Börse ein großes Rad.

    Wagner soll die Deals über sein Frankfurter Büro abgewickelt haben. Riesige Summen sind nicht unüblich bei sogenannten Day-Tradern, die ihre Gewinne oft aus winzigen Kursunterschieden ziehen.
    Wagner war über die Jahre allerdings ungewöhnlich erfolgreich.
    Die Ermittler der hessischen Generalstaatanwaltschaft vermuten nun offenbar, dass dies nicht am besonderen Geschick von Wagner lag, sondern am besonderen Gewinngaranten bei Cum-Ex-Geschäften: der Staatskasse.

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    Ich denke die HV bei Bayer am 26.04 wird spannend.

    Naja, ich glaube das wird alles andere als Vergnügungssteuerpflichtig. Die Bayer HV habe ich einmal vor 15 Jahren besucht, das hat mir gereicht. Damals schon ging es nur um KZ-Häftlinge, Bienensterben, Gentechnik-Protest usw... plus ça change, plus c'est la même chose.

    Man kann dem Reich zumindest nicht vorwerfen, nicht kreativ zu sein (beim ausplündern):

    https://www.merkur.de/lokales/…ed-reich-ab-12184954.html


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    Ebenso berichtete das Gemeindeoberhaupt darüber, dass sich Aufsichtsratsmitglied Reich von der Seilbahn ein Darlehen zwischen 150 000 und 300 000 Euro habe geben lassen. Die Rückzahlung soll laut Hornsteiner folgendermaßen erfolgen: 10 000 Euro in bar, der Rest über Arbeitsleistung – 100 Euro die Stunde. Den Zuschauern rief der Bürgermeister entgegen: „Jetzt können Sie sich vorstellen, dass der Markt Mittenwald nicht glücklich ist, wenn er eine Kapitalerhöhung zeichnen soll.“

    Bin wieder zu Hause. War eine für DAX-Maßstäbe recht kurze HV (4h).

    So richtig beeindruckt hat mich das alles nicht. Es gab viel Kritik am ARP und am AR weil er die Selbstverpflichtung zum Aktienkauf aufgehoben hat (angeblich weil man nicht in "negativen Medienberichten" erscheinen möchte ?!?). Ca. 10% haben auch gegen die neue Genehmigung zum Aktienrückkauf gestimmt, zumal der CFO keine Besserung was das Prozyklische Verhalten angeht hat anklingen lassen (wir kaufen zurück, wenn wir viel Bargeld haben, eine solide Bilanz und die Bewertung auf EBITDA-Basis günstig ist = genau dann, wenn man es lieber nicht tun sollte). In den nächsten Jahren ist nicht mit großen Sprüngen im Ergebnis zu rechnen. Viele Märkte haben Angebotsüberhang, der sich erst in einigen Jahren wieder ausgleichen soll. Die Prognose für 2019 glauben sie aber erfüllen zu können. Mark-to-market (mit den Preisen aus JAN/FEB) läge das EBITDA bei 1.8 Mrd EUR. Zum Nettoergebnis wollen sie keine Prognose abgeben. Ich halte es für schwierig unter diesen Bedingungen die Dividende stabil zu halten oder sogar zu steigern, zumal auch noch sehr viel in CAPEX gesteckt wird (allein 1.5 Mrd in den nächsten Jahren in den USA, und >900m EUR in 2019 insgesamt). Und wenn man von "mid-cycle" Zahlen spricht und gerade vom Hoch kommt, ist zu befürchten dass noch schlechtere Zeiten bevorstehen (die 2019er Zahlen werden im Vergleich zu 2018 eh grauenvoll sein). Hoffnung macht allein die Behauptung, dass sie im Fall eines Nachfrageeinbruchs auch diverse (drastische) Maßnahmen treffen können um die Profitabilität zu sichern - so geschehen (noch als BMS) in 2008/09, als man trotz Krise positiven CF und EBITDA erzielt hat.

    Ich glaube hier wird in den nächsten 3-4 Jahren nichts außerordentliches zu holen sein.

    Aus meine Sicht ist die alles entscheidende Frage, wie sich die Margen in den nächsten Jahren entwickeln. Laut aktuellem Ausblick wird man bei FOCF und ROCE auf das Niveau von 2014/2015 zurückfallen. Wie geht es dann weiter?

    Ich bin am Freitag auf der HV in Bonn und bin mal gespannt was man da so von sich geben wird.

    @ cktest: Wenn du schreibst:

    dann impliziert das m.E., dass unterhalb dieses bestimmten Schädigungsgrades die Schäden reversibel sind. Das würde ich als Biologe auch so sehen. Wenn der Schädigungsgrad Dosis-abhängig ist, dann impliziert das wiederum, dass bis zu einer bestimmten Dosis keine relevante Schädigung auftritt. Das wäre also das exakte Gegenteil der LNT-Hypothese. Interessant wäre es jetzt, ab welcher Dosis experimentelle irreversible Schäden nachweisbar sind. Die klinisch nachweisbare Grenze für strahlenbedingten Krebs liegt bei 100 Milli-Sievert. (Zum Vergleich: Die natürliche Hintergrundstrahlung ist etwa 2,4 mSv pro Jahr.)


    Soweit meine 2 cents zu dem Thema, und damit genug. Ich will ja niemand die Zeit stehlen, lol.

    wenn ich auch noch mal 2ct beitragen darf: natürlich funktioniert die Reparatur, und die Reparaturmechanismen sind auch extrem effizient. Bei der Durchschnittlichen Strahlenbelastung in DE (~4mSv inkl. künstliche Quellen) erfährt jede sechste Körperzelle pro Jahr einen Doppelstrangbruch, das bedeutet 10 000 bis 100 000 Doppelstrangbrüche PRO SEKUNDE im Körper ! (ca 10^13 Zellen im Körper). Und das wird quasi alles einwandfrei repariert. Aber das ist ein doppelschneidiges Schwert.

    Wenn die Reparatur nicht funktioniert, stirbt die Zelle (z.B. bei zu großem Schaden -> Strahlenkrankheit). Eine tote Zelle kann keine Krebszelle werden. Die Reparatur ist aber eben nicht immer 100% korrekt, und so treten Änderungen an der DNA auf, die mitunter auch zu einer Krebszelle führen KÖNNEN. Und das kann (theoretisch) immer passieren, weswegen man von LNT ausgeht. Dennoch ist man noch lange nicht so weit, die Wirkung von niedrigen Dosen und die Karzinogenesis vollständig zu verstehen. Es gibt da faszinierende Dinge die die Natur entwickelt hat, wie die Apoptose, den Bystander-Effekt, p53 oder sonic hedgehog (ja das heisst wirklich so...).

    Der lineare (bzw. linear-quadratische) Zusammenhang lässt sich aber nur für Bereiche oberhalb 100 mGy statistisch nachweisen (Life-Span-Study). Darunter gibt es auch Argumente für Hormesis, Threshold oder andere Abweichungen von LNT.

    Welche deutschsprachige Übersetzung empfiehlst du?
    Oder gar eine gute Rezension/Einführung auf Deutsch?
    Girard war mir bisher gar kein Begriff. Aber er scheint (für mich) unkonventionelle Ideen derart auszubuchstabieren, dass er intelligente Leute überzeugt hat. Alleine das mancht ihn interessant.

    Da kann ich leider nicht helfen, ich habe die Werke im Original. Da er aber auch länger in den USA gelebt und gelehrt hat, gibt es vielleicht auch von ihm selbst verfasste englische Varianten, denen würde ich dann den Vorzug geben.


    Eine grobe Zusammenfassung seines (sehr umfangreichen) Werks findet man z.B. hier:

    https://www.iep.utm.edu/girard/

    Jetzt haben sie auch noch die Fabrik in Russland an den "Partner" verkauft (ist der eigentlich noch an ASC beteiligt?). Klingt nach Offenbarungseid.