Beiträge von jerobeam

    geil, selbst bei so großen DAX-Buden kann man als Klein-Aktivist was reissen (MK Dt. Balaton <200m EUR) !!


    Das wird ja immer schlimmer:


    Zitat

    Dass HORNBACH Dauertiefpreise garantiert, ist nun wirklich nichts Neues. Deshalb gehen wir in Zukunft einen Schritt weiter: Nämlich in die Vergangenheit. Seit jeher beobachten wir den Markt und passen unsere Preise den Marktgegebenheiten an. Ab sofort erweitern wir unsere Dauertiefpreisgarantie sogar auf Preissenkungen bei HORNBACH nach dem Kauf. Sollte ein Artikel bei HORNBACH bis 30 Tage nach Kaufdatum im Preis sinken, wird Ihnen die Differenz auf Ihr Kundenkonto gutgeschrieben: Dazu einfach Kundenkonto erstellen, Einkauf erfassen und im Falle einer Preissenkung innerhalb von 30 Tagen Gutschrift für den nächsten Einkauf bei HORNBACH direkt auf's Kundenkonto erhalten.

    Ich meine die Bewertungsparameter zum heute zu beschliessenden SO und was daraus im Spruchverfahren werden kann.

    Basiszins ist dabei eine der Stellschrauben.

    Der Bericht von Ebner Stolz zur Bewertung sieht einen Basiszins von 1.25% vor.

    Entsprechend der Empfehlung des FAUB (vgl. IDW-FN 2005, S. 555 ff.) wurde der einheitliche Basis-

    zinssatz auf 1/4-Prozentpunkte kaufmännisch gerundet.

    Läge der Basiszins zum Bewertungsstichtag unter 1.125%, würde auf 1% abgerundet.

    Beim Basiszins von 1.25% (alle anderen Paramter gleich) kommt ein Unternehmenswert von 188.24 EUR heraus, bei 1% kommen 198.85 EUR heraus! (siehe Seite 89 des Berichts, Basiszinssatz/Wachstumsabschlag-Matrix).

    Entgegen der anderen Parameter wie Marktrisikoprämie, Betafaktor/Peergroup etc ist der Basiszinssatz ein ziemlich objektiver. Frage ist nur wie er "gerundet" wird. Die Viertelprozent-Rundung kann bei Niedrigzins ziemlich krasse Bewertungsunterschiede erzeugen. Daher soll bei Basiszins <1% nach Empfehlung des FAUB auch nur in 1/10-Prozent Schritten gerundet werden. Hier kann man natürlich die Frage stellen, warum nur bei <1%, und nicht auch wenn es knapp darüber liegt (hier ~1.1-1.2%).

    https://www.nw.de/nachrichten/…r-macht-reinen-Tisch.html

    Zitat

    Zur Bilanzpolitik im Hause Weber gehörte es nach Insider-Informationen, die Aufwendungen für Ladenbau und Einrichtung neuer Filialen nur sehr langsam abzuschreiben – über 30 Jahre etwa. In jede der zeitweise über 1.000 Filialen seien meist sechsstellige Beträge investiert worden. Dreistellige Millionenbeträge flossen über die Jahre in die Läden. Werden zur Sanierung nun Schließungen nötig, stehen oft hohe Restwerte zu Buche – und die müssen raus aus der Bilanz. Das trübt das Ergebnis: „Vorsichtiger wäre eine kürzere Abschreibungszeit", so der Insider. Doch schnelle Abschreibung schmälere den Gewinn – und das sei in Halle unerwünscht gewesen, weil hohe Dividenden Vorrang hatten.


    Zitat

    Ein weiteres Problem des Modekonzerns sei der hohe Bestand an Altwaren. In Halle sei Altware in der Vergangenheit nicht auf Null, sondern auf 40 Prozent des Einstandspreises abgeschrieben worden, so der Firmenkenner: „Ein hohes Risiko." Denn alte Kleider seien nach der Saison kaum noch etwas wert, „das ist wie Fisch".


    Note to self: immer auch die Abschreibungspolitik bei Firmen genau hinterfragen.

    Witzig finde ich dass die Hornbach Holding erst mit der heutigen Meldung abtaucht. Hätte sich doch eigentlich jeder ausmalen können, dass das Ergebnis der Tochter auch bei der Mutter durchschlägt.

    Long Linde (tendered). Bei 190 EUR ist die Übernahmeprämie komplett raus, wenn man Air Liquide als Maßstab nimmt. Reitzle wird den Deal durchprügeln, sonst kann er sich in der Society nicht mehr blicken lassen (und Nina Ruge schießt ihn ab). Die Frage ist, ob Praxair nachverhandelt wenn das On-site business verkauft werden muss und die 3.7mRd Grenze gerissen ist.

    Das wenige Downisde entschädigt dafür. Die Aktie läuft auf 222 EUR (schöne Nummer) wenn der Deal so durchgeht. Das ganze wahrscheinlich bis zum 24.10.

    Weisst du, wo man den Basiszinssatz nach FAUB Taggenau einsehen kann? Es liegt ja auf Messers schneide, ob auf 1% abgerundet wird, oder es bei 1.25% bleibt, was ca. 10 EUR/Aktie bei der SO-Bewertung ausmacht.

    Kurz gesagt, es herrscht ein unrealistischer Erwartungsdruck auf die Kliniken. Die Angestellten sind schon jetzt total überfordert, trotzdem soll noch weiter gespart werden.

    DIE KOMMENTARE ^^^^ Ich würde sagen, zu 99% vernichtendes Urteil.

    Die kommende Sonntags-Umfrage kann man getrost schon jetzt als "fake news" abtun. Wird einen Trump-Effekt geben - in den Umfragen wird keiner zugeben wollen dass er die Tante grauenhaft findet, in der Wahlkabine sieht's dann anders aus.

    Sorry, hättest ja fragen können :)

    Jedem der mir letztens kam mit "ich überlege mir Fresenius zu kaufen, sind so schön zurückgekommen" habe ich dringend davon abgeraten. Ich erwarte ein paar Danksagungen nächste Woche...

    Fresenius überrascht mich gar nicht. Was ich so (beruflich bedingt) aus den Helios-Krankenhäusern mitgekriegt hat deutete schon seit einiger Zeit auf größere Probleme hin.

    Bei Yara war es früher so (weiss nicht ob es immer noch so ist) dass sie einen 50/50 mix gemacht haben, Dividenden und Rückkäufe, und der Staat jedes mal "pro rata" auch Aktien abgegeben hat um die Beteiligung nicht anwachsen zu lassen. Fand ich auch eine gesunde Mischung.

    Das ist wohl nicht klar rübergekommen.

    Meine Verachtung war nicht gegen Aktienrückkäufe "per se" sondern gegen das Timing bzw. das Kursniveau gerichtet.

    Als Covestro die Rückkäufe beschlossen hat war der Kurs irgendwo bei 80-90 EUR. Ich habe denen auch klar gesagt dass ich es für unsinnig halte auf diesem zyklisch hohen Niveau Aktien zurückzukaufen und das Pulver lieber trocken zu halten oder eine Sonderausschüttung zu machen wenn sie das Geld schon unbedingt JETZT loswerden wollen. Ich vermute aber die hatten auch ein bischen Druck "hinter den Kulissen" von Bayer das Kursniveau hochzuhalten damit Bayer abladen konnte um die Monsanto-Übernahme mitzufinanzieren.

    Klar kann es mir als "jetzt-neu-Einsteiger" egal sein, aber wenn ich damals Aktionär gewesen wäre hätte es mich sehr geärgert (und höchstwahrscheinlich zum Verkauf bewegt). Für die Company an sich war es sicher kontraproduktiv. Ähnlich wie wenn VW zu 1000 EUR beim short-squeeze noch Aktien zurückgekauft hätte. Und man könnte auch sagen: hätten sie den Rückkauf nicht gemacht, wäre der Kurs ja jetzt genauso "vernünftiger", (vielleicht läge er sogar noch tiefer), dann hätten sie für das Geld deutlich mehr Aktien kaufen können.

    Bei einer Transaktion ist immer einer der Dumme und einer der Kluge. Und bei Aktienrückkäufen sind oft die Unternehmen die Dummen, die von schlauen Aktionären dazu gedrängt werden, ihnen ihre Aktien deutlich zu teuer abzukaufen.

    Klar gibt es auch Ausnahmen, wenn die Mehrheitsaktionäre klug sind und das Unternehmen dazu bringen, den anderen Aktionären die Aktien peu à peu aus den Händen zu nehmen und damit ihren eigenen Einfluss "auf Kosten des Unternehmens" vergrößern.

    Letztendlich kommt es immer auf das Kursniveau bzw. die Bewertung an. Berkshire hat da ja z.B. einen sehr vernünftigen Ansatz.

    Covestro hat seinen Aktienrückkauf "abgeschlossen", und will nach dem Desaster gleich ein neues auflegen... :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

    1.5 Mrd für 19.5m Aktien macht grob 77 EUR je Aktie. Jetzt steht sie bei 46.50, macht 600 Millionen EUR "down the drain" (bzw. auf dem Konto von ex-Aktionären)

    Statt dem Aktienrückkauf hätten sie 7 EUR Dividende an alle zahlen können und hätten noch Geld übrig gehabt...