Beiträge von jerobeam

    Wie wär's mit Sandstorm? Haben als Streamer einen guten Hebel auf den Goldpreis. Zahlen aber keine Dividenden (was ich hier aber nicht als Manko sehe).

    Man kann auch den Standpunkt vertreten das Uran die "Schaufel" für die Kraftwerksbetreiber ist.

    Das Mining ist low-tech, und die Kosten für den Rohstoff U3O8 spielen keine gewaltige Rolle in der gesamten Kostenrechnung (Capex für den Reaktor ist der ganz dicke Brocken).

    Komplexer (und mit tieferem Burggraben) ist die Raffinierung, Anreicherung und Herstellung der Brennelemente, und natürlich der Leistungsbetrieb.

    Hier haben Kazatomprom und Cameco auch Aktivitäten, was sie deutlich von den anderen Minern abhebt.

    https://www.cameco.com/businesses/fuel-services

    http://www.kazatomprom.kz/en/c…fuel-cycle-production-nfc

    Ein paar Punkte zu Kazakhstan:

    * Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, produziert Cameco auch in Kazakhstan (evtl. sogar JV mit Kazatomprom)

    * Bei einem zum Großteil in Staatsbesitz befindlichen Unternehmen muss man sich zumindest um direkte Enteignung à la Yukos keine Sorgen machen. Klar kann natürlich die eine oder andere Summe woanders "verschwinden" (s. Gazprom, Rosneft & co) aber die Dividende ist meist ein guter Indikator dass das 'ofizielle' Budget auch was abbekommen soll.

    * Wenn man forschen möchte wie der Staat mit anderen Minern umgegangen ist, kann man sich Kazakhmys / KAZ minerals anschauen, die haben eine längere Historie als börsennotiertes Unternehmen

    Ich möchte kein Geld mit Krieg & Mord verdienen.

    ok, den Blickwinkel hatte ich nicht gesehen.

    Ich glaube ja nicht dass da "Krieg & Mord" das Geschäftsmodell ist (gerade im High-Tech Rüstungsbereich), aber das soll natürlich jeder selber entscheiden. Mich persönlich hat die in diesem Bereich (Rüstungsindustrie) herrschende Korruption, Vetternwirtschaft und staatliche Einmischung immer von einem Investment abgehalten.

    Sehe ich ähnlich, nur das ich BMW nachgekauft habe, da es hier keine Rüstungssparte für Waffensysteme dazu gibt.

    Verstehe das Argument nicht, das sollte doch eher ein Kaufargument sein (Vermutlich steigende Rüstungsausgaben in den nächsten Jahren), oder hat die Sparte Probleme?

    Vor meinem geistigen Auge sehe ich ein modernes remake der "Schatzinsel" von RL Stevenson.

    Captain Flint's crypto-passwörter bewahrt ein alter Weggefährte im "Admiral Benbow" auf, weiss aber nicht wo der Cold Storage ist. Er hatte sie für Flint aufbewahrt, der seinen Tod gefaked hat und sich wieder mit ihm treffen wollte um die Beute zu teilen. Inzwischen ist er aber selber verstorben, weil einige aufgebrachte Anleger seiner Crypto-Börse ihn aufgespürt und Auftragsmörder auf ihn angesetzt hatten

    Ein kleiner junger Hacker-nerd, Sohn der Wirtin, freundet sich mit dem Weggefährten an, der ihm die Passwörter anvertraut.

    Inzwischen hat aber eine kriminelle Darknet-Gruppe den Verbleibsort der verschlüsselten USB-Laufwerke mit den Coins ausfindig gemacht und ist auf den Weg zum Wirtshaus um sich die Passwörter zu holen, bevor die Expedition nach Indien beginnt um die USD-drives aufzuspüren...

    Paladin Energy is jetzt keine kleine Klitsche,

    und Kazatomprom sollte man sich ansehen (bin leider noch nicht dazu gekommen).

    Sie haben ja erst angefangen bzw. angekündigt massiv zurückzukaufen, nachdem der Ölpreis wieder gestiegen ist. Die Aussage war ja eigentlich, die Dividenden sind und waren sehr ordentlich, jetzt werden auch ziemlich kräftig Aktien zurückgekauft

    Nein, die "massiven Rückkäufe" gehören zur "Unternehmenskultur" und laufen schon seit Jahrzehnten.

    Die Dividende war vielleicht nominal "ordentlich", aber es ist eigentlich eine "fake dividend" weil sie einfach über eine kontinuierliche Aktienemission finanziert wurde (die Teilweise über Rückkäufe wieder aufgefangen wurde). Ideal für ein Management dass sagen kann es hat super Dividenden gezahlt und auch noch Aktien zurückgekauft ^^, auch wenn es eigentlich effektiv auf eine niedrigere cash-Dividende hinausläuft.

    Jetzt wird die Dividende wieder cash bezahlt (also sind "die Zeiten besser"), dann wird über Rückkäufe die Anzahl Aktien tatsächlich wieder etwas verringert. In besseren Zeiten wird der Kurs aber wieder höher sein, was die Rückkäufe verteuert. Also werden die "billig" als scrip ausgegebenen Aktien nun wieder "teuer" zurückgekauft. Suboptimal, finde ich.


    Zitat

    Und natürlich machen Rückkäufe nur Sinn, wenn die Aktie nicht überbewertet ist, das hat, denke ich, jeder der sich dafür ausgesprochen hat ausdrücklich vorrausgesetzt. Ich kann auch verstehen wenn jemand sagt er ist gegen Rückkäufe, weil er die Aktien für überbewertet hält. Aber dann sollte man sich ja fragen warum man die nicht sowieso verkauft. Was ich dagegen absolut nicht verstehen kann ist wie man gegen Rückkäufe sein kann wenn man von einer Unterbewertung der Aktie überzeugt ist und langfristig engagiert bleiben möchte.



    Man kann ja nicht voraussagen wie die Aktie sich entwickeln wird. Wenn man sich aber ein Management mit einkauft, dass sehr "pro buyback" (koste es was es wolle) eingestellt ist, dann besteht die Gefahr dass diese genau zum absolut falschen Zeitpunkt das Kapital der Eigentümer verbraten werden (siehe z.B. Covestro). Wenn es ein Management gibt von dem ich weiss dass sie das Instrument verstehen und richtig einsetzen können (z.B. Berkshire), oder es in einem konstanten, moderaten Umfang passiert (z.B. ein paar Prozent jedes Jahr, Yara) dann habe ich persönlich natürlich nichts dagegen.

    Zurück zum Fall Shell:

    Besteht denn der Verdacht dass die nur Zwecks Ausgabe an Mitarbeiter Aktien zurückkaufen?

    Ich denke doch nicht, sondern weil sie excess cashflow haben. Und vielleicht ist auch ihr Fremdkapital sehr günstig?

    In dem Fall kann ich mit Rückkäufen super leben.

    Alsoooo...

    ich habe mir mal die Zahlen gegeben, siehe hier:

    https://www.shell.com/investor…orts-download-centre.html

    und das Ergebnis ist sehr ernüchternd.


    A shares
    B shares
    2005 3 817 240 213
    2 707 858 347
    2010 3 480 868 822
    2 673 333 694
    2015 3 965 989 512
    2 431 531 014
    2016 4 406 063 759
    3 739 277 889
    2017 4 570 138 647
    3 742 624 272
    31.12.2018 4 471 889 296 3 745 486 731


    2016 wurden ca. 1.5 Mrd Aktien (A+B) für die Übernahme von BG group ausgegeben.

    Quasi in jedem Jahresbericht steht "we returned XX billion to shareholders via share repurchases". Tatsache ist aber dass die Aktienanzahl stetig gestiegen ist weil die Dividende nach Lehman nicht mehr cash bezahlt wurde sondern als "scrip dividend" in Aktien. Und nur ein Teil der Aktien wurde auch wieder zurückgekauft. Erst vor kurzem wurde die Dividende wieder ganz in cash bezahlt, so dass (nur die Anzahl A-Aktien) auch wieder etwas gesunken ist.

    Insgesamt ist aber in den letzten 13 Jahren die Aktienanzahl von 6,525 Mrd auf 8,217 Mrd gestiegen (+26%).

    Wenn man großzügig ist und die 1,5 Mrd Aktien für die BG-Übernahme weglässt liegt die Verwässerung trotz der Rückkäufe in hoher dreistelliger Milliardenhöhe (!!!) über diesen Zeitraum immer noch bei knapp 3%.


    Edit/Ergänzung: die Anzahl der Gazprom-Aktien ist übrigens (bis auf einen 1:100 Split) seit 1993 unverändert. :)

    http://www.gazprom.com/investors/stock/

    Welche Aktien kaufen die denn zurück?

    Was mich bei Shell damals gestört hat ist dass sie die A-Aktien zurückgekauft haben obwohl sie teurer als die B-Aktien waren. Inzwischen hat sich dass ja umgekehrt (B-Aktien teuerer als A-Aktien), gibt es wenigstens den Beschluss immer die jeweils günstigere Gattung zurückzukaufen?

    welchen Sinn macht es heutige Kurse mit denen von vor 10 jahren zu vergleichen ?

    macht das nicht jeder?

    Buffett macht das jedes Jahr sogar auf der ersten Seite seiner Briefe, und nicht nur für 10, sondern sogar für bis zu 50 Jahre...

    Irgendwie muss man ja den Return berechnen, und da man ihn nicht für die Zukunft voraussagen kann - muss man wohl irgendwo in der Vergangenheit seinen Ankerpunkt setzten.