Posts by caedmon

    Ich finde es echt befremdlich das man etwas als Job bezeichnen darf, das nur eine Beschäftigungsmaßnahme ist ohne das man davon eigenständig ( ohne Zuschüsse ) davon Leben kann!


    Aus Ausbeutersicht mag das alles Sinn machen, da kann man noch mehr Marge machen oder die Mindestlohnkonkurrenz minimieren.
    Nur am Ende scheidet sich der Staat sein Steueraufkommen weg und darf sogar noch mehr Sozialleistungen zahlen!


    Ein-Euro-Jobs sind für ALG-II Empfänger gedacht. Sie müssen im öffentlichen Interesse liegen und dürfen keine regulären Arbeitsplätze verdrängen. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob das Harken von Parkanlagen eine sinnvolle Integrationsmassnahme ist, aber dass Ein-Euro-Jobs dazu dienen, die raffgierige deutsche Industrie mit billigen Arbeitssklaven zu versorgen, ist ein Mythos.

    Allerdings sitzt das Geld ziemlich lange fest. Mit mal eben wieder liquide Mittel bekommen ist nicht.


    Delisting heißt ja nicht, dass die Aktien gar nicht mehr handelbar sind. Man muss sich halt mit Problemen wie mangelnde Liquidität oder hohen Spreads bei "Handelsplätzen" wie Valora rumschlagen.

    Willst Du noch in den Hafen, kommst Du nicht mal mehr für die nächsten Tage auf Reede. Da ist schon voll. Du musst erstmal ganz draußen bleiben (und Kreise ziehen?).


    Versteh ich nicht. Auf Reede liegen heißt doch erstmal nur, außerhalb des Hafens zu ankern. Wie kann es außerhalb des Hafens voll sein?

    Nix da - der Binder hat bestimmt gesagt Du bekommst mein ok nur wenn Du mich für den Scheiss entschädigst. Das ist so eine krasse Frechheit


    So ist es. Die Zustimmung zu der ganzen Aktien wurde von Binder erkauft indem ihm ermöglicht wurde, sich deutlich über dem Börsenkurs von Aktien zu trennen...

    Das war ja Bestandteil des Deals: Prüfer reinvestiert den von Delticom erhaltenen Bar-Kaufpreis in Delticom Aktien. Wie praktisch, dass er die Aktien direkt Binder abgekauft hat (zum Stückpreis von 25 Euro!!). So hat Binder auch gleich was davon, nicht nur Prüfer. Nur die übrigen Aktionäre, die haben nichts davon. Das ganze stinkt zum Himmel - und zwar gewaltig.

    Ich frage mich: wer hat denn zusätzliche Containerschiffe geordert, das macht doch alles keinen Sinn?


    Alle großen Marktteilnehmer haben geordert. Hapag-Lloyd ist extra an die Börse gegangen, um beim Wettrüsten im Segment der ganz großen Pötte mit bis zu 20.000 TEU Kapazität mitmischen zu können.
    Der Chart mit der Anzahl der gebauten Schiffe in deinem Beitrag ist leicht irreführend, denn die Schiffsgrößen haben deutlich zugenommen. Bis ca. 2005 waren Containerschiffe mit 8.000 TEU "Containerriesen". Mittlerweile sind wir aber bei bis zu 20.000 TEU angelangt (keine Ahnung wie die Entwicklung bei Bulkern oder Tankern aussieht).
    Schiffe dieser Größenordnung sind effizienter zu betreiben (so sie denn genug Ladung haben), die Transportkosten pro Container also geringer. Darum muss hier natürlich jeder dabei sein, niedrige Frachtraten hin oder her. Und vermutlich spielt das Thema Prestige (vulgo Schwanzvergleich) auch eine Rolle. Dazu kommt, dass die Neubauten nach wie vor problemlos zu finanzieren sind. Die Zinsen sind immer noch niedrig, und das Eigenkapital kann auch beschafft werden. Die Werften in Korea bekommen staatliche Milliardenhilfen, da muss man natürlich Schiffe schon allein deshalb bestellen, weil sie so billig sind.

    Mal als Überblick, was im Containerbereich so abgeht:


    Laut "Täglicher Hafenbericht" (www.thb.info) erreichten die Ablieferungen von Containerschiffen in 2015 mit 1,71 Millionen TEU einen neuen Rekordwert und übertrafen die bisherigen Rekorde von 1,52 Millionen TEU in 2008 und 1,46 Millionen TEU in 2014. Das ist ein Kapazitätszuwachs der weltweiten Containerflotte um 8,3%.
    Außerdem stehen bei den Werften aktuell allein für Containerriesen über 18.000 TEU Kapazität 109 Einheiten in den Orderbüchern. Das sind nochmal mind. 2 Millionen TEU allein Großcontainerschiffe. Dazu kommen noch Orders für kleinere Einheiten wie die neuen Neo-Panamax.


    Gleichzeitig erreichte die aufgelegte Flotte (beschäftigungslose Frachter) Ende 2015 mit 311 Schiffen (1,36 Millionen TEU) ein neues Fünf-Jahres-Hoch. Zu den ohnehin massiven Überkapazitäten kommt also noch mehr Kapazität hinzu. Das nimmt mit Sicherheit kein gutes Ende...


    Die Idee ist: Wenn die Frachtraten fallen bedeutet es, dass es wirtschaftlich abwaerts geht.


    Natuerlich sind Überkapazitaeten verantwortlich für die niedrigen Transport-gebühren. Allerdings gab es diese Überkapazitäten auch schon vor einem Monat. Kurzfristiger Natur ist eher angebot und nachfrage.


    Der BDI war auch schon in der Vergangenheit z.T. recht volatil. Klar wird sich Nachfragerückgang negativ auf die Raten auswirken. Aber ohne genauere Marktkenntnis halte ich Interpretationen nach dem Motto "BDI geht bergab - Wirtschaft geht bergab" für etwas gewagt (isoliert betrachtet).


    Die Frachtraten im Containerbereich markieren seit Jahren ständig neue Tiefs. Im Gegensatz dazu ist transportiere Menge aber ständig gestiegen...
    http://www.rwi-essen.de/containerindex

    Die wollen etwas verdienen. Ja und? Das ist auch bei konventionellen Züchtungen nicht anderes.
    Die Bauern werden das Saatgut kaum verwenden, wenn es sich für sie nicht lohnt, oder?
    Und in ein paar Jahren sind die Patente abgelaufen.


    Ich bitte darum, meine Zitate nicht aus dem Zusammenhang zu reißen. Ich habe keines Wegs das Gewinnstreben angeprangert, sondern es ging darum, dass es mit gentechnisch verändertem Saatgut als Segen für die Bauern in Afrika nicht so einfach ist.


    Was für eine Totschlag Semantik! Ein schönes Beispiel für den Stil der betreffenden NGOs. Die Keimfähigkeit eines Samens nachzuweisen, hat die Gentechnikgegner überfordert. Unglaublich. Schon mal von etwas Erde, Wasse, Sonnenlicht und Zeit gehört?


    Das habe ich so nicht geschrieben. Wenn Du mich zitierst, dann zitiere mich korrekt und wortwörtlich. Oder: einfach mal sachlich bleiben und die Emotionen aussen vor lassen...

    Andere Länder, die klimatisch nicht so begünstigt sind wie wir, könnten stark von gentechnisch optimierten Nahrungsmitteln profitieren - z.B. trockenheitsresistente Getreidesorten in Afrika, und die Vorteile des Golden Rice sind ja schon Legende.


    Gerade in Afrika funktioniert das eher schlecht. Die übliche Praxis, einen Teil der Ernte als Saatgut für die nächste Aussaat aufzuheben, ist nicht möglich, da sich der Patentschutz des gentechnisch veränderten Saatguts bis auf die eingefahrene Ernte erstreckt. Der Bauer muss also jedes Jahr aufs neue Saatgut kaufen. Zuwiederhandlungen werden rigoros verfolgt und bestraft.


    Monsanto wurde sogar vorgeworfen, Terminator-Technologien zu verwenden (d.h. Samen, die von Pflanzen aus dem genmanipulierten Saatgut stammen, sind nicht keimfähig). Nachweisen konnte man das Monsanto wohl nicht. Auch wenn ein Konzern wie Monsanto das optimale Feindbild darstellt und man ihnen somit leicht alles mögliche vorwerfen/anhängen kann, so zeigen die unzähligen Vorwürfe (selbst wenn davon nur die Hälfte wahr ist), dass es mit der Gentechnik so ist wie mit vielen Sachen heutzutage: nicht so einfach.

    Na ja, es gibt wohl auch eine eine Unternehmenswertbeteiligung. Und das Ding ist offenbar bereits erfolgreich im Einsatz. z.B. im Stadion von Rapid Wien oder des FC St. Pauli. Außerdem bei diversen Großveranstaltungen.


    Alles eine Bezugsfrage. 500 Mio€ Strafe entsprechen gerade mal 1€/Aktie.


    Bei den 500 Mio. geht es doch überhaupt noch nicht um eine irgendeine Strafe. Es geht allein um die Kosten für den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge in Europa. Wie realistisch dabei die Kosten mit 60 Euro pro betroffenem Fahrzeug (inkl. Mobilitätsausgleich) angesetzt sind, sei mal dahin gestellt.


    Die Kosten für die Rückrufaktionen in den USA und mögliche Strafen kommen da in jedem Fall noch "on top".


    @dev danke fürs Link anpassen.