Börsengurus, Dummschwätzer oder Verbrecher ??

      cktest schrieb:

      Es gibt sicher eine Reihe Krebspatienten, die Opioide zur Schmerzkontrolle ständig nehmen müssen und dabei möglicherweise auch höhere Dosierungen als eine DDD benötigen. Die zwei am häufigsten in Deutschland verschriebenen Opioide, Tilidin und Tramadol, machen 60% der Opioidverordnungen aus. Sie werden leitliniengerecht für Nichttumorschmerzen verwendet, sind schwachwirksam und müssen auch nicht auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben werden. Von den starkwirksamen Opioiden wird in Deutschland am häufigsten Fentanyl als Pflaster verschrieben. Das entspricht nicht den WHO-Richtlinien ("by the mouth, by the ladder, by the clock"); andererseits ist die Anflutungskinetik hier langsam, was die Abhängigkeitsgefahr reduzieren sollte.


      Interessanter Kommentar in der NZZ der die Entwicklung des Drogenkonsums und Drogenmissbrauchs in Deutschland mit jener in den USA vergleicht. "Der Drogenkonsum in Deutschland steigt – droht eine Krise wie in den USA?" nzz.ch/international/der-droge…wie-in-den-usa-ld.1340513

      Der Zugang zu Drogen sei auch in Deutschland kein wirklicher limitierender Faktor, auch hier steigt die Zahl der Drogentoten an Opioiden. Der Unterschied sei anderswo zu finden, in dem Freiraum für die unkontrollierte, Kommerzialisierung von Opiaten durch die Pharmaindustrie:
      In Deutschland sind immer mehr Drogen verfügbar, und immer mehr Menschen konsumieren sie. Seit 2012 steigt die Zahl der Rauschgiftdelikte kontinuierlich an, 2016 stellte die Polizei mehr als 302 000 fest. Mittlerweile geben 8,7 Prozent der Männer und 5,3 Prozent der Frauen bei Befragungen an, in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal ein illegales Rauschgift eingenommen zu haben. So erstaunt es nicht, dass auch die Zahl der Rauschgifttoten im vierten Jahr in Folge angestiegen ist, 2016 wurden 1333 und damit 9 Prozent mehr als im Vorjahr gezählt. Mehr als die Hälfte davon vergiftete sich mit Opioiden allein oder mit diesen in Verbindung mit anderen Substanzen. Droht Deutschland eine Opioidkrise wie in den USA?
      [...]
      Trotz der guten Verfügbarkeit gehen Strafverfolger sowie Ärzte derzeit nicht davon aus, dass es in Deutschland bald zu einer Opioidkrise mit Millionen an Süchtigen kommen wird. Denn es fehlt die zweite Voraussetzung für deren Entstehung: ein massenhafter und völlig unkontrollierter Einsatz von opiathaltigen Schmerzmitteln. In den USA hat aggressive und flächendeckende Werbung für diese Mittel die Nachfrage nachweislich angeheizt. Sehr viele Ärzte haben an die propagierte Ungefährlichkeit geglaubt und zudem zu wenig Alternativen anbieten können.

      In Deutschland ist die Lage anders. Insider berichten, dass die Europa-Manager internationaler Pharmafirmen in den 1990er Jahren starker Kritik seitens ihrer amerikanischen Kollegen und Vorgesetzten ausgesetzt waren, weil sie nicht die Absatzzahlen wie in den USA erreichten.

      In Deutschland gibt es zwar schätzungsweise 23 Millionen Personen, die nach einer Operation, durch Unfälle, eine Krebserkrankung oder wegen anderer, zum Teil sogar unbekannter Ursachen unter chronischen Schmerzen leiden. Rund 1,5 Millionen davon erhalten opiathaltige Mittel. «Opiate wurden und werden jedoch sehr restriktiv eingesetzt», sagt Gerhard Müller-Schwefe, Arzt und Schmerzspezialist in Göppingen. «Fast alle der mit Opiaten behandelten Personen werden streng und regelmässig kontrolliert.» Man müsse immer aufpassen, ob ein Patient, der opiathaltige Mittel gegen seine Schmerzen erhalte, an besonders stressigen oder auch depressiven Tagen zusätzlich eine Tablette zur Stimmungsaufhellung nehme. Das sowie eine falsch angepasste Konzentration bergen eine grosse Gefahr der Dosissteigerung und somit der Abhängigkeit und Sucht.

      In Deutschland werden zudem – im Gegensatz zu den USA – fast nur sogenannte retardierte Substanzen verabreicht. Das bedeutet, dass die enthaltenen Opiate nur langsam und kontinuierlich im Körper freigesetzt werden. Somit entsteht kein Kick, kein Rausch und keine Sucht danach.


      Die dickgedruckten Insiderinformationen, die brancheninterne Kritik, dass europäische Manager ihre Patienten nicht so erfolgreich abhängig machen konnten, finde ich sehr bezeichnend. Das Geschäft mit Sucht und Tod...
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)
      Wer Lust und Zeit hat und Schauergeschichten mag, kann sich ja mal die kurze Börsenhistorie der australischen Murray River Organics anschauen.
      Produzent von Bio-Rosinen und ähnlichem.
      Börsengang Ende 2016, mitten in der Zeit, in der rasant Farmen zusammengekauft und Produktionsanlagen hochgezogen wurden. (EDIT: Vorstand macht Kasse.)
      Kurseinbruch von 1,2 AUD auf 0,35 AUD durch zwei Gewinnwarnungen. Bruch Covenants. Zwangsweise Kapitalerhöhung. (EDIT: Vorstand kauft Aktien zu einem Viertel des vorherigen Verkaufskurses)
      Vorstand, der sich über HV-Entscheidung hinwegsetzt (At the AGM in November, the resolution to increase directors remuneration was decisively rejected by shareholders, however, the previous board members ignored this and subsequently increased the remuneration they received to nearly double the previous Levels. Indirekte Quelle aus einem Post bei Hot Copper)
      Kampf zwischen neuen Aktionären und Vorstand. Vorstand ausgewechselt.
      Sollte man einen Film drüber drehen, der würde als überzogen kritisiert.

      Kurs: finance.yahoo.com/quote/MRG.AX/?p=MRG.AX
      Homepage: murrayriverorganicsinvestors.com.au/

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      Unterhaltsam:

      wired.com/story/a-debate-about…s-a-debate-about-nothing/

      ​Debate opponent James Rickards, who is also a member of Agora Financial’s network of financial forecasters, dons an appropriately gold boxing robe. He is an equally cartoonish physical embodiment of his investment philosophy with a combover and navy sport coat that screams “your grandfather’s safe investment tip.”

      Altucher predicts the price of bitcoin will reach $1 million by 2020. Rickards predicts the price of an ounce of gold will go to $10,000 in the same time frame. “So, who’s right?” the opening speaker asks as a rhetorical lead-in.

      valueandopportunity.com/

      Man kann MMI als antizyklisches Omen werten.
      Ganz lustige Geschichte, ich lese den Typ mehr zur Unterhaltung, der ist normalerweise ein ziemliches "Großmaul" und Momentum Trader:

      howardlindzon.com/struck-black-swan-course-markets-turmoil/

      So, near the close I added some $XIV in the 90’s. Worse, I shared what I was doing and added more after the close in the 60’s. I always share what I am doing to keep me honest. In this case sharing was a bad idea as I am sure some people followed me. I do not ever recommend these types of ideas, but wanted to be transparent during this crash. Here is the chart of the $XIV price action today during and after the close:




      Long story short, it seems like after hours, the product is getting liquidated (the share price was $140 last week and assuming it has been liquidated – $3 billon becomes $150 million in one day for just this one product). Credit Suisse has the right, according to the prospectus, to liquidate the ETN in the event of an 80 percent move in the ETN, which after hours seems to be the case
      valueandopportunity.com/

      Man kann MMI als antizyklisches Omen werten.
      Lindzon ist glaube ich mehr Unternehmer als Trader. Der hängt nicht den ganzen Tag vorm Monitor, eher schon laufend im Flugzeug.

      Eigentlich empfiehlt er schon seit Jahren "8 to 80 stocks", wie er sie nennt, damit meint er Firmen die Produkte für alle Altersklassen liefern, also von Apple, Google, Nike usw.

      http://howardlindzon.com/8-80-update/

      Er rät jedem, der es hören will, sein Geld in Aktien anzulegen.

      Die Gründung von Stocktwits und den Firmen drumherum ist schon "impressive".
      Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

      Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

      paeda schrieb:

      Zum Thema XIV
      “An Acceleration Event includes any event that adversely affects our
      ability to hedge or our rights in connection with the ETNs, including,
      but not limited to, if the Intraday Indicative Value is equal to or less
      than 20% of the prior day’s Closing Indicative Value,”

      Quelle: bloomberg.com/news/articles/20…t-poison-pill-in-vix-note


      Der XIV wird liquidiert. Bin gespannt was mit dem SVXY passiert.
      marketwatch.com/story/credit-s…volatility-etn-2018-02-06
      HB Online wieder ganz groß in der Ursachenforschung:
      Dax legt fast 200 Punkte zu

      Die Einigung der Union mit SPD beflügelt sowohl den Aktien- als auch den Anleihenmarkt.

      LOL, sogar der Dow macht einen Freudenhüpfer um 1,3%!
      Und der Dow ist so clever, der hat das gestern schon voraus gesehen und einen der größten Tagesgewinne aller Zeiten hingelegt!!! (in Punkten).

      Danke GroKo!
      (ironie off)
      Blog: www.gooddaytolive.net
      60 Jahre Europa. In Vielfalt geeint.
      Ich bin mal gespannt, ob in den nächsten Tagen ein paar Quant Funds/Momentum Funds liquidieren müssen. Verkauf von Vola war der Renner (einer der beliebtesten und einträglichsten Strategien überhaupt... bis es auf einmal nicht mehr war und die "Investoren" wie Truthähne vor Thanksgiving geschlachtet wurden)
      beati pauperes spiritu

      If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention.

      Neu

      Der Hedgefonds Bridgewater wettet aktuell öffentlich auf einen Einbruch von europäischen und insbesondere deutschen Aktien.
      faz.net/aktuell/finanzen/finan…-auf-baisse-15449008.html
      Der Fonds verwaltet über 100 Mrd$, gehört also zu den Schwergewichten der Branche.

      Ich war neugierig, wie lange der Fonds schon bärisch orientiert ist. Ergebnis: Nicht sehr lange. Mitte Januar war der Chef Ray Dalio noch stark bullisch
      Investoren, die von der Seitenlinie aus zuschauen, statt investiert zu sein, attestiert Dalio die "falsche Strategie". Wer weiter Bargeld hält, statt in Anlageklassen wie Aktien zu investieren, werde sich bald "ziemlich dumm vorkommen".

      finanzen.net/nachricht/aktien/…dumm-vorkommen-34-5930794

      Es geht doch nix über Flexibilität!
      Entweder der Herr verschiebt seine Gelder extrem schnell oder man sollte seine Worte nicht auf eine Goldwaage legen.

      PS: Der Mann scheint auch ein Sympath vor dem Herrn zu sein, nicht zuletzt im Umgang mit seinen Mitarbeitern, Stichwort totale Kontrolle.
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

      Neu

      Bei Airbus hat sich Bridgewater schon mal verzockt.
      Nachdem das Unternehmen einen positiven Ausblick auf das Jahr 2018 gegeben hatte, war der Kurs am Donnerstag um 16 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 95,56 Euro gestiegen. Dalio hatte aber 381 Millionen Dollar gegen Airbus gesetzt, berichtet Bloomberg. (Quelle)
      Möglicherweise ist Airbus auch deshalb so stark gestiegen, weil Bridgewater Shorts covern musste?
      "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer