BIP- oder gleichgewichtete ETF für passives globales Portfolio

  • Hallo!


    ich benötige für ein globales Portfolio (passiv) einen möglichst weltweit anlegenden ETF der die Länderallokation nach BIP vornimmt. Am gebräuchlichen Welt-Indexes stört mich das hohe US-Gewicht und die zu geringe Abbildung der Emerging Markets. Bin bislang nicht fündig geworden unter den hier zum Vertrieb zugelassenen ETF. Hat jemand eine Idee?


    Alternativ wäre auch ein gleichgewichteter Welt-EFT interessant. Dann würde man zumindest schonmal die Konzentration auf große und meißt schon stark gelaufene Unternehmen reduzieren und nicht Schwerpunkte in zu teuren Aktien setzen.

  • Aktiencheck

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  • Hallo!


    ich suche zur Diversifikation einen möglichst weltweit anlegenden ETF der die Länderallokation nach BIP vornimmt. Am gebräuchlichen Welt-Indexes stört mich das hohe US-Gewicht und die zu geringe Abbildung der Emerging Markets. Bin bislang nicht fündig geworden unter den hier zum Vertrieb zugelassenen ETF. Hat jemand eine Idee?


    Alternativ wäre auch ein gleichgewichteter Welt-EFT interessant. Dann würde man zumindest schonmal die Konzentration auf große und meißt schon stark gelaufene Unternehmen reduzieren und nicht Schwerpunkte in zu teuren Aktien setzen.

    Die Emerging Markets werden doch durch westliche Unternehmen abgebildet. Eine Unilever z.B. macht 60% seiner Umsätze außerhalb von den USA und Europa, Coca-Cola fast 50%, 3M auch fast 50% und so weiter und so fort.

  • Wie wäre es damit:


    Think Global Equity UCITS ETF

    ISIN NL0009690221

    https://www.vaneck.com/ucits/etf/equity/tget/overview


    Damit wäre die USA auf 40% limitiert und das Einzelunternehmen auf ca. 0,5%. (in den FTSE und MSCI World ETF's sind einzelne Unternehmen deutlich höher gewichtet).


    Ob man auf lange Sicht damit besser fährt als mit einem Vanguard FTSE ALL-World ? Sieht zumindest auf den ersten Blick nicht schlecht aus und ob man wirklich alle Länder braucht ?

    "If it sounds too good to be true, it probably is."


    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."


    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • Nur noch ein kleines Beispiel zu "es muß EM und jedes noch so kleine Land in das Portfolio".


    https://www.fondsweb.com/at/ve…IE00B3RBWM25,NL0009690221


    Einfach den Chart ansehen und dann die Verteilung nach Ländern und Unternehmen der drei ETF's. Viele Wege führen nach Rom.

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  • Vielen Dank für die Links und Hinweise. Was haltet Ihr von einer groben Allokation in dieser Form, rein bezogen auf das investierte Vermögen ohne Kasse?


    85% Aktien Global: Allokation näherungsweise nach GDP-Gewichtung der Länder inklusive ca. 40% Entwicklungsländer, Value- und Ante-Mega-Cap-Bias

    15% Rohstoff-Beimischung: mit Gold-Bias um Flexibilität in Krisen zu haben


    Das ganze aus ETFs um die Kosten zu minimieren sowie etwas Diversifikation bei den Anbietern:



    WKN Name %
    TER
    A0RPWH iShares Core MSCI World UCITS ETF (Standard Welt)
    14% 0,20%
    A1J01T VanEck Vectors Global Equal Weight UCITS ETF (Welt, Aktien gleichgewichtet)
    14% 0,16%
    A1103E DBX MSCI World Value UCITS (Welt Value)
    14% 0,28%
    A1W56P SPDR® MSCI World Small Cap UCITS ETF (Welt Small)
    9% 0,45%
    A111X9 iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Emerging Markets inkl. Small)
    17% 0,18%
    A2JJAQ iShares Edge MSCI EM Value Factor UCITS (Emerging Markets Value)
    17% 0,40%
    ETF090 ComStage Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW UCITS 10% 0,30%
    A0S9GB Xetra-Gold (inkl. physischer Auslieferungsmöglichkeit)
    5% 0,36%
  • ETF Portfolios sind natürlich eine Frage der persönlichen Vorlieben, des Anlagehorizonts und wie weit man Kommer und Co. glauben schenkt.


    Ich z.B. mag keine thesaurierenden Fonds. Ein IE00B4X9L533, HSBC MSCI World UCITS ETF wäre in meinen Augen dem iShare und dem Xtracker MSCI World vorzuziehen. Hängt natürlich auch davon ab bei welchem Broker/Bank man sein Depot hat und welche Kosten mit Kauf und Wiederanlage der Ausschüttungen verbunden sind.


    Gold, wenn man es haben möchte, kauft man imho als Münzen oder Barren in kleinen Mengen.


    Rohstoffe als ETF halte ich für "Bankenförderung". Wenn man mit Rohstoffen Geld verdienen will, dann kauft man Aktien und keine Terminkontrakte über ETF.


    30% EM-ETF's liest man zwar immer wieder in Foren und Büchern, bringt aber imho auf lange Sicht auch nicht viel Rendite. Wenn ich in EM investieren wollte, würde ich eher einen iShares J.P. Morgan $ EM Bond UCITS ETF USD (Dist) IE00B2NPKV68 zumischen. Ist zwar im letzten Halbjahr schon sehr gut gelaufen, bringt aber auf lange Sicht imho mehr als ein EM-Aktien ETF.


    Gegen eine kleine Menge Small Cap spricht nichts, ich würde mir aber einen Ausschütter suchen. So genug gelästert - um Flexibilität in Krisen zu haben hilft ohnedies nur unproduktives Bargeld :).

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  • Aktiencheck . Ein Chart sagt immer mehr als Worte. Drei ausschüttende EM-Bond ETF's gegen deine beiden EM-Aktien ETF's.


    https://www.fondsweb.com/at/ve…IE00BKM4GZ66,IE00BG0SKF03


    Ich würde keine Erwartung hegen daß wenn ein World-ETF in naher Zukunft schlecht performen sollte, die EM-ETF's toll laufen werden. Die Korrelation ist ein Hund und die Weltwirtschaft sowieso :).

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  • looser , schnauff


    merci für Eure Anregungen! Weshalb ziehst Ihr denn ausschüttende Fonds vor?


    Außerdem: Die Entwicklungsländer haben auf lange Sicht eigentlich nicht schlecht abgeschnitten, die letzten Jahre sind hier vielleicht nicht repräsentativ und machen den Trade doch gerade antizyklisch:


    pasted-from-clipboard.png


    Eure Idee mit EM-Anleihen gefällt mir! Bei Europäischen oder US-Anleihen würde ich mich bei dem Zinsniveau und der USD-Stärke aktuell nicht wohl fühlen.

  • Ich hatte gehofft, daß auch mal jemand anderer antwortet :rolleyes:. Solange Freibeträge existieren (e.g. für Anleger aus DE), sind Ausschütter steuerlich günstiger. Danach imho nicht wesentlich ungünstiger als Thesaurierer. Der wirkliche Vorteil liegt für mich (Depot bei Broker und nicht bei Bank) aber in der einfacheren Steuererklärung bei Ausschüttern und darin, daß ich lieber selber bestimme wo Dividenden und Ausschüttungen reinvestiert werden und diese auch mal als Cash liegen lassen oder verbrauchen kann.

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  • Ich hatte gehofft, daß auch mal jemand anderer antwortet :rolleyes:. Solange Freibeträge existieren (e.g. für Anleger aus DE), sind Ausschütter steuerlich günstiger. Danach imho nicht wesentlich ungünstiger als Thesaurierer. Der wirkliche Vorteil liegt für mich (Depot bei Broker und nicht bei Bank) aber in der einfacheren Steuererklärung bei Ausschüttern und darin, daß ich lieber selber bestimme wo Dividenden und Ausschüttungen reinvestiert werden und diese auch mal als Cash liegen lassen oder verbrauchen kann.

    Und ich dachte immer, ETFs seien dazu da, sich keine Gedanken mehr um Allokation machen zu müssen.

    Ich selbst habe aus verschiedenen Gründen für mich ETFs aus meinem Anlageuniversum ausgeschlossen. Deshalb bin ich an dem Thema eher im platonischen Sinne interessiert, nicht aber persönlich involviert. Was mir wesentlich erscheint:

    1. Synthetische Fonds erscheinen mir nicht krisenfest (Stichwort Kontrahentenrisiko). Die würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    2, Replizierende Fonds benutzen im Allgemeinen auch Finanzderivate. Vor einer Investition einer höheren Summe würde ich mir die letzten Jahresberichte dahingehend anschauen, welche Finanzderivate wie eingesetzt wurden.

    3. Das Fondsvolumen ist ein wichtiger Faktor. Anders als bei aktiven Fonds sollte gelten: Je größer, desto besser. Fonds mit kleinem Volumen werden auch mal geschlossen, zusammengelegt, oder sind nur mit hohen Gebühren zu verwalten. Ein Fonds z.B. mit einem Volumen von 60 Mio USD, der den S&P 500 repliziert, müsste Aktienpositionen in Höhe von 1000 USD (Fossil) oder 2000 USD (Diamond Offshore) halten. Das erscheint höchst unökonomisch. Der S&P 500 hat eine Marktkapitalisierung von etwa 30 Billlionen USD. Ökonomisch replizierende Fonds sollten dann schon ein Volumen von etwa 3 Milliarden USD besitzen, also 0,1 Promill der Marktkapitalisierung.

  • Ich hab mit ETFs folgende Probleme.


    1.

    Die Steuerreform von 2018.

    Fand das vor ein paar Jahren sehr interessant, einfach einen thesaurierenden ETF auf z.B. den DAX, MDAX, was auch immer kaufen und potentiell Jahrzehnte liegen lassen und irgendwann bei verkauf nur einmal zu versteuern. Das ist jetzt vom Tisch, entweder muss man jedes Jahr fiktiv versteuern oder, was ja auch in der Praxis passiert ist, man stellt oder wurde auf ausschüttende umgestellt.


    2.

    Dann hab ich noch ein Thema, wo ich äußert vorsichtig sein muss, denn ich weiß es nicht mit Sicherheit. Es ist nur ein Gefühl, bzw. eine gefühlte Beobachtung. Ich hab auf jeden Fall den Eindruck dass zumindest bei synthetischen ETFs, bzw. zumindest bei dem einen den ich seit ein paar Jahren beobachte, das TER zwar niedrig ist, allerdings die Entwicklung des ETFs auch immer so etwa 0,5 % p.a. hinter dem Basiswert zurückbleibt.

    Nachdem auch dieser ETF auf ausschüttend umgestellt wurde, kann ich das nicht so leicht nachprüfen. Allerdings, im ersten Jahr, d.h. noch vor der ersten Ausschüttung, war es eben so, nämlich dass der ETF auf den DAX eine um etwa 0,5 % niedrigere Wertsteigerung hatte als der DAX.

    Ich glaube ich hatte mich da mal etwas eingelesen damals und da hieß es wohl es sei nicht immer möglich den zu replizierenden Index immer exakt abzubilden und deshalb kann es da immer wieder mal kleinere Differenzen in die eine oder andere Richtung geben. Tja, ich schätze mal eher immer in die eine Richtung..

    Jetzt hab ich da grad nochmal nachgeschaut, der wurde 2017 nicht nur von thesaurierend auf ausschüttend umgestellt sondern auch von synthetisch auf replizierend. Trotzdem ist es für mich wenig durchsichtig. Ich sehe nur dass ich bei der Entwicklung insgesamt über einige Jahre ein paar Prozent-Punte hinter dem Index bin. Das ist inkl. der Ausschüttungen aber ohne eine potentielle Wiederanlage dieser Ausschüttungen. Nachdem das aber nur die letzten 3 Jahre betrifft und insofern eine Wieder-Anlage von ein paar ausgeschütteten Prozentpunkten nur als Rundungsdifferenz in's Gewicht fallen dürfte, finde ich das schon sehr fraglich.

    Und jetzt hab ich doch mal überschlagsweise nachgerechnet. DAX 34,69 %; ETF auf DAX 31,62 %. Seit April 2016. Wiederanlage von Ausschüttungen finde ich einigermaßen vernachlässigbar, weil es zum Index-Stand bei den Ausschüttungen keine wesentlichen Kurs-Veränderungen gab.


    Insofern sehe ich für mich weder Sinn noch Gewinn bei ETFs. Der thesaurierende Steuer-Vorteil ist weg, ich traue der Berechnung der Dinger nicht und hinzu kommt noch das weiter oben bereits erwähnte (zumindest theoretische Emittenten-Risiko).


    Für gewisse Themengebiete könnte es noch interessant sein, Länder, Branchen, etc. Aber auch dort hab ich die oben genannten Punkte.


    Außerdem, persönlich ist mir die direkte Beschäftigung mit Unternehmen und das investieren in deren Aktien eh lieber. Das macht für mich auch den Reiz aus, sich in unterschiedliche Länder, Branchen, Industrien etc. einzulesen.

    Das ist aber Geschmackssache. Wenn jemand keinen Stress haben will und wenig Zeit damit verbringen will machen ETFs natürlich Sinn. Aber mich stören die obigen Punkte.

    Insofern, Bekannten die anlegen wollen aber wenig Interesse bzw. Zeit mitbringen, hab ich schon immer von Fonds abgeraten, das ist ja glaub ich eh klar. Vor ein paar Jahren hab ich dann noch ETFs empfohlen. Aber zur Zeit, ehrlicherweise, würde ich, bzw. mache ich auch, zu Berkshire raten. Ohne jetzt auf Währungsrisiken eingehen zu wollen, also nicht unbedingt mit einem ETF auf den DAX zu vergleichen, aber zum S&P 500 würde ich das allemal bevorzugen. Dazu muss ich noch sagen dass ich quasi überhaupt nie Einzeltitel empfehle bzw. höchstens sage was ich kaufe, aber das nicht empfehle bzw. anrate. Im Zweifel war's einer selbst wenn's nach oben geht und wenn's nach unten geht war's ich. Ich meine jetzt gegenüber Börsen-Laien, nicht in einem Umfeld wie im Forum hier wo jeder weiß dass er selbst verantwortlich ist.


    Das ist jetzt aber auch nicht unbedingt das Thema. ETFs jedenfalls, vielleicht hat jemand auch schon Beobachtungen zu Abweichungen ETF/Index (neben dem TER) gemacht.

    Bzw. eigentlich ist es aber schon auch das Thema. Kosten & Transparenz -> Vorteil Berkshire, Steuer -> Vorteil Berkshire, Emittenten-Risiko -> Vorteil Berkshire. Ich will jetzt hier nicht mit Berkshire nerven, aber es ist einfach die bessere Alternative für mich. Vor dem Hintergrund eben, das man in den Gesamtmarkt investieren will ohne sich sonderlich abzutun. Und Emerging Markets sind ja auch dabei, über z.B. Coca Cola, Apple, etc.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • Ich will nicht zu sehr abschweifen, daher nur kurz an buccaneer.


    1. Steuer: Mein Problem mit Fonds/ETF's hat schon lange vor der für mich mangels Thesaurierern im Depot nicht relevanten Steuerreform 2018 begonnen. Es ging um die Einstufung mancher Aktien als Fonds. Es ist schon sehr sehr lange her, ich glaube die erste Aktien in meinem Depot, die es betroffen hat waren Robeco/Rorento. Warum es Berkshire nicht getroffen hat (aus Sicht des Anlegers auch nichts anderes als ein thesaurierender Fonds) - keine Ahnung. Ähnliche Schranken werden heute über MIFID aufgebaut (e.g. QQQ nur noch über Reseller, REIT's, BDC's, LP's werden erschwert, teilweise auch mühsam wenn man die Steuer richtig berechnen will). Für mich Änderungen die der Kundenbindung an Banken/Fondsgesellschaften dienen sollen. Ausschüttungsgleiche Erträge finden hat vor 2018 nicht viel Arbeit gemacht. Bei derzeitiger Regelung für Thesaurierer zahlt man aber entweder Bank oder Steuerberater für die Erledigung der Steuerberechnung oder wechselt zu Ausschüttern.


    2. Beim Tracking Error muß man aufpassen. Bei einem Lyxor MSCI World UCITS ETF-Dist ist der Fehler teilweise sogar negativ. Ein Kontrahentenrisiko gibt es bei einem Synthetischen ETF immer, ist aber überschaubar. Bei einem regelmäßig auftretendem Trackingfehler würde ich den ETF wechseln. Bei DAX wäre dann der Vanguard DAX UCITS ETF IE00BG143G97 mit 0,1% Kosten die 1.Wahl (Ich würde keinen DAX wollen, aber wenn dann physisch, ausschüttend und mit geringsten Kosten). Bei DAX-ETF Ausschüttern sollte man dann aber auch mit dem Kursindex vergleichen.


    Es ist vielleicht etwas übertrieben formuliert, aber für mich sind ETF's so etwas wie die neuen Tagesgeldkonten (gut der Tag kann bei Kurseinbruch oder Problem des Emittenten auch länger dauern :)), Um eine Einlagensicherung brauche ich mir bei Physisch/Aktien-ETF's aber auch bei Beträgen über Sparbuchsicherung keine Gedanken machen.

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  • zumindest theoretische Emittenten-Risiko

    Suche mir immer physisch replizierende ETF raus bei denen es kein Emittentenrisiko geben sollte da die UCITs-Fonds ähnlich zu Aktien Direktinvestments ein geschütztes Sondervermögen darstellen. Eine so große Performancedifferenz kann ich mir kaum vorstellen. Schaue ich mir mal bei meinen bisherigen an. Ist mir jedenfalls bislang noch nichts aufgefallen.


    Berkshire fand ich immer toll als Buffet jünger und der US-Fokus passend war. Jetzt wo die Nachfolge akut wird und Buffet selbst ein ETF-Portfolio empfielt, will ich hier keinen Schwerpunkt mehr im Depot.

  • Suche mir immer physisch replizierende ETF raus bei denen es kein Emittentenrisiko geben sollte

    Verleihen die Fonds eigentlich Ihre Aktienbestände?

    So wie Deine Bank/Broker das mutmaßlich auch mit den Aktien Deines Depos tut?


    Falls ja, dann hat man umgehnd wieder ein Kontrahentenrisiko an der Backe.

  • Ich halte auch einen ausschüttenden ETF im Depot. Seit der letzten Steuerreform machen thesaurierende Fonds meiner Ansicht nach keinen Sinn mehr, sondern nur mehr Arbeit. Die Ausschüttung kann man mit Hilfe eines Sparplans relativ kostenneutral wieder investieren.

    Obwohl die Resilienz des Konzepts "synthetischer ETF" in der Praxis meines Wissens bisher noch nicht getestet wurde, bevorzuge auch ich replizierende Aktienfonds.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Verleihen die Fonds eigentlich Ihre Aktienbestände?

    ja, tun sie. Bei iShares ist das sehr transparent für jeden ETF unter "Positionen-> Wertpapieranleihe" dokumentiert. Für den MSCI World geben sie z.B. ca. 12% der AUM an.


    Aktiencheck : mir wären so viele ETFs zu viele. Wie der Finanzwesir sagt: es geht lediglich darum nicht arm zu werden. Und Durchschnitt ist gut genug. Für Überrenditen sind ETFs nicht wirklich geeignet. Daher genügt mir ein Weltindex (MSCI World oder FTSE World wie bei Vanguard). Wenn ich Aufwand haben will und glaube ich kann es besser, dann suche ich mir lieber Einzelaktien.