• RIDDLE ME THIS

    Und kaum meint man, es nicht verstanden zu haben, versteht man es noch weniger... jetzt steigt Freenet mit einem satten Aufschlag ein?!?

    So langsam bekomme ich das Gefühl, dass die Herren bei Freenet zu Tradern avancieren. Das Casflow wird in "unterbewertete" Aktien aus dem Umfeld reingesteckt, mit der Hoffnung später tradinggewinne zu erzielen.

    Nach Sunrise nun Ceconomy.

    D.h. die gehen von einer Erholung der Metro-Food Aktie aus, woran Ceconomy 10% Anteile besitzt. Wenn sich der Kurs erholt, erholt sich auch der Kurs von Ceconomy.

    Und wenn nicht, dann hat man zumindest 10% Anteil am wichtigsten Partner gekauft und sichert so langfristig die Vertriebswege.

    Mal schauen wie das weitergeht. Die Anleger bei Freenet scheinen nicht begeistert zu sein und der Kurs von Ceconomy liegt auch noch deutlich unter den gebotenen 8,50€ pro Anteil.

    Warscheinlich Mengenaufschlag.

  • Ich kenne die Zahlen bei TeknoSA nicht und von der Entfernung her sieht das gut aus, dass wenn ein "Großer" einen "Großen" übernimmt. aber wenn man vor Ort war, weiss man dass sich die Situation auf dem türkischen Markt weitgehend ändert.

    Die Hersteller eröffnen immer mehr eigene Stores (Arcelik, Beko). Und Arcelik ist in der Türkei immer noch die Nr. 1 (weisse Ware) was Haushaltsgeräte betrifft .


    https://www.arcelik.com.tr/konsept-magaza

    http://www.fortuneturkey.com/-…konsept-magaza-acti-38978


    Und die andere Marke "Vestel" offeriert immer mehr Abomodelle für TV Produkte:

    Alle 2 Jahre einen neuen TV für 69 TL / Monat


    https://www.vestel.com.tr/vhepyeni-televizyon-kampanyasi


    Ausserdem ist die Sabanci Holding ein Familienunternehmen und die Ceconomy nicht. D.h. ich denke dem Vorstand von Ceconomy gehts um kurzfristige Erfolgsmeldungen und der Familienholding um Existenzsicherung/Gewinnmaximierung.


    Ausserdem sollte der Lebensmittel-Markt eigentlich für alle eine Lehre sein.

    Anteile an großen Ketten wurden an die Ausländer verkauft (Kita, Migros, Carrefour) und zum Schluss zu einem Bruchteil des VK-Preises wieder zurückgekauft und die "Ausländer" sind wieder raus aus dem Markt.


    Ich denke die Türken sind sehr gute Verkäufer und wissen wann Sie etwas abstossen müssen. Vor allem eine Familie wie Sabanci weiss das ganz genau. D.h. Ich als Käufer hätte riesen Respekt vor dem Verkäufer, denn dieser hat beste Kontakte in die Politik und kennt den türkischen Markt schon viel länger als Ceconomy in und auswendig.

    Man darf auch nicht vergessen, dass die Branche auf Grund der Subventionen vor den Wahlen einen Sonderkonjunktur hatte und dadurch sehr gute Gewinne erzielt wurden. D.h. der Verkäufer verkauft am Hochpunkt.


    Ausserdem sind die meisten TeknoSA laden in Malls mit sehr hohen Mieten und mittlerweile mit hohem Leerstand. Die müssten weiterbezahlt werden.


    Auf gut deutsch : Ich persönlich würde von meinen ehemaligen Landsleuten nix kaufen :-)

  • Anekdotisch:


    Bei meiner ganzen Begeisterung für die Türkei...der Binnenkonsum schien mir eher verhalten auf der Reise neulich.


    Wir waren in mehreren Malls (u.a. wegen Lego ;)).

    Die waren alle sehr leer, meist mehr Personal als Kunden.

    Auch quatsche ich gerne Restaurant- oder Hotelbesitzer an, und die meisten meinten es sei unterdurchschnittlich wenig los.


    Von dem her bin ich bei mobilpage, man kauft am Hoch. Kein guter Zeitpunkt für Konsumwerte. Da haut die Inflation voll rein, ganz anders als bei Koc, denen sie hilft.


    wp

  • Darf ich die Haltung der Metro-Aktionäre hier im Forum erfahren?


    Ist es irgendwie die Hoffnung, dass es irgendwann wieder dreht . ("Koch hat soviel Geld investiert, der weiss was er tut")

    Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Wert bei vielen die sonstigen Mechanismen versagen.

    Ich denke, wenn das ein ausländischer Wert gewesen wäre, hätten sehr viele bereits viel vorher die Reissleine gezogen und sich verabschiedet.

    soweit ich mich erinnern kann hoffen seit 2009 viele Value-Investoren, dass Metro irgendwann wieder in die Pötte kommt.


    Und wenn ich mir den Kurs von Ceconomy anschaue, dann sollte man Freenet shorten. Die müssen ja mehr als 20% vom Kaufpreis mittlerweile abschreiben, oder?


    Keiner traut sich den ersten Schritt zu machen, es könnte ja gerade dann drehen.

    Ich glaube hier ist sehr viel Hoffnung im Spiel. Und ich denke solange es immer noch Anleger gibt die der Meinung sind Metro wäre unterbewertet , solange gehts nach Süden.

    Ich denke in diesem Wert sind auch sehr viele Private investiert. Vor lauter nicht wissen wohin mit dem Geld , gab die Metro Aktie Ihnen das Gefühl hier etwas rausholen zu können , ohne grosses Risiko.

    Man kennt Metro, Koch kauft Aktien und man liest dass die Gebäuden mehr Wert sind als der Aktienkurs, Spinn off usw. Das passte von der Story her für eine etwas größere Spekulation.

    Erst wenn viele kapitulieren dreht der Kurs. (Und schon bin ich wieder Spekulant)

  • Ich warte zunächst mal ab was der nächste Quartalsbericht bringt. Meine Erwartungen sind eher, dass nochmals eine Gewinnwarnung kommen wird. Wie weiter oben geschrieben wird es nicht leicht sein die reduzierte Prognose zu erfüllen.


    Mit Zukäufen/Verkäufen bin ich derzeit vorsichtig, da ich das Geschäftsmodell und die Treiber offensichtlich bislang nicht genügend verstehe. Ich gehe davon aus, dass Herr Koch das Geschäft wesentlich besser versteht und dennoch lag er bereits öfters falsch in seiner Prognose bzw. hat eine Tendenz die Dinge durch die rosa Brille zu betrachten. Ich erinnere nur an die Webcasts wo Analysten bereits frühzeitig bohrende Fragen zu Russland gestellt haben und nur beschwichtigt wurde. Auch zuletzt wurden die Schwierigkeiten im Russlandgeschäft und der margenverfall nur als temporäre Probleme verkauft, da wäre ich mir beim zunehmenden Wettbewerb allerdings nicht so sicher.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • 21.07.2018
    Vorstand sucht neue Börsenstory - Metro-Chef startet Online-Offensive
    http://www.manager-magazin.de/…lipp-blome-a-1219278.html

    Zitat

    Der angeschlagene Großhändler Metro will sein Geschäft zunehmend ins Internet verlagern. Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Juli) berichtet, wechselt Philipp Blome (36), bisher Digitalchef des Händlers Real, im August zum Mutterkonzern Metro, um eine neue Einheit namens Metro Markets aufzubauen.

    Zweck der Gesellschaft ist laut Eintrag im Handelsregister der "Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art aus dem Food- und Non-Food-Bereich einschließlich der Entwicklung und des Betriebs einer Internetplattform zum Handel (Marktplatz) von solchen Produkten (...)".
    Metro Markets soll im Auftrag von Metro-CEO Olaf Koch (48) die Internetvariante des bestehenden Cash-&-Carry-Geschäftsmodells entwickeln. Blome soll zunächst ein Team aufbauen und das Vorhaben auf kleiner Flamme testen. Dass er etwas von der Materie versteht, hat der Betriebswirt bereits bei Real bewiesen, die neue Herausforderung ist jedoch ungleich größer. Koch hatte unlängst bei mehreren Investoren vorgefühlt, wie sie zu einer Digitalisierung des Cash-&-Carry-Geschäfts stehen. Der Metro Aktienkurs hat sich seit dem Börsengang vor einem halben Jahr fast halbiert.

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  • 21.07.2018
    Vorstand sucht neue Börsenstory - Metro-Chef startet Online-Offensive
    http://www.manager-magazin.de/…lipp-blome-a-1219278.html


    Sorry aber das ist sind doch Verzweiflungskationen von Koch , um irgendwie noch den Kurs nach oben zu bekommen.

    Da versucht einer in Amazons, Alibaba Gebiete einzdringen.

    Welcher Kunde von Metro soll den diesen Market nutzen? Welcher Anbieter soll denn den Market nutzen?

    Mit Rungis haben Sie ja einen Liefer-/Bestelldienst, aber jetzt einen auf Online-Marktplatz machen?


    Metro sollte erst mal den ganzen Non-Food Mist (Klamotten, Sportschuhe, Fahrrad & Co) aus Ihren Stores raushauen und diese frei gewordenen Plätze an Lieferanten anbieten , die Live Ihre Produkte anbieten und vor Ort verkaufen können. Eine Art "Gastro-Schlemmer-Welt".

    Ich denke der Metro Kunde ist kein Online-Kunde.

    Der kleine Gastgewerbekunde wird online nie nutzen. Denn der möchte die Ware sehen, was er kauft und "Bar" bezahlen. Dieses Bar Geschäft erlaubt Ihm auch "nebenbei" zu "verdienen.

    Online ist das nicht mehr möglich.

    Und Kunden die mehr Masse kaufen, kontaktieren den Anbieter direkt.


    Ich denke Koch ist mit seinem Latein am Ende.

  • Vielleicht findet da auch ein short squeeze statt? Offenbar waren doch etliche Leute in Metro short.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Zitat

    "Metro schafft die Wende Als Value Investoren analysieren wir jeden Titel immer sehr genau, bevor er in eines der Portfolien aufgenommen wird. Dabei werden auch besonders die Chancen und Risiken der einzelnen Unternehmen unter die Lupe genommen. Dass es da manchmal Geduld braucht und etwas länger dauern kann, bis die Strategie des Vorstands aufgeht, das nehmen wir in Kauf. So auch bei der Metro. Der Handelskonzern, der vor gut einem Jahr aus der Aufspaltung der früheren METRO Group hervorgegangen ist, war durch eine harte Zeit gegangen. Doch Vorstandschef Olaf Koch baut das Unternehmen konsequent um. Und diese Strategie zahlt sich langsam aus. Die im April gesenkte Prognose für das Gesamtjahr 2017/2018 (Ende September) wurde zwar bestätigt, doch Metro erwartet nun eine leichte Steigerung des EBITDA. Der Umsatz soll um mindestens 0,5 Prozent zulegen. Nach Einschätzung der Analysten von Bernstein Research hat die Metro im Großhandelsgeschäft endlich die negative Spirale bei der Profitabilität durchbrochen. Neben einem Einmaleffekt stehe dies auch mit nachhaltigen Verbesserungen in Zusammenhang, so ihre Einschätzung. Die meisten Analysten wurden davon überrascht. Wir nicht."


    Börse: Im Spannungsfeld von Giganten und überzeugenden Zahlen | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:

    https://www.wallstreet-online.…ten-ueberzeugenden-zahlen

  • Bin auch überrascht. Allerdings decken die Short-Seller überwiegend ein, z.B. Hengistbury von 1,84% am 03.08. auf 0,78% am 13.08. Nur Marshall Wace erhöht um ca. 0,3% wobei Citadel Europe LLP um ca. 0,4% reduziert.


    Die Gewinnwarnung blieb aus, 175 Mio. Euro EBITDA aus Real Estate für GJ erwartet (davon schon 110 Mio. eingetütet). Auch liegen die besseren Quartale incl. Dividende voraus. Somit drängt sich ein Leerverkauf in den nächsten 6 Monaten wohl nicht mehr dermaßen auf.


    Ich hab mir die Zahlen aber nicht so genau angeschaut. Extrem begeistert war ich allerdings nicht. Bei Sale & Lease Back muss ich immer an Middelhoff denken.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)


  • Entwicklung Net Debt               +150 Mio. zum VJ


    Net Debt
    31.12.2016 Q1 2,615
    31.03.2017 Q2 3,902
    30.06.2017 Q3 3,766
    30.09.2017 Q4 3,142
    31.12.2017 Q1 2,767
    31.03.2018 Q2

    3.961

    30.06.2018 Q3 3.916


    Sicher alles im Rahmen, allerdings war mein Investmentcase, dass aus dem FCF sowohl Dividende bezahlt als auch die Nettofinanzverschuldung reduziert werden kann. Vielleicht bin ich nur zu ungeduldig.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)