Börsengurus, Dummschwätzer oder Verbrecher ??

  • ich denke dass in der Tat 90% der Sell-side Analysten 1:1 wie Frau Pauls arbeiten. Stupide Zahlen ins Modell klopfen und schön das Kerngeschäft der Bank mit "gefälligen" Berichten unterstützen.


    Der eigentliche Systemfehler ist, dass es in der ganzen Kette eigentlich keinen gibt der für die Aufdeckung von "echten" Betrügereien zuständig sein will. Alle verlassen sich auf das Testat. Die Wirtschaftsprüfer wiederum verlassen sich auf das was ihnen vorgelegt wird. Sytemfehler und wird leider auch so bleiben.

  • Für ein "systemisches" Event ist m.E. Greensill zu klein. Ausser der gesamte Supply Chain Finaning Berecih würde so ablaufen. Das glaube ich aber nicht. Dass Greensill ein "Crook" war wusste in der Branche jeder.

    Supply Chain Finance scheint anfällig *hüstel* für kleine Schweinereien wie Insolvenzverschleppung bis hin zu ganz großen Betrügereien zu sein.
    Ich bin gerade auf einen spannenden Blogeintrag gestoßen, der sich 2020 mit Greensills Geschäftsmodell Supply Chain Finance beschäftigt hat und jede Menge Red Flags sowohl bei Greensill als auch beim Geschäftsmodell an sich notiert hat.

    https://www.behindthebalancesh…ank-and-cooking-the-books


    Edith: Das FollowUp nach der Greensill-Pleite ist auch lesenswert: Greensill Revisited https://www.behindthebalancesh…log-1/greensill-revisited

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Dax erreicht neue Hochs und der Kurs geht in die entgegengesetzte Richtung.

    Laut dem fact sheet Link hat er 0% Deutschland Anteil in seinem Fonds.


    Die Kostenquote von 1,64% p.a. sowie das Verbrennen von seinen Absicherungspapieren zieht die Performance seines Fonds nach unten.


    Was er genau für Konstrukte als Absicherung hält konnte ich in meiner 3min Recherche nicht heraus finden.


    der zieht Geld aus seinem Fond um sein Schloss auf Fordermann zu bringen.

    Ich schmeiß mal ganz fundiert auch noch ein paar "gefühlte Fakten" dazu:

    - vermutlich finanziert durch die Juden Hochfinanz

    - im Auftrag der Pharma-Impf-Mafia

    - um die neue Weltordnung der links grün versifften Reichsbürger voran zu treiben, die aus Kinderblut Adenochrom herstellen und RFID Chips implantieren, um ihre Macht auszubauen

    8|

    "markets can stay longer irrational than you solvent"

    🚀🚀🚀 YOLO -> TO DA MOON 🚀🚀🚀

  • Ich schmeiß mal ganz fundiert auch noch ein paar "gefühlte Fakten" dazu:

    - vermutlich finanziert durch die Juden Hochfinanz

    - im Auftrag der Pharma-Impf-Mafia

    - um die neue Weltordnung der links grün versifften Reichsbürger voran zu treiben, die aus Kinderblut Adenochrom herstellen und RFID Chips implantieren, um ihre Macht auszubauen

    Irgendwas mit Gaspipelines aus Russland ist da bestimmt auch noch dabei.

  • Habt Euch wieder lieb ;-)


    Dirk Müller bedient perfekt einen bestimmten Anlegertypus der meistens etwas älter ist, nicht ganz unvermögend ist und Angst vor dem Crash hat. Denen geht es mehr um das Gefühl und Bestätigung der eigenen Haltung als Performance. Hussman ist auf eine etwas intellektuellere Art in der gleichen Nische aktiv.


    Bei 500 Mio Fondsvolumen braucht er auch nix abzuzweigen. Ich vermute mal dass der Dirk alleine aus dem Fonds gut 1 Mio Netto p.a (nach allen Kosten und Steuern) einfährt. Vmt. eher mehr.


    Diese Nische konsequent anzusprechen und abzumelken ist allerdings durchaus eine Leistung die man anerkennen muss.


    MMI

  • Passt glaube ich hier rein. Interview mit dem Credit Suisse CEO:


    https://www.nzz.ch/wirtschaft/…nl165_2021-4-6&ga=1&trco=


    Highlight:


    Quote

    Hätte die Bank genauer hinschauen sollen?

    Wir haben letzten Sommer zwei Teams damit beauftragt, das Supply-Chain-Finance-Geschäft genauer zu überprüfen. Zum einen die sogenannte erste Verteidigungslinie, das zuständige Asset-Management-Team. Zum andern ging auch ein Auftrag an das Risiko-Team, die zweite Verteidigungslinie. Fairerweise muss man sagen, dass es eine Herausforderung ist, eine globale Bank während der Corona-Pandemie via Zoom zu managen.

  • Passt glaube ich hier rein. Interview mit dem Credit Suisse CEO:


    https://www.nzz.ch/wirtschaft/…nl165_2021-4-6&ga=1&trco=


    Highlight:

    Wow, was für ein Verkehrsunfall von einem Interview. Der Chef scheint den Schuss immer noch nicht gehört zu haben.
    Auch die NZZ macht mit ihrem lammbraven Fragen angesichts der mehrfachen Vollschäden keine gute Figur.

    Da glaube ich Marc Faber sofort : „An der Spitze hat die CS kolossale Pumpen“

    https://insideparadeplatz.ch/v…-die-cs-kolossale-pumpen/

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Hab's gelesen und find's auch total daneben. Vor allem das Geschwafel, also die totale Beliebigkeit. Erst war's nur ein Unfall und ansonsten alles ganz toll (der Ski-Unfall hat die Bestzeit gestoppt, oh mei..), aber dann muss schon trotzdem auch die Gesamt-Strategie wieder überprüft werden. Was nun?


    Ich finde die NZZ frägt aber für solche Verhältnisse schon einigermaßen deutlich nach ("Das ist doch eine Ausrede.")


    Und mmi, ich hätte genau die gleiche Stelle zitiert. Aber auch wegen des nicht fetten Teils. Das ist eine klassische Politiker-Aussage im Sinne von: Ich bin nicht Schuld, dass ich nichts gesehen habe, ich hab doch einem anderen gesagt, er soll mal nachschaun.


    Dazu auch hier:

    https://insideparadeplatz.ch/2…en-messer-in-den-ruecken/


    PS:

    Al Sting, das Interview ist der Hammer. Ich bin gute 10 Minuten drin und seitdem fast nur am schmunzeln. Nicht nur wegen des Dialekts. Aber klar, die political correctness hat der sicher nicht erfunden ;)..

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

    Edited 2 times, last by buccaneer ().

  • Vielleicht als Gegenbeispiel zu Credit Suisse hier ein Post zu Goldman Sachs:


    https://sl-advisors.com/reacti…our-goldman-archegos-post


    Ich würde das so bestätigen. Die Goldmänner sind zwar auch "Verbrecher" wie die Credit Suisse, aber im Gegensatz zu den meisten Europäischen I-Banken sind sie Profis und meistens den entscheidenden Schritt schneller.



    MMI

  • Gut, sie (und das schließt eigentlich alle anderen Großbanken ein) haben auch erhebliche Anreize, sich so zu verhalten:

    - das Kreditgeschäft ist wegen der Zinsen unattraktiv

    - läuft es prima, winken coole Gehälter und coole Boni

    - läuft es schief, winken coole Gehälter, und es gibt Hilfe vom Staat

    Mit diesen Anreizen sind wir nun locker im zweiten Jahrzehnt. Die Angestellten, die noch eine andere Welt kennen, sind also vermutlich schon von einigen Jahren ausgeschieden...

  • passt zu Verbrecher:


    ok, ich muss meinen Vorwurf, dass in Deutschland die Korruption genauso hoch ist wie in den südlichen Ländern zurücknehmen.

    In den südlichen Ländern wird doch etwas mehr abgezweigt. Da sind die 1-2 Millionen von Sauter & co dagegen peanuts.


    Ex-Regierungschef Sócrates muss wegen Geldwäsche vor Gericht

    ...
    Den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zufolge kassierte Sócrates während und nach seiner Amtszeit etwa 34 Millionen Euro. Er hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.


    https://www.deutschlandfunk.de….html?drn:news_id=1246889

  • https://www.faz.net/agenturmel…s-gestorben-17293562.html


    Der wegen eines der größten Anlagebetrugsfälle der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verurteilte US-Börsenmakler Bernard Madoff ist tot. Entsprechende US-Medienberichte bestätigten US-Justizbehörden am Mittwoch auf Nachfrage.

    Madoff verstarb im Alter von 82 Jahren in einem Klinikum eines Gefängnisses im US-Bundesstaat North Carolina, wo er seine Strafe verbüßte.